Supply Chain. Theoretische Grundlagen und Analyse der Lieferkette von Apple


Hausarbeit, 2020

12 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1. Was versteht man unter einer Supply Chain?

2. Was sind die wichtigsten Merkmale des Supply Chain Managements?
2.1. Flussorientierung
2.2. Prozessorientierung
2.3. Netzwerkorientierung
2.4. Kooperationsorientierung
2.5. Zielorientierung
2.6. Funktionenorientierung
2.7. Managementorientierung

3. Warum ist Supply Chain überhaupt notwendig?

4. Welche Arten von Supply Chain unterscheidet man?
4.1. Typologie nach Werner
4.1.1. Unternehmensinterne Supply Chain
4.1.2. Unternehmensintegrierte Supply Chain
4.2. Typologie nach Cohen/Roussel
4.2.1. Low Cost Supply Chains
4.2.2. Innovative Supply Chains
4.2.3. Service Supply Chains
4.2.4. Qualitative Supply Chains

5. Welche Ziele sollen mit dem Lieferkettenmanagement realisiert werden?

6. Analyse der Lieferkette von Apple

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: SC von Apple.

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Definitionen SC (Eigene Zusammenstellung)

Tab. 2: Definitionen SCM (Eigene Zusammenstellung)

Literaturverzeichnis

Arndt, Holger: Supply Chain Management - Optimierung logistischer Prozesse, 4. Auflage, Wiesbaden: Springer 2006.

Beckmann, Holger (Hg.): Supply Chain Management - Strategien und Entwicklungstenden­zen in Spitzenunternehmen, 1. Auflage, Berlin u. a.: Springer 2004.

Chopra, Sunil/Meindl, Peter: Supply Chain Management, 5. Auflage, Hallbergmoos: Pearson 2020.

Cohen, Shoshanah/Roussel, Joseph: Strategisches Supply Chain Management, 1. Auflage, Berlin u. a.: Springer 2006.

Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, 1. Auflage, München: Vahlen 2013.

Göpfert, Ingrid: Logistik - Führungskonzeption und Management von Supply Chains, 3. Auflage, München: Vahlen 2013.

Herrmann, Jan: Supply Chain Scheduling, 1. Auflage, Wiesbaden: Springer 2010.

Muchna, Claus et al: Grundlagen der Logistik, 1. Auflage, Wiesbaden: Springer 2018.

Poppe, Ronald: Kooperationsplattformen für das Supply Chain Management, 1. Auflage, Wiesbaden: Springer 2017.

Schönsleben, Paul: Integrales Logistikmanagement, 8. Auflage, Berlin: Springer 2020.

Wellbrock, Wanja: Innovative Supply-Chain-Management-Konzepte , 1. Auflage, Wiesbaden: Springer 2015.

Werner, Hartmut: Supply Chain Management - Grundlagen, Strategien, Instrumente und Controlling, 6. Auflage, Wiesbaden: Springer 2017.

Quellenverzeichnis

Apple: Apple Supplier Responsibility 2020 Progress Report (o. V.), online: https://www.apple.com/supplier-responsibility/pdf/Apple_SR_2020_Progress_Report.pdf [19.07.2020]

1. Kurzzusammenfassung

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit den Grundlagen der Lieferkette. Die Literatur­recherche hat vor allem ergeben, dass erhebliche Uneinigkeit herrscht - angefangen bei zentra­len Definitionen, über die Bestimmung von Lieferkettentypen bis hin zu den Bestandteilen einer Lieferkette. Einen echten Konsens scheint es lediglich hinsichtlich der Ziele des Lieferketten­managements zu geben.

2. Was versteht man unter einer Supply Chain?

Die Forschung beschäftigt sich seit knapp drei Jahrzehnten mit Supply Chains und dem Supply Chain Management. Das SCM entstand zu Beginn der 1980er Jahre in den USA, als Unterneh­mensberater erstmals diesen Begriff verwendeten.1 Oliver und Webber werden in diesem Zu­sammenhang von zahlreichen Autoren genannt.2 Die US-amerikanische Forschungsgemein­schaft setzte sich ab den späten 1980er Jahren theoretisch mit dem SCM auseinander.3 „In Deutschland etablierte sich das Supply Chain Management in Forschung und Praxis Mitte der 90er Jahre“.4

Trotz dieser jahrzehntelangen theoretischen Auseinandersetzung mangelt es an einem einheit­lichen Verständnis, sowohl hinsichtlich der SC5 als auch des SCM.6 Wellbrock begründet die Definitionsvarietät einerseits mit dem Ursprung des SCM - es wurde in der Praxis entwickelt, nicht in der Theorie.7 Anderseits beeinflussen mehrere betriebswirtschaftliche Teildisziplinen das SCM.8 Jede Teildisziplin versteht den Begriff des SCM anders, was die Schaffung eines einheitlichen Konzeptes erschwert.9

Die folgende Tabelle enthält zwei beispielhafte Definitionen der SC:10 11

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Definitionen SC (Eigene Zusammenstellung).

In der Literatur zeichnet sich ein Konsens dahingehend ab, die SC nicht als einfache Kette zu betrachten, sondern als ein Netzwerk.12

Die folgende Tabelle enthält zwei beispielhafte Definitionen des SCM:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten13 14

Tab. 2: Definitionen SCM (Eigene Zusammenstellung).

Trotz der Definitionsvielfalt findet sich in nahezu allen Definitionen ein Aspekt wieder, und zwar die Integration von Unternehmensaktivitäten.15

3. Was sind die wichtigsten Merkmale des Supply Chain Managements?

Eßig et al. haben „(...) aus der einschlägigen Literatur einen Merkmalskatalog (...)“ herausge­arbeitet, der die folgenden sechs Merkmale des SCM beinhaltet: Flussorientierung, Prozessorientierung, Netzwerkorientierung, Kooperationsorientierung, Zielorientierung und Funktionenorientierung. Diese werden im Folgenden kurz erläutert.

3.1. Flussorientierung

SCM ist „(...) für die Steuerung des unternehmensübergreifenden Material- bzw. Leistungs­und zugehörigen Informationsflusses zuständig (...)“.16 Ob SCM auch für den Finanzmittel­fluss zuständig ist, scheint nicht konsensual geklärt.17 „Eine entscheidende Weiterentwicklung des SCM gegenüber der Logistik besteht darin, dass es nicht nur den Fluss logistischer Infor­mationen, sondern auch den Fluss akquisitorischer (Marketing-) Informationen berücksich­tigt“.18 Eßig et al. sehen die Flussorientierung als konstituierendes Merkmal des SCM an.19

3.2. Prozessorientierung

Nach Eßig et al. ist nicht konsensual geklärt, „(...) ob SCM nur für die Integration des Auf­tragsabwicklungsprozesses (inkl. der damit verbundenen Führungsaufgaben, sog. Auftragsma­nagement) oder auch für vorgelagerte Struktur- und Entwicklungsprozesse inkl. Ressourcenge­staltung und strategische Netzwerkplanung zuständig ist“.20

3.3. Netzwerkorientierung

Um tatsächlich die Wertschöpfung vom Rohstoff bis zum Endkunden abdecken zu können, muss SCM mindestens trilaterale Beziehungen umfassen.21 Denn meistens beinhaltet das Er­kenntnisinteresse (.) mehr als zwei Unternehmen, die vertikal und/oder horizontal verflochten sind, um gemeinsam Wertschöpfung für den Endkunden zu erbringen“.22 Die Zusammenarbeit der Akteure resultiert aus ihren gegenseitigen Abhängigkeiten.23

3.4. Kooperationsorientierung

„Die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in einer Supply Chain basiert grundsätzlich auf dem Kooperationsprinzip. Die an einer Supply Chain beteiligten Netzwerkunternehmen müssen dabei keineswegs institutionell oder partnerschaftlich miteinander verflochten sein “.24

3.5. Zielorientierung

Eßig et al. unterscheiden zwischen dem Effizienz- und dem Effektivitätsziel. „Das Effizienzziel stellt die Rationalisierung von Supply Chain-Prozessen in den Vordergrund. Operationalisiert wird dieses Ziel in der Regel aus internen Vorgaben bspw. zu Kosten- oder Durchlaufzeitenre­duzierungen oder zum Bestandsabbau (...)“. Das Effizienzziel soll dem Bullwhip-Effekt entgegenwirken.25 „Das Effektivitätsziel orientiert sich an den Vorgaben, die durch Anforde­rungen der Endkunden entstehen“.26 Nach Eßig et al. sehen einzelne Autoren „(...) die Nach­frage als eigentliches Steuerungsinstrument des SCM“.27

3.6. Funktionenorientierung

Nach Eßig et al. „(...) muss SCM zwingend Aspekte der Marketingfunktion und Distribution umfassen (Demand Management)“.28 Die Beschaffung liefert ebenfalls „(...) wichtige Impulse für das SCM“.29 Ihrer Einschätzung nach muss auch „(...) der Kern industrieller Wertschöp­fung, die Produktion, explizit in eine ganzheitliche SCM-Betrachtung mit einfließen“.30

3.7. Managementorientierung

Der Gestaltungsanspruch des SCM orientiert sich nach Eßig et al. einerseits „(...) an instituti­onellen Merkmalen des Managements, die sich bspw. in Führungsstrukturen für Supply Chains wie (...) Supply Chain Projektausschüssen zur unternehmensübergreifenden Koordination ma­nifestieren“.31 Andererseits folgt das SCM einem funktionalen Management-Verständnis.32 „Es definiert eindeutige Gestaltungselemente wie (strategische) Planung, Durchführung, Kontrolle des Unternehmensnetzwerks und sichert so den weitergehenden Anspruch eines SCM als „in­tegrationsorientierte Führungslehre“ ab“.33

4. Warum ist Supply Chain überhaupt notwendig?

Die Notwendigkeit des SCM ergibt sich aus dem sogenannten Bullwhip- bzw. Peitschenhieb- Effekt34, „(...) bei dem Nachfrageschwankungen von Stufe zu Stufe, von Händlern zu Groß­händlern über die Hersteller zu den Lieferanten zunehmen“.35 Je weiter die Unternehmen auf der SC vom Endkunden entfernt sind, desto größer fallen die Schwankungen in der Bestell­menge aus.36 Begründet wird dieser Effekt mit den begrenzten und zeitverzögerten Informati­onen über den Bedarf, die jede Stufe in der SC erhält.37 Nach Chopra und Meindl wird diese Verzerrung durch die Produktvielfalt heutiger SCs noch verstärkt: „Die gestiegene Vielfalt er­schwert die Koordination des Informationsaustauschs zwischen tausenden Lieferanten und Händlern“.38

5. Welche Arten von Supply Chain unterscheidet man?

In der Literatur finden sich zahlreiche Typologien zur Einteilung von SCs. Alle hier darzustel­len, würde den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen. Im Folgenden werden zwei Möglichkeiten zur Einteilung von SCs vorgestellt.

5.1. Typologie nach Werner

Steht die Ausrichtung der SC im Fokus, existieren die unternehmensinterne sowie die unter­nehmensintegrierte SC.39

5.1.1. Unternehmensinterne Supply Chain

„Der Bezugspunkt der internen Supply Chain hängt von der Fertigungstiefe eines Unterneh­mens ab“.40 Werner nennt das Beispiel eines Montageunternehmens.41 Dessen interne SC um­fasst „(...) folgende Stufen: Wareneingang, Hochregallager, Kommissionierung, Vormontage, Zwischenlager, Endmontage und Versand. Ein vorgelagerter Bereich versorgt seinen jeweils nachgelagerten. (.) Die Wertschöpfung nimmt stufenweise zu“.42

5.1.2. Unternehmensintegrierte Supply Chain

„Eine integrierte (netzwerkgerichtete) Supply Chain positioniert sich auf die externen Schnitt­stellen eines Unternehmens“.43 Intern verbindet sich die Organisation mit ihren Lieferanten, extern mit ihren Kunden.44 „In dieses Netzwerk sind auch die „Lieferanten der Lieferanten“ und die „Kunden der Kunden“ einbezogen“.45 Eine integrierte SC umfasst alle Aktivitäten der Akteure im Netzwerk.46

5.2. Typologie nach Cohen/Roussel

Nach Cohen/Roussel lassen sich Lieferketten in vier „Grundtypen einteilen: Low Cost Supply Chains, Innovative Supply Chains, Service Supply Chains und Qualitative Supply Chains“.47 Diese werden im Folgenden kurz erläutert.

[...]


1 vgl. Werner, Hartmut: Supply Chain Management, 6. Auflage, Wiesbaden: Springer 2017, S. 3.

2 vgl. ebd.

3 vgl. ebd.

4 vgl. ebd.

5 vgl.: Poppe, Ronald: Kooperationsplattformen für das Supply Chain Management, 1. Auflage: Wiesbaden: Springer 2017, S. 38.

6 vgl. Wellbrock, Wanja: Innovative Supply-Chain-Management-Konzepte, 1. Auflage, Wiesbaden: Springer 2015, S. 24.

7 vgl. ebd.

8 vgl. Wellbrock, Wanja: Innovative Supply-Chain-Management-Konzepte, S. 24f.

9 vgl. Wellbrock, Wanja: Innovative Supply-Chain-Management-Konzepte, S. 25.

10 vgl. Schönsleben, Paul: Integrales Logistikmanagement, 8. Auflage, Berlin: Springer 2020, S. 19.

11 vgl. Muchna, Claus et al.: Grundlagen der Logistik, 1. Auflage, Wiesbaden: Springer 2018, S. 17.

12 vgl. Wellbrock, Wanja: Innovative Supply-Chain-Management-Konzepte, S. 46.

13 vgl. Arndt, Holger: Supply Chain Management - Optimierung logistischer Prozesse, 4. Auflage, Wiesbaden: Springer 2008, S. 47.

14 vgl. Göpfert, Ingrid: Logistik - Führungskonzeption und Management von Supply Chains, 3. Auflage, Mün­ chen: Vahlen 2013, S. 32

15 vgl. Werner, Hartmut: Supply Chain Management, S. 5.

16 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, 1. Auflage, München: Vahlen 2013, S. 31.

17 vgl. ebd.

18 vgl. ebd.

19 vgl. ebd.

20 vgl. ebd.

21 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, S. 32.

22 vgl. ebd.

23 vgl. ebd.

24 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, S. 34.

25 vgl. ebd.

26 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, S. 35.

27 vgl. ebd.

28 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, S. 36.

29 vgl. ebd.

30 vgl. ebd.

31 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, S. 36, 39.

32 vgl. Eßig, Michael/Hofmann, Erik/Stölzle, Wolfgang: Supply Chain Management, S. 39.

33 vgl. ebd.

34 vgl. Schönsleben, Paul: Integrales Logistikmanagement, S. 100.

35 vgl. Chopra, Sunil / Meindl, Peter: Supply Chain Management, 5. Auflage, Hallbergmoos: Pearson 2020, S. 307.

36 vgl. Arndt, Holger: Supply Chain Management - Optimierung logistischer Prozesse, S. 73.

37 vgl. Schönsleben, Paul: Integrales Logistikmanagement, S. 101.

38 vgl. Chopra/Meindl: Supply Chain Management, S. 307.

39 vgl. Werner, Hartmut: Supply Chain Management, S. 7.

40 vgl. ebd.

41 vgl. ebd.

42 vgl. ebd.

43 vgl. ebd.

44 vgl. ebd.

45 vgl. ebd.

46 vgl. ebd.

47 vgl. Werner, Hartmut: Supply Chain Management, S. 51. Vgl. auch: Cohen, Shoshanah/Roussel, Joseph: Stra­tegisches Supply Chain Management, 1. Auflage, Berlin u. a.: Springer 2006, S. 26-33.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Supply Chain. Theoretische Grundlagen und Analyse der Lieferkette von Apple
Hochschule
Hochschule Wismar
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V917988
ISBN (eBook)
9783346238207
ISBN (Buch)
9783346238214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
supply, chain, theoretische, grundlagen, analyse, lieferkette, apple
Arbeit zitieren
Dipl.-Schau. Constantin Elias Konradi (Autor), 2020, Supply Chain. Theoretische Grundlagen und Analyse der Lieferkette von Apple, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/917988

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