Die Untersuchung der Kultur von Unternehmen begann erstmals zu Beginn der 1980er Jahre in den USA vor dem Hintergrund, dass sich die japanische Wirtschaft sowohl auf dem Weltmarkt als auch auf dem amerikanischen Binnenmarkt zunehmend als Konkurrent behauptete. Auf der Suche nach den Gründen für den Erfolg japanischer Unternehmen stellte man fest, dass diese Unterschiede bezüglich der Mitarbeiterführung aufwiesen, während quantitative Faktoren wie Technologie und Produkte sich kaum von denen amerikanischer Firmen unterschieden. Auffallend war die starke emotionale Bindung des Personals an das Unternehmen, auf die der Unternehmenserfolg zurückzuführen zu sein schien. Entschieden früher Technologie und Produkte über den Unternehmenserfolg, so ist es heute mehr denn je die menschliche Arbeitsleistung, für die wiederum die Unternehmenskultur die bestimmende Einflussgröße darstellt. Sie beschreibt das Zusammenwirken von Werten und Normen innerhalb einer Organisation, welche den Mitarbeiter in seiner Motivation und der daraus abzuleitenden Leistung beeinflussen. [...]
In Kapitel 2 wird der weitläufige Begriff der Unternehmenskultur definiert. Des Weiteren werden noch kurz zur Verdeutlichung die Entstehungsgeschichte, die Elemente und die Funktionen der Unternehmenskultur vorgestellt. Im 3ten Kapitel wird dann die Frage beantwortet, warum das Management in der Verantwortung steht eine funktionierende Unternehmenskultur zu pflegen. Hierbei wird besonders auf die Mitarbeiter eingegangen, da diese in der heutigen Zeit nicht nur der wichtigste Produktionsfaktor sind, sondern auch als Konsumenten am Markt auftreten.
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Begriffserklärungen 1
2.1 Unternehmenskultur 1
2.1.1 Begriffsbildung 1
2.1.2 Entstehungsgeschichte 3
2.1.3 Ebenen und Elemente 4
2.1.4 Funktionen 5
2.2 Unternehmen 6
2.2.1 Wirtschaftswissenschaftliche Sichtweise 6
2.2.2 Theologisch orientierte Sichtweise 6
3 Verantwortung des Management 6
3.1 Gegenüber den Mitarbeitern 6
3.2 Gegenüber dem unternehmerischen Erfolg 9
3.3 Gegenüber Strukturänderungen 10
3.4 Gegenüber dem Gewinn 10
3.5 Gegenüber den Eigentümern 12
3.6 Gegenüber der Ökologie 12
3.7 Gegenüber der Weltwirtschaft 13
3.8 In der Produktion 13
3.9 Im Preis 14
4 Fazit und Ausblick 14
Literaturverzeichnis V
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserklärungen
2.1 Unternehmenskultur
2.1.1 Begriffsbildung
2.1.2 Entstehungsgeschichte
2.1.3 Ebenen und Elemente
2.1.4 Funktionen
2.2 Unternehmen
2.2.1 Wirtschaftswissenschaftliche Sichtweise
2.2.2 Theologisch orientierte Sichtweise
3 Verantwortung des Management
3.1 Gegenüber den Mitarbeitern
3.2 Gegenüber dem unternehmerischen Erfolg
3.3 Gegenüber Strukturänderungen
3.4 Gegenüber dem Gewinn
3.5 Gegenüber den Eigentümern
3.6 Gegenüber der Ökologie
3.7 Gegenüber der Weltwirtschaft
3.8 In der Produktion
3.9 Im Preis
4 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Unternehmenskultur als essenziellen Faktor für den langfristigen Erfolg in einer globalisierten Wirtschaft. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, warum das Management eine moralische und strategische Verantwortung trägt, eine funktionierende Unternehmenskultur zu pflegen, die sowohl die Mitarbeiterbedürfnisse als auch gesamtgesellschaftliche Aspekte berücksichtigt.
- Grundlagen, Geschichte und Funktionen der Unternehmenskultur
- Die Rolle des Managements in der Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Erfolg
- Ethische Dimensionen der Unternehmensführung (Ökologie, Weltwirtschaft, Produktion)
- Zusammenhang zwischen Werten, Motivation und ökonomischer Effizienz
- Orientierungshilfen für Manager in einem sich wandelnden globalen Wettbewerb
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Entstehungsgeschichte
Mit der Industrialisierung im 18. Jh. begann sich der Begriff zu entwickeln. In den damals entstehenden Manufakturen wurde über den ,,Esprit de Corps“ gesprochen. Dieser hatte eine ,,Verbrüderung der Arbeiter in der Manufaktur“ zum Ziel. Den nächsten Schritt unternahmen die Nationalökonomen im 19. Jh. Sie prägten den Begriff der ,,Wirtschaftsstile“. Dieser drückt ähnliche Gedanken wie der ,,Esprit de Corps“ aus -gemeinsame geistige Orientierungen und Verhaltensweisen von Menschen in einem Wirtschaftssystem. Die ersten bedeutenden Überlegungen zu diesem Thema aus psychologischer Sicht formulierte Jaques (1951).
In seinem Buch ,,The changing culture of a factory“ beschreibt er die Kultur einer Fabrik als die traditionellen und gewohnten Weisen des Denkens und Handelns im Unternehmen, wie sie von allen Mitarbeitern geteilt und gelebt werden. Dabei berührt die Kultur alle Bereiche des Unternehmens (die Methoden der Produktion, das Wissen der Mitarbeiter und den Führungsstil der Unternehmensführung). Diese Auffassung teilen auch die modernen psychologischen Darstellungen. Das Interesse an diesen Darstellungen hat sich in den letzten 15 Jahren intensiviert. Die Öffentlichkeit sowie die Führungskräfte der Wirtschaft befassen sich immer mehr mit dieser Thematik. In der Praxis erhoffte man sich durch die bewusste Gestaltung der Unternehmenskultur den Fortbestand der Unternehmung, trotz der damals in der Wirtschaft herrschenden Verunsicherung, zu bewahren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Unternehmenskultur ein, die sich aus der Wettbewerbssituation der 80er Jahre entwickelte und heute als maßgeblicher Faktor für menschliche Arbeitsleistung gilt.
2 Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert Unternehmenskultur, beleuchtet ihre historische Entstehung, ihre Ebenen und Elemente sowie ihre koordinierenden und motivierenden Funktionen innerhalb einer Organisation.
3 Verantwortung des Management: Hier wird analysiert, warum das Management eine ethische Verpflichtung gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen wie Mitarbeitern, Eigentümern, der Umwelt und der globalen Gesellschaft hat.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Unternehmenskultur angesichts globaler Veränderungen keine bloße Modeerscheinung, sondern eine notwendige Pflichtaufgabe für ein ethisch fundiertes und erfolgreiches Management ist.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Management, Führung, Werte, Normen, Arbeitsmotivation, Unternehmensethik, Identifikation, Unternehmenserfolg, Verantwortung, Soziale Marktwirtschaft, Mitarbeiterführung, Organisationsentwicklung, Humanisierung, Wettbewerbsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Unternehmenskultur als zentralem Steuerungsinstrument und beschreibt die damit verbundene Verantwortung des Managements gegenüber dem Unternehmen und der Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen die Definition der Unternehmenskultur, deren Entstehungsgeschichte sowie die konkrete Verantwortung des Managements in Bereichen wie Mitarbeiterführung, Erfolgssicherung, Umweltschutz und globaler Produktion.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum das Management heute in der Verantwortung steht, eine gelebte Unternehmenskultur zu etablieren, um sowohl den langfristigen Unternehmenserfolg als auch die ethischen Anforderungen der Gesellschaft zu erfüllen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene wirtschaftswissenschaftliche und ethische Konzepte sowie empirische Studien zum Thema Unternehmenskultur zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kulturbegriffs und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Managementverantwortung in neun spezifischen Handlungsfeldern, von der Mitarbeiterführung bis zur Preisgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Unternehmenskultur, Managementverantwortung, Werteorientierung, Motivation, Ethik und Marktwirtschaft.
Welche Bedeutung kommt den Mitarbeitern laut dieser Arbeit zu?
Mitarbeiter gelten als das wichtigste Aktivum; eine positive Unternehmenskultur, die Identifikation und Mitgestaltung ermöglicht, ist daher die entscheidende Basis für eine dauerhafte Leistungsbereitschaft.
Wie bewertet der Autor den Einfluss von Unternehmenskultur auf den Gewinn?
Der Autor argumentiert, dass eine ausgeprägte Unternehmenskultur den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg positiv beeinflusst, da gemeinsame Werte die Entscheidungsfindung verbessern und die Organisation effizienter steuern.
- Quote paper
- Philip Tien (Author), 2007, Unternehmenskultur: Verantwortung des Managements in Unternehmen und Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91790