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Schweden und die EU - das Dilemma um "isolation och utanförskap"

Title: Schweden und die EU - das Dilemma um "isolation och utanförskap"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Patricia Patkovszky (Author)

Scandinavian Languages
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Die Schweden gelten gemeinhin als Europa-Skeptiker.
Zwar ist Schweden geographisch gesehen ein Teil Europas und trat 1995 auch der Europäischen Union bei - die innere Einstellung und die politische Haltung seiner Bewohner vermittelt jedoch eher das Bild von unwilligen Mitgliedern. Sie scheinen sich
Europa ganz einfach nicht zugehörig fühlen zu wollen und zeigen dies auch deutlich
bei Umfragen, Wahlen und Volksabstimmungen.
Dazu mag das Selbstbild der Schweden über sich und ihr Land beitragen. Ein Selbstbild, das stark mit der Mentalität der Schweden zusammenhängt und geprägt ist vom sogenannten halva inne-syndromet. Schweden möchte zwar gern ein Teil der Europäischen Union sein und die wirtschaftlichen Vorteile daraus genießen, aber richtig partizipieren möchte es wiederum nicht. Zumindest nicht bei all den Regeln, Verordnungen
und Ansprüchen, die die Europäische Union an seine Mitgliedsstaaten stellt.

Legt man diese Überlegungen zugrunde, so ist es wohl kaum verwunderlich, dass die Schweden den Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion im September 2003 abgelehnt haben, denn die schwedische Bevölkerung ist mit den bisherigen Leistungen
der Europäischen Union unzufrieden. Sie sprechen der Union vielfach die demokratische Systemlegitimität ab
und halten sie für eine Veranstaltung von Eliten, die an den Bedürfnissen der durchschnittlichen Wähler weit vorbeigeht.

Diese Arbeit soll einen Einblick geben, warum sich die Bewohner Schwedens nur so unwillig und mühsam für die Idee einer europäischen Gemeinschaft begeistern konnten und können. Was bedeutet die Europäische Union für die Schweden, warum fürchten sie eine dortige Partizipation und verhinderten den Beitritt zur Währungsgemeinschaft?

Um die Hintergründe zu verstehen, beginne ich mit einer Übersicht über die Geschichte des schwedischen EU-Beitritts. Danach werde ich die Züge der schwedischen Mentalität beleuchten, die als mögliche Ursachen für Schwedens Außenseiterpositon als europäischer Partner dienen können. Abschließend möchte ich kurz auf die Europa-Politik Schwedens eingehen, insbesondere auf die gescheiterte Volksabstimmung zum Euro 2003 und die aktuelle Debatte zur Europäischen Verfassung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vom Volksheim zum Europäischen Haus - Schwedens Weg in die EU

3 Das Verhältnis zu Europa in der schwedischen Geschichte

4 Schwedens Europa-Politik

4.1 Die Volksabstimmung zur Währungsunion 2003

4.2 Die Europäische Verfassung

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die tief verwurzelte EU-Skepsis in Schweden, analysiert deren historische sowie mentalitätsbedingte Ursachen und beleuchtet die kritische Haltung der Bevölkerung gegenüber der europäischen Integration am Beispiel der Euro-Einführung und der Europäischen Verfassung.

  • Historische Entwicklung des schwedischen Verhältnisses zu Europa
  • Einfluss der schwedischen Mentalität auf die EU-Skepsis
  • Analyse der Volksabstimmung zur Währungsunion 2003
  • Debatte um die Europäische Verfassung in Schweden
  • Spannungsfeld zwischen nationaler Identität und europäischer Integration

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Die Schweden gelten gemeinhin als Europa-Skeptiker. Zwar ist Schweden geographisch gesehen ein Teil Europas und trat 1995 auch der Europäischen Union bei - die innere Einstellung und die politische Haltung seiner Bewohner vermittelt jedoch eher das Bild von unwilligen Mitgliedern. Sie scheinen sich Europa ganz einfach nicht zugehörig fühlen zu wollen und zeigen dies auch deutlich bei Umfragen, Wahlen und Volksabstimmungen.

Dazu mag das Selbstbild der Schweden über sich und ihr Land beitragen. Ein Selbstbild, das stark mit der Mentalität der Schweden zusammenhängt und geprägt ist vom sogenannten halva inne-syndromet. Schweden möchte zwar gern ein Teil der Europäischen Union sein und die wirtschaftlichen Vorteile daraus genießen, aber richtig partizipieren möchte es wiederum nicht. Zumindest nicht bei all den Regeln, Verordnungen und Ansprüchen, die die Europäische Union an seine Mitgliedstaaten stellt.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Mitgliedschaft in der Nato. Schweden ist aufgrund seiner Neutralitätspolitik kein Mitglied, liebäugelt aber mit der Idee einer gemeinsamen Partnerschaft für den Frieden und nimmt dort gemeinsam mit Nato-Einheiten an den militärischen Übungen teil.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die grundlegende EU-Skepsis der schwedischen Bevölkerung ein und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2 Vom Volksheim zum Europäischen Haus - Schwedens Weg in die EU: Das Kapitel zeichnet den historischen Weg Schwedens von der neutralitätsgeprägten Außenpolitik hin zum Beitritt in die Europäische Union im Jahr 1995 nach.

3 Das Verhältnis zu Europa in der schwedischen Geschichte: Hier werden die kulturellen und mentalitätsgeschichtlichen Hintergründe beleuchtet, die das schwedische Selbstverständnis und die Distanz zu europäischen Institutionen maßgeblich beeinflusst haben.

4 Schwedens Europa-Politik: Dieser Teil analysiert die aktuelle politische Haltung Schwedens innerhalb der EU, insbesondere im Kontext des gescheiterten Euro-Referendums 2003 und der Debatte über die Europäische Verfassung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine stärkere proaktive Beteiligung Schwedens für eine erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der EU unabdingbar ist.

Schlüsselwörter

Schweden, Europäische Union, EU-Skepsis, Neutralitätspolitik, Volksabstimmung, Währungsunion, Europäische Verfassung, schwedische Mentalität, europäische Integration, halva inne-syndromet, nationale Identität, politische Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gründe für die ausgeprägte Zurückhaltung und Skepsis der Schweden gegenüber der Europäischen Union.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung, die schwedische Mentalität sowie spezifische politische Ereignisse wie die Euro-Abstimmung und die Debatte zur EU-Verfassung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, warum sich die schwedische Bevölkerung der Idee einer europäischen Gemeinschaft gegenüber so zögerlich zeigt und welche internen Faktoren diesen Prozess beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine deskriptiv-analytische Methode, basierend auf einer Auswertung von Literatur, historischen Hintergründen und Meinungsumfragen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung des Beitritts, die kulturellen Prägungen der schwedischen Gesellschaft sowie eine detaillierte Betrachtung der EU-Politik des Landes.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die wichtigsten Begriffe sind EU-Skepsis, Schweden, europäische Integration, Neutralität und politische Identität.

Warum stimmten die Schweden 2003 mehrheitlich gegen die Einführung des Euro?

Die Entscheidung war geprägt von Ängsten vor dem Verlust der nationalen Identität, der Sorge um die demokratische Kontrolle und der Befürchtung einer wirtschaftlichen Verschlechterung.

Welche Rolle spielt das sogenannte "halva inne-syndromet" für die schwedische EU-Haltung?

Es beschreibt den Wunsch der Schweden, wirtschaftlich von der Union zu profitieren, sich jedoch politisch und inhaltlich von deren weitreichenden Entscheidungsstrukturen zu distanzieren.

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Details

Title
Schweden und die EU - das Dilemma um "isolation och utanförskap"
College
Humboldt-University of Berlin  (Nordeuropa-Institut)
Course
Europapolitik in Schweden
Grade
1,3
Author
Patricia Patkovszky (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V91980
ISBN (eBook)
9783638053617
ISBN (Book)
9783638945967
Language
German
Tags
Schweden Dilemma Europapolitik Schweden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Patkovszky (Author), 2007, Schweden und die EU - das Dilemma um "isolation och utanförskap", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91980
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