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Angst im gymnasialen Sportunterricht - Erscheinungsformen und Reduktionsmaßnahmen

Titel: Angst im gymnasialen Sportunterricht - Erscheinungsformen und Reduktionsmaßnahmen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stud. phil. Annabelle Senff (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Angst hat nicht zwangsläufig immer nur negative, sondern durchaus auch positive Seiten, da sie u.a. eine biologische Schutzreaktion des Körpers darstellt. Im Hinblick auf die konzeptionelle Vorarbeit zum Stundenentwurf „Angst im Schulsport am Gymnasium“ werden drei wesentliche Ursachen der Angstentwicklung unterschieden: Zum Einen kann man in Situationen von Leistungsüberprüfungen von der sog. Prüfungsangst (PA) sprechen. Diesbezüglich ergibt sich bereits eine elementare Perspektive in fächerübergreifender Sicht: Sobald die ‚Augen auf einen allein gerichtet’ sind, kommen bei vielen Schülern Momente des Unwohlseins auf. Man fühlt sich beobachtet, unter Druck gesetzt und fürchtet, einem standardisierten Anspruch nicht gerecht werden zu können. Dies spürt sowohl der Prüfling am Stufenbarren als auch der ‚Gedichtezitierer’ im Literaturunterricht.
Zum Anderen tritt im Schulsport typischer Weise gehäuft die sog. Verletzungsangst (VA) auf, d.h. eine Art Selbstschutzform, die mit risikobehafteten Situationen einhergeht. Auffällig ist dabei, dass sich dieses Faktum im Rahmen des schulischen Unterrichts offensichtlich alleinig auf den Sport beschränkt, weshalb diesem auch im Besonderen ein Augenmerk gewidmet werden sollte.
Im sportlichen Wettkampf ergeben sich gehäuft Dispositionen, in denen man einerseits zum „Helden“ avancieren und sich andererseits jedoch auch „bis auf die Knochen blamieren“ kann. Besonders in Situationen mit vermeintlich niedrigem Anforderungsniveau hat man des Öfteren eher mehr „zu verlieren“ als „zu gewinnen“ – oder mit anderen Worten: Ein Erfolg wird weniger ausgiebig belohnt als eine Fehlhandlung eklatant negativ gewertet wird. In diesem Fall kann man von der sog. Angst vor Blamage (BA) sprechen.
In der Forschungsliteratur findet sich eine Bandbreite an weiteren Differenzierungs- bzw. Erscheinungsformen jenes Gemütszustandes. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit stützt sich der folgende, lehrpraktische Teil schwerpunktmäßig jedoch auf die im vorangegangen Abschnitt dargelegten Ausführungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorüberlegungen

1.1 Begriffliche Annäherung und Formen von Angst

1.2 Relevanz für den Schulsport

1.3 Theoretische Aspekte zur Angstreduktion

2. Beispiel zum Hospitationsschwerpunkt „Ängstliche Schüler“

2.1 Schilderung des Falles

2.2 Ermittlung der Diskrepanzen

2.3 Handlungsempfehlungen

3. Stundenkonzeption und -ablauf

3.1 Einleitung (Erwärmung)

3.2 Hauptteil (Stationsbetrieb)

3.3 Schluss (Regeneration / Entspannung)

4. Reflexion zum Lehrversuch

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Angst im gymnasialen Sportunterricht, identifiziert deren Erscheinungsformen und entwickelt praxisnahe Strategien zur Angstreduktion für Sportlehrkräfte. Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch fachdidaktische Interventionen einen angstreduzierten und leistungsfördernden Umgang mit sportmotorischen Herausforderungen zu ermöglichen.

  • Erscheinungsformen von Angst im Schulsport (Prüfungsangst, Angst vor Blamage, Verletzungsangst)
  • Theoretische Grundlagen zur Angstentstehung und psychologische Einflussfaktoren
  • Analyse von Fallbeispielen aus der sportunterrichtlichen Praxis
  • Methodische Ansätze und Interventionsmöglichkeiten zur Angstbewältigung
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion und Gestaltung eines angstreduzierenden Unterrichtsklimas

Auszug aus dem Buch

1.1 Begriffliche Annäherung und Formen von Angst

„Angst“ ist eine hochkomplexe physische und psychische Emotion im Sport. Daher scheint es zunächst erforderlich, die vorliegend thematisierte Begrifflichkeit weiter zu spezifizieren. „Angst“ hat nicht zwangsläufig immer nur negative, sondern durchaus auch positive Seiten, da sie u.a. in Gefahrensituationen eine biologische Schutzreaktion des Körpers bewirkt.

Im Hinblick auf die konzeptionelle Vorarbeit zum Stundenentwurf „Angst im Schulsport am Gymnasium“ ist es zunächst jedoch vonnöten, die Formen und damit unterschiedlichen Ausprägungsvarianten von Angst zugunsten didaktischer Aspekte zu verdeutlichen, ohne dabei den Fokus primär auf medizinisch-physiologische Zusammenhänge zu richten. Hackfort positioniert sich dazu wie folgt: „Sport kann [...] nicht nur Möglichkeiten der Motivationsbefriedigung (z.B. des Gesundheits-, Bewegungs-, Leistungsmotivs und sozialer Motive) bieten, sondern birgt auch Risiken, die im Sportunterricht z.B. zu Verletzungsangst, Angst vor Blamage oder Angst vor Misserfolg führen.“

Die vorliegende Arbeit stützt sich differenzierend auf eben jene drei unterschiedenen Hauptursachen der Angstentwicklung: So kann in Situationen von Leistungsüberprüfungen z.B. die sog. Prüfungsangst (PA) festgestellt werden, welche entsprechend das äquivalente Pendant zur „Angst vor Misserfolg“ bildet. Diesbezüglich ergibt sich bereits eine elementare Perspektive in fächerübergreifender Sicht: Sobald die ‚Augen auf einen allein gerichtet’ sind, kommen bei vielen Schülern Momente des Unwohlseins auf. Man fühlt sich beobachtet, unter Druck gesetzt und fürchtet, einem standardisierten Anspruch nicht gerecht werden zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorüberlegungen: Einführung in die Relevanz der Angstthematik im Schulsport sowie erste theoretische Begriffsbestimmungen.

2. Beispiel zum Hospitationsschwerpunkt „Ängstliche Schüler“: Darstellung eines konkreten Fallbeispiels aus dem Unterrichtsalltag, Analyse der Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen.

3. Stundenkonzeption und -ablauf: Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse in eine konkrete Unterrichtseinheit mit Stationsbetrieb zur Thematisierung und Reduktion verschiedener Ängste.

4. Reflexion zum Lehrversuch: Kritische Würdigung der durchgeführten Unterrichtseinheit und Bewertung der gewählten Methoden durch die studentische Lehrkraft.

5. Fazit: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der angstreduzierenden Lehrer-Schüler-Interaktion im Sport.

Schlüsselwörter

Angst, Schulsport, Sportunterricht, Prüfungsangst, Verletzungsangst, Angst vor Blamage, Angstreduktion, Gerätturnen, Sportpädagogik, Leistungsdruck, Entspannungstechniken, Progressive Muskelrelaxation, Sportlehrer, Angstbewältigung, Unterrichtspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Angst bei Schülern im gymnasialen Sportunterricht, ihren verschiedenen Ausprägungen und den Möglichkeiten der Lehrkraft, durch gezielte Maßnahmen diese Ängste zu reduzieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Einordnung sportbezogener Ängste, die Diagnose von Angstfaktoren im Unterricht sowie die praktische Anwendung von Interventionsmaßnahmen zur Angstminderung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Durchdringung sowie die praktische Erprobung von Strategien, um Schülern den Umgang mit sportbezogener Angst zu erleichtern und somit die Freude am Sporttreiben zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und einer handlungsorientierten Fallstudie in Form eines Lehrversuchs zur praktischen Überprüfung der Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine konkrete Fallschilderung aus der Schulpraxis, deren Analyse sowie die Konzeption und Durchführung einer Unterrichtsstunde, in der die Schüler verschiedene Angstsituationen durchlaufen und Bewältigungsstrategien erlernen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Angst, Schulsport, Interventionsverfahren, Leistungsangst und angstreduzierende Didaktik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die „Angst vor Blamage“ von der „Verletzungsangst“?

Während sich die Angst vor Blamage auf soziale Situationen und die Bewertung durch Mitspieler oder Lehrer bezieht, resultiert die Verletzungsangst primär aus der Sorge vor physischem Schmerz bei risikobehafteten sportlichen Bewegungen.

Warum ist die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson für den Sportunterricht relevant?

Diese Entspannungsmethode hilft, den Zusammenhang zwischen physischer Anspannung und psychischer Angst zu durchbrechen und den Schülern durch bewusste Entspannung der Muskulatur ein besseres Wohlbefinden in der Sportsituation zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Angst im gymnasialen Sportunterricht - Erscheinungsformen und Reduktionsmaßnahmen
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Stufenbezogene Fachdidaktik
Note
1,7
Autor
Stud. phil. Annabelle Senff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
20
Katalognummer
V91747
ISBN (eBook)
9783638058438
ISBN (Buch)
9783638948654
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Angst Sportunterricht Erscheinungsformen Reduktionsmaßnahmen Stufenbezogene Fachdidaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stud. phil. Annabelle Senff (Autor:in), 2005, Angst im gymnasialen Sportunterricht - Erscheinungsformen und Reduktionsmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91747
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Leseprobe aus  20  Seiten
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