General von Steuben und der amerikanische Unabhängigkeitskrieg


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
30 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Zur Fragestellung und Abgrenzung des Themas
1.2 Begründung der Struktur der Arbeit
1.3 Die angewandten Methoden bei der Erstellung der Arbeit und der Stand der Forschung

2. Die amerikanischen Streitkräfte bis zum Winter des Jahres 1777/
2.1 Hemmnisse beim Aufbau eines amerikanischen stehenden Heeres
2.2 Der Kriegsverlauf bis zum Winter 1777/

3. Die Reform der amerikanischen Kontinentalarmee durch Baron von Steuben
3.1 Der Zustand der Kontinentalarmee beim Eintreffen General von Steubens in Valley Forge
3.2 General von Steubens Reform der Kontinentalarmee in den einzelnen Schritten
3.2.1 Die Inspektionen des amerikanischen Heeres durch von Steuben und die Einführung der armeeinternen Verwaltung
3.2.2 Von Steubens Musterkompanie und die Ausbildung der Kontinentalarmee
3.2.3 Von Steubens „Blue Book“

4. Die Bewährung der Kontinentalarmee in den Jahren 1778 bis
4.1 Die Schlacht von Monmouth
4.2 Die britische Offensive in den amerikanischen Südstaaten
4.3 Der amerikanische Sieg bei Yorktown

5. Abschließende Betrachtung

Quellenverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetadressen:

1. Einleitung

1.1 Zur Fragestellung und Abgrenzung des Themas

Beim amerikanischen Unabhängigkeitskrieg handelt es sich um den Prozess der gewaltsamen Loslösung der dreizehn auf dem nordamerikanischen Kontinent befindlichen Kolonien vom britischen Mutterland. Wenngleich es zwischen den Kolonien und Großbritannien schon vor dem eigentlichen Unabhängigkeitskriege zu politischen aber auch wirtschaftlichen Differenzen kam,[1] nahm der eigentliche Konflikt doch erst zwischen 1775 und 1783 seinen Verlauf.[2] Dieser nahm seinen Anfang, als reguläre britische Truppen in Lexington, einem kleinen Ort in dem Neuenglandstaat Massachusetts gelegen, ein Waffenlager der lokalen Miliz auszuheben suchten und diese sich gegen die britische Zwangsmaßnahme mit Waffengewalt erfolgreich zur Wehr setzte. Formell fand der amerikanische Revolutionskrieg im Jahre 1783 und mit dem Friedensschluss von Paris sein Ende, in welchem die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) ihre volle innere sowie äußere Souveränität erlangten. Der Unabhängigkeitskrieg stellt eine wesentliche Grundlage des amerikanischen Nationalismus, dem Amerikanismus, dar.[3] Nach selbiger, puritanisch geprägter Ideologie, stellen die USA die Avantgarde der Freiheitlichkeit in der Welt dar, was bis heute das häufig von Amerikanern gehegte Sendungsbewusstsein hinsichtlich der angeblich überlegenen amerikanischen Werte bedingt.[4] Das Geschichtsbild großer Bevölkerungsteile hinsichtlich des Unabhängigkeits-krieges ist von der Vorstellung geprägt, dass freiheitsliebende amerikanische Patrioten dem britischen Kriegsgegner einen Guerillakrieg aufgezwungen haben, dem diese, ob ihres sturen Festhaltens an der zu dieser Zeit in Europa üblichen Lineartaktik nicht zu widerstehen vermocht hätten.[5] Zugleich wird mit der alljährlich in New York stattfindenden Von-Steuben-Parade das Engagement des General Friedrich Wilhelm von Steuben für die amerikanische Sache im Revolutionskrieg geehrt. Gemeinhin wird dieser ehemals preußische Offizier als Organisator der amerikanischen Armee angesehen, welcher zu einem Zeitpunkt höchster Not zu selbiger gestoßen sei und die ungestümen und freiheitsliebenden amerikanischen Soldaten diszipliniert und ausgebildet habe.[6] Da das preußische Militärwesen insbesondere dafür bekannt ist, jeden Individualismus auf Seiten der Soldaten rücksichtslos gebrochen zu haben,[7] besteht ein Widerspruch zwischen der amerikanischen Vorstellung, wie der Unabhängigkeitskrieg ausgefochten worden sein soll und der Wahrnehmung der Taten General von Steubens in selbigem Konflikt. Ziel der Hausarbeit soll es darum sein festzustellen, welchen Stellenwert von Steuben bei der Erlangung der amerikanischen Unabhängigkeit im Revolutionskriege eingenommen hat, in welchem Maße preußisches militärisches Denken das Militärwesen der USA am Ende des 18. Jahrhunderts beeinflusst haben könnte und wie unter diesen Gesichtspunkten das amerikanische Geschichtsbild hinsichtlich des Unabhängigkeitskrieges zu beurteilen ist.

1.2 Begründung der Struktur der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit ist in fünf Kapitel gegliedert. Kapitel zwei soll dem Leser die widrigen Umstände verdeutlichen, der sich die USA bei Kriegsbeginn ausgesetzt sahen und welche selbige in ihrer Möglichkeit zur erfolgreichen Führung des Krieges erheblich behindert haben. Kapitel drei und vier stellen den Schwerpunkt der hiesigen Untersuchung dar, da diese die Grundlage für die spätere Ermittlung des Stellenwerts von Steubens im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bilden sollen. Hierbei werden im dritten Kapitel die einzelnen von General von Steuben durchgeführten Reformen hinsichtlich der amerikanischen Kontinentalarmee genannt. Die im vierten Kapitel gemachten Angaben sollen daraufhin eine Einschätzung erlauben, wie erfolgreich diese Reformen gewesen sind. In Kapitel fünf soll die dieser Seminararbeit zugrunde liegende Fragestellung erneut aufgegriffen und auf der Basis einer Synopse beantwortet werden.

1.3 Die angewandten Methoden bei der Erstellung der Arbeit und der Stand der Forschung

Bei der Erstellung der vorliegenden Seminararbeit wurde vom Verfasser derselben die Methode der Literatur- und Quellenanalyse angewendet. Hierbei wurde hauptsächlich amerikanische Sekundärliteratur berücksichtigt, die jedoch teilweise stark vom amerikanischen patriotischen Geist durchdrungen und somit nur mit Abstrichen als objektiv angesehen werden kann. Interessant war hingegen insbesondere das in der Arbeit berücksichtigte Werk Franz Fabians, welches ursprünglich unter dem Titel „Die Schlacht von Monmouth. Friedrich Wilhelm von Steuben in Amerika“ im Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik erschienen ist. In selbigem wird sowohl die preußische Herkunft von Steubens, als auch die Bedeutung des revolutionären und freiheitlichen Geistes betont, welcher dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zugrunde gelegen haben soll. Auch unterließ es der Autor nicht, die freiheitliche Gesinnung der amerikanischen Kämpfer zu betonen, die alle Entbehrungen ertrugen, da diese vom „Haß gegen die Unterdrücker ihres Landes zusammengehalten wurden und weil sie von ihrer gerechten Sache überzeugt waren.“[8] Auch in dieser Arbeit sind somit und aufgrund der Wortwahl des Autors, gewisse Zweifel hinsichtlich dessen objektiver Schilderung der Ereignisse angebracht. Hervorzuheben sind jedoch insbesondere die verschiedenen Werke des amerikanischen Historikers Don Higginbotham, welcher sich hauptsächlich mit der amerikanischen Geschichte bis zum Jahre 1815 befasst.[9] Darüber hinaus haben sich auch die Werke Robert K. Wrights und Charles Roysters bei der Bearbeitung des Themas als sehr hilfreich erwiesen. Zeitgenössische Textquellen fanden hauptsächlich in Form des Nachdrucks der von General von Steuben verfassten Vorschrift für das amerikanische Heer Eingang in die vorliegende Seminararbeit. Insgesamt ist das Forschungsgebiet des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges bereits sehr gut erforscht, weswegen auch eine große Menge an Sekundärliteratur bei der Bearbeitung des Themas zur Verfügung stand. Allerdings war auffallend, dass sich die Angaben zu General von Steuben in den verschiedenen Werken sehr ähnelten.

2. Die amerikanischen Streitkräfte bis zum Winter des Jahres 1777/1778

2.1 Hemmnisse beim Aufbau eines amerikanischen stehenden Heeres

Als die Kampfhandlungen des Unabhängigkeitskrieges begannen, war die amerikanische Seite denkbar schlecht auf eine andauernde militärische Auseinandersetzung vorbereitet. So waren die Kolonien wirtschaftlich weitgehend von Großbritannien abhängig. Zudem hatte sich noch kein amerikanischer Nationalgedanke herausgebildet, der die Kolonien zu entschiedenen Abwehrhandlungen gegen die britische Fremdherrschaft befähigt hätte.[10] Auch bestand Anfang des Jahres 1775 weder ein stehendes Heer auf der Ebene der einzelnen Staaten, noch auf der sich herausbildenden supranationalen Ebene, welches fähig gewesen wäre, den professionellen und in der europäischen Lineartaktik geschulten professionellen Truppen der Briten ernsthaft Widerstand entgegenzusetzen und einen militärischen Sieg der revolutionären Sache herbeizuführen.[11] Wenngleich der 1774 erstmals gebildete so genannte Kontinentalkongress, das politische Gemeinschaftsorgan der dreizehn Kolonien, bereits am 10. Mai 1775 die Übernahme der neuenglischen Streitmacht, die sich nach den ersten Gefechten bei Lexington und Concord gebildet hatte, als gesamtamerikanische Streitkraft übernahm und fortan als Kontinentalarmee bezeichnete, handelte es sich bei selbiger keineswegs um eine Armee, die qualitativ mit dem stehenden Heer Großbritanniens gleichzusetzen gewesen wäre.[12] Vielmehr bestand selbige zum damaligen Zeitpunkt aus einer Vielzahl neuenglischer Milizeinheiten, die keine Uniformen trugen, nur mangelhaft organisiert sowie ohne geregelte militärische Führung waren und nicht einmal über Waffen in ausreichender Anzahl verfügten.[13] Trotz dieser desolaten Zustände regte sich in den amerikanischen Reihen ein lebhafter Widerstand gegen den Aufbau eines amerikanischen Heeres, welches nach dem Willen des am 15. Juni 1775 zum Oberkommandierenden der Kontinentalarmee ernannten Pflanzers aus Virginia, George Washington, nach europäischem Vorbild organisiert werden und kämpfen sollte.[14] Hierfür gab es mannigfaltige Gründe:

Zum einen ließen sich die den amerikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen zugrunde liegenden individualistischen Werte, insbesondere basierend auf den liberalen Ideen John Lockes,[15] nur schwer mit den Erfordernissen in Einklang bringen, die der Einsatz eines Heeres nach dem in Europa üblichen taktischen Ordnungsprinzip des Linearsystems mit sich brachte,[16] in denen der einzelne Soldat lediglich ein winziger Bestandteil einer ansonsten maschinenartig funktionierenden militärischen Einheit war.[17] Vielmehr hegten viele der damaligen amerikanischen Whigs[18] die Überzeugung, dass freie und patriotisch gesinnte Männer, im Kampfe selbst den aus gut gedrillten Söldnern bestehenden Heeren Europas, deren Soldaten oftmals unfreiwillig ihren Dienst zu versehen hatten, überlegen seien. Die Anfangserfolge der Milizen von Lexington und Concord schienen diese Theorie zu bestätigen.[19] Im weiteren Kriegsverlauf sollte sich jedoch bald zeigen, dass die amerikanische Kontinentalarmee, aber auch die einzelstaatlichen Milizen, trotz ihrer häufigen numerischen Überlegenheit gegenüber den Briten, selbigen militärisch nur wenig entgegenzusetzen hatten.[20]

Zum anderen war die Schwäche und Uneinheitlichkeit der amerikanischen Kontinentalarmee auf den anfänglichen Charakter der USA einer kraftlosen Konföderation zurückzuführen.[21] Hierbei handelte es sich um einen lockeren Bund eifersüchtig über die eigene Selbständigkeit wachender Kolonien.[22] Diese waren weder gewillt, die Herrschaft des englischen Königs George III gegen die Bevormundung durch einen starken Zentralstaat einzutauschen,[23] noch die Herbeiführung einer neuen Tyrannei durch den Aufbau eines stehenden Heeres abzuwarten, bei dem stets die Gefahr bestand, dieses könne sich vom Grundsatz des Primats der Politik trennen und im Gegenzug eine autoritäre Herrschaftsordnung etablieren oder zumindest bei deren Durchsetzung dienlich sein.[24] Aus diesem Grunde wurde der Kontinentalkongress, das amerikanische de-facto Parlament, von den Einzelstaaten zwar autorisiert, über Krieg und Frieden zu entscheiden, außenpolitische Kompetenzen zu übernehmen, ein Heer und eine Flotte aufzubauen, deren Oberbefehlshaber zu ernennen und zwischenstaatliche Probleme zu lösen. Die Souveränität der Einzelstaaten sollte jedoch unangetastet bleiben.[25] Diese behielten das Vorrecht Steuern zu erheben und nationale Streitkräfte, in Form der aus kolonialen Zeiten stammenden Milizen, aufzustellen. Die Milizen sollten zwar als Personalreserve der Kontinentalarmee fungieren, doch hatte der Kongress weder die Autorität, die Bereitstellung der Kontingente durch die Einzelstaaten zu erzwingen, noch verfügte dieser in ausreichendem Maße über die finanziellen aber auch organisatorischen Mittel, um die Armee adäquat mit Kleidung sowie Waffen auszurüsten und dauerhaft während der Kampfhandlungen versorgen zu können. Aus diesem Grunde litt die amerikanische Kontinentalarmee Zeit ihres Bestehens durchgängig an Versorgungsengpässen, welche durch eine ungenügende innere Organisation des Heeres[26] sowie eine oftmals eigennützige Haltung der amerikanischen Zivilbevölkerung[27] zusätzlich verschlimmert wurden.

War in Europa die Entwicklung disziplinierter und gut ausgerüsteter sowie ausgebildeter stehender Heere ein sukzessiver Prozess, der maßgeblich durch die Herausbildung eines effektiven sowie effizienten und zudem kronabhängigen Verwaltungsapparates ermöglicht wurde, welcher das Eintreiben der Steuern bei den Untertanen erleichterte und diese Mittel der Rüstung zur Verfügung stellte, so waren die Ausgangsbedingungen für die amerikanische Kontinentalarmee, wie oben geschildert, gänzlich anders gelagert.[28] Dies wiederum bedingte die relative Handlungsunfähigkeit der amerikanischen Streitkräfte zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges bis zum Jahre 1778.

[...]


[1] Vgl. Schröder, Hans-Christoph (1976): Die amerikanische und die englische Revolution in vergleichender Perspektive, in: Wehler, Hans-Ulrich (Hrsg.): 200 Jahre amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Göttingen, S. 9 f.

[2] Vgl. Schley, Nicole/ Busse, Sabine (2003): Die Kriege der USA. Chronik einer aggressiven Nation, München, S. 25.

[3] Vgl. Higginbotham, Don (1988): War and Society in Revolutionary America: The wider Dimensions of Conflict, Columbia, S. 242.

[4] Vgl. Angermann, Erich (1979): Die Amerikanische Revolution im Spiegel der Geschichte, in: Angermann, Erich (Hrsg.): Revolution und Bewahrung. Untersuchungen zum Spannungsgefüge von revolutionärem Selbstverständnis und politischer Praxis in den Vereinigten Staaten von Amerika, München, S. 19.

[5] Vgl. Gruber, Ira D. (1978): British Strategy: The Theory and Practice of Eighteenth-Century Warfare, in: Higginbotham, Don (Hrsg.): Reconsiderations on the Revolutionary War, Westport/London, S. 14.

[6] Vgl. Ueberhorst, Horst (1981): Friedrich Wilhelm von Steuben, München, S. 68 f.

[7] Vgl. Fiedler, Siegried (1993): Militärgewschichte im Zeitalter des Absolutismus 1648 bis 1789. Von Söldnerheeren und Miliz zum stehenden Heer, in: Neugebauer, Karl-Volker (Hrsg.): Grundzüge der deutschen Militärgeschichte. Band 1. Historischer Überblick, Freiburg, S. 58.

[8] Fabian, Franz (1988): Die Schlacht von Monmouth. Friedrich Wilhelm von Steuben in Amerika, 5. Auflage, Berlin, S. 75.

[9] Vgl. hierzu die Angaben der University of North Carolina auf ihrer Website. Online im Internet: URL: http://www.unc.edu/depts/history/faculty/higginbotham.html [Stand 07.05.2006].

[10] Vgl. Stolberg-Wernigerode, Otto (1973): Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, Berlin/New York, S. 36.

[11] Vgl. Reich, Jerome R. (1998): Colonial America. Fourth Edition, Upper Saddle River, S. 293.

[12] Vgl. Lacy, Dan (1966): The Meaning of the American Revolution, New York/Toronto/London, S. 155.

[13] Vgl. Florence, Justin (2003): Minutemen for Months: The Making of an American Revolutionary Army before Washington, April 20-July 2, 1775, in: Proceedings of the American Antiquarian Society: a journal of American history, B 113/2003, S. 60.

[14] Vgl. Treutlein, Klaus (1980): Friedrich Wilhelm von Steubens „Regulation Book“, in: Giesebrecht, Werner (Hrsg.): Friedrich Wilhelm von Steuben: Leben, Zeit und Zeitgenossen, Berlin, S. 106.

[15] Vgl. Hartmann, Jürgen/ Meyer, Bernd/ Oldopp, Birgit (2002): Geschichte der politischen Ideen, Wiesbaden, S. 120.

[16] Vgl. Stewart, Richard W. (2005): American Military History. Volume 1. The United States Army and the forging of a nation, Washington D.C., S. 14 f.

[17] Vgl. Fiedler (1993), S. 50.

[18] Im Großbritannien des 18. Jahrhunderts drückten die Begriffe „Tories“ und „Whigs“ die Zugehörigkeit der Bürger zur einen oder anderen politischen Partei aus. „Torie“ bedeutete ursprünglich „katholischer Rebell“, doch bald hatte sich die Bedeutung des Wortes gewandelt und wurde zur Bezeichnung der Mitglieder der Königstreuen herangezogen. Diesen standen die „Whigs“ gegenüber, die wie die westschottischen Bauern, die mit dem Ruf „whiggam“ ihre Pferde antrieben, das Land voranbringen wollten, womit sie sich meist in der Opposition zum eher konservativen Königshaus befanden. Diese beiden Parteien gab es auch in Britisch-Amerika. Die der englischen Krone im Unabhängigkeitskrieg weiter loyal gesinnten Amerikaner wurden dort als Tories bezeichnet, während die Gruppe der Whigs aus den Befürwortern der amerikanischen Unabhängigkeit bestand.

Vgl. hierzu Herre, Franz (1976): Die Amerikanische Revolution. Geburt einer Weltmacht, Köln, S. 97-101.

[19] Vgl. Beck, Thomas (1980): Grundzüge der britischen und der amerikanischen Strategie im Unabhängigkeitskrieg, in: Giesebrecht, Werner (Hrsg.): Friedrich Wilhelm von Steuben. Leben, Zeit und Zeitgenossen, Berlin, S. 90.

[20] Vgl. Duffy, Christopher (1987): The Military Experience in the Age of Reason, London/New York, S. 17 f.

[21] Vgl. Sautter, Udo (1994): Geschichte der Vereinigten Staaten, 5. Aulage, Stuttgart, S. 95.

[22] Vgl. Stolberg-Wernigerode (1973), S. 36.

[23] Vgl. Heideking, Jürgen (2004): Religion, Verfassung und Nationalstaatsgründung, 1763-1815, in: Lösche, Peter/Loeffelholz, Hans-Dietrich (Hrsg.): Länderbericht USA. Geschichte-Politik-Wirtschaft-Gesellschaft-Kultur, 4. Auflage, Bonn, S. 17.

[24] Vgl. Schnitter, Helmut/Schmidt, Thomas (1987): Absolutismus und Heer. Zur Entwicklung des Militärwesens im Spätfeudalismus, Berlin, S. 44 f.

[25] Nagler, Jörg (2004): Von den Kolonien zur geeinten Nation, in: Informationen zur politischen Bildung, B 268/2004, S. 3. Online im Internet: URL: http://www.bpb.de/publikationen/3JOCFU,0,0,Von_den_Kolonien_zur_geeinten_Nation.html [Stand 20.04.2006].

[26] Vgl. Horgan, Lucille E. (2002): Forged in War. The Continental Congress and the Origin of Military Supply and Acquisition Policy, Westport/London, S. 1.

[27] Viele Amerikaner wiesen während des Revolutionskrieges eine eher unpatriotische Verhaltensweise auf, handelten mit dem englischen Kriegsgegner und bezogen weiterhin von diesem Konsumgüter. Dies schmälerte die geringen Edelmetallvorräte der jungen amerikanischen Republik und verschlimmerte die ohnehin bedrohliche Inflation. Darüber hinaus weigerten sich aber viele amerikanischen Bürger, die mit wertlosem Papiergeld zahlende Kontinentalarmee mit dringend benötigten Nahrungs- oder auch Transportmitteln zu versorgen und verkauften diese Dinge lieber an die britische Armee, welche die Verkäufer mit Gold zu entschädigen vermochte.

Vgl. hierzu Schröder, Hans-Christoph (1982): Die Amerikanische Revolution Eine Einführung, München, S. 121 f.

[28] Vgl. Duchhardt, Heinz (1989): Das Zeitalter des Absolutismus, München, S. 42.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
General von Steuben und der amerikanische Unabhängigkeitskrieg
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Das Militärwesen Brandenburg-Preußens
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
30
Katalognummer
V91835
ISBN (eBook)
9783638057967
ISBN (Buch)
9783640244157
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
General, Steuben, Unabhängigkeitskrieg, Militärwesen, Brandenburg-Preußens
Arbeit zitieren
Diplom-Politologe Terry Daniel Meincke (Autor), 2006, General von Steuben und der amerikanische Unabhängigkeitskrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91835

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