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Liberalisierung natürlicher Monopole am Beispiel des Deutschen Strommarkts

Título: Liberalisierung natürlicher Monopole am Beispiel des Deutschen Strommarkts

Trabajo de Seminario , 2007 , 35 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christian Berninger (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
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Im Rahmen dieser Seminararbeit wird das Thema „Liberalisierung von natürlichen Monopolen am Beispiel des Strommarktes in Deutschland“ bearbeitet. Es weist mehrfachen aktuellen Bezug auf, u.a. zu Klimawandel und Nachhaltigkeit der Energieversorgung bzw. Strompreise für Verbraucher und gewerbliche Kunden. Aufgrund zuletzt genanntem und vor allem der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung als auch den Branchenbesonderheiten erscheint mir der deutsche Strommarkt als adäquater Untersuchungsgegenstand in Bezug auf die Themenstellung «natürliche Monopole». In diesem Sinne soll diese Seminararbeit einen wissenschaftlichen Beitrag zum Verständnis der (Wettbewerbs-)Situation auf dem deutschen und europäischen Strommarkt leisten, und aus der Analyse und Bewertung der Liberalisierung konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik, vor dem Hintergrund sich wandelnder Energiepolitik abgeleitet werden. Im ersten Teil werde ich zunächst die zentralen Begriffe „natürliches Monopol“ und „Liberalisierung“ definieren und den deutschen Strommarkt in diesen theoretischen Zusammenhang einordnen. Um zu verdeutlichen, ob und in welchen Segmenten ein natürliches Monopol vorliegt und in welchem Maße ordnungspolitische Eingriffe aufgrund des Vorliegens von u.a. spezifischen Investitionen und Informationsasymmetrien gerechtfertigt erscheinen, werden entsprechende ökonomische Modelle verwendet. Im zweiten Teil sollen dann die grundlegende Situation vor der Liberalisierung dargestellt, sowie der Liberalisierungsprozess in Deutschland in Bezug auf institutionelle Veränderungen und Marktstrukturen analysiert werden. Eine abschließende Bewertung der Liberalisierung auf Basis des Status Quo und ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern soll die Beobachtungen komplettieren. Im Ausblick werden aktuelle Entwürfe der deutschen und europäischen Politik vorgestellt, und versucht realistische Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung des institutionellen und wettbewerblichen Rahmens zu formulieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Theoretische Grundlagen

2.1.1 Was ist ein natürliches Monopol?

2.1.2 Natürliche Monopole im Strommarkt

2.1.2.1 Branchenbesonderheiten

2.1.2.2 Segmente des Strommarktes

2.1.3 Was bedeutet Liberalisierung?

2.2 Die Liberalisierung des deutschen Strommarktes

2.2.1 Die Situation vor Beginn der Liberalisierung

2.2.1.1 Ordnungs- und wettbewerbspolitische Rahmenbedingungen

2.2.1.2 Bilaterale und multilaterale Steuerungsmuster in der Stromwirtschaft

2.2.1.3 Marktbedingungen- und Strukturen vor der Liberalisierung

2.2.2 (Institutionen-)ökonomische Analyse des Liberalisierungsprozesses

2.2.2.1 Probleme der Monopolregulierung

2.2.2.2 Institutionelle Veränderungen auf europäischer und nationaler Ebene

2.2.2.3 Veränderungen der Marktstrukturen und Interaktionsmuster

2.3 Bewertung der Liberalisierung des deutschen Strommarktes

2.3.1 Bewertung auf Basis des Status Quo

2.3.2 Vergleich mit anderen europäischen Ländern

3. Ausblick

3.1 Entwurf zur Novellierung des Kartellrechts durch die Bundesregierung

3.2 Entwürfe für eine Anreizregulierung nach §21a EnWG

3.3 Vorschläge der Europäischen Wettbewerbskommission

3.4 Handlungsempfehlungen für die deutsche Politik

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Liberalisierung natürlicher Monopole am Beispiel des deutschen Strommarktes. Ziel ist es, die Auswirkungen der Liberalisierung auf die Marktstruktur und Wettbewerbssituation zu untersuchen sowie zu bewerten, inwieweit die gesetzten politischen Ziele hinsichtlich Wettbewerbsintensität und Strompreisen erreicht wurden.

  • Theoretische Fundierung natürlicher Monopole und Liberalisierungskonzepte
  • Analyse der Situation und der institutionellen Rahmenbedingungen vor der Liberalisierung
  • Untersuchung der (institutionen-)ökonomischen Folgen des Liberalisierungsprozesses
  • Bewertung der Marktkonzentration und Preisentwicklungen im europäischen Vergleich
  • Diskussion aktueller regulatorischer Entwürfe und Handlungsempfehlungen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Was ist ein Natürliches Monopol?

Gemäß der klassischen, technologisch orientierten Definition liegt ein natürliches Monopol vor, wenn die relevante Outputmenge durch einen Anbieter kostengünstiger als durch mehrere produziert werden kann, also formal eine subadditive Kostenfunktion vorliegt.

Als hinreichende Bedingung dafür können sinkende Durchschnittskosten bis zur relevanten Outputmenge aufgrund von Skaleneffekten genannt werden. Jedoch sind auch Konstellationen denkbar, in denen selbst im Bereich steigender Durchschnittskosten (GK > DK) Subadditivität vorherrscht. Folglich ist der Schnittpunkt von globaler Nachfrage und Angebot in einem produktionstechnisch subadditiv günstigeren Bereich notwendige Bedingung für die potentielle Existenz eines natürlichen Monopols. Neben den zuvor erwähnten Größenvorteilen können des Weiteren Verbund- und Dichtevorteile (economies of scope) und Unteilbarkeiten, z.B. bei sprungfixen Kosten als wichtige Ursachen für subadditive Kostenfunktionen gelten, welche besonders in Netzindustrien von zentraler Bedeutung sind.

Die statische Betrachtung muss jedoch um den dynamischen Aspekt der Bestreitbarkeit ergänzt werden, um das tatsächliche Vorliegen natürlicher Monopole besser erklären zu können. Denn im Falle marktspezifischer Irreversibilitäten, z.B. in Form von versunkenen Kosten oder spezifischem Kapitaleinsatz, stellt dieser Teil der Fixkosten für den Monopolisten sowohl eine Marktaustrittsbarriere als auch strategische Kostenkomponente dar, um potentielle Newcomer am Marktzutritt zu hindern bzw. ex-ante davon abzuschrecken. Die Kombination dieser versunkenen Kosten mit Verbund- und Dichtevorteilen trägt wesentlich zur Entstehung von sogenannten monopolistischen Engpässen bzw. wesentlichen Einrichtungen im Bereich der Netze bei. Da eine parallele Infrastruktur nicht ohne Weiteres aufgebaut werden darf und Wettbewerber auf die des Monopolisten angewiesen sind, können derartige Monopole eine Hohe Resistenz aufweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Liberalisierung natürlicher Monopole am Beispiel des deutschen Strommarktes ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, den konkreten Prozess und die Auswirkungen der Liberalisierung in Deutschland sowie die Marktsituation im europäischen Vergleich.

3. Ausblick: Der Ausblick diskutiert aktuelle politische Gesetzesentwürfe und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die deutsche Politik ab.

Schlüsselwörter

Strommarkt, natürliche Monopole, Liberalisierung, Wettbewerb, Energiepolitik, Netzmonopole, Anreizregulierung, Marktkonzentration, Energieversorgungsunternehmen, Energiewirtschaftsgesetz, Kartellrecht, Regulierung, Wettbewerbskommission, Preisregulierung, Rent-Seeking

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Liberalisierung von natürlichen Monopolen unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Strommarktes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition natürlicher Monopole, die historische Entwicklung der Stromwirtschaft, die institutionellen Veränderungen durch die Liberalisierung sowie die Bewertung der resultierenden Marktstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die Liberalisierung des Strommarktes zu den angestrebten Zielen wie gesteigertem Wettbewerb und niedrigeren Strompreisen geführt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine institutionenökonomische Analyse, kombiniert mit einer Auswertung von Marktindikatoren und einem Vergleich mit anderen europäischen Ländern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse des deutschen Liberalisierungsprozesses sowie eine Bewertung des Status Quo im europäischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Strommarkt, natürliche Monopole, Liberalisierung, Anreizregulierung, Wettbewerb und Marktkonzentration.

Warum konnte die Liberalisierung die Erwartungen teilweise nicht erfüllen?

Die Arbeit führt dies unter anderem auf das Fortbestehen von monopolistischen Engpässen in den Netzen, die Marktmacht der großen Energiekonzerne und eine unzureichende regulatorische Überwachung zurück.

Was empfiehlt der Autor für eine bessere Energiepolitik?

Der Autor spricht sich für eine klare Trennung von Netzbetrieb und Energieerzeugung sowie eine unabhängige Pool-Gesellschaft aus, um diskriminierungsfreie Zugangsbedingungen und einen echten Wettbewerb zu fördern.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Liberalisierung natürlicher Monopole am Beispiel des Deutschen Strommarkts
Universidad
University of Bayreuth
Curso
Leistungsfähigkeit der Institutionenökonomik
Calificación
1,3
Autor
Christian Berninger (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
35
No. de catálogo
V91742
ISBN (Ebook)
9783638071543
Idioma
Alemán
Etiqueta
Liberalisierung Monopole Beispiel Deutschen Strommarkts Leistungsfähigkeit Institutionenökonomik Anreizregulierung Unbundling natürliches Monopol Netzmonopol
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Berninger (Autor), 2007, Liberalisierung natürlicher Monopole am Beispiel des Deutschen Strommarkts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91742
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