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"Empowerment-Förderung" am Beispiel der psychiatrischen Sozialarbeit. Der Konflikt mit dem staatlichen Mandat der Sozialen Arbeit

Title: "Empowerment-Förderung" am Beispiel der psychiatrischen Sozialarbeit. Der Konflikt mit dem staatlichen Mandat der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Björn Kleinwächter (Author)

Social Work
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Die Arbeit hat zum Ziel, die "Empowerment-Förderung" unter Betrachtung des staatlichen Mandats der Sozialen Arbeit zu bewerten. Es wird untersucht, ob dieses Konzept durch die äußerlichen Bedingungen zu sehr in die Schranken gewiesen wird oder sich gut mit ihnen vereinbaren lässt.

Des Weiteren soll festgestellt werden, ob externe Aufträge bei einem modernen Professionsverständnis überhaupt noch legitimiert werden können. Um einen praktischen Bezug zu der Sozialen Arbeit herzustellen, werden das Konzept so wie die theoretischen Überlegungen zum Professionsverständnis am Beispiel der psychiatrischen Sozialarbeit erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Empowerment

2.1 Herkunft und Entstehung des Konzeptes

2.2 Definition und Bedeutung

2.2.1 Allgemeine Definition

2.2.2 Bedeutung von „Empowerment“ im Kontext psychiatrischer Sozialarbeit

2.3 „Empowerment“-Förderung in der Praxis

3 Soziale Arbeit im Spannungsfeld der Mandate

3.1 Das Mandat der Hilfe

3.2 Das Mandat der Kontrolle

3.3 Das Spannungsfeld der Mandate in der psychiatrischen Sozialarbeit

4 „Empowerment“ im Spannungsfeld der Mandate

4.1 „Empowerment“-Förderung und das Mandat der Kontrolle

4.2 Das Mandat der Kontrolle als Ausfluss staatlicher Regelungen und ethischer Grundsätze

4.3 Mandat der Kontrolle in einem modernen Professionsverständnis

4.4 Soziale Arbeit zwischen Hilfe und Sicherheit

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der „Empowerment-Förderung“ innerhalb der psychiatrischen Sozialarbeit, insbesondere unter Berücksichtigung des Spannungsfeldes zwischen dem staatlichen Kontrollauftrag und dem helfenden Auftrag der Sozialen Arbeit.

  • Grundlagen und Entstehung des Empowerment-Konzeptes
  • Das Spannungsfeld zwischen Hilfe- und Kontrollmandat in der Sozialen Arbeit
  • Die Anwendung von Empowerment in der psychiatrischen Praxis
  • Ethische Reflexion von Zwangskontexten und Sicherheit
  • Professionalität der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession

Auszug aus dem Buch

2.3 „Empowerment“-Förderung in der Praxis

Andreas Knuf berichtet in seinem Buch „Empowerment in der psychiatrischen Arbeit“ von einem ehemaligen Patienten, welcher die Klinik mit einer negativen Prognose und der Diagnose eines chronisch psychisch kranken Menschens verließ. Als Knuf den Patienten mehrere Jahre später wieder traf, wirkte dieser wie ausgewechselt. Er hatte Mut gefasst, war voller Selbstvertrauen und konnte wieder Verantwortung übernehmen. Der Patient hat es geschafft, seine Krankheit weitestgehend anzunehmen und eine sinnvolle Tätigkeit in einer Selbsthilfegruppe gefunden. Knuf beschreibt diesen Prozess, welcher beinahe ohne weitere professionelle Hilfe möglich geworden war, als die „Entfaltung des Empowerments“ des Patienten (vgl. Knuf 2006, S. 7+129-130).

Dieses Beispiel macht das Potenzial, welches die „Empowerment-Förderung“ in sich birgt, deutlich und wirft die Frage auf, wie ein solcher den Klient*innen so wohltuender Prozess in der praktischen Arbeit gefördert und begünstigt werden kann.

Zunächst einmal ist zu beachten, dass „Empowerment“ nur von den Betroffenen selbst geleistet werden kann und den professionell Helfenden eine begleitende Rolle zukommt. Damit Empowerment also möglich und erfolgreich sein kann, muss bei den Betroffenen der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben und die Bereitschaft, hierauf hinzuarbeiten, vorhanden sein. Es kann natürlich auch bei Menschen, welche nicht den Wunsch nach Selbstbestimmung verspüren, „empowermentorientiert“ gearbeitet werden. Hierbei gilt es, eine Atmosphäre zu wahren, in welcher „Empowerment“ zwar jederzeit stattfinden kann, der oder dem Betroffenen jedoch nichts aufgezwungen wird, sondern sich dieser Prozess jederzeit aus dem Antrieb der betroffenen Person ergeben kann (vgl. Knuf 2006, S.9).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert das Forschungsinteresse und die Relevanz des Empowerment-Konzeptes im Kontext der Herausforderungen für Berufseinsteiger in der Sozialen Arbeit.

2 Empowerment: Das Kapitel bietet eine begriffliche Einordnung, beleuchtet die historische Entstehung und definiert Empowerment als prozessorientierte Methode in der psychiatrischen Arbeit.

3 Soziale Arbeit im Spannungsfeld der Mandate: Hier werden die dualen Aufträge von Hilfe und Kontrolle als grundlegendes Dilemma der professionellen Sozialen Arbeit analysiert.

4 „Empowerment“ im Spannungsfeld der Mandate: Dieses Kapitel prüft kritisch die Vereinbarkeit von Empowerment mit Zwangskontexten und staatlichen Kontrollvorgaben innerhalb der Psychiatrie.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Empowerment trotz notwendiger Sicherheitsaspekte als zentrales Ziel professionellen Handelns unverzichtbar ist und zur Reduktion von Zwang beitragen kann.

Schlüsselwörter

Empowerment, Soziale Arbeit, Psychiatrie, Hilfemandat, Kontrollmandat, Selbstbestimmung, Menschenrechte, Berufsethik, Zwangskontext, Patientenwohl, Ressourcenorientierung, Professionalität, Autonomie, Spannungsfeld, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit des Empowerment-Konzeptes in der psychiatrischen Sozialarbeit unter dem Einfluss des staatlichen Kontrollmandats.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Empowerment, das professionelle Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle sowie die ethische Einordnung von Zwangsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu bewerten, ob das Empowerment-Konzept durch staatliche Rahmenbedingungen zu stark eingeschränkt wird oder ob es dennoch als Leitbild der Sozialen Arbeit fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um das professionelle Selbstverständnis der Sozialen Arbeit unter Einbeziehung ethischer und rechtlicher Grundlagen zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und theoretischen Hintergründe von Empowerment, die Mandatsproblematik der Sozialen Arbeit und die spezifische Situation in der psychiatrischen Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Empowerment, Hilfemandat, Kontrollmandat, psychiatrische Sozialarbeit, Selbstbestimmung und Berufsethik.

Wie unterscheidet sich das Empowerment in der Psychiatrie vom allgemeinen Verständnis?

Während allgemeines Empowerment oft soziopolitische Emanzipation anstrebt, fokussiert die psychiatrische Arbeit auf die individuelle Stärkung des Klienten zur eigenständigen Lebensbewältigung trotz Krankheit.

Welche Rolle spielt das Grundgesetz in der Argumentation des Autors?

Das Grundgesetz dient als ethisches und rechtliches Fundament, um die Menschenwürde und Freiheit der Klienten gegen unrechtmäßige Zwangskontexte zu verteidigen.

Warum ist der Begriff „Kontrolle“ laut Autor problematisch?

Der Autor hinterfragt den Begriff, da er nicht zu einer modernen „Menschenrechtsprofession“ passt, die primär auf Hilfe, Schutz und die Wahrung von Grundrechten ausgerichtet sein sollte.

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Details

Title
"Empowerment-Förderung" am Beispiel der psychiatrischen Sozialarbeit. Der Konflikt mit dem staatlichen Mandat der Sozialen Arbeit
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1,3
Author
Björn Kleinwächter (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V918558
ISBN (eBook)
9783346227362
ISBN (Book)
9783346227379
Language
German
Tags
Empowerment Tripelmandat Soziale Arbeit Kontrolle und Hilfe Doppelmandat psychiatrische Sozialarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Kleinwächter (Author), 2018, "Empowerment-Förderung" am Beispiel der psychiatrischen Sozialarbeit. Der Konflikt mit dem staatlichen Mandat der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918558
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