Im Folgenden wollen wir erarbeiten, wie sich solche Risikotransfers in Form von sogenannten Kreditderivaten und Asset Backed Securities darstellen lassen.
Zunächst beschäftigen wir uns mit dem Risiko, dem Ursprung jedes finanziellen Risikomanagements. Hier untersuchen wir, wie Risiko definiert ist, welche verschiedenen Risikoarten sich abgrenzen lassen und was unter dem Begriff Risikotransfer zu verstehen ist. Danach befassen wir uns mit der Kreditverbriefung im Allgemeinen, wobei unser Ziel ist, die Grundidee der Verbriefung zu vermitteln und verschiedene Arten der Kreditverbriefung zu definieren.
Im weiteren Verlauf fokussieren wir uns auf zwei Arten des Kreditrisikotransfers, den Asset Backed Securities und den Kreditderivaten. Hier erläutern wir zunächst die Grundideen und Definitionen beider Arten und zeigen im Anschluss die Strukturen auf, die bei den jeweiligen Kreditverbriefungs-Transaktionen zugrunde liegen.
Im Anschluss vergleichen wir Asset Backed Securities und Kreditderivaten als Instrumente des Risikotransfers, wobei unser Augenmerk auf den unterschiedlichen Motiven zum Einsatz der jeweiligen Kreditverbriefung liegt. Abschließend werden wir unsere Rechercheergebnisse in einem Fazit beurteilen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gangart der Untersuchung
2. Grundlagen
2.1 Risiko
2.1.1 Semantik und Definition
2.1.2 Risikokategorien
2.1.3 Risikotransfer
2.2 Kreditverbriefungen
2.2.1 Definition und Grundidee der Verbriefung
2.2.2 Arten von Kreditverbriefungen
3. Asset Backed Securities (ABS)
3.1 Funktionsweise und Definition
3.2 Struktur von ABS als traditionelle Kreditverbriefung
3.3 Welche Vermögenswerte sind für ABS geeignet?
3.4 Grundformen der ABS
3.4.1 Mortgage Backed Securities
3.4.2 Collateralized Debt Obligations
3.4.3 Asset Backed Commercial Paper
4. Kreditderivate
4.1 Grundidee und Definition
4.2 Struktur synthetischer Kreditverbriefung mit Hilfe der Kreditderivate
4.3 Elemente von Kreditderivaten
4.4 Grundformen der Kreditderivate
4.4.1 Total Return Swaps
4.4.2 Credit Default Swaps
4.4.3 Credit Spread Options
4.4.4 Credit Linked Notes
5. Vergleich ABS und Kreditderivate als Instrumente des Risikotransfers
5.1 Gliederungskriterien
5.2 Einsatz von ABS und Kreditderivaten als Instrumente des Risikotransfers
5.3 Chancen und Risiken von ABS
5.4 Chancen und Risiken von Kreditderivaten
5.5 Vergleich von ABS und Kreditderivaten anhand von Motiven
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht Asset Backed Securities (ABS) und Kreditderivate als zentrale Instrumente des Risikotransfers für Kreditinstitute. Ziel ist es, die Funktionsweisen und Strukturen dieser Finanzinstrumente aufzuzeigen und ihre unterschiedlichen Einsatzmotive im Hinblick auf Refinanzierung, Bilanzierung und Risikomanagement zu analysieren.
- Grundlagen des Risikomanagements und Risikotransfers in Kreditinstituten
- Strukturelle Analyse von ABS-Transaktionen und deren Grundformen
- Funktionsweise synthetischer Kreditverbriefungen mittels Kreditderivaten
- Vergleichende Untersuchung der Motive für den Einsatz beider Instrumente
- Bewertung von Chancen und Risiken im Kontext der Finanzwirtschaft
Auszug aus dem Buch
3.1 Funktionsweise und Definition
Asset Backed Securities entwickelten sich im Laufe der Jahre zu einer der beliebtesten Finanzinstrumente für die Kreditwirtschaft. In wörtlicher Übersetzung bedeutet der Begriff „Asset Backed Securities“ durch Vermögensgegenstände gesicherte Wertpapiere. Dies ist eine Form der Verbriefung, auch genannt „Securisation“, von Zahlungsansprüchen in handelbaren Wertpapieren gegenüber einer Zweckgesellschaft. Ziel ist es dabei bisher nicht liquide Vermögensgegenstände in der Regel Kreditforderungen in festverzinsliche handelbare Wertpapiere umzuwandeln. Die Besonderheit des Konstruktes der ABS ist, dass das Risiko des Finanztitels nicht auf die unternehmenseigene Bonität, sondern auf die Risikocharakteristika eines unternehmerischen Portfolios an Vermögenswerten, hauptsächlich Forderungen abstellt und bieten somit die Möglichkeit eines Risikotransfers. Die Forderungen stellen eine Art Sicherung dar, auf die der Investor zurückgreifen kann, wenn der Wertpapieremmitent das Geld nicht zurückzahlt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Risiken von Kreditinstituten ein und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung von ABS und Kreditderivaten.
2. Grundlagen: Hier werden der Risikobegriff, verschiedene Risikokategorien und die theoretischen Grundlagen der Kreditverbriefung als Instrument des Risikotransfers definiert.
3. Asset Backed Securities (ABS): Dieses Kapitel beleuchtet die Definition, Funktionsweise und die verschiedenen Grundformen von ABS als traditionelle Verbriefungsform.
4. Kreditderivate: Es erfolgt eine Analyse der Grundidee sowie der Strukturen synthetischer Kreditverbriefungen unter Einsatz spezifischer Kreditderivate.
5. Vergleich ABS und Kreditderivate als Instrumente des Risikotransfers: Die Instrumente werden anhand von Gliederungskriterien, Einsatzmotiven und ökonomischen Auswirkungen systematisch gegenübergestellt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung beider Finanzinstrumente für das moderne Risikomanagement.
Schlüsselwörter
Risikotransfer, Asset Backed Securities, Kreditderivate, Verbriefung, Kreditrisiko, Finanzinstitute, Risikomanagement, Zweckgesellschaft, Bilanzauswirkung, Refinanzierung, Forderungsmanagement, Finanzinstrumente, Kreditportfolio, Ausfallrisiko, Diversifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich zweier zentraler Finanzinstrumente, Asset Backed Securities und Kreditderivate, zur Übertragung von Kreditrisiken in Banken.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Schwerpunkte sind die Definitionen von Risiko, der Mechanismus der Kreditverbriefung sowie die spezifische Unterscheidung zwischen traditionellen ABS und synthetischen Verbriefungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines Vergleichs beider Instrumente, wobei der Fokus auf den Beweggründen liegt, warum Kreditinstitute diese zur Steuerung ihres Risikoprofils einsetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und strukturierte Untersuchung von Finanztransaktionsmodellen, gestützt auf fachwissenschaftliche Quellen und Standardwerke des Bankmanagements.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente (ABS und Kreditderivate), ihre technische Struktur sowie eine detaillierte Gegenüberstellung hinsichtlich Bilanzwirkung, Eigenkapitalentlastung und Effizienz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikotransfer, Kreditrisiko, Asset Backed Securities, Kreditderivate, Verbriefung und Risikomanagement geprägt.
Wie unterscheiden sich ABS und Kreditderivate im Hinblick auf die Forderungsübertragung?
Bei traditionellen ABS erfolgt in der Regel ein Verkauf der Forderungen an eine Zweckgesellschaft (True-Sale), während bei Kreditderivaten lediglich das Ausfallrisiko transferiert wird, ohne die Forderungen selbst aus der Bilanz zu entfernen.
Warum ist die Eigenkapitalentlastung ein wichtiges Motiv für Kreditinstitute?
Durch den Transfer von Kreditrisiken sinkt die Risikoposition, wodurch regulatorische Eigenkapitalanforderungen reduziert werden, was wiederum die Eigenkapitalrentabilität verbessert.
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- Alexander Schoen (Author), 2018, Vergleich von Asset Backed Securities und Kreditderivaten als Instrumente für den Risikotransfer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920456