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Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests. Welche bilanziellen Spielräume gibt es?

Titel: Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests. Welche bilanziellen Spielräume gibt es?

Seminararbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Erika Wießner (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die bilanziellen Spielräume bei der Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests zu analysieren.

Die Arbeit ist folgendermaßen strukturiert: Nach der Einleitung wird zunächst der Impairment-Test nach IAS 36 sowie die Vorgehensweise bei der Erfassung und Bilanzierung von Wertminderungen im Rahmen des Impairment-Tests erläutert. Zudem wird eine Definition des Begriff CGU gegeben. Im Anschluss daran erfolgt vor dem Hintergrund des Impairment-Tests eine genaue Abgrenzung von CGUs. Hierzu werden sechs Abgrenzungs- und Identifikationsmerkmale aufgezeigt sowie beispielhaft drei konkrete Fälle zur Abgrenzung von CGUs gegeben.

Das International Accounting Standard Board (IASB) definiert mit IAS 36 einen Standard zur Prüfung der Werthaltigkeit von bilanziell erfassten Vermögenswerten (impairment of assets). Im Jahr 2004 veröffentlichte das IASB eine überarbeitete Fassung des Werthaltigkeitstests (impairment test) für langlebige Vermögenswerte, einschließlich des Goodwills.

Im selben Jahr wurde der IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen eingeführt, wodurch die praktische Bedeutung von außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß IAS 36 deutlich zugenommen hat. Der Goodwill entzieht sich einer direkten Bewertung und wird daher auf der Ebene einer cash generating unit (CGU) auf seine Werthaltigkeit (impairment) untersucht.

Eine CGU als kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten umfasst alle Vermögenswerte, welche zur Leistungserstellung erforderlich sind. Die Abgrenzung von CGUs orientiert sich dabei im Wesentlichen an den Strukturen der internen Unternehmenssteuerung.

Der Impairment-Test liefert sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalgebern entscheidungsnützliche Informationen bzgl. einer Darlehensvergabe sowie Prolongations-, Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen. Wohingegen das bilanzierende Unternehmen daran interessiert ist bilanzielle Spielräume zu nutzen, um die Wertminderung von Vermögensgegenständen möglichst zu vermeiden. Für das Jahr 2014 legte die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) den Goodwill-Impairment-Test als ersten von fünf Prüfungsschwerpunkten fest.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Impairment-Test nach IAS 36

2.1 Vorgehensweise

2.2 Definition von CGUs

3. Bilanzielle Spielräume bei der Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests

3.1 Abgrenzungsmerkmale von CGUs

3.2 Fallbeispiele zur Abgrenzung von CGUs

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die bilanziellen Ermessensspielräume, die Unternehmen bei der Identifikation und Abgrenzung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) im Rahmen des Impairment-Tests gemäß IAS 36 nutzen können. Dabei wird untersucht, wie organisatorische Strukturen und interne Steuerungsvorgaben die Bemessungsgrundlage für den Werthaltigkeitstest beeinflussen.

  • Grundlagen des Impairment-Tests nach IAS 36
  • Definition und Kriterien zur Identifikation einer CGU
  • Analyse der bilanziellen Gestaltungsspielräume bei der CGU-Abgrenzung
  • Einfluss der internen Unternehmenssteuerung auf die externe Rechnungslegung
  • Praktische Fallbeispiele zur Abgrenzungsproblematik

Auszug aus dem Buch

3.1 Abgrenzungsmerkmale von CGUs

Das erste Abgrenzungsmerkmal besteht darin, dass sich die Bildung einer CGU an den Einheiten des internen Berichtswesens orientiert. Hierbei kann die Steuerung der Unternehmensaktivitäten zur Abgrenzung einer CGU herangezogen werden. Des Weiteren kann das Management sich an der Art der Entscheidungsfindung orientieren, „wie das Management Entscheidungen über die Fortsetzung oder den Abgang der Vermögenswerte bzw. die Einstellungen von Unternehmenstätigkeiten trifft“. Insgesamt muss es also eine direkte Verbindung zwischen der CGU-Ebene und der Ebene für die interne Unternehmenssteuerung geben. Eine Entwicklung weiterer Organisations- und Berichtsstrukturen ist gemäß IAS 36.82 nicht notwendig.

Die Strukturvorgabe der internen Unternehmenssteuerung für die externe Berichterstattung gehört in den Anwendungsbereich des sog. Management Approach. Die Struktur der CGU wird nach Vorlage der internen Steuerungsstruktur abgeleitet und liefert somit ein wichtiges Integrationspotenzial zwischen der Bilanzierung des Goodwills und der wertorientierten Unternehmenssteuerung.

Das zweite Abgrenzungsmerkmal ist darin zu sehen, dass eine CGU die niedrigstmögliche Aggregationsstufe von Vermögenswerten darstellt. Dieses Merkmal ist das Ergebnis des geltenden Saldierungsverbots innerhalb der externen Rechnungslegung gemäß IAS 1.32. Durch eine dichte Abgrenzung einer CGU wird die Saldierung gegensätzlicher Wertverläufe von Erträgen und Aufwendungen sowie die Aggregation verschiedener Vermögenswerte vermieden. Ausgleichseffekte einer negativen Wertentwicklung des derivaten Goodwills und einer positiven Entwicklung des Wertes eines anderen derivaten oder originären Goodwills werden somit beschränkt. Im Gegensatz dazu kommt es bei einer breiten Abgrenzung der CGU zum sog. horizontalen Verlustausgleich, also einer Nettung der Vermögenszu- und -abnahmen der innerhalb einer CGU vereinten Vermögenswerte und Schulden. IAS 36.69 gibt Produktlinien, Produktgruppen, Werke, Geschäftsfelder, Standorte, Bezirke und Regionen des Unternehmens als Richtlinien zur Festlegung der Aggregationsstufe an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Impairment-Tests nach IAS 36 ein und erläutert die Bedeutung der CGU-Abgrenzung als zentrales bilanzpolitisches Gestaltungsinstrument.

2. Impairment-Test nach IAS 36: Dieses Kapitel erläutert die regulatorischen Grundlagen des Wertminderungstests, definiert den Begriff der CGU und beschreibt die Vorgehensweise bei der Identifikation von Wertminderungsindikatoren.

3. Bilanzielle Spielräume bei der Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests: Dieses Kapitel analysiert die sechs Identifikationsmerkmale zur Abgrenzung von CGUs und veranschaulicht diese durch konkrete Fallbeispiele aus der Praxis.

4. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die bilanziellen Gestaltungsspielräume zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Abgrenzungsregelungen.

Schlüsselwörter

IAS 36, Impairment-Test, CGU, zahlungsmittelgenerierende Einheit, Goodwill, Werthaltigkeitstest, Bilanzielle Spielräume, Unternehmenssteuerung, Management Approach, Vermögenswert, Wertminderung, Finanzberichterstattung, IFRS.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die bilanziellen Gestaltungsmöglichkeiten, die sich bei der Identifikation von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) ergeben, wenn diese im Zuge eines Impairment-Tests nach IAS 36 bewertet werden müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Anforderungen des IAS 36, die Kriterien für die Abgrenzung einer CGU, die Rolle der internen Unternehmenssteuerung sowie die Analyse von Gestaltungsspielräumen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch die bewusste Abgrenzung von CGUs Einfluss auf die Ergebnisse des Impairment-Tests nehmen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der einschlägigen IFRS-Rechnungslegungsstandards sowie ergänzender Fachliteratur, kombiniert mit einer Erläuterung anhand von Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Impairment-Test nach IAS 36 und die Definition der CGU erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der sechs Abgrenzungsmerkmale und deren Anwendung in der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Impairment-Test, IAS 36, CGU, Goodwill und bilanzielle Spielräume geprägt.

Warum ist die Abgrenzung einer CGU so entscheidend für den Impairment-Test?

Da der Goodwill meist nicht einzeln bewertbar ist, muss er auf eine CGU verteilt werden. Die Größe und Struktur dieser Einheit beeinflusst maßgeblich, ob eine Wertminderung bilanziert werden muss oder ob sich Verluste innerhalb der Einheit ausgleichen lassen.

Welche Rolle spielt die interne Unternehmenssteuerung bei der CGU-Abgrenzung?

Die interne Unternehmenssteuerung fungiert als wichtiger Ankerpunkt. IAS 36 erlaubt es, die CGUs eng an den Strukturen auszurichten, nach denen das Management Entscheidungen trifft, was den Unternehmen ein gewisses Maß an Flexibilität einräumt.

Wie gehen die Fallbeispiele mit der Unabhängigkeit von Cashflows um?

Die Fallbeispiele verdeutlichen, dass bei einer wechselseitigen Abhängigkeit von Vermögenswerten, wie etwa bei einem integrierten Gasleitungsnetz oder Busrouten mit Mindestverträgen, keine isolierten CGUs gebildet werden können, sondern ein umfassenderer Ansatz erforderlich ist.

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Details

Titel
Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests. Welche bilanziellen Spielräume gibt es?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,7
Autor
Erika Wießner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V919340
ISBN (eBook)
9783346242495
ISBN (Buch)
9783346242501
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cash Generating Unit Impairment-Test IAS 36 Goodwill Bilanzielle Spielräume
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erika Wießner (Autor:in), 2020, Abgrenzung von CGUs vor dem Hintergrund des Impairment-Tests. Welche bilanziellen Spielräume gibt es?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/919340
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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