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Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen

Title: Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen

Term Paper , 2020 , 63 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Soziologe / PR-Berater (DPRG) Tilmann Wörner (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Möglichkeiten die Soziale Arbeit aufweist, um positiv auf die Lebenslage demenzkranker Menschen und deren Angehörigen einzuwirken. Insbesondere gilt es zu untersuchen, wie die Soziale Arbeit die Selbstbestimmung von demenzkranken Menschen bestmöglich fördern bzw. aufrechterhalten kann. Von Relevanz ist dabei, welche allgemeinen Konzepte und Instrumente der Sozialen Arbeit auf die Betreuung demenzkranker Menschen und deren Angehörigen übertragen werden können.

Der Sozialen Arbeit wird zugeschrieben, dass die Förderung von alten Menschen im Allgemeinen und von alten demenzkranken Menschen im Besonderen, bisher eher eine untergeordnete Rolle spielt. So wird bemängelt, dass es im Hinblick auf die Betreuung demenzkranker Menschen wesentlich weniger sozialarbeiterische Konzeptionen gibt als dies in anderen Tätigkeitsfeldern der Fall ist. Dies ist umso bedeutsamer, als dass es durch den demografischen Wandel bzw. durch die gesellschaftliche Alterung zu einer Zunahme an demenziellen Erkrankungen kommt. Die Anzahl an dementen Menschen erhöht sich nicht nur absolut sondern auch in Relation zur jüngeren, nichtdementen Bevölkerung (vgl. Rensch 2012). Es erscheint offensichtlich, dass die Lebenssituation von demenzkranken Menschen und deren Angehörigen durch vielfältige Herausforderungen geprägt ist, insbesondere dann, wenn die Angehörigen die demenzkranke Person zuhause betreuen. Neben der medizinisch-pflegerischen Betreuung erscheint es daher unerlässlich zu sein, dass die demenzkranken Menschen und die pflegenden Angehörigen Unterstützung erhalten, die sich auf die Bewältigung des Alltags sowie auch auf den psychosozialen Bereich bezieht. Gerade bei Demenzerkankungen, bei denen die Betroffenen sukzessive an Fähigkeiten verlieren, erscheint es in normativer Hinsicht wünschenswert, dass die Betroffenen ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung haben und einer möglichst geringen Fremdkontrolle unterliegen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Demenz

2.1 Formen und Symptome von Demenz

2.1.1 Primäre demenzielle Erkrankungen

2.1.2 Sekundäre demenzielle Erkrankungen

2.1.3 Alzheimer

2.2 Rechtliche Regelungen zur Betreuung Demenzkranker

2.2.1 Geschäftsfähigkeit und Willenserklärungen

2.2.2 Betreuungsrechtliche Regelungen

2.2.3 Fahrtauglichkeit

2.3 Betreuungs- und Unterbringungsformen bei Demenzerkrankungen

2.3.1 Häusliche Versorgung

2.3.2 Teilstationäre und stationäre Versorgung

3. Selbstbestimmung

3.1 Definition von Selbstbestimmung

3.2 Selbstbestimmung im medizinisch-pflegerischen Kontext

3.3 Lebensqualität von demenzkranken Menschen

3.4 Selbstbestimmungsmöglichkeiten bei Demenzerkrankungen

3.5 Typische Freiheits- und Selbstbestimmungseinschränkungen bei demenzkranken Menschen

3.6 Benötigte Ressourcen zur Aufrechterhaltung der Selbstbestimmung bei demenzkranken Menschen

3.6.1 Materielle Ressourcen

3.6.2 Immaterielle Ressourcen

4. Rolle der Sozialen Arbeit bei Menschen mit Demenzerkrankungen

4.1 Theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit mit Anwendungsmöglichkeiten bei Demenzerkrankungen

4.1.1 Lebensweltorientierung

4.1.2 Biografische Lebensbewältigung

4.1.3 Empowerment

4.1.3.1 Begriffliche Klärung und Charakteristik des Empowermentkonzepts

4.1.3.2 Theoretische Einordnung des Empowermentkonzepts

4.1.3.3 Rolle des Empowermentkonzepts im Kontext von Demenzerkrankungen

4.2 Akteure der Sozialen Arbeit und deren Qualifikation

4.2.1 Aufgabenfelder

4.2.2 Angehörigenberatung und -betreuung

4.2.2.1 Angehörige von demenzkranken Menschen als Adressaten der Sozialen Arbeit

4.2.2.2 Inhalte und Gesprächsführung bei der Angehörigenberatung

4.2.2.3 Voraussetzungen und Erfolgsfaktoren der Angehörigenberatung

4.2.2.4 Begleitete Gesprächs- und Selbsthilfegruppen für Angehörige

4.2.3 Unterstützungsleistungen für demenzkranke Menschen

4.2.3.1 Begleitete Selbsthilfegruppen für demenzkranke Menschen in einer Frühphase der Erkrankung

4.2.3.2 Sozialpädagogische Betreuung von Wohngruppen

5. Entwurf einer ethisch wünschenswerten Betreuungsform von demenzkranken Menschen

5.1 Bewertungsdimensionen für die Unterbringungssituation von demenzkranken Menschen

5.2 Best-Practice-Beispiele im In- und Ausland

5.2.1 Pflegeheim De Bleerinck in den Niederlanden

5.2.2 St. Nikolaus Krankenhaus in Wallerfangen

5.2.3 Musik- und Tanzcafé der Alzheimer Gesellschaft München

5.2.4 Technische Hilfsmittel in deutschen Pflegeheimen

5.2.5 Freiburger Modell – Wohngruppen in geteilter Verantwortung für demenzkranke Menschen

5.3 Verbesserungsansätze

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, die Lebenslage von demenzkranken Menschen sowie deren Angehörigen positiv zu beeinflussen, mit einem besonderen Fokus auf die Förderung und Aufrechterhaltung der Selbstbestimmung im Krankheitsverlauf.

  • Grundlagen der Demenzerkrankungen und rechtliche Rahmenbedingungen.
  • Analyse von Selbstbestimmungsmöglichkeiten und Einflussfaktoren im medizinisch-pflegerischen Kontext.
  • Theoretische Konzepte der Sozialen Arbeit (Lebensweltorientierung, Biografische Lebensbewältigung, Empowerment) in der Demenzbetreuung.
  • Operative Unterstützungsansätze für Angehörige sowie für demenzkranke Menschen selbst.
  • Best-Practice-Beispiele innovativer Betreuungsformen und ethische Bewertungsdimensionen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Der Sozialen Arbeit wird zugeschrieben, dass die Förderung von alten Menschen im Allgemeinen und von alten demenzkranken Menschen im Besonderen, bisher eher eine untergeordnete Rolle spielt. So wird bemängelt, dass es im Hinblick auf die Betreuung demenzkranker Menschen wesentlich weniger sozialarbeiterische Konzeptionen gibt als dies in anderen Tätigkeitsfeldern der Fall ist. Dies ist umso bedeutsamer, als dass es durch den demografischen Wandel bzw. durch die gesellschaftliche Alterung zu einer Zunahme an demenziellen Erkrankungen kommt. Die Anzahl an dementen Menschen erhöht sich nicht nur absolut sondern auch in Relation zur jüngeren, nichtdementen Bevölkerung (vgl. Rensch 2012, S. 544f.).

Es erscheint offensichtlich, dass die Lebenssituation von demenzkranken Menschen und deren Angehörigen durch vielfältige Herausforderungen geprägt ist, insbesondere dann, wenn die Angehörigen die demenzkranke Person zuhause betreuen. Neben der medizinisch-pflegerischen Betreuung erscheint es daher unerlässlich zu sein, dass die demenzkranken Menschen und die pflegenden Angehörigen Unterstützung erhalten, die sich auf die Bewältigung des Alltags sowie auch auf den psycho-sozialen Bereich bezieht. Gerade bei Demenzerkankungen, bei denen die Betroffenen sukzessive an Fähigkeiten verlieren, erscheint es in normativer Hinsicht wünschenswert, dass die Betroffenen ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung haben und einer möglichst geringen Fremdkontrolle unterliegen.

In der vorliegenden Arbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, welche Möglichkeiten die Soziale Arbeit aufweist, um positiv auf die Lebenslage demenzkranker Menschen und deren Angehörigen einzuwirken. Insbesondere gilt es zu untersuchen, wie die Soziale Arbeit die Selbstbestimmung von demenzkranken Menschen bestmöglich fördern bzw. aufrechterhalten kann. Von Relevanz ist dabei, welche allgemeinen Konzepte und Instrumente der Sozialen Arbeit auf die Betreuung demenzkranker Menschen und deren Angehörigen übertragen werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Problemstellung der mangelnden sozialarbeiterischen Konzepte in der Demenzbetreuung und definiert das Ziel der Förderung von Selbstbestimmung.

2. Demenz: Bietet einen Überblick über Demenzformen, rechtliche Betreuungsregelungen und verschiedene Wohn- bzw. Versorgungsformen.

3. Selbstbestimmung: Analysiert den Begriff der Selbstbestimmung, deren Einschränkungen sowie notwendige Ressourcen für demenzkranke Menschen.

4. Rolle der Sozialen Arbeit bei Menschen mit Demenzerkrankungen: Behandelt theoretische Ansätze der Sozialen Arbeit sowie praktische Aufgabenfelder, einschließlich Angehörigenberatung und Selbsthilfegruppen.

5. Entwurf einer ethisch wünschenswerten Betreuungsform von demenzkranken Menschen: Stellt Bewertungsdimensionen vor und analysiert Best-Practice-Beispiele für eine ethisch orientierte Betreuung.

6. Fazit: Reflektiert die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit zur Stärkung der Selbstbestimmung und betont die Bedeutung emotionalen Erlebens.

Schlüsselwörter

Demenz, Soziale Arbeit, Selbstbestimmung, Empowerment, Angehörigenberatung, Lebensweltorientierung, Biografische Lebensbewältigung, Pflegende Angehörige, Betreuungsformen, stationäre Pflege, ambulante Wohngruppen, Lebensqualität, Demenzkranke, Fremdbestimmung, Ressourcenförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Menschen mit Demenz, mit dem Ziel, deren Selbstbestimmungsrechte zu fördern und zu schützen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Feldern gehören rechtliche Betreuungsinstrumente, die Lebensqualität von Betroffenen, der Empowerment-Ansatz in der Praxis sowie verschiedene Best-Practice-Modelle der Unterbringung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, wie die Soziale Arbeit positiv auf die Lebenslage demenzkranker Menschen und deren Angehörigen einwirken und wie sie die Selbstbestimmung der Betroffenen bestmöglich fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die bestehende Konzepte der Sozialen Arbeit analysiert, auf das Feld der Demenz überträgt und durch die Auswertung von Best-Practice-Beispielen und Literatur untermauert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Demenz und Selbstbestimmung sowie eine detaillierte Analyse der Handlungsfelder der Sozialen Arbeit, inklusive spezifischer Maßnahmen für Betroffene und deren Angehörige.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Demenz, Selbstbestimmung, Empowerment, Soziale Arbeit, Angehörigenberatung und Lebensqualität.

Welche Rolle spielt das Empowerment-Konzept bei Demenz?

Obwohl Demenz einen progredienten Abbau bedeutet, kann der Empowerment-Ansatz die verbliebenen Potenziale, Ressourcen und die soziale Teilhabe der Betroffenen stärken, anstatt sie nur als passive Hilfeempfänger zu sehen.

Warum sind technische Hilfsmittel ethisch umstritten?

Sie werden bei oberflächlicher Betrachtung oft als Kontrollinstrumente wahrgenommen. Die Arbeit stellt jedoch heraus, dass sie bei korrekter Anwendung die Selbstbestimmung erweitern können, indem sie den sicheren Aktionsradius der Betroffenen vergrößern.

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Details

Title
Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen
College
University of Heidelberg
Grade
1,3
Author
Diplom-Soziologe / PR-Berater (DPRG) Tilmann Wörner (Author)
Publication Year
2020
Pages
63
Catalog Number
V917179
ISBN (eBook)
9783346237385
ISBN (Book)
9783346237392
Language
German
Tags
rolle sozialen arbeit betreuung menschen demenzerkrankungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Soziologe / PR-Berater (DPRG) Tilmann Wörner (Author), 2020, Rolle der Sozialen Arbeit bei der Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/917179
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