Der antike Politiker Perikles und die athenische Demokratie. Wie wurde das Bild des Perikles in den antiken Quellen überliefert?


Hausarbeit, 2018

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das politische Wirken des Perikles
1.1 Perikles‘ politische Anfänge
1.2 Die Außenpolitik Athens bis zum Kriegsausbruch

2. Die Perzeption des Perikles in den antiken Quellen
2.1 Die Beurteilung des Thukydides über Perikles‘ politisches Wirken
2.2 Perikles‘ Darstellung in den antiken Komödien

3. Das propagierte Bild des Perikles während des Peloponnesischen Krieges
3.1 Die Situation der Athener während des Kriegsausbruchs
3.2 Beurteilung des Perikles als Feindbild
3.3 Beurteilung der Quellen

Fazit: Wie wurde das Bild des Perikles überliefert?

Quellen- und Literaturverzeichnis

Verwendete Quellen

Verwendete Literatur

Einleitung

Perikles1 war eine Persönlichkeit aus dem antiken Athen, deren Name überwiegend innenpolitisch mit der Reformierung der athenischen Demokratie sowie außenpolitisch mit der Etablierung der Weltmacht Athen in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich entwickelte sich Athen vor Ausbruch des Peloponnesischen Krieges in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhundert v. Chr. in der Pentekontaëtie durch seine verstärkte Stellung im delisch-attischen Seebund zur führenden Macht in der Ägäis. Es konnte jedoch diese Macht aufgrund von schweren militärischen Niederlagen im Peloponnesischen Krieg nicht aufrechterhalten. Welchen Anteil Perikles an der Niederlage Athens in diesem Konflikt hatte, kann bis heute nicht klar festgestellt werden. Ebenso ist Perikles‘ Rolle beim Aufstieg Athens ebenso umstritten, wie seine politische Karriere als einer der Strategen Athens. Verschiedene Althistoriker sind sich uneinig darüber, ob Perikles wirklich als ,,der wertvollste Mann“2 Athens galt, wie der Historiograph Thukydides3 beschrieb. Der Grund, warum keine angemessene und von allen Historikern einheitliche Antwort auf diese Fragen zu finden ist, liegt an der unterschiedlichen Darstellung des Perikles in den antiken Quellen. Die Quellenschreiber beurteilten seine Handlungsmuster unterschiedlich und fokussierten sich auf verschiedene Kontexte der Geschichte Athens. Die unterschiedlichen und kontroversen Befunde über das Wirken des Perikles läuteten deshalb eine bis heute anhaltende Forschungsdebatte in der Geschichtswissenschaft ein. Im Folgenden soll diese Forschungsdebatte sowie die vielfältige Charakterisierung des Perikles analysiert werden.

Zentraler Gegenstand der Analyse wird die Frage sein, wie Perikles in den antiken Quellen dargestellt wird und inwiefern die Quellen am Beispiel des Ausbruchs des Peloponnesischen Krieges, aussagekräftig, glaubwürdig und unterschiedlich in der Beurteilung des Perikles sind. Dazu soll diskutiert werden, welche Schuld Perikles am ausbruch des Peloponnesischen Krieges trägt. Es ist zu vermuten, dass die Darstellung des Perikles in den Quellen, wie z.B. in der Geschichtsschreibung von Thukydides, stark überhöht und positiv vermittelt wird, während Perikles in den antiken Komödien persifliert wird. Die Quellen sind zudem stark an ein bestimmtes historisches Ereignis geknüpft, was in den für die Arbeit herangezogenen Quellen insbesondere Perikles umstrittenes Auftreten zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges war. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass Perikles nur zum Teil für den Ausbruch des Krieges verantwortlich war. Denn Athen führte schon vor Perikles‘ Regentschaft als Stratege Athens ein zerrüttetes Verhältnis zu Sparta., das im Peloponnesischen Krieg gegen Athen kämpfte. Perikles verkörperte zudem nicht die einzige politische Instanz in Athen, die für den Ausbruch des Krieges verantwortlich war: Denn sowohl die anderen neun Strategen als auch beispielsweise die Mitglieder der Volksversammlung hatten ebenso ein Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrecht in Athen. Folglich trug Perikles mit anderen Machthabern zusammen die politische Verantwortung in Athen während des Kriegsausbruchs.

Im ersten Kapitel widmet sich die Arbeit der Ereignisgeschichte Athens zu Perikles‘ Lebzeiten bis zum Ausbruch des Peloponnesischen Krieges. Dazu werden einige Ausführungen des Biographen Plutarch4 zu Perikles‘ Werdegang herangezogen. Danach schärft sich der Blick auf die Darstellung und Interpretation des Perikles in den Quellen. Dazu wird das Bild des Perikles in Thukydides‘ Historiographie des Peloponnesischen Krieges und in den antiken Komödien der Autoren Kratinos5, Eupolis6 und Aristophanes untersucht.7 Dadurch lassen sich die verschiedenen Wahrnehmungen über Perikles‘ Auftreten zum Ausdruck bringen. Zum Abschluss soll der in den Quellen häufig thematisierte Ausbruch des Peloponnesischen Krieges aus der Sicht der athenischen Bevölkerung in den Vordergrund gestellt werden. Dabei behandelt die Arbeit, warum diesem Thema so viel Bedeutung in den Komödien zugeschrieben wurde und warum der Kriegsausbruch so ein emotionales Thema zu sein schien. Außerdem sollen Gründe dafür gefunden werden, warum Perikles die Schuld am Ausbruch des Krieges tragen könnte, wie es viele der antiken Komödien behaupten. Die Kriegsschuld des Perikles soll danach in einer Diskussion analysieren werden. Dadurch lassen sich die Aussagekraft und die Zuverlässigkeit der Quellen hinterfragen, um feststellen zu können, ob die Quellen überhaupt geeignet dafür sind, ein glaubwürdiges Bild über Perikles zu erhalten. Gleichzeitig soll dargelegt werden, ob sich die Perzeption über Perikles nach dem Kriegsausbruch grundlegend ändert. Abschließend erfolgt das Fazit.

Der Forschungsstand über Perikles ist stark durch die Forschung von Wolfgang Will geprägt worden. Mit seinen Arbeiten über Perikles, darunter seinen Beitrag im Lexikon Der Neue Pauly 8 oder seinen Monografien9 hat er wichtige Forschungsergebnisse über die Charakterisierung des Perikles geliefert. Will behauptet beispielsweise, dass der Biograph Plutarch und selbst heutige Historiker zu Unrecht die Ansicht teilen, dass Perikles ohne fremde Hilfe Athen vor 451 zum Aufstieg verhalf. Deshalb werde Perikles in seinem Wirken bis heute als ,,Fata Morgana“10 wahrgenommen. Im Sammelband Virtuosen der Macht sind bedeutsame historische Persönlichkeiten bis in die Neuzeit aufgelistet. Darunter lässt sich auch ein Beitrag von Peter Spahn über Perikles finden.11 Er stellt die Veränderung des Perikles-Bildes durch die unterschiedliche Wahrnehmung der antiken Autoren dar, wie z.B. bei Thukydides oder bei Plutarch. Darüber hinaus verdeutlicht er Perikles‘ Charisma, seine metaphorische Rhetorik und seinen radikalen Kurswechsel in der Politik Athens. Für die athenische Geschichte sind einige Monographien, darunter beispielsweise das Werk von Jochen Bleicken12 zum weiteren Verständnis sehr geeignet. Für einen grundlegenden Überblick im Bereich der antiken Komödien, vor allem über Aristophanes Komödien, ist Peter von Möllendorffs Monographie13 empfehlenswert.

1. Das politische Wirken des Perikles

1.1 Perikles‘ politische Anfänge

Genaue Angaben über Perikles‘ Geburtsdatum sind nicht bekannt. Donald Kagan geht davon aus, dass Perikles 494 von Agariste14 und Xanthippos15 auf die Welt gebracht wurde. Dazu bezieht er sich auf Herodots16 Anekdote, dass Perikles‘ Mutter davon träumte, dass sie einen Löwen zur Welt bringen würde.17 Eine weitere Anekdote stammt vom antiken Biographen Plutarch. Er vergleicht Perikles‘ äußeres Erscheinungsbild und seinen Sprachstil in seiner Jugend mit dem Auftreten und der Rhetorik des Tyrannen Pesistratos.18 Diese Art von Anekdoten verbinden sich bis heute mit dem Namen des Perikles und deuten bereits auf die Kontroversität des Auftretens von Perikles hin.

Carl Wilhelm Weber zufolge trat Perikles das erste Mal öffentlich durch die Finanzierung des politischen Stücks Die Perser von Aischylos19 auf, der die Persien-Politik des Seebundes unterstützte.20 Plutarch hingegen behauptet, dass Perikles das erste Mal nach Themistokles‘ Verbannung und während Kimons21 Abwesenheit in Athen eine politisch relevante Rolle einnahm. Dabei habe er sich ausschließlich um das Volk und nicht um die Aristokraten gesorgt.22 Allerdings ist in der Geschichtsforschung sein Auftreten als Vertreter des Volkes kontrovers beurteilt worden, wie im Verlauf der Arbeit gezeigt wird. Vielmehr ist bei Perikles zu diagnostizieren, dass er machtpolitisch und strategisch agiert. Diese These lässt sich bei einer damaligen Auseinandersetzung zwischen Kimon und Ephialtes23 unterstreichen: Im Jahr 462 baten die Spartaner Athen im Kampf gegen messenische Heloten um Hilfe, sodass ein athenisches Heer unter Kimon sofort nach Messenien aufbrach. Die athenischen Streitkräfte wurden jedoch nach ihrer Ankunft in Sparta sofort von den Spartanern zurückgewiesen, sodass das seit dem Perserkrieg bestehende Bündnis zwischen Athen und Sparta zerbrach. Folglich entstanden Spannungen zwischen Athen und Sparta.24 Während Kimons Abwesenheit, übertrug Ephialtes der Volksversammlung, dem Rat der 500 und den Dikasterien Rechte über die Verfassung vom Areopag, sodass er den Areopag schwächte.25 Perikles schloss sich danach der Opposition unter Ephialtes gegen Kimon an. Dies stützt die These, dass Perikles machtpolitisch und strategisch für seinen eigenen Vorteil agierte. Dennoch ist anzumerken, dass Perikles‘ Einfluss in Ephialtes‘ Intrige bis heute ungeklärt ist. Plutarch behauptet, dass Perikles der Vordenker von Ephialtes‘ Reformen sei. Außerdem setzt er Ephialtes als Handlanger des Perikles herab.26 Perikles war jedoch zu diesem Zeitpunkt in den 460er Jahren noch kein unabhängiger und kein bekannter Politiker. Diese These teilen Peter Högemann und Wolfgang Will: Perikles‘ Aufstieg habe nicht ab 460 begonnen. Er habe ebenso keine vierzigjährige Vormachtstellung aufgebaut und sei nicht für wichtige historische Ereignisse in der weiteren Geschichte Athens, wie z.B. für den Bau der Langen Mauern, für die Expedition gegen Ägina oder für die Verlegung der Bundeskasse nach Athen verantwortlich gewesen.27. Hiermit wird deutlich, dass Plutarchs Ausführungen zu Perikles nur mit Vorsicht zu verwenden sind. Ferner trifft die einleitend formulierte These zu, dass Perikles‘ Darstellung in vielen Quellen nahezu heroisiert wird und sein Bild wahrscheinlich nicht der Realität entspricht.

Erst ab 451 trat Perikles tatsächlich außenpolitisch hervor, indem er beispielsweise die Süd- und Mittelmauer zwischen Oberstadt und Piräus errichtete. Innenpolitisch trat Perikles im selben Jahr als eigenständiger Politiker bei der Einführung des Bürgerrechtsgesetzes in Erscheinung.28 Das Bürgerrechtsgesetz schrieb vor, dass das Bürgerrecht nur an Bewohner Athens mit zwei athenischen Eltern verliehen wird und diese Bürger damit finanzielle und politische Privilegien erhalten.29 Dies markierte einen wichtigen Schritt in Perikles´ weiterer Karriere als Politiker. Mit diesem Gesetz stärkte er die Rechte von Teilen des athenischen Volkes und konnte eigene Anhänger als Begünstigte für sein Regierungsprogramm gewinnen. Seine Anhänger band er ebenfalls durch die Einführung der Besoldung von Teilnehmern der Volksgerichte oder durch die Entlohnung vieler athenischer Bürger bei öffentlichen Arbeiten an sich. Auch hier ist jedoch fraglich, ob Perikles diese Gesetze allein angeordnet hatte.30

Bis heute sind zudem Perikles‘ Bauprojekte für die Epoche charakteristisch, für die beispielsweise Perikles‘ Vertrauter Phidias zuständig war. Ein Becher mit der Inschrift Φειδίο εἰ | μὶ ,,Des Pheidias bin ich“31 wurde in die Neuzeit überliefert, wobei hierbei nicht sicher festzustellen ist, ob derselbe, oben genannte Phidias in der Inschrift gemeint ist.

1.2 Die Außenpolitik Athens bis zum Kriegsausbruch

Das politische Amt, welches Perikles in der Geschichtswissenschaft sehr populär machte, war seine Funktion als einer der zehn jährlich gewählten Strategen Athens. In welchen Jahren er dieses Amt ausübte, kann weder durch Quellen noch durch die Forschungsliteratur konkret belegt werden. Plutarch geht davon aus, dass er dieses Amt ab dem Jahr 443 bis zu seinem Tod besaß. Dies kann aber durch andere Quellen nicht belegt werden kann.32

Die Außenpolitik Athens und Perikles Einfluss in der athenischen Außenpolitik sind schwierig zu identifizieren. Eine Seite der Forschung betrachtet Perikles als Friedensstifter. Perikles soll eine tragende Rolle bei der Schließung eines dreißigjährigen Friedensabkommens mit Sparta im Jahr 446 sein. Außerdem werde er von einigen Historikern als Initiator des Kallias-Friedens vom Jahr 449 gesehen. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass in der Pentekontaëtie trotz der Friedensverträge viele lokale Kriege stattfanden und bis heute nicht genau bekannt ist, ob der Kallias-Frieden wirklich stattgefunden hat.33 Des Weiteren ist zu hinterfragen, welchen Anteil Perikles an diesen historischen Ereignissen hatte. Plutarch betont die Unsicherheit des Friedensabkommens zwischen Athen und Sparta. Er stellt heraus, dass das Gerücht kursiert, dass Perikles 445 die Errichtung von Befestigungsanlagen zur Verteidigung Athens angeordnet habe.34 Diese Einschätzung könnte zur weiteren Außenpolitik Athens und zur angespannten Situation im Seebund durchaus der Wahrheit entsprechen könnten. Trotz der abgeschlossenen Verträge blieb die Stimmung zwischen Athen und Sparta also angespannt. Dieses Misstrauen ist maßgeblich auf das stärker werdende Athen im Seebund zurückzuführen. Laut Jochen Bleicken war Athen seit den Schlachten gegen Persien bei Salamis oder seit der Schlacht an der Mykale in Westasien eine ebenbürtige Großmacht zu Sparta geworden.35 Nach den Friedensgesprächen mit Sparta änderte sich nochmals das Kräfteverhältnis im Seebund zugunsten Athens und gegen dessen Bundesgenossen, die nun wie ,,Untertanen“36 Athens wirkten. Athen strebte durch die Vielzahl ihrer Schiffe nach mehr Macht versuchte eine Kontrollfunktion auszuüben.37 Eine einheitliche Gesetzgebung in den Staaten der Bundesgenossen, stationierte Militärkommandanten und die Verfolgung von Kriminellen durch das athenische Geschworenengericht verdeutlichten die Machtverschiebung im Seebund zugunsten Athens. Athen erreichte dadurch zwar gegenüber den Bundesgenossen Furcht und Waffenruhe, wurde aber auch eine Bedrohung und stellte die Weichen für weitere Konfrontationen.38

Athen agierte ebenfalls zunehmend imperialistisch und schreckte nicht vor militärischen Expansionen zurück.39 Ein imperialistischer Zug Athens war unter Perikles‘ Regentschaft als Stratege die Enteignung von Territorien einiger Bundesgenossen, um Arbeitsplätze infolge einer sozialen Krise in Athen bereitzustellen. Im Laufe der nächsten Jahre nach 449 gründete der Stratege Tolmides 448-447 eine Kolonie in Euboia, während unter Perikles 1000 Siedler zur thrakischen Chersonesos marschierten.40 Die athenische Kolonialpolitik wurde damit nicht nur von Perikles getragen. Dieser Aspekt ist ebenso auf die gesamte athenische Außenpolitik zu übertragen, da Perikles als einer von vielen Strategen nicht der einzige war, der zu diesem Zeitpunkt politische Verantwortung trug. Deshalb stellt dieses Kapitel, wie sich auch aus dem Namen des Teilkapitel ableiten lässt, nicht Perikles‘ Außenpolitik, sondern die Außenpolitik Athens dar.

Ein Erfolg, der in der Forschung besonders Perikles zugeschrieben wird, ist die Gründung der Stadt Thuriori in Unteritalien. Allerdings war zumindest damals nicht genau klar, welches griechische Land Thuriori gegründet hat. Es entstand ein Streit um den Führungsanspruch über Thuriori, der die vorgeheizte Stimmung in der griechischen Welt intensivierte und die Weichen für den Peloponnesischen Krieg stellte.41 Das antiathenisch eingestellte Konrinth fühlte sich durch Athens Reklamieren von Thuriori, durch die athenische Expansionspolitik gegen Ägina und durch abgeschlossene Verträge zwischen Athen, Rhegion und Leontinoi bedroht.42 Die im Seebund angespannte Stimmung gegen Athen entlud sich durch den Austritt einzelner Bundesgenossen, wie z.B. Samos in den Jahren von 441 bis 439. Deshalb begann für die Gegner Athens die Suche nach neuen antiathenisch eingestellten Bundesgenossen, sodass versucht wurde, Thasos in den Seebund zu integrieren.43

Der Krieg mit Sparta wurde unausweichlich, als ein zentraler Wesenszug des imperialistischen Athens erneut zum Vorschein kam. Infolge der athenischen Übermacht im Seebund wurde Athen durch Hilferufe oder Bündnisverpflichtungen in sämtliche Konflikte hineingezogen. Athen wurde zwar so einflussreicher, aber wirkte gegenüber den anderen Bundesgenossen sehr bedrohlich und machte sein imperialistisches Handeln nach außen sichtbar.44 Denn Athen mischte sich in den Konflikt zwischen Konrinth und Kerkyra um Epidamnos im Jahr 433 mit der Entsendung von Beobachtungsgeschwadern ein. Es belagerte zudem, nachdem die aus Korinth ausgesendeten Magistrate in Poteidia nicht zurückgeschickt wurden, Konrinths Kolonie Poteidia.45 Die Auseinandersetzung mit Korinth fand ihren Höhepunkt, als Athen mit dem ,,megarischen Psephisma“46 dem mit Konrith verbündeten Megara eine Handesssperre verhing. Die Folge war der im Frühjahr 431 beginnende Peloponnesische Krieg zwischen Athen und Sparta. In Plutarchs Schilderungen trägt Perikles trotz Plutarchs bislang positiv gesinnten Meinungsbild über Perikles eine Teilschuld an dessen Ausbruch. Er habe einen Volksbeschluss gegen Megara aus persönlichem Hass sowie eigenem Stolz nicht aufgehoben und wirft den Megarern die Ermordung des Gesandten Anthemokritos vor.47

Im Jahr 429 starb Perikles an einer Seuche, die sich in Athen ausbreitete. Erst danach schienen seine Erfolge sichtbar zu werden. Plutarch formulierte eine These, die bis heute in der Forschung diskutiert wird: Aufgrund der Führungsschwäche der neuen Demagogen entstand die Vorstellung, dass Perikles die Niederlage Athens hätte abwenden können.48 Folglich lässt sich die These dahingehend interpretieren, dass eine Sehnsucht nach Perikles entstand, die sich in einem regelrechten Perikles-Mythos forcierte. Dieser manifestiert sich darin, dass Perikles im Unterschied zu den späteren Staatsmännern Athens Situation im Peloponnesischen Krieg besser unter Kontrolle habe. Diese These soll im weiteren Verlauf der Arbeit untersucht und mithilfe von weiteren Quellen bestätigt werden.

2. Die Perzeption des Perikles in den antiken Quellen

Plutarchs Ausführungen sind trotz vieler von der Forschung falsifizierten Befunde eine wichtige politikgeschichtliche Grundlage für die Geschichte Athens zu Lebzeiten des Perikles. Dennoch ist seine im 1. Jahrhundert n. Chr. verfasste Quelle eine deutlich spätere Interpretation von Perikles‘ Wirken im Unterschied zu Thukydides Historiographie und einigen Komödien über Perikles. Deshalb werden im Folgenden frühere Quellen über Perikles‘ Wirken beleuchtet. Von Perikles gibt es keine eigenen Schriftstücke.49

2.1 Die Beurteilung des Thukydides über Perikles‘ politisches Wirken

Der Geschichtsschreiber Thukydides verfasste die Historiografie Der Peloponnesische Krieg, welche bis heute eine mögliche Rekonstruktion des Peloponnesischen Krieges darstellt. Donald Kagan zufolge gilt Thukydides‘ Geschichtsschreibung als zuverlässigste Informationsquelle, um Perikles analysieren zu können.50 Besonders zu berücksichtigen ist hierbei, dass Thukydides sowohl die Sicht der Bevölkerung als auch sein eigenständiges Urteil über Perikles sowie wenige Reden des Perikles schriftlich fixierte. In diesem Teilkapitel erfolgt zunächst die Analyse darüber, wie Thukydides die Sicht des Volkes darstellt und sein eigenes Urteil über Perikles fällt.

Thukydides verdeutlicht, dass die Athener über Perikles wegen der zu Beginn des Peloponnesischen Krieges verursachten Zerstörungen in Athen konsterniert waren und nicht nachvollziehen konnten, dass Perikles die Truppen nicht ausrücken ließ.51 Perikles musste das Volk beruhigen, um der weiteren Kriegsplanung nachzugehen.52 Das Volk wirkt deshalb in Thukydides‘ Geschichtsschreibung als Störfaktor, das unüberlegt und ungeduldig handelt. Perikles erfuhr im Volk aus diesem Grund keine Unterstützung und Würdigung. Er wird damit wegen seiner Stellung und seiner Kriegsführung bei den ersten Niederlagen Athens im Krieg als Sündenbock dargestellt und unter Druck gesetzt. Die Athener waren erst nach einer Geldstrafe, die Perikles erhielt, weitgehend besänftigt und sie wählten ihn danach nochmals zum Strategen.53

Thukydides‘ Urteil über Perikles fiel deutlich anders aus als die von ihm dargestellte Wahrnehmung der Bevölkerung über Perikles‘ Wirken. Er bescheinigte Perikles eine gute Einschätzungsgabe und nahm ihn gleichzeitig als zurückhaltend wahr. Perikles‘ Wirken sei für die bisherige hohe Machtstellung Athens verantwortlich gewesen, während die Athener diese Machtstellung infolge ihrer eigensüchtigen Gier gefährden und an Perikles‘ weitsichtiger Kriegsstrategie nicht festhalten wollten.54 Hierbei muss die Frage gestellt werden, wie Perikles trotz seines vorsichtigen Auftretens gegen die Motive der Athener so lange seine Macht aufrechterhalten konnte. Zunächst kann hierbei vermutet werden, dass Perikles‘ militärische Kompetenz, die schon sein Vater Xanthippos besaß, unersetzlich angesichts der bedrohlichen Lage Athens im Peloponnesischen Krieges war. Es gab keine personelle Alternative, die eine ähnliche Kompetenz wie er besaß. Ein anderer Befund ist ebenso denkbar: Damit ein Herrscher seine Macht halten kann, muss er sich gegenüber seinem Volk glaubwürdig und charismatisch verhalten. Laut Thukydides und der Forschung war in der Tat Perikles‘ Rhetorik sehr ausschlaggebend für seinen politischen Aufstieg. Perikles konnte durch seine Rhetorik sowohl Einschüchterung verursachen als auch die Athener von seiner Politik überzeugen.55 Damit hatte Perikles Kontrolle über die Gefühlslage und den Handlungsmotiven der Athener und konnte sie damit möglicherweise bei Meinungsverschiedenheiten für seine Zwecke instrumentalisieren. Der wohl wichtigste Befund des Thukydides hängt ebenso mit Perikles‘ Rhetorik zusammen und eröffnete eine bis heute anhaltende Forschungsfrage. Thukydides implizierte, dass Athen möglicherweise nur ausschließlich von Perikles regiert wurde und dass das Volk trotz der athenischen Demokratie keine politische Macht besaß: „So hatte man dem Namen nach zwar Volksherrschaft, in Wirklichkeit aber eine durch den ersten Mann ausgeübte Führung“. 56 An diesen Punkt soll an Plutarchs Anekdote erinnert werden, in welcher er Perikles mit dem Tyrann Peisistratos vergleicht. Aufgrund dieser beiden Befunde muss die Frage gestellt werden, ob Perikles Athen zu einer antidemokratischen Tyrannis anstatt zu einer Demokratie geformt hatte. Perikles hätte somit die Demokratisierung Athens mithilfe der besoldeten Lohnämtern und dem Lossystem nur vorgetäuscht und in Wahrheit allein über Athen geherrscht, obwohl es neben ihm auch noch weitere Strategen oder mitbestimmende Institutionen wie die Ekklesia gab. Diese Interpretation ist bis heute allerdings umstritten und damit lediglich ein möglicher Erklärungsansatz über Perikles‘ Wirken.

2.2 Perikles‘ Darstellung in den antiken Komödien

Aussagen über Perikles tätigte ebenfalls die dichterische Elite der griechischen Antike. Aristophanes, Kratinos und Eupolis urteilten mehrfach in spöttischer Ausdrucksweise über das Wirken des Perikles während des Peloponnesischen Krieges. Die folgende Interpretation der von den Autoren dargestellten Bilder des Perikles erfolgt mit Hilfe der Kommunikation der Figuren in den einzelnen Komödien.

Die Komödie Die Acharner, deren Erstaufführung 425 v. Chr. bei den Lenäen war, ist ein Beispiel für Aristophanes‘ Friedenskomödien. Die Friedensthematik war zu Zeiten des Peloponnesischen Krieges ein in der Bevölkerung weit verankertes Thema und wurde in den Komödien thematisiert. Bereits zu Beginn der Komödie beklagen die Figuren57 Amphitheos und Dikaiopolis die kriegerische Haltung der Volksversammlung für eine Fortsetzung des Peloponnesischen Krieges, weshalb sie vom Prytanen unterdrückt wurden.58 Besonders Dikaiopolis tritt pazifistisch auf und spiegelt das Friedensbedürfnis der athenischen Bevölkerung in der Wirklichkeit wider. Dennoch ist in der Forschung die Figur Dikaiopolis umstritten. Zwar gilt er durch die Entlarvung von betrügerischen Diplomaten und seines Wunsches nach Frieden als Idealbürger Athens, aber er verbündet sich durch seine private Allianz mit Sparta mit dem Feind Athens und weist faktisch die Schuld am Ausbruch des Peloponnesischen Krieges nur Athen und Perikles zu.59

Dies ist jedoch kritisch zu betrachten. Wie im späteren Verlauf der Analyse deutlich wird, ist die Kriegsschuld nicht nur bei Athen zu finden. Dennoch ist die Komödie ein wichtiger Befund dafür, dass es in Athen zumindest eine Minderheit gab, die einsichtig ist und erkennt, dass Athen für den Ausbruch des Peloponnesischen Krieges verantwortlich ist. Aus dieser These ist noch ein weiterer Befund abzuleiten: In der Komödie wird deutlich, dass in der Wirklichkeit nicht nur Perikles zur Rechenschaft gezogen werden soll, sondern auch die anderen Bürger, wie beispielsweise die Mitglieder der Ekklesia, die für eine Fortsetzung des Krieges plädieren. Folglich ist die Kritik vielfältig und appelliert daran, eine friedliche Lösung nach vielen Kriegsjahren herbeizuführen. Das Stück zeigt also, dass es kaum Verständnis für die desolate Lage der Bevölkerung gab und wesentliche Interessen des Volkes, wie zum Beispiel nach Frieden, nicht erfüllt wurden.

In Aristophanes‘ Stück Die Ritter, das 424 bei den Lenäen aufgeführt wurde , wird im Besonderen der Politiker Kleon60 als Sündenbock verurteilt. Inhaltlich treffen zwei Sklaven61, Bedienstete des Herrn Demos auf einen Wursthändler namens Agorakritos. Er soll sich auf Wunsch der Sklaven dem verhassten Paphlagonier bzw. dem Obersklaven annehmen. In der Forschung herrscht bereits Einigkeit darüber, dass Aristophanes als bekennender Kritiker der Demokratie und Aristokrat mit dem Obersklaven an den demokratisch gesinnten Kleon erinnern will.62 Daher hat diese Komödie einen hohen Realitätswert. Aristophanes negative Inszenierung des Obersklaven soll zudem die kritische Sicht auf Kleon betonen. Aristophanes persifliert ihn, indem der Obersklave eine aggressive Sprache anwendet, während der Chor ihn vorwurfsvoll mit verbrecherischen Parolen verspottet und der Chor ebenso auf der Seite des Wurstverkäufers steht.63 Besonders mithilfe der englischen Fassung und dem vorherigen Forschungsansatz wird ein Bezug zur Wirklichkeit hergestellt. Der Obersklave kontrolliert und manipuliert das Volk bzw. Herrn Demos, während bedeutsame athenische Persönlichkeiten wie z.B. Kallias machtlos gegenüber den Intrigen des Obersklaven Kleon erscheinen. Kleons Herrschaftsstil soll in der athenischen Öffentlichkeit angeprangert werden. In diesem Zusammenhang schildert Aristophanes seine Vorstellung eines Staatsmannes. Eigentlich tätigt diese Aussage Demosthenes, als er vom Wursthändler gefragt wird, auf welche Weise man einen Staat regieren soll. Hierbei wird Demosthenes als Sprachrohr von Aristophanes verwendet, um politische Aussagen in die Wirklichkeit zu transportieren:

,,Easy as pie: do the same things you do already. Mix all their affairs together and stir them into a hash, and always try to win the people over with little touches of elegantly prepared rhetoric as sweeteners. The other deamgogic qualities you possess: a repellent voice, low birth, and you’re a typical product oft he Agora. You have everything that’s needed for public life, and oracles and the voice of Pytho are in agreement. Now crown yourself and pour libation to the god blockhead, and then let’s see you pay the man out.“64

Aristophanes verweist, teils populistisch, auf diverse Charakteristika eines für ihn schlechten Herrschers: Chaotisches Handeln, schmeichelnde Worte an das Volk und eine auf Lautstärke beruhende Rhetorik. Viele dieser Charakteristika können auf Perikles zutreffen, da z.B. Thukydides auf Perikles bemerkenswerte Rhetorik eingegangen ist. Athenische Staatsmänner haben, wenn man dieser negativ konnotierten Aussage glauben mag, einen wirklich schlechten Eindruck zu dieser Zeit in Athen hinterlassen. Es scheint, als ob das athenische Herrscherbild massiv in den letzten Jahren der athenischen Geschichte durch die mangelnde Qualifikation der amtierenden Staatsmänner beschädigt wurde. Dennoch scheint z.B. Perikles nicht der verbrecherischste oder der meist gehasste Staatsmann Athens gewesen zu sein, da die Komödie ihn und Kleon voneinander abgrenzt. Der Vergleich wird an der Textstelle deutlich, als einer der Sklaven behauptet, dass der Paphalogonier verbotene Waren ins Ausland exportiert, was selbst Perikles niemals getan hätte.65 Kleon wird an dieser Stelle und auch in der Komödie insgesamt deutlich mehr verspottet als Perikles. Allerdings richtet sich die Kritik zunächst erneut nur an einen Staatsmann, der kritisiert wird. Es scheint, als ob die Komödien ein bestimmtes Muster hätten, welches vorsah, dass die Kriegsschuld immer dem amtierenden Staatsmann zugeschrieben wird. Trotzdem weist auch diese Komödie eine vielfältigere Kritik auf, als es zunächst den Anschein hat. Neben der Kritik am Demagogen Kleon wird ebenfalls der Demos, das Volk, als weiteres Element im Staat kritisiert. Herr Demos, der an das Volk angelehnt sein soll, wird von Demosthenes als ,,Demos of the Pnyx, a peevish little hard-of-hearing old man“66 bezeichnet. Dies lässt folgende Rückschlüsse zu: Der Demos sei käuflich und nicht in der Lage, die Betrügereien des Demagogen zu erkennen. Er setze fahrlässig neue Herrscher ein, ohne zu erkennen, dass der neue Machtträger, in diesem Fall der Wursthändler, ebenso nicht mit so großer Macht angemessen umgehen kann.67 In der Tat trifft das auf den Wursthändler zu. Er scheint ungebildet und teils inkompetent zu sein, wobei Demosthenes dies nicht für problematisch halte, da er bekräftigt, dass ein Herrscher sowieso keine Bildung benötige.68

[...]


1 Wolfgang Will und Peter Högemann: ,,Perikles”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/15749347_dnp_e913920, letzter Zugriff am 2.10.2018.

2 Thuk. II.,65,4.

3 Wolfgang Willand: ,,Thukydides”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e1212620, letzter Zugriff am 2.10.2018.

4 Marianne Pade: ,,Plutarch (Plutarchos von Chaironeia)”, in: Der Neue Pauly Supplemente I Online – Bd. 7: Die Rezeption der antiken Literatur, hrsg v. Christine Walde in Verbindung mit Brigitte Egger. Serie: Der Neue Pauly – Supplemente, 1. Staffel, hrsg. von Hubert Cancik, Manfred Landfester und Helmuth Schneider, Bd. 7., Stuttgart 2010, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly-supplemente-i-7/plutarch-plutarchos-von-chaironeia-COM_000060#d28881663e557, zuletzt abgerufen am 2.10.2018.

5 Heinz-Günther Nesselrath und Tomasz Giaro: ,,Kratinos”, in: Der Neue Pauly, hrsg. v. Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/kratinos-e622310 (zuletzt abgerufen am 20.05.2019).

6 Heinz-Günther Nesselrath: ,,Eupolis”, in: Der Neue Pauly, hrsg. v. Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/eupolis-e405830 (zuletzt abgerufen am 20.05.2019).

7 Winfried Schmitz, Michael Redies, Heinz-Günther Nesselrath und Franco Montanari: ,,Aristophanes”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Lanfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e136370, letzter Zugriff am 2.10.2018.

8 Wolfgang Will und Peter Högemann: ,,Perikles”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e913920, letzter Zugriff am 2.10.2018.

9 Wolfgang Will: Perikles, Hamburg 1995.

10 Ebenda, S.49.

11 Peter Spahn: Perikles – Charisma und Demokratie, in: Virtuosen der Macht. Herrschaft und Charisma von Perikles bis Mao, hrsg. von Wilfried Nippel, München 2000, S.23-38.

12 Jochen Bleicken: Die athenische Demokratie, 41995 Paderborn.

13 Peter von Möllendorff: Aristophanes, Hildesheim u.a 2002.

14 Elke Stein-Hölkeskamp und Wolfgang Will: ,,Agariste”, in: Der Neue Pauly, hsrg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/agariste-e106950, zuletzt abgerufen am 20.05.2019.

15 Winfried Schmitz, Linda-Marie Günther und Walter Ameling: ,,Xanthippos”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth und Manfred Landfester, 2006, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/xanthippos-e12212180, zuletzt abgerufen am 20.05.2019.

16 Klaus Meister, Tiziano Dorandi, Alain Touwaide und Richard Neudecker: ,,Herodotos”, in: Der Neue Pauly, hrsg. v. Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/herodotos-e511320 (zuletzt abgerufen am 20.05.2019)

17 Donald Kagan: Perikles. Die Geburt der Demokratie, Stuttgart 1992, S.27.

18 Plut. Per. 7.

19 Bernhard Zimmermann und Michael Weißenberger: ,,Aischylos”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, https://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/aischylos-e110710, letzter Zugriff am 20.05.2019.

20 Carl Wilhelm Weber: Perikles. Das goldene Zeitalter von Athen, München 1985, S.90.

21 Elke Stein-Hölkeskamp und Nicola Hoesch: ,,Kimon”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e613820, zuletzt abgerufen am 4.11.2018.

22 Plut. Per. 7.

23 Elke Stein-Hölkeskamp, Peter J. Rhodes und Johannes Engels: ,,Ephialtes”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e331560, letzter Zugriff am 9.10.2018.

24 Bleicken, Demokratie, S.80-81.

25 Karl-Wilhelm Welwei: Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999, S.91.

26 Will: Perikles, S.45.

27 Will/Högemann: Perikles.

28 Will/Högemann: Perikles.

29 Josine H. Blok: Perikles‘ citizenship Law: A New Perspective, in: Historia: Zeitschrift für Alte Geschichte, Bd. 58, H.2 (2009), S.141-170, hier S.147-148.

30 Fritz Schachermeyr: Perikles, Stuttgart 1969, S.49.

31 Matthias Steinhart: Griechische Inschriften als Zeugnisse der Kulturgeschichte, Berlin/Boston 2017, S.73.

32 Will: Perikles, S.69.

33 Ebenda, S.55.

34 Plut. Per. 17.

35 Bleicken: Demokratie, S.78-79.

36 Ebenda, S.83.

37 Weber: Perikles, S.79ff.

38 Bleicken: Demokratie, S.83.

39 Weber: Perikles, S.113.

40 Will: Perikles, S.80.

41 Ebenda, S.80-81.

42 Bleicken: Demokratie, S.84.

43 Ebenda, S.84.

44 Weber: Perikles, S.113.

45 Bleicken: Demokratie, S.84.

46 Ebenda, S.84.

47 Plut. Per. 30-31.

48 Plut. Per. 39.

49 Donald Kagan: Die Geburt der Demokratie, Stuttgart 1992, S.7-8.

50 Ebenda, S.7.

51 Thuk. II.,21,3.

52 Thuk. ІІ.,22,1.

53 Thuk. II.,65,4-5.

54 Thuk. ІІ.,65,5-7.

55 Thuk. ІІ.,65,9.

56 Thuk. ІІ.,65,9.

57 Die Figuren in der Komödie haben in der englischen und deutschen Fassung unterschiedliche Namen. In der englischen Fassung heißt Dikaiopolis „Dicaeopolis“, Amphitheos „Godschild“ und der Prytane wird ,,Herald“ genannt. In der Arbeit werden die deutschen Bezeichnungen verwendet.

58 Aristoph. Ach. 51-58.

59 Möllendorff: Aristophanes, S.65.

60 Winfried Schmitz, Richard Neudecker, Walter Ameling, Klaus Meister, Eckart Olshausen, Sotera Fornaro und Simone Michel: ,,Kleon”, in: Der Neue Pauly, hrsg. von Hubert Cancik, Helmuth Schneider und Manfred Landfester, 2006, http://dx.doi.org/10.1163/1574-9347_dnp_e616310, letzter Zugriff am 02.10.2018.

61 In dieser Komödie weichen ebenfalls die Namen der Figuren in der englischen und deutschen Fassung voneinander ab. Der Unterschied ist hierbei jedoch viel wichtiger als beim Stück Die Acharner. Während in der deutschen Fassung die beiden Bediensteten nur als Sklaven betitelt werden, heißen diese in der englischen Fassung ,,Demosthenes“ und ,,Nicias“. Dadurch wird der Bezug zur Wirklichkeit in der englischen Fassung deutlich sichtbarer gemacht.

62 Jörg Spielvogel: Die politische Position des athenischen Komödiendichters Aristophanes, in: Historia: Zeitschrift für alte Geschichte 52, H.1 (2003), S.3-22, hier S.6-7.

63 Aristoph. Equ. 269-278.

64 Aristoph. Equ. 213-222.

65 Aristoph. Equ. 290-293.

66 Aristoph. Equ. 42-43.

67 Möllendorff: Aristophanes, S.89.

68 Aristoph. Equ. 188-193.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Der antike Politiker Perikles und die athenische Demokratie. Wie wurde das Bild des Perikles in den antiken Quellen überliefert?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Athenische Demokratie
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V918419
ISBN (eBook)
9783346233622
ISBN (Buch)
9783346233639
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Athen, Demokratie, Perikles, Antike, Krieg, Peloponnes, Thukydides
Arbeit zitieren
Lauritz Tufan (Autor), 2018, Der antike Politiker Perikles und die athenische Demokratie. Wie wurde das Bild des Perikles in den antiken Quellen überliefert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918419

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