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Unterrichtsstunde: Lauf-Fang-Abschlagspiele

Schulung der Reaktionsfähigkeit und mit Leistungsunterschieden umgehen lernen

Title: Unterrichtsstunde: Lauf-Fang-Abschlagspiele

Lesson Plan , 2008 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jonas Dirkschnieder (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Die Unterrichtsreihe steht zunächst unter der Perspektive „Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen (D)“. So sollen die SuS in der ersten Woche der Reihe ihre eigene Leistung in bestimmten Fertigkeitsgebieten testen, bewerten und vergleichen lernen. Unter dieser Perspektive wird Sport aber auch zu einem Mittel, mit dem den SuS ein sozial verantwortungsbewusster Umgang mit der eigenen Leistung und der Leistung anderer nahe gebracht werden kann. Leistungserziehung wird somit unter anderem ver-standen als eine Aufgabe sozialen Lernens (vgl. MSWWF, 1999, S.37/38). Diese Funktion von Sport wird durch die Akzentuierung der Unterrichtseinheiten im zweiten Teil des Unterrichtsvorhabens unter der Perspektive „Kooperieren, Wettkämpfen, sich verständigen (E)“ noch betont.
[…]
Im Sport wird die Bewältigung sportartspezifischer Anforderungen durch eine gute Reak-tionsfähigkeit erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht. Das Reagieren des Läufers auf den Startschuss oder die Reaktion von Torhütern auf Würfe oder Schüsse bei Sport-spielen sind Beispiele hierfür (vgl. ebd., S. 122). Im Bereich der kleinen Spiele ist die Reaktionsfähigkeit allgegenwärtig. „Durch die Notwendigkeit, unvorhergesehenen plötz-lichen Bewegungsanforderungen infolge der sich ändernden Spielsituationen reaktions-schnell zu entsprechen,“ (Döbler, 1998, S.37) wird Reaktionsfähigkeit hier häufig im Komplex mit weiteren wesentlichen koordinativen Fähigkeiten geschult. Wie im Folgen-den noch näher ausgeführt, werden in der hier beschriebenen Unterrichtseinheit Spiele ausgewählt, welche sowohl die Reaktionsfähigkeit fokussieren, als auch diese im Kom-plex mit anderen koordinativen Fähigkeiten schulen.
[…]
Durch diese Omnipräsenz der Leistungsheterogenität wird die Erziehung im Umgang mit den Unterschieden betont erforderlich. Denn „verschiedene individuelle Voraussetzungen werden in diesem Zusammenhang als Probleme gemeinsamen Handelns auch zum Anlass sozialen Lernens, wenn man diese Unterschiede mit den Schülern thematisiert“ (Balz, 1998, S.164). Soziales Lernen findet jedoch auch ohne die explizite Thematisie-rung in jedem Sportunterricht statt. Fruchtbar für die SuS wird es aber erst durch die methodische Reflexion (vgl. ebd. S.150). Und diese ist unabdingbar, da „das Sporttrei-ben als Sozialisationsfaktor ungewiss und ambivalent ist“ (vgl. ebd. S.153).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einbettung der Stunde in ein Kurskonzept/ ein Unterrichtsvorhaben

Beschreibung der Kursgruppe/ Lerngruppe

Thema und Lernziele

Didaktisch-Methodische Begründungen

Verlaufsplan

Zielsetzung und Themen der Lehrprobe

Diese Arbeit zielt darauf ab, durch gezielte Lauf-, Fang- und Abschlagspiele die Reaktionsfähigkeit von Schülern einer 6. Klasse zu schulen und gleichzeitig einen reflektierten Umgang mit Leistungsunterschieden innerhalb der Lerngruppe zu fördern. Dabei dient die Thematisierung von Heterogenität als integraler Bestandteil des sozialen Lernens im Sportunterricht.

  • Förderung der motorischen Reaktionsfähigkeit (optisch, akustisch, taktil)
  • Umgang mit Leistungsheterogenität durch Reflexion und Mannschaftsbildung
  • Kognitive Auseinandersetzung mit Ursachen für Leistungsunterschiede
  • Sozial-emotionales Lernen durch Bewerten eigener und fremder Leistungen
  • Integration von Kooperationselementen zur Förderung der Klassengemeinschaft

Auszug aus dem Buch

Didaktisch-Methodische Begründungen

Die Fähigkeit einer schnellen rationalen Einleitung und Ausführung kurzzeitiger Bewegungshandlungen, ausgelöst durch optische, taktile oder akustische Signale sowie durch vorausgegangene Bewegungshandlungen wird definiert als Reaktionsfähigkeit. „Die Reaktionsfähigkeit resultiert aus der Summe der Geschwindigkeit von Reizaufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen mit dem Ziel der schnellstmöglichen Handlungsregulation“ (Schaller & Wernz, 2000, S. 121).

Reaktionsfähigkeit ist gleichermaßen im Alltag wie auch im Sport von Bedeutung. Als Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr muss beispielsweise auf optische Signale (Ampeln) oder akustische Signale (Fahrradklingel, Hupe, Martinshorn) schnell und richtig reagiert werden. Auf taktile Signale (z. B. Anrempeln) sollte man ebenso adäquat mit einer Ausgleichsbewegung reagieren können (vgl. ebd.).

Im Sport wird die Bewältigung sportartspezifischer Anforderungen durch eine gute Reaktionsfähigkeit erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht. Das Reagieren des Läufers auf den Startschuss oder die Reaktion von Torhütern auf Würfe oder Schüsse bei Sportspielen sind Beispiele hierfür (vgl. ebd., S. 122). Im Bereich der kleinen Spiele ist die Reaktionsfähigkeit allgegenwärtig. „Durch die Notwendigkeit, unvorhergesehenen plötzlichen Bewegungsanforderungen infolge der sich ändernden Spielsituationen reaktionsschnell zu entsprechen,“ (Döbler, 1998, S.37) wird Reaktionsfähigkeit hier häufig im Komplex mit weiteren wesentlichen koordinativen Fähigkeiten geschult. Wie im Folgenden noch näher ausgeführt, werden in der hier beschriebenen Unterrichtseinheit Spiele ausgewählt, welche sowohl die Reaktionsfähigkeit fokussieren, als auch diese im Komplex mit anderen koordinativen Fähigkeiten schulen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einbettung der Stunde in ein Kurskonzept/ ein Unterrichtsvorhaben: Diese Einleitung verortet die Sportstunde innerhalb einer Unterrichtsreihe zu den „Mini-Olympischen Spielen“ und stellt den Bezug zum schulischen Bildungsauftrag des sozialen Lernens her.

Beschreibung der Kursgruppe/ Lerngruppe: Hier wird die 6. Klasse als leistungshomogene Gruppe charakterisiert, wobei auf geschlechtsspezifische Unterschiede und den variierenden Ehrgeiz der Schüler eingegangen wird.

Thema und Lernziele: Dieses Kapitel definiert die motorischen, kognitiven und sozio-emotionalen Lernziele, die den Fokus auf Reaktionsschulung und den Umgang mit Leistungsunterschieden legen.

Didaktisch-Methodische Begründungen: Der theoretische Rahmen erläutert die Bedeutung der Reaktionsfähigkeit sowie methodische Ansätze von Balz, um Leistungsunterschiede im Sportunterricht konstruktiv zu thematisieren.

Verlaufsplan: Dieser Abschnitt bietet eine tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, die gewählten Spiele und die didaktischen Kommentare zur Umsetzung in der Doppelstunde.

Schlüsselwörter

Reaktionsfähigkeit, Leistungsheterogenität, Sportunterricht, Kleine Spiele, Kooperation, Soziales Lernen, Bewegungskoordination, Lauf-Fang-Abschlagspiele, 6. Klasse, Sportdidaktik, Differenzierung, Mannschaftsbildung, Zeitdruck, Variabilitätsdruck, Olympia 2008.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit konzipiert eine Sport-Doppelstunde für die 6. Klasse, die sportliche Aktivität (Reaktionsschulung) mit sozialen Lernzielen (Umgang mit Leistungsunterschieden) verbindet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung koordinativer Fähigkeiten durch kleine Spiele sowie der pädagogischen Reflexion über Leistungsunterschiede in einer Schulklasse.

Was ist das primäre Ziel der Stunde?

Das Hauptziel ist die Verbesserung der Reaktionsfähigkeit der Schüler auf verschiedene Reize sowie die Förderung eines reflektierten, fairen Umgangs mit der natürlichen Leistungsheterogenität in der Gruppe.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Unterrichtseinheit basiert auf sportdidaktischen Prinzipien, insbesondere der gezielten Auswahl von Spielformen nach koordinativen Anforderungen (Roth) und methodischen Hinweisen zum Umgang mit Leistungsunterschieden (Balz).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Begründung der Reaktionsfähigkeit, die Analyse der Lerngruppe sowie eine detaillierte Ausarbeitung des Stundenverlaufs inklusive Reflexionsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Reaktionsfähigkeit, Leistungsheterogenität, soziales Lernen und kleine Spiele bestimmt.

Warum spielt die "Handicap-Regelung" eine Rolle?

Die Handicap-Regelung wird als mögliche methodische Option diskutiert, um die Konkurrenzfähigkeit leistungsschwächerer Schüler zu wahren, ohne die Leistungen der stärkeren Schüler abzuwerten.

Wie werden die Leistungsunterschiede in der Stunde thematisiert?

Dies geschieht durch bewusste Reflexionsgespräche, in denen Schüler ihre Wahl der Gegenspieler und ihr Verhalten in Wettkampfsituationen hinterfragen.

Welche Rolle spielen die "Mini-Olympischen Spiele"?

Sie dienen als thematischer Rahmen für die Unterrichtsreihe und bilden die Grundlage, auf der die Leistungsunterschiede der Schüler für die weitere Unterrichtsplanung sichtbar gemacht wurden.

Warum wird die Kooperationsfähigkeit betont?

Die Verknüpfung von Leistungsunterschieden mit Kooperationsaufgaben soll verhindern, dass leistungsschwächere Schüler durch den Wettkampfcharakter isoliert oder entmutigt werden.

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Details

Title
Unterrichtsstunde: Lauf-Fang-Abschlagspiele
Subtitle
Schulung der Reaktionsfähigkeit und mit Leistungsunterschieden umgehen lernen
College
Bielefeld University
Course
Bewegungsspiele
Grade
1,0
Author
Jonas Dirkschnieder (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V91934
ISBN (eBook)
9783638055475
Language
German
Tags
Unterrichtsstunde Lauf-Fang-Abschlagspiele Bewegungsspiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jonas Dirkschnieder (Author), 2008, Unterrichtsstunde: Lauf-Fang-Abschlagspiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91934
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