Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Work, Business, Organisation

Konfliktmodelle im Überblick

Title: Konfliktmodelle im Überblick

Term Paper , 2002 , 37 Pages , Grade: noch keine

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Mit der Auffassung darüber, was unter Konflikten verstanden wird, verhält es sich ähnlich wie mit den meisten psychologischen Konstrukten: Es finden sich wenig eindeutige Aussagen, darunter zahlreiche mehr oder weniger spezifische Konfliktdefinitionen, die erst entsprechend systematisiert und zusammengefasst werden müssen.
Die Vieldeutigkeit in bezug auf die Definition des Konfliktbegriffs hängt möglicherweise damit zusammen, dass bei der Betrachtung von Konflikten unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt bzw. verschiedene Teilaspekte herausgestellt werden. So werden als Konflikt sowohl die dem Konflikt vorangehenden Bedingungen (z.B. knappe Ressourcen, Meinungsverschiedenheiten), die gefühlsmäßigen Zustände der beteiligten Personen (z.B. Stress, Spannung, Feindseligkeit), ihre kognitiven Zustände, d.h. ihre Wahrnehmung des Konfliktes sowie das konflikthafte Verhalten an sich bezeichnet.
Die Tatsache, ob eine enge oder weite Konfliktdefinition vorgenommen wird, ist mit verschiedenen Problemen verbunden, nämlich einer mangelnden Spezifität auf der einen und einer extremen Eingeschränktheit auf der anderen Seite. Berkel (1987) versucht daher, den kleinsten gemeinsamen Nenner unterschiedlicher Konfliktdefinitionen zusammenzufassen. Er geht davon aus, dass von Konflikten dann und nur dann gesprochen werden soll, "wenn (mindestens, meist aber auch nicht mehr als) zwei Inhalte oder Elemente in einer Beziehung stehen, die durch gleichzeitige Gegensätzlichkeit und/oder Unvereinbarkeit/Unverträglichkeit gekennzeichnet ist." Unter Konflikt wird eine bestimmte Relation zwischen Inhalten und Elementen und nicht etwa der Zustand oder die Eigenheit dieser Elemente oder Inhalte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definition Konflikt

2. Konfliktarten

2.1 Konflikte zwischen verschiedenen Beteiligten

2.1.1 Konflikte mit dem Vorgesetzten

2.1.2 Konflikte auf lateraler Ebene

2.1.3 Konflikte in und zwischen Gruppen

Exkurs: Mobbing

2.1.4 Konflikte zwischen Vorgesetzten und Gruppen

3. Konfliktklassifikationen

4. Einleitung Konfliktmodelle

5. Konfliktmodelle

5.1 Modell der Konflikttransformation von Grunwald & Redel (1989)

5.2 Prozessmodell der Konfliktepisoden von Thomas (1992)

5.3 Prozessmodell der Konflikteskalation von Glasl (1980)

5.4 Strukturmodell der Konfliktentstehung von Rüttinger (1977)

5.5 Prevention-Escalation-Model von van de Vliert (1998)

6. Kommentar

7. Literatur

Handout

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, einen theoretischen Überblick über verschiedene Konfliktmodelle im organisationalen Kontext zu geben, um deren Entstehung, Verlauf und Eskalationsdynamik besser zu verstehen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Systematisierung von Konfliktursachen und der Einordnung prozessualer sowie struktureller Erklärungsansätze.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung von Konflikten in Organisationen
  • Klassifikation von Konfliktarten und Konfliktparteien
  • Analyse von Eskalationsmodellen und deren Dynamik
  • Untersuchung struktureller Bedingungen der Konfliktentstehung

Auszug aus dem Buch

5.2 Prozessmodell der Konfliktepisoden von Thomas (1992)

Analog der allgemeinen Entscheidungstheorie, die Entscheidungen nicht mehr als bloßen punktuellen Wahlakt, sondern als mehrphasigen Prozess versteht, betrachtet auch die neuere Konfliktforschung den sozialen Konflikt zunehmend aus prozessualer Sicht.

Das von Thomas (1992) entwickelte Prozessmodell – entsprechend seiner Definition eines sozialen Konflikts – versucht häufig vernachlässigte Konfliktmerkmale in ein komplexes Modell von Konfliktverhalten zu integrieren. Es betrachtet auch die dynamischen Effekte von Interaktionen auf Intention und Verhalten.

Hierbei wird jeweils eine Konfliktepisode analysiert, die die Hauptmerkmale des Konflikts aus der Sicht einer Konfliktpartei veranschaulicht. Eine solche Episode wird durch eine Frustration einer Konfliktpartei ausgelöst und beginnt mit dem Bewusstwerden des Konflikts, dass beispielsweise aufgrund der Wahrnehmung einer Bedrohung der Interessen einer Partei geschieht. Dieses Bewusstwerden erlebt die Konfliktpartei in Form bestimmter Gedanken und Emotionen, woraufhin sich Antworten und der Umgang mit dem Konflikt einstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition Konflikt: Erläutert die theoretischen Grundlagen und die Vieldeutigkeit des Konfliktbegriffs in der Psychologie sowie die Bedeutung der Unvereinbarkeit.

2. Konfliktarten: Differenziert zwischen intrapersonalen, intraorganisationalen und interorganisationellen Konflikten sowie deren Austragungsebenen.

3. Konfliktklassifikationen: Behandelt verschiedene Ansätze zur Taxonomie von Konflikten anhand von Streitgegenständen, Erscheinungsformen und Partei-Eigenschaften.

4. Einleitung Konfliktmodelle: Führt in die Notwendigkeit von Modellen zur Erklärung des Konfliktgeschehens in modernen Organisationen ein.

5. Konfliktmodelle: Detaillierte Darstellung spezifischer Modelle von Grunwald & Redel, Thomas, Glasl, Rüttinger und van de Vliert zur Analyse von Konfliktdynamiken.

6. Kommentar: Reflektiert die methodischen Herausforderungen bei der Klassifizierung und Zuordnung der vorgestellten theoretischen Konzepte.

Schlüsselwörter

Konfliktmodelle, Organisationen, Konflikteskalation, Prozessmodell, Strukturmodell, Interaktion, Arbeitskonflikte, Konfliktmanagement, soziale Konflikte, Konflikttransformation, Gruppenkonflikte, Mobbing, Führungskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht soziale Konflikte in Organisationen, systematisiert deren Ursachen und analysiert verschiedene wissenschaftliche Erklärungsmodelle.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition von Konflikten, die Einteilung in verschiedene Konfliktarten sowie die prozessualen und strukturellen Modelle zur Konflikterklärung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Aufbereitung und Gegenüberstellung verschiedener Konfliktmodelle, um das Verständnis für Konfliktdynamiken in Organisationen zu vertiefen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die zentrale organisationspsychologische Konzepte und Modelle systematisiert und bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Auseinandersetzung mit spezifischen Modellen, unter anderem von Glasl zur Eskalation und Rüttinger zur Konfliktentstehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Konfliktpotential, soziale Konflikte, Eskalationsstufen, organisationale Strukturen und Interaktionsdynamik.

Wie unterscheidet sich ein Strukturmodell von einem Prozessmodell bei Konflikten?

Strukturmodelle konzentrieren sich primär auf die Bedingungen und Ursachen der Konfliktentstehung, während Prozessmodelle den dynamischen zeitlichen Verlauf und die Eskalationsphasen beschreiben.

Welche Bedeutung hat das Modell von Glasl für die Praxis?

Das Modell hilft dabei, Eskalationsstufen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Interventionen zu wählen, bevor der Konflikt destruktive Formen annimmt.

Excerpt out of 37 pages  - scroll top

Details

Title
Konfliktmodelle im Überblick
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Psychologie)
Course
Soziale Konflikte in Organisationen
Grade
noch keine
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2002
Pages
37
Catalog Number
V9179
ISBN (eBook)
9783638159524
ISBN (Book)
9783638640893
Language
German
Tags
Konflikt Konflikte in Organisationen Mobbing Konfliktklassifikation Konfliktklassifikationen Konfliktmodell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2002, Konfliktmodelle im Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9179
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  37  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint