Miteinander - Ich und die anderen (Praktikumsbericht Hauptschule, Katholische Religion)


Praktikumsbericht / -arbeit, 2008

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
1. Stundenthemen
2. Angaben zur Lerngruppe S. 3 3. Angaben zur Unterrichtsreihe
4. Stundenziele
5. Sachanalyse in Verbindung mit der Begründung zentraler didaktischer Entscheidungen

III. Schluss
6. Reflexion der Stunden
7. Anhang mit Literaturliste und Materialsammlung

I. Einleitung

Seit dem Wintersemester 2005/06 studiere ich die Fächer Katholische Theologie und Germanistik sowie das didaktische Grundlagenstudium Mathematik im Studiengang GHRGe (Schwerpunkt HRGe) an der Universität Paderborn. In der Zeit vom 20. August 2007 bis zum 07. September 2007 habe ich mein Praktikum im Fach Katholische Theologie an der Hauptschule W. absolviert. Zwei Mentoren begleiteten mich durch die Praktikumszeit. Herr G. unterrichtet die Fächer katholische Religion, Deutsch und Sport. Ich habe ihn in den Jahrgangsstufen 5, 6, 7, 8 und 10 begleitet. Bei ihm habe ich meine beiden Unterrichtsstunden in der Klasse 5a gehalten. Insgesamt habe ich zwei Religionsstunden selbständig unterrichtet. Herr O. unterrichtet die Fächer katholische Religion, Deutsch, Mathematik und Erdkunde. Ich habe ihn in den Jahrgangsstufe 9 begleitet.

Die Hauptschule liegt im Ortskern von W.. Direkt neben der Hauptschule befindet sich eine Grundschule. Die Pausenhöfe und die Gebäude der beiden Schulen sind jedoch getrennt. W. ist ein Dorf mit ungefähr 4.500 Einwohnern. Die Umgebung ist landschaftlich geprägt. Mehrere kleine Dörfer befinden sich um W., aus denen zahlreiche Schüler mit dem Bus zur Hauptschule W. gefahren werden. Gegenwärtig werden 256 Schüler in 11 Klassenverbänden an dieser Schule unterrichtet. Jede Jahrgangsstufe besteht aus zwei Klassen (Ausnahme: Jahrgangsstufe 10 mit nur einer Klasse), wobei durchschnittlich 23 Schüler eine Klasse besuchen. Der Ausländeranteil ist mit 43 Schülern recht hoch, was einem Prozentsatz von 16,8 entspricht. Die Schüler der Hauptschule können nach der 9. Klasse noch zusätzlich die 10. Klasse besuchen und somit den Realschulabschluss nachholen.

Das Kollegium der Hauptschule W. besteht derzeit aus 16 Lehrkräften (11 weiblichen, 5 männlichen), wovon eine Lehrkraft eine junge Referendarin ist.

Ein wichtiger Punkt des Religionsunterrichtes an dieser Schule wurde mir zu Beginn meines Praktikums von Herrn G. und Herrn O. mitgeteilt: Es kann derzeit kein evangelischer und katholischer Religionsunterricht getrennt stattfinden, da kein evangelischer Religionslehrer bzw. keine evangelische Religionslehrerin an der Hauptschule W. angestellt ist. Aufgrund dessen befinden sich alle SchülerInnen einer Klasse im Klassenraum, während der (katholische) Religionsunterricht stattfindet. Evangelische SchülerInnen nehmen an dem Religionsunterricht teil und SchülerInnen anderer Konfessionen sollen sich während des Unterrichts mit dem Erledigen von Hausaufgaben beschäftigen.

Jeden Dienstag morgen findet in der 1. Stunde von 7:45 Uhr bis 8:30 Uhr einen Gottesdienst in der Pfarrkirche W. statt, an dem jeweils eine Schulstufe der Hauptschule teilnimmt. Der Gottesdienst wird von den SchülerInnen der jeweiligen Schulstufe vorbereitet. Es besteht keine Pflicht für die SchülerInnen, an dem Gottesdienst teilzunehmen. Jedoch wird dieser von den SchülerInnen nach wie vor sehr gut besucht.

II. Hauptteil

1. Stundenthemen

Das Thema der Unterrichtsreihe zu Beginn der 5. Klasse lautet: „Miteinander – Ich und die anderen“.

Stundenthema 1

Das Stundenthema der ersten, von mir unterrichteten Stunde lautete: „Ich bin einzigartig“. In dem Titel befindet sich bereits eine Anspielung auf die Tatsache, dass jeder Mensch wertvoll ist, weil Gott ihn in seiner Eigenart geschaffen hat. Der Schwerpunkt der Stunde liegt in der Erkenntnis, dass Gott jeden Menschen einzigartig und wunderbar geschaffen hat.

Stundenthema 2

Das Stundenthema der zweiten, von mir unterrichteten Stunde lautete: „Das bin ich“. Die Schülerinnen und Schüler charakterisieren sich selbst, erkennen ihre Stärken und Schwächen und lernen ihre Mitschüler kennen. Es werden gezielt die persönlichen Stärken und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt gerückt.

2. Angaben zur Lerngruppe

Bei der Klasse handelt es sich um eine der beiden 5. Klassen der Hauptschule W.. In der Klasse 5a habe ich den katholischen Religionsunterricht verfolgt. Durchgeführt wurde dieser von Herrn G., der jedoch nicht Klassenlehrer ist.

In der Klasse befinden sich 18 Schülerinnen und Schüler, 9 Mädchen und 9 Jungen. Eine Schülerin und zwei Schüler sind türkischer Herkunft. Sie sitzen während des Religionsunterrichts in der Klasse und beschäftigen sich mit ihren Hausaufgaben. Eher selten kommt es vor, dass sie den Unterricht stören. In der ersten, von mir unterrichteten Stunde wollten sie gerne auch einen Fingerabdruck auf ihren Collegeblock machen, was ich sehr gut fand, da sie das Thema auch zu interessieren schien. Es gibt, laut Aussagen der Lehrerinnen und Lehrer, sowohl sehr leistungsstarke als auch sehr leistungsschwache Schülerinnen und Schüler. Mir wurde von Lehrern berichtet, dass einige Schülerinnen und Schüler an dieser Schule fähig wären, die Realschule zu besuchen. Jedoch täten sie dies nicht, da die Realschule weiter weg sei und die Hauptschule W. einen guten Ruf hat. Meine Beobachtungen bestätigten die Aussage, dass es mehrere leistungsstarke Schüler an dieser Schule gibt. Ein Schüler der Klasse 5a leidet an ADHS[1]. Laut Aussage von Herrn G. eilte dem Schüler schon sein Ruf von der Grundschule her voraus, noch bevor der Schüler in die 5. Klasse kam. Aufgrund dieser verschiedenen Leistungsstände und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler habe ich, auch auf anraten von Herrn G., die Geschichte zu Beginn meiner ersten selbst unterrichteten Stunde, auf die ich im Verlauf noch weiter eingehen werde, vorgelesen. Die Schüler sind erst seit wenigen Wochen gemeinsam an der Hauptschule W.. Sie sind hier aus verschiedenen Dörfern und Grundschulen zusammengekommen. Aufgrund dessen kommen die Schülerinnen und Schüler mit sehr verschiedenen Kenntnisständen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie in der Grundschule erlernt haben, in die Hauptschule. Das Thema „Miteinander – Ich und die anderen“ bzw. „Ich bin einzigartig“, „Das bin ich“ wurde, laut Aussage der Schülerinnen und Schüler, bereits an der Grundschule ansatzweise behandelt. Vorerfahrungen zu diesem Thema bringt jeder Schüler mit in den Unterricht, nicht nur aus der Grundschule, sondern auch aus den Bereichen Familie und Freunde. Jeder kennt das Leben als Einzelner und in der Gemeinschaft. Spannungen zwischen den Schülerinnen und Schülern dieser Klasse gibt es, auch laut Aussagen der Lehrer, (noch) keine. Das Thema „Miteinander – Ich und die anderen“ stellt nun zu Beginn eines neuen Schuljahres an einer neuen Schule ein wichtiges Thema dar. Die neue Schule und die neue Klasse sind ein aktueller Anlass für das Thema. Es werden derzeit neue Freundschaften geschlossen und es soll eine gute Klassengemeinschaft entstehen. Das Thema ist für die Schülerinnen und Schüler interessant, da es sie selbst betrifft. Die Interessen und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler sind untereinander noch nicht so bekannt. Diese werden auch anhand dieses Themas ausgetauscht, insbesondere in der zweiten, von mir gehaltenen Unterrichtsstunde, in der die Schülerinnen und Schüler eine Seite im Religionsheft über sich gestalten. Das Thema „Miteinander – Ich und die anderen“ hat somit seine Berechtigung im Religionsunterricht einer 5. Klasse.

Die Klasse wird von den unterschiedlichen Fachlehrern als sehr umgänglich beschrieben. Die Sitzplatzverteilung im Klassenraum der Klasse 5a sah folgendermaßen aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie bereits ersichtlich sind die Tische in einer U-Form angeordnet. Es handelt sich hierbei um Doppeltische. Zwei Doppeltische befinden sich innerhalb der U-Form nahe dem Pult des Lehrers.

Trotz der Klassengröße von nur 18 Schülerinnen und Schülern ist die Klasse recht unruhig. Jedoch zeigen die Schülerinnen und Schüler viel Interesse an den Thematiken im Unterricht und möchten immer gerne etwas zum Unterricht beitragen. Es werden viele Zwischenfragen im Unterricht gestellt und es wird häufig ohne Meldung in die Klasse gesprochen. Aufgrund dessen habe ich mich überwiegend für den Plenumsunterricht entschieden.

[...]


[1] ADHS = Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Miteinander - Ich und die anderen (Praktikumsbericht Hauptschule, Katholische Religion)
Hochschule
Universität Paderborn
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V92037
ISBN (eBook)
9783638073271
ISBN (Buch)
9783656902607
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Miteinander, Hauptschule, Katholische, Religion)
Arbeit zitieren
Katharina Heinen (Autor), 2008, Miteinander - Ich und die anderen (Praktikumsbericht Hauptschule, Katholische Religion), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92037

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