Ziel der Arbeit ist es, den Begriff "Collaborative Value Creation" zu erläutern und dessen Einsatzmöglichkeiten und Bedeutung im Lieferantenmanagement herauszuarbeiten. Außerdem gilt es zu erörtern, warum die Kollaboration zu einem Wettbewerbsfaktor geworden ist.
Zu Beginn werden die Begriffe Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit definiert und die heutige Bedeutung des nachhaltigen Lieferantenmanagements erörtert. So wird ein Grundverständnis für die Thematik geschaffen und die semantische Integrität gewährleistet. Darauffolgend wird auf die Begrifflichkeit "Collaborative Value Creation" eingegangen und deren Bedeutung im Lieferantenmanagement ausgearbeitet. Anschließend wird untersucht, warum Kollaboration zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor geworden ist.
Inhaltsverzeichnis
3 EINLEITUNG
4 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN
4.1 DEFINITION LIEFERANTENMANAGEMENT
4.2 DEFINITION NACHHALTIGKEIT
4.3 DEFINITION DES NACHHALTIGEN LIEFERANTENMANAGEMENTS
5 BEDEUTUNG DES NACHHALTIGEN LIEFERANTENMANAGEMENTS HEUTZUTAGE
6 COLLABORATIVE VALUE CREATION
6.1 DEFINITION COLLABORATIVE VALUE CREATION
6.2 BEDEUTUNG DES CVC IM LIEFERANTENMANAGEMENT
6.3 COLLABORATIVE VALUE CREATION ALS WETTBEWERBSFAKTOR
7 SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des nachhaltigen Lieferantenmanagements als strategischen Wettbewerbsfaktor und analysiert, inwieweit das Konzept der "Collaborative Value Creation" hierbei einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Wertschöpfung in globalen Lieferketten leisten kann.
- Grundlagen des Lieferantenmanagements und der Nachhaltigkeit
- Herausforderungen nachhaltiger Beschaffungsprozesse im globalen Kontext
- Definition und Anwendungsbereiche von Collaborative Value Creation (CVC)
- Die Bedeutung der Kunden-Lieferanten-Integration für den Unternehmenserfolg
- Praxisbeispiele für die ökonomische und ökologische Vorteilhaftigkeit von Kooperationen
Auszug aus dem Buch
6.1 Definition Collaborative Value Creation
Collaborative Value Creation (CVC) kann verschieden interpretiert und definiert werden. Die verschiedenen Begriffserklärungen resultieren aus den verschiedenen Sichtweisen. Im Folgenden werden die beiden Sichtweisen Kunde und Supply Chain dargestellt. Referenzierend auf die Zusammenarbeit mit dem Kunden wird Collaborative Value Creation als Prozess verstanden, bei dem die Kunden Funktionen selber übernehmen, um Vorteile zu erzielen, indem sie entweder gemeinsam mit dem Dienstleistungsanbieter oder unabhängig voneinander ihre eigenen Ressourcen und die des Dienstleistungsanbieters nutzen. Ein weitverbreitetes und einfach nachzuvollziehendes Beispiel für das Collaborative Value Creation ist die Buchung einer Reise auf der Internetseite eines Reiseanbieters durch den Kunden selbst. Die gemeinsame Wertschöpfung liegt dabei darin, dass der Anbieter kein Reisebüro und Personal für die Buchung der Reise stellt und der Kunde die Funktionen Beratung, Auswahl und Bestellung selbst ausführt.
Der Begriff Kunde beschreibt in diesem Zusammenhang nicht immer zwangsläufig eine Privatperson, sondern kann auch ein Unternehmen sein. Dementsprechend wird der Begriff Collaborative Value Creation aus der Sichtweise der Supply Chain als Kooperation einzelner Partner entlang der Lieferkette definiert. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn der Entwickler einer Spielekonsole die Anforderungen der Endkonsumenten an den Grafikkartenhersteller weitergibt, damit dieser die für den Kunden relevanten Requirements daraus ableiten kann. Dieser Prozess führt zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit.
Zusammenfassung der Kapitel
3 EINLEITUNG: Es wird die Problemstellung der zunehmenden Abhängigkeit in globalen Lieferketten skizziert und die Forschungsfrage zur Rolle nachhaltigen Lieferantenmanagements in Verbindung mit Collaborative Value Creation aufgeworfen.
4 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit, um ein theoretisches Fundament für das nachhaltige Lieferantenmanagement zu bilden.
5 BEDEUTUNG DES NACHHALTIGEN LIEFERANTENMANAGEMENTS HEUTZUTAGE: Hier wird erörtert, warum nachhaltige Beschaffung aufgrund von Stakeholder-Anforderungen und globalen ökologischen Risiken heute eine geschäftskritische Notwendigkeit darstellt.
6 COLLABORATIVE VALUE CREATION: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der CVC aus Kunden- und Supply-Chain-Perspektive und analysiert dessen Nutzen sowie die Funktion als Wettbewerbsfaktor.
7 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die zentralen Ergebnisse werden reflektiert, wobei das Potenzial zur Risikominimierung betont, aber auch kritische Stimmen zur Informationsübertragung und Vertrauensbildung in Kooperationen diskutiert werden.
Schlüsselwörter
Lieferantenmanagement, Nachhaltigkeit, Beschaffung, Collaborative Value Creation, Supply Chain Management, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, Kooperation, Stakeholder, ökologische Verantwortung, Effizienz, Innovationsmanagement, Lieferkette, soziale Standards, Ressourcenknappheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die strategische Relevanz eines nachhaltigen Lieferantenmanagements und die Rolle von kooperativen Wertschöpfungsmodellen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Supply Chain Management, der Definition von Nachhaltigkeit in der Beschaffung und der methodischen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Begriff "Collaborative Value Creation" zu definieren und aufzuzeigen, wie diese Form der Kollaboration einen Wettbewerbsvorteil im nachhaltigen Lieferantenmanagement generiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, die Konzepte aus dem Bereich Prozessmanagement und Nachhaltigkeit systematisch zusammenführt und durch Fallbeispiele illustriert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die konzeptionellen Grundlagen, die heutige Relevanz des nachhaltigen Lieferantenmanagements und die detaillierte Untersuchung der Collaborative Value Creation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Lieferantenmanagement, Nachhaltigkeit, Collaborative Value Creation, Wettbewerbsfähigkeit und Supply Chain Management.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise auf CVC?
Die Arbeit differenziert zwischen der kundenzentrierten Sicht (Integration der Nutzungsprozesse) und der Supply-Chain-Sicht (Kooperation der Geschäftspartner entlang der Kette).
Warum wird das Beispiel RECARO Aircraft Seating GmbH & Co. KG angeführt?
Es dient als praktischer Beleg dafür, wie technologische Innovationen in der Lieferkette zu messbaren ökologischen und ökonomischen Vorteilen führen können.
Welche Kritik wird an der Value Co-Creation geübt?
Kritisch betrachtet werden insbesondere Informationshürden, Datenlücken an den Schnittstellen sowie das Risiko des Vertrauensverlusts bei intensiver Überwachung.
- Arbeit zitieren
- Dominic Anlauf (Autor:in), 2020, Nachhaltiges Lieferantenmanagement. Ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920025