Globalisierung und der Aktienmarkt als Wachstumsgrundlage der New Economy


Hausarbeit, 2001

15 Seiten, Note: Gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erläuterung der Begriffe
2.1 Die Globalisierung
2.2 Die Aktie
2.3 Die New Economy

3 Das auf und ab der New Economy
3.1 Die Wachstumsphase
3.2 Der Crash

4 Zusammenfassung

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Globalisierung ist eines von diesen Wörtern die einen ganz bestimmten Prozess ausdrücken, doch wenn man versucht diesen Prozess näher zu beschreiben, dann stößt man auf viele Bruchteile die diesen Prozess ausmachen. Eines dieser Bruchteile ist der Zusammenhang zwi­schen der Globalisierung, dem Aktienmarkt und der New Economy.

In dieser Hausarbeit wird auf die Frage eingegangen, warum die Globalisierung und der Akti­enmarkt als der Hauptgrund für das Wachstum und die Rezession der New Economy angese­hen werden. Doch um diese Frage beantworten zu können, müssen vorerst andere Fragen ge­löst werden, wie z.B. was verbindet eigentlich diese Schlagwörter und in welcher Beziehung stehen diese zueinander? Oder anders gefragt, was sind die möglichen Auswirkungen von diesen Beziehungen? Gibt es überhaupt welche? Spielt das Kapital hierbei eine große Rolle?

Die Liste der Fragen könnte hier noch weiter gehen, doch der Umfang dieses Themengebietes wird sicherlich klar. Die Literaturrecherchen zu dieser Hausarbeit ergaben verschiedene Sichtweisen bezüglich der Beziehungen von diesen Schlagwörtern zueinander, deshalb wird das Thema relativ allgemein bearbeitet. Konkret bedeutet das, dass alle Faktoren die zum Boom der New Economy geführt haben als auch die Faktoren die zur Rezession führten kurz angeschnitten, jedoch nicht ausführlich erläutert werden.

Zunächst wird in Kapitel 2 der Beginn der Globalisierung, des Aktienhandels und der New Economy mit einer Jahreszahl datiert, und die Begriffe werden zum Teil mit Hilfe von Begriffs­definitionen ausführlich erläutert. Weiter in Kapitel 3 wird unter dem Punkt 3.1. die Ursache für den Aufschwung der New Economy dargestellt. Schließlich unter dem Punkt 3.2. wird dann der Abschwung der New Economy beschrieben und es wird auf einige Gründe ein­gegangen, die dazu geführt haben. Abschnitt 4 ist eine kurze Zusammenfassung der gesam­melten Ursachen.

Es ist Absicht, wenn bei dieser Hausarbeit über den Tellerrand hinaus geschaut wird, und in Kapitel 2 oder 3 auf zum Beispiel globale folgen der Depression der New Economy kurz ein­gegangen wird.

2 Erläuterung der Begriffe

2.1 Die Globalisierung

1869 wird von US-Ökonom Paul Krugman als die Jahreszahl angesehen, in der die Globali­sierung begann. In diesem Jahr wurde der Suezkanal eröffnet und auch die Union- Pacific- Eisenbahn fuhr zum erstenmal quer durch die USA. Außerdem habe dieses Jahr viele Mög­lichkeiten für den internationalen Handel eröffnet.

An Krugmans Hinweis fallen zwei Dinge besonders auf:

Zum einen fällt auf, dass es die Globalisierung gab, bevor der Begriff erfunden wurde. Und zum anderen, dass es für die Globali­sierung keine Jahreszahl gibt, den man als Beginn be­zeichnen kann, weil diese so alt ist wie der Handel selbst.

Wenn wir an die Unternehmen denken, haben diese schon immer versucht ihre Kosten zu minimieren und den Gewinn zu steigern. Dieses Prinzip hat dazu geführt, dass Unternehmen heimischen Standorten den Rücken kehrten um im Ausland ökono­mischer zu produzieren. Auch der Versuch ausländische Märkte zu erschließen gehört sicherlich zu den Folgen dieses Grund­satzes. Wenn man sich als Beispiel die Automobilbranche betrachtet, dann fällt auf das ein Automobil unabhängig von seinem Herstellungsland überall auf der Welt genutzt wird. Natürlich könnte man denken, dass die Arbeitsplätze im Inland abgebaut werden, wenn die Unternehmen ihre Produktion in das Ausland verlagern. Doch dies muss nach Angaben der Branche nicht zwangsläufig so sein, denn für drei neue Arbeitsplätze im Ausland entsteht ein neuer im Inland. Zwischen 1990–1994 ist die Mitarbeiterzahl im Ausland von Deutschen Unternehmen um 10% gestiegen, im gleichen Zeitraum ist die Zahl der im Inland Beschäf­tigten um 4% gestiegen.[1]

„Globalisierung ist also die zunehmende weltweite Vernetzung ökonomischer Aktivitäten.

Fünf Faktoren zeichnen die Internationalisierung der Wirtschaft aus:

- Der Austausch findet auch bei mobiler gewordenen Produktionsfaktoren statt.
- Dienstleistungen können zunehmend standortungebunden angeboten werden.
- Die internationalen Finanzströme sind exorbitant angeschwollen.
- Die Zahl der lukrativen und zugleich sicheren Standorte hat zugenommen.
- Über das Internet erreichen auch Kleinstfirmen heute internationale, weitenentfernte Märkte“.[2]

Eine Allgemeine Begriffsdefinition für Globalisierung lautet wie folgt:

„Globalisierung, Form der internationalen Strategie einer grenzüberschreitend tätigen Unter­nehmung (globale Unternehmung), bei der Wettbewerbsvorteile weltweit mittels Ausnutzung von Standortvorteilen (internationale Standardpolitik) und Erzielung von economies of scale aufgebaut werden sollen“.[3]

Auch auf die Grenzen der einzelnen Länder hat sich die Globalisierung ausgewirkt, diese sind nämlich im Vergleich zu früheren Zeiten viel durchlässiger für den Handel geworden. Es wurden unter anderem Handelshemmnisse wie Zölle und Importquoten abgebaut, die bisher die eigene Wirtschaft vor anderen schützen sollten. Diese ist nicht zuletzt ein Verdienst der Welthandels­organisation WTO. Die WTO (früher GATT) ist eine übergeordnete Institution des Welthandels und eine Art Schiedsrichter bei internationalen Streitfragen. Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) wurde 1947 unterzeichnet und schuf damit eine allgemein akzeptierte Handelsordnung. Das Ziel der WTO waren Zollsenkungen, der Abbau von Mengenbeschränkungen beim Export, sowie das Verbot für Exportsubventionen und Subventionen der Land­wirtschaft. 1995 wurde dieses Abkommen Teil der WTO. Im Dezember 1993 fand die sogenannte Uruguay-Runde statt, seitdem wird 40% des Industriehandels zollfrei abgewickelt. Zum Schluss der Uruguay-Runde wurde die WTO für den weltweiten Handel mit Dienstleistungen und geistigem Eigen­tum zuständig und trat damit als nachfolge Orga­nisation an die Stelle der GATT.[4]

2.2 Die Aktie

Der 9. September 1585 wird von den Chronisten als Beginn des Börsenhandels in Frankfurt am Main datiert. Frankfurt hat in der Geschichte des Börsenhandels schon immer eine be­deutende Stellung eingenommen. An diesem Tag hatten sich 82 Kaufleute versammelt, um über neun verschiedene Münzsorten eine einheitliche Wertfestsetzung zu verhandeln. Damit

die Ein­haltung dieser neuen Wertfestsetzungen gewährleistet war, wurden dementsprechende Gesetze geschaffen. Der erste Kurszettel stammte aus dem Jahre 1625 und erst am Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Handel erweitert. Zu den Münzen und Wechsel kamen dann An­leihen und Schuldverschreibungen hinzu. 1820 wurde die erste Aktie in Frankfurt gehandelt und nach 31 Jahren gab es den ersten amtlichen Kursbericht.[5]

Ein Unternehmen gibt Aktien aus um zusätzliches Eigenkapital zu bekommen. Der Nennwert einer Aktie gibt an, welches Grundkapital auf jede Aktie entfällt. Er wird benötigt um die Höhe der Beteiligung eines Aktionärs ermitteln zu können. Gewinn­bringend kann eine Aktie für Anleger entweder als langfristig oder als kurzfristige Kapitalanlage dienen. Bei der lang­fristigen Version kann der Anleger entweder durch Dividende oder durch den Verkauf der Papiere Gewinne erzielen. Es kann aber durchaus sein, dass er weder Dividende noch einen Gewinn erreicht, sogar einen Verlust durch die Kursschwankungen der Aktie realisieren muss. Bei der kurzfristigen Anlagemöglichkeit versucht der Aktionär Kurschwankungen in­nerhalb eines Tages, einer Woche, eines Monates oder sogar von mehreren Monaten zu sei­nem Gunsten zu nutzen. Der Anleger versucht bei beiden Anlagestrategien Aktien von po­tentiellen Wachstumsbranchen zu erwerben, um am Erfolg teilzuhaben.[6] Die Aktienindizes sind die Kennziffern, die den Kursverlauf eines Wirtschaftzweiges oder eines nationalen Marktes wiedergeben.[7]

Anhand einer Begriffsdefinition wird die Aktie erklärt: „Urkunde, welche die Aktionäre durch Übernahme eines Anteils am Grundkapital erworbenen Rechte an einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien verkörpert. Die Aktie ist ein Teilhaberpapier, der Inhaber ist also Teilhaber am Vermögen, sie lautet auf feste Nennbeträge“.[8]

Ungefähr drei Viertel der Aktienumsätze also rund 1,6 Billionen DM entfallen auf die 20 um­satzstärksten Werte. Die Reihen­folge beginnt mit Daimler Chrysler als umsatzstärkster Kon­zern, dann folgen Siemens, Deutsche Bank und Volkswagen. Aber die Weltrangliste im Han­delsvolumen der Aktien wird von New York angeführt, denn an der Wall Street wird ein dreimal hö­her Umsatz getätigt als in Deutschland. Doch durch die zunehmende Internationali­sierung der Märkte wir der Finanzplatz Deutschland für ausländische Investoren immer inte­ressanter.[9]

2.3 Die New Economy

Der Begriff „New Economy“ entstand im Dezember 1996. Ein amerikanisches Wirtschafts­magazin hatte auf der Titelseite das neue Wirtschaftswunder präsentiert und damit einen neuen Begriff in die Wirtschaft eingeführt! Die sogenannte „New Economy“; besteht aus drei wesentlichen Bestandteilen uns war ihrem Rohstoff, ihrer Energiequelle und ihrem Trans­portmittel. Der Roh­stoff ist die in digitaler Form vorliegende Information. Als Energie wird nicht die Elektrizität, sondern die Elektronik bezeichnet. Dann ist da noch das Transportmit­tel, das im unserem Fall die Datennetze sind und in ihrem Zentrum steht das Internet, das eine entscheidende Rolle spielt.[10]

Das Internet öffnet der Menschheit zahlreiche Möglichkeiten wie z.b. Güter via Internet von Zuhause aus einzukaufen. Oder einfach Aktienkurse per Handy zu verfolgen und nicht zuletzt bietet das Internet den Unternehmen auf der ganzen Welt die Möglichkeit Informationen in jeglicher Form (Bild und Ton) in Sekundenschnelle auszutauschen. Es ist nicht überraschend, dass dieser Markt seit 1995 um 65% gewachsen ist. Der Grund ist die Basis der Neuen Öko­nomie, die Globalen Märkte. Es gibt seit den frühen Achtziger Jahren in Amerika eine grund­legende Umstrukturierung, die diesen Höhepunkt im April 2000 vorbe­reitet hat. Ein Drittel des Wirtschaftswachstums geht seitdem auf Investitionen in Computer- und Telekommuni­kationsanlagen zurück.[11]

3. Das auf und ab der New Economy

3.1. Die Wachstumsphase

Das beispiellose „Hyperwachstum“ der New Economy ist auf die hohen Produktivitäts­zu­wächse zurückzuführen. Diese wie­derum resultierten aus den rekordverdächtigen Investitions­-

quoten und den gegeben Rahmenbedingungen, wie der niedrigen Ar­beitslosigkeit und Inflationsrate.[12]

[...]


[1] Vgl. Köpf, P.: Stichwort Globalisierung. München 1998, S.10ff.

[2] A.a.O., S.13.

[3] Gabler Wirtschaftslexikon. F – H, 13. Auflage, Wiesbaden 1993, S.1383.

[4] Vgl. Köpf, P.: a.a.O., S.13ff.

[5] Vgl. Erlenbach, E.: So funktioniert die Börse. Frankfurt (Main) 1997, S.13f.

[6] A.a.O., S.20f.

[7] Vgl. Liedtke, R.: Wer beherrscht den Dax. Frankfurt (Main) 1999, S.164.

[8] WiSo- Lexikon. Betriebswirtschaft, Statistik, Wirtschaftsrecht, Band I, Oldenbourg 1999, S.26.

[9] Vgl. Erlenbach, E.: a.a.O., S.22f.

[10] Vgl. Laimé, M. und Ellyas, A. B.: Der Mythos globaler Prosperität, in: Le Monde diplomatique (TAZ) v. 1. 5. 2000,

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. ebd.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Globalisierung und der Aktienmarkt als Wachstumsgrundlage der New Economy
Hochschule
Universität Hamburg
Veranstaltung
Kapitalmarkt Wirtschaft
Note
Gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
15
Katalognummer
V9185
ISBN (eBook)
9783638159579
Dateigröße
509 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung, Aktienmarkt, Wachstumsgrundlage, Economy, Kapitalmarkt, Wirtschaft
Arbeit zitieren
Berkan Bilibay (Autor), 2001, Globalisierung und der Aktienmarkt als Wachstumsgrundlage der New Economy, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9185

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