"Ein Journalist ist einer, der nachher alles vorher gewusst hat", stellte der österreichische Autor Karl Kraus fest. Sein Landsmann und Berufskollege Heimito von Doderer, glaubte: "Ein Journalist ist ein Mensch, der immer etwas Wichtiges zu tun hat und daher nie zum Wichtigen kommt". Und der amerikanische Schriftsteller Mark Twain erklärte: "Journalisten sind Leute, die ein Leben lang darüber nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben".
Solche und andere Weisheiten und Torheiten über die Medien präsentiert das von Doris Probst und Ernst Probst herausgegebene Buch "Worte sind wie Waffen" in Wort und Bild. „Bei aller darin enthaltenen und teilweise berechtigten Kritik sollte nicht vergessen werden, dass die Medienleute letztlich auch nur Menschen sind“, empfehlen die beiden Herausgeber. Ernst Probst hat mehr als 30 Jahre lang als Redakteur gearbeitet und mehr als 25 Bücher veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis
A. ABSCHREIBEN
A. AKTUALITÄT
A. ALPHABET
A. ANALPHABETEN
A. ANFÜHRUNGSZEICHEN
A. ANSCHREI-JOURNALISMUS
A. ARCHIV
A. ARD
A. ARGUMENT
A. ARTIKEL
A. AUGENZEUGE
A. AUSRUFUNGSZEICHEN
A. AUTOBIOGRAPHIE
A. AUTOR
B. BELLETRISTIK
B. BERÜHMT
B. BESTSELLER
B. BIBLIOTHEK
B. BILD
B. BILDSTÖRUNG
B. BILDUNG
B. BILDZEITUNG
B. BLATTKRITIK
B. BOTSCHAFT
B. BOULEVARDZEITUNG
B. BUCH
B. BUCHDRUCK
B. BUCHMESSE
B. BUCHSCHREIBEN
B. BÜCHERVERBRENNUNG
B. BÜCHERWISSEN
C. CHEFREDAKTEUR
C. COMPUTER
D. DEMAGOGEN
D. DEMENTI
D. DEMOKRATIE
D. DENKEN
D. DIALOG
D. DICHTER
D. DISKUSSION
D. DRUCKFEHLER
D. DURCHDACHT
E. ECHO
E. EHRLICHKEIT
E. EINSCHALTQUOTEN
E. EITELKEIT
E. ENTE
E. ERFOLG
E. ERINNERN
E. ERZÄHLEN
F. FABEL
F. FEDER
F. FEHLER
F. FERNSEHAPPARAT
F. FERNSEHEN
F. FERNSEHPROGRAMME
F. FERNSEHREDAKTEUR
F. FERNSEHWERBUNG
F. FEUILLETON
F. FEUILLETONIST
F. FILM
F. FILMDIALOGE
F. FORMULIERUNGEN
F. FOTOGRAFEN
F. FREMDWORT
G. GEDANKEN
G. GEIST
G. GEDRUCKTES
G. GEMEINPLATZ
G. GESCHMACK
G. GERÜCHTE
G. GESCHICHTSSCHREIBUNG
G. GESCHRIEBENES
G. GESPRÄCH
G. GEWISSEN
H. HALBWAHRHEIT
H. HELDEN
H. HISTORIKER
H. HONORAR
H. HOROSKOP
I. INFORMATION
I. INFORMATIONSFLUT
I. INFOTAINMENT
I. INSERAT
I. INTELLEKTUELLE
I. INTERNET
I. INTERVIEW
J. JOURNALISMUS
J. JOURNALIST
K. KARIKATUR
K. KINO
K. KLAPPENTEXT
K. KLARHEIT
K. KLATSCH
K. KLATSCHSPALTE
K. KOLUMNISTEN
K. KOMMENTAR
K. KOMMENTATOREN
K. KOMMUNIKATION
K. KONFERENZ
K. KORREKTURLESEN
K. KRITIK
K. KRITIKER
K. KÜRZE
K. KURZGESCHICHTE
L. LANGEWEILE
L. LEGENDE
L. LEHRBUCH
L. LEKTÜRE
L. LESEN
L. LESER
L. LESERBRIEFE
L. LEXIKON
L. LITERAT
L. LITERATUR
L. LÜGE
L. LYRIK
M. MACHT
M. MEDIEN
M. MEINUNG
M. MEINUNGSFORSCHUNG
M. MEMOIREN
M. MINDERWERTIGKEITSKOMPLEXE
M. MITTELMÄSSIGKEIT
M. MULTIMEDIAGESELLSCHAFT
M. MYTHOS
N. NACHRICHTEN
N. NACHRICHTENDIENST
N. NACHRICHTENREDAKTEUR
N. NACHRICHTENSPRECHER
N. NACHRICHTENWERT
N. NEUGIER
O. ÖFFENTLICHE MEINUNG
O. ÖFFENTLICHKEIT
P. PAPIER
P. POINTEN
P. PRESSE
P. PRESSECHEF
P. PRESSEFREIHEIT
R. RECHTSCHREIBUNG
R. REDAKTEUR
R. REDE
R. REDEN
R. REDEFREIHEIT
R. REDNER
R. REFORM
R. REGIERUNGSSPRECHER
R. REKLAME
R. REPORTER
R. RESSORTS
R. REZENSENTEN
R. REZENSIONEN
R. ROMAN
R. RUHM
S. SATIRE
S. SATIRIKER
S. SATZ
S. SAUREGURKENZEIT
S. SCHAUSPIELKUNST
S. SCHLAGZEILEN
S. SCHREIBEN
S. SCHREIBTISCH
S. SCHREIBVERBOT
S. SCHRIFT
S. SCHRIFTLICHES
S. SCHRIFTSTELLER
S. SCHRIFTSTELLERBERUF
S. SHOW
S. SPRACHE
S. SPRECHEN
S. SPRICHWORT
S. SPRUCH
S. STANDPUNKT
S. STIMME
S. STÖRUNGEN
T. TALENT
T. TEXTE
T. TOTSCHWEIGEN
U. UNGEHORSAM
U. UNTERHALTUNG
U. UTOPIEN
V. VERANTWORTUNG
V. VERLEGER
V. VERLEGERWORTE
V. VERS
V. VERSCHWIEGENHEIT
V. VERSTÄNDLICHKEIT
W. WAHRHEIT
W. WEISHEIT
W. WERKE
W. WICHTIGKEIT
W. WORT
Z. ZEILE
Z. ZEITUNG
Z. ZEITUNGSARTIKEL
Z. ZEITUNGSBERICHTERSTATTUNG
Z. ZEITUNGSHERAUSGEBER
Z. ZEITUNGSLESER
Z. ZEITUNGSVERLEGER
Z. ZENSOR
Z. ZENSUR
Z. ZITAT
Z. ZUFALL
Z. ZUHÖREN
Z. ZUNGE
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch versammelt eine prägnante Auswahl an Aphorismen, Zitaten und Reflexionen bekannter Persönlichkeiten über das Wesen der Medien, das Schreiben und die Arbeit von Journalisten. Die grundlegende Forschungsfrage ist dabei, wie Medien und deren Akteure aus verschiedenen Perspektiven wahrgenommen, kritisiert oder gewürdigt werden, wobei die Doppelbödigkeit von „Worten als Waffen“ im Zentrum steht.
- Reflexion über journalistische Praxis und Standesethik
- Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Zeitungen und Fernsehen
- Literarische Betrachtung des Schreibprozesses und der Autorenschaft
- Die Macht von Informationen, Sprache und Zensur in der modernen Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
ANFÜHRUNGSZEICHEN
Anführungszeichen sind oft nichts als eine faule Ausrede, mittels deren der Autor die Verantwortung für eine Banalität, die ihm in die Feder kam oder für die ihm nichts Besseres einfiel, dem schlechten Geschmack seiner Zeitgenossen aufzubürden versucht.
Arthur Schnitzler
Zusammenfassung der Kapitel
ABSCHREIBEN: Behandelt die moralische Ambivalenz des Kopierens in der schriftstellerischen Tätigkeit.
BELLETRISTIK: Beleuchtet das Wesen literarischer Arbeit und die Bedeutung der Autorenseele.
CHEFREDAKTEUR: Reflektiert kritisch über die Rolle und die vermeintlichen Defizite in der Redaktionsleitung.
DEMAGOGEN: Analysiert das Manipulationspotenzial von Sprache im politischen Kontext.
ECHO: Beschreibt die Schwierigkeit der Resonanz bei künstlerischen Veröffentlichungen.
FABEL: Beschreibt die Funktion erzählerischer Brücken zur Wahrheit.
GEDANKEN: Reflektiert über die Herausforderung, Gedanken in Sprache zu übersetzen.
HALBWAHRHEIT: Erörtert die ethischen Probleme unvollständiger Informationen.
INFORMATION: Diskutiert den Stellenwert und die Flut an Nachrichten in demokratischen Gesellschaften.
JOURNALISMUS: Kontrastiert den Anspruch der Informationsvermittlung mit der Realität der täglichen Eile.
KARIKATUR: Beschreibt die treffende, wenn auch oft unangenehme Natur der bildlichen Satire.
LANGEWEILE: Analysiert das Phänomen der Langeweile in literarischen Werken als Schutzschild gegen Kritik.
MACHT: Thematisiert die strukturelle Macht des Journalisten durch das Recht auf Antwort.
NACHRICHTEN: Beleuchtet die Wertigkeit und die Zuverlässigkeit von Meldungen.
ÖFFENTLICHE MEINUNG: Hinterfragt die Entstehung und Qualität dessen, was als kollektive Meinung gilt.
PAPIER: Sinnbild für die Geduld und die Vergänglichkeit geschriebener Worte.
RECHTSCHREIBUNG: Ein kritischer Blick auf die Beherrschung orthografischer Regeln durch Medienschaffende.
SATIRE: Definiert die Satire als Spiegel, der gesellschaftliche Defizite aufdeckt.
ZEITUNG: Reflektiert über die ephemere und oft widersprüchliche Natur der täglichen Presse.
Schlüsselwörter
Journalismus, Schreiben, Literatur, Medien, Wahrheit, Pressefreiheit, Kritik, Zensur, Sprache, Fernsehen, Aphorismen, Schriftstellerei
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?
Das Buch versammelt eine kuratierte Sammlung an Zitaten, Aphorismen und Weisheiten über das Medienwesen, den Journalismus und die Kunst des Schreibens.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die Rolle des Autors, die Dynamik von Redaktionen, die Macht der Sprache, die Kritik an Medienformaten und die gesellschaftliche Funktion von Zeitungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die kritische Beleuchtung des Medienbetriebs und des Schriftstellerberufs durch die Augen zahlreicher Denker, um Weisheiten und Torheiten aufzudecken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine systematische, thematisch geordnete Sammlung und editorische Zusammenstellung (Kuration) von Primär- und Sekundärzitaten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist alphabetisch nach Begriffen strukturiert und bietet zu jedem Begriff prägnante, kritische und oft humorvolle Zitate von Schriftstellern und Journalisten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Journalismus, Schreiben, Literatur, Medien, Wahrheit, Pressefreiheit, Kritik, Zensur, Sprache, Fernsehen.
Wie bewerten die Autoren die Rolle von Kritikern?
Kritiker werden ambivalent dargestellt: einerseits als notwendige Korrektive, andererseits als Leute, die oft eher "zerstören" oder sich selbst in den Vordergrund stellen als konstruktiv zu wirken.
Welche Position wird zum Thema "Pressefreiheit" eingenommen?
Es wird betont, dass Pressefreiheit oft mehr die Freiheit der Verleger bedeutet und eine ständige Herausforderung bleibt, die durch "unbequeme Journalisten" lebendig gehalten werden muss.
Wie unterscheidet sich die Sicht auf "Schreiben" zwischen den Zitaten?
Das Schreiben wird einerseits als moralische Nahrung und notwendiger Akt, andererseits als harte Arbeit oder gar als "Form der Inkontinenz" beschrieben, was die Vielschichtigkeit des Themas verdeutlicht.
- Quote paper
- Doris Probst (Author), Ernst Probst (Hrsg.) (Author), 2001, Worte sind wie Waffen - Weisheiten und Torheiten über die Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91756