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Die Entwicklung der Polis Athen unter der Tyrannis des Peisistratos und der Peisistratiden

Titel: Die Entwicklung der Polis Athen unter der Tyrannis des Peisistratos und der Peisistratiden

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bakkelaureus Artium Christopher Sommer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Im 7. und 6. Jh. v. Chr. ist im archaischen Griechenland ein hoch interessantes Phänomen zu beobachten: In verschiedenen Poleis ergreifen einzelne Adlige die Macht und erheben sich zum Alleinherrscher. Die Frage nach den Voraussetzungen und den Auswirkungen dieser Periode der archaischen Tyrannis erweckte schon das Interesse antiker Geschichtsschreiber, aber auch immer wieder das von neuzeitlichen Historikern. Die Polis als „Bühne“ für diese Ereignisse tritt dabei oft in den Vordergrund und öffnet sich unterschiedlichsten Fragestellungen die bei einer Beschäftigung mit der archaischen Tyrannis auftauchen.
Auch im Hinblick auf die Entwicklung der Polis in archaischer Zeit nimmt die Tyrannis als Periode eine wichtige Stellung ein. Die Bedeutung der archaischen Tyrannis für die Genese der Polis des griechischen Altertums wird in der Forschung sehr ambivalent betrachtet. Die Deutungsmuster reichen von einer eher negativen Betrachtungsweise bis hin zu einer sehr positiven.1 Es wird einerseits eine Art Zwischenzeitcharakter der Tyrannis konstatiert, der nichts oder nicht viel zur Entwicklung der Polis als solche beigetragen hat, andererseits ist ebenso von einer Phase der Wegbereitung für die in kleisthenischer Zeit erfolgende Einführung demokratischer Strukturen die Rede.
Vorliegender Arbeit soll die Fragestellung zu Grunde liegen, inwiefern die Tyrannis zur Entwicklung der Polis beigetragen hat. Da für Athen in diese Periode eine relativ gute Quellenlage besteht2 und andererseits die Beschränkung auf eine Polis in Anbetracht des Umfanges der Arbeit als sinnvoll erscheint, soll im Folgenden die Tyrannis des Peisistratos und seiner Söhne, also die Tyrannis der Peisistratiden in Athen, in den Blick genommen werden. Inwiefern eine Entwicklung vorliegt, soll in politischer, gesellschaftlicher, normativer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht analysiert werden. Ebenso soll in einem zweiten Schritt der Frage nachgegangen werden, ob diese Phase der Alleinherrschaft die spätere Herausbildung demokratischer Strukturen begünstigt hat, also ob auch in dieser Hinsicht eine Entwicklung stattgefunden hat.
Durch die Beschränkung auf eine Polis können die Aussagen, wenn überhaupt, nur bedingt auf andere Poleis übertragen werden, somit konzentrieren sich die Ausführungen allein auf Athen. Eine allzu nuancierte Betrachtung der einzelnen Aspekte der Entwicklung der Polis Athen würde ohnehin den Rahmen dieser Arbeit sprengen.

Leseprobe


Inhaltverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. DIE ENTWICKLUNG DER POLIS ATHEN UNTER DER TYRANNIS DER PEISISTRATIDEN

1. Auswirkungen der Tyrannis der Peisistratiden auf die Polis

1.1 Gesellschaftliche Entwicklungen

1.2 Politische Ämter und Einrichtungen

1.2.1 Archontat

1.2.2 Areopag

1.2.3 Demenrichter

1.3 Gesetze

1.3.1 Nomos argias

1.3.2 Grabluxusgesetz

1.3.3 Kriegswitwengesetz

1.4 Landwirtschaft

1.4.1 Darlehen

1.4.2 Bodenertragssteuer

1.5 Handel

1.6 Auswärtige Beziehungen

1.7 Kult und Bauten

1.7.1 Panathenaen

1.7.2 Verehrung anderer Götter

1.7.3 Bauten

2. Die Tyrannis der Peisistratiden -Wegbereiter für demokratische Strukturen in Athen?

III. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Herrschaft des Peisistratos und seiner Söhne auf die Entwicklung der Polis Athen. Das zentrale Forschungsziel ist die Analyse, inwieweit diese Phase der Alleinherrschaft in politischer, gesellschaftlicher, rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht die spätere Herausbildung demokratischer Strukturen begünstigt hat.

  • Politische Herrschaftssicherung und Kontrolle durch die Peisistratiden
  • Soziale und gesellschaftliche Auswirkungen der Tyrannis auf den Adel und den Demos
  • Wirtschaftliche Entwicklung durch Stabilität und Agrarpolitik
  • Kulturelle Identitätsbildung durch Kultförderung und Bautätigkeit
  • Die Tyrannis als indirekter Wegbereiter für kleisthenische Reformen

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Archontat

Im Bereich des Amtes des Archonten erfolgte eine für die Herrschaftsabsicherung der Tyrannen sehr wichtige Entwicklung. Das Amt war der Kontrolle des Herrschers unterstellt, d.h. nur dem Tyrannen genehme Aristokraten konnten sich um dieses Amt bewerben. Thukydides schreibt diese Besetzungspolitik den Söhnen des Peisistratos zu. Vor dem Hintergrund der bereits erwähnten Herrschaftskontinuität ist jedoch anzunehmen, dass diese Besetzungspolitik schon von Peisistratos angewandt wurde. „Im Übrigen lebte die Stadt selbst nach den geltenden Gesetzen, nur sorgten sie dafür, daß immer einer von ihnen in den Jahresämtern war.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Phänomen der archaischen Tyrannis ein und definiert die Fragestellung nach der Rolle der Peisistratiden für die Entwicklung der athenischen Polis und deren spätere Demokratisierung.

II. DIE ENTWICKLUNG DER POLIS ATHEN UNTER DER TYRANNIS DER PEISISTRATIDEN: Dieses Kapitel analysiert detailliert die politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Maßnahmen der Tyrannen sowie deren Auswirkungen auf die athenische Gesellschaft und das Machtgefüge.

1. Auswirkungen der Tyrannis der Peisistratiden auf die Polis: Hier werden die spezifischen Maßnahmen zur Herrschaftssicherung untersucht, darunter die Kontrolle politischer Ämter, die Agrarpolitik und die gezielte Kulturpolitik.

2. Die Tyrannis der Peisistratiden -Wegbereiter für demokratische Strukturen in Athen?: Dieses Kapitel diskutiert die paradoxe Rolle der Tyrannis, die zwar keine unmittelbare Demokratie anstrebte, aber durch Stabilität und Verdrängung des Adels wichtige Voraussetzungen schuf.

III. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE: Abschließende Betrachtung, die festhält, dass die Tyrannis in wirtschaftlicher Hinsicht positiv wirkte und indirekt das Fundament für die spätere demokratische Entwicklung legte.

Schlüsselwörter

Peisistratiden, Tyrannis, Athen, Polis, Herrschaftssicherung, Aristokratie, Solon, Archontat, Demenrichter, Agrarpolitik, Kulturpolitik, Demokratisierung, archaisches Griechenland, Staatlichkeit, Wirtschaftswachstum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Polis Athen unter der Herrschaft der Peisistratiden und untersucht, wie sich deren Politik auf die gesellschaftlichen und staatlichen Strukturen auswirkte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen politische Ämterkontrolle, rechtliche Rahmenbedingungen, wirtschaftliche Maßnahmen in der Landwirtschaft, den Handel sowie die Auswirkungen der Kulturpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, inwiefern die Herrschaft der Peisistratiden eine Entwicklung innerhalb der Polis vorangetrieben hat und ob sie als Vorläufer für die spätere Demokratie in Athen gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung antiker Quellen (u.a. Aristoteles, Herodot, Thukydides) und der modernen Forschungsdiskussion basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen der Tyrannis auf verschiedene Lebensbereiche, von den politischen Institutionen bis hin zum kulturellen Prestigegewinn der Herrscher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Peisistratiden, Tyrannis, Herrschaftssicherung, Aristokratie und die Rolle der Tyrannis als Wegbereiter für demokratische Strukturen.

Warum war die Verdrängung des Adels entscheidend für die spätere Demokratie?

Durch die lange Abwesenheit des Adels aus der politischen Mitwirkung unter den Peisistratiden konnten sich alte Machtstrukturen nicht halten, was den Übergang zur späteren demokratischen Ordnung nach der Vertreibung der Tyrannen erleichterte.

Führte die Agrarpolitik der Tyrannen zu einer echten Reform?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine Anzeichen einer "Agrarreform" gab, sondern dass Maßnahmen wie Darlehen vor allem der Herrschaftssicherung und der Ruhigstellung der Bauern dienten.

War Peisistratos ein "demokratischer Tyrann"?

Die Autor lehnt diese Bezeichnung als abwegig ab; obwohl er die solonische Ordnung bewahrte, diente alles Handeln der Konzentration der Macht auf seine Person.

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Details

Titel
Die Entwicklung der Polis Athen unter der Tyrannis des Peisistratos und der Peisistratiden
Hochschule
Universität Mannheim  (Seminar für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Die Entstehung der Polis
Note
1,0
Autor
Bakkelaureus Artium Christopher Sommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V91858
ISBN (eBook)
9783638058919
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung Polis Athen Hinsicht Tyrannis Peisistratos Peisistratiden Entstehung Polis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bakkelaureus Artium Christopher Sommer (Autor:in), 2006, Die Entwicklung der Polis Athen unter der Tyrannis des Peisistratos und der Peisistratiden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91858
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Leseprobe aus  19  Seiten
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