Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Architecture / History of Construction

Die gotische Kathedrale in kunsthistorischer und theologischer Sicht

Title: Die gotische Kathedrale in kunsthistorischer und theologischer Sicht

Diploma Thesis , 2005 , 81 Pages , Grade: 1

Autor:in: Felix Eder (Author)

Art - Architecture / History of Construction
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Romanik und die Gotik sind die beiden umfassendsten Kunststile des Mittelalters, sowie die Höhepunkte der europäischen Kultur. Das Mittelalter, im Anschluss an die Antike und auch Basis der Neuzeit, nimmt eine zentrale Stellung in der abendländischen Kunstgeschichte ein. Von etwa 400 bis 1400 nach Christus entstehen in der kirchlichen Kunst erstaunlich viele Ausdrucksmöglichkeiten, die vom Kunsthandwerk über die Freskomalerei, die Skulptur, die Buch- und Glasmalerei bis hin zur monumentalen Architektur reichen. Zunächst war es die vorromanische Kunst der Angelsachsen, die karolingische Renaissance, die Wucht und Expressivität der Romanik gefolgt von den Kostbarkeiten der gotischen Kleinkunst, bis hin zu den überwältigenden, schwerelosen, Licht durchbrochenen und gigantischen hochgotischen Kathedralen.
Inhaltlich lässt sich die Arbeit in drei wesentliche Bereiche gliedern. Im ersten Teil gehe ich auf die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Aspekte der Gotik ein. Hier spielt vor allem die Licht- und Raumsymbolik, welche eng mit der Theologie verknüpft sind, eine wichtige Rolle. Im darauf folgenden Bereich werden die theologischen Aspekte, der geistige Hintergrund, die Typologie, Licht- und Raumsymbolik, sowie die Materialien und Teile des Gotteshauses in mittelalterlich-symbolischer Bedeutung vertieft. Im Bereich der Architektur werden faszinierende Bautechniken, neue Errungenschaften, besondere Verzierungen fokussiert. Der schulpraktische Bereich befasst sich mit Grundgedanken zum Thema Kirche und Kinder. Ein ausführlicher Praxisbericht eines von mir durchgeführten Projekts zum Thema Gotik zeigt die Möglichkeiten und Schwierigkeiten eines Kirchenbesuchs mit Schülern und Schülerinnen auf. Ausgewählte Arbeitsvorschläge, sowie grundsätzliche Richtlinien zum Kirchenbesuch mit Schülerinnen und Schülern sowie Auszüge aus dem Forschungstagebuch bilden den Abschluss der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

2. EINLEITUNG

3. GESELLSCHAFTSPOLITISCHER HINTERGRUND

3.1 DER BEGRIFF GOTIK

3.2 ANFÄNGE DER GOTISCHEN KATHEDRALE

3.2.1 ALLGEMEINES

3.2.2 GRÜNDUNGSBAU

3.2.3 GOTT IST LICHT

3.2.4 VOM KLOSTER ZUR KATHEDRALE

3.3 ZEITTAFEL DER GOTIK

4. GEISTIGER HINTERGRUND

4.1 SYMBOLIK DER HIMMELSRICHTUNGEN

4.1.1 OSTEN

4.1.2 SÜDEN

4.1.3 NORDEN

4.1.4 WESTEN

4.1.5 DAS KREUZ

4.1.6 SYMBOLIK VON LINKS UND RECHTS

4.2 DAS MATERIAL UND DIE TEILE DES GOTTES HAUSES IN MITTELALTERLICH-SYMBOLISCHER BEDEUTUNG

4.2.1 DIE STEINE

4.2.2 DER MÖRTEL

4.2.3 DER GRUNDSTEIN

4.2.4 DIE WÄNDE

4.2.5 DIE DECKE (HOLZTÄFELUNG)

4.2.6 DAS DACH

4.2.7 DAS PORTAL (PFORTE ZUR HIMMELSSTADT)

4.2.8 DAS TYMPANON

4.2.9 DIE GEGENPOLE: KRYPTA UND VIERUNGSTURM

4.2.10 DER ALTAR

4.2.11 DIE KIRCHENFENSTER

5. DIE ARCHITEKTUR DER GOTISCHEN KATHEDRALE

5.1 DIE BASILIKA

5.2 DIE BAUHÜTTE

5.3 GRUNDRISS UND AUFBAU

5.4 ELEMENTE DER GOTISCHEN BAUKUNST

5.5 DAS STREBEWERK

5.6 DIE SPITZBOGENTECHNIK

5.7 DAS KREUZRIPPENGEWÖLBE

5.8 WANDAUFBAU UND KATHEDRALENINNENRAUM

5.9 WANDGLIEDERUNG

5.10 WANDAUFRISSE DER KLASSISCHEN GOTISCHEN KATHEDRALE

5.11 DIE FIALE

5.12 DER WIMPERG

5.13 DAS MASSWERK

5.14 DIE FENSTERROSE

5.15 GLASMALEREI UND KIRCHENFENSTER

5.16 PORTAL

6. GRUNDGEDANKEN ZUM THEMA KINDER UND KIRCHE

6.1 WELCHE FRAGEN SIND ZU STELLEN?

6.2 OBJEKTIVITÄT BEIM KIRCHENBESUCH

6.3 PERSÖNLICHE ERFAHRUNGEN AUS DER SCHULPRAXIS

6.4 DIE STIFTSKIRCHE VIKTRING

6.4.1 VIKTRING

6.4.2 BERNHARDKAPELLE

6.4.3 DIE FREILEGUNG DER SPÄTGOISCHTEN GEWÖLBEFRESKEN

6.4.4 INTERVIEW MIT DER AKAD. RESTAURATORIN MAG. KARMA EDER

6.5 GOTIK IN KÄRNTEN

6.6 PROJEKTBESCHREIBUNG

6.6.1 DER LEHRAUSGANG

6.6.2 DIE PHASE DER NACHBEREITUNG

6.6.3 DAS BAUEN DES KIRCHENMODELLS

6.6.4 DAS PLANEN UND UMSETZEN EINES GOTISCHEN GLASFENSTERS

6.6.5 AUSZÜGE AUS DEM FORSCHUNGS TAGEBUCH

6.7 ARBEITSVORSCHLÄGE

7. SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik unter besonderer Berücksichtigung ihrer symbolischen, architektonischen und theologischen Dimensionen. Ein zentrales Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese komplexen Inhalte mittels schulpraktischer Projekte – etwa durch Kirchenbesuche und kreative Gestaltungsaufgaben – Schülern und Schülerinnen vermittelt werden können, um ihr Verständnis für die Bedeutung der Kirche als Kultur- und Glaubensgut zu fördern.

  • Historische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Gotik.
  • Licht- und Raumsymbolik sowie die spirituelle Bedeutung architektonischer Elemente.
  • Technische Neuerungen im gotischen Kirchenbau (Strebewerk, Spitzbogen, Glasmalerei).
  • Praxisbericht: Durchführung eines Gotik-Projekts mit Hauptschülern.
  • Erhalt und Restaurierung spätgotischer Wandmalereien am Beispiel der Stiftskirche Viktring.

Auszug aus dem Buch

3.2.3 GOTT IST LICHT

„Im Mittelpunkt des Werkes steht die Idee: Gott ist Licht. An diesem ursprünglichen, diesem unerschaffenen und schöpferischen Licht hat jede Kreatur teil. Je nach ihren Fähigkeiten, das heißt, je nach dem Rang, den sie auf der Stufenleiter aller Wesen einnimmt, je nach der Ebene, auf der das Denken Gottes sie hierarchisch ansiedelt, empfängt jede Kreatur die göttliche Erleuchtung, um sie selbst wieder abzustrahlen. Hervorgegangen aus einem Strahlenmeer, ist das Universum ein leuchtender Quell, der in Kaskaden herabstürzt, und das Licht, das vom höchsten Wesen ausgeht, beruft jedes einzelne erschaffene Wesen auf seinen unveränderlichen Platz.

Zugleich aber vereinigt es sie alle. Als Band der Liebe durchflutet es die ganze Welt, versetzt sie in den Zustand der Ordnung, verleiht ihr inneren Zusammenhalt, und da jeder Gegenstand das Licht mehr oder weniger reflektiert, bringt das Strahlenmeer durch eine ununterbrochene Kette von Reflexen eine umgekehrte Bewegung in Gang, die aus der tiefsten Finsternis emporsteigt, eine Spiegelbewegung, die zum Herd des Lichts zurückführt. Auf diese Weise erzeugt der glanzvolle Akt der Schöpfung aus sich selbst heraus einen von Stufe zu Stufe fortschreitenden Wiederaufstieg zu dem unsichtbaren und unsäglichen höchsten Wesen, von dem alles ausgeht. Über die sichtbaren Dinge, die sein Licht umso voller reflektieren, je höher sie innerhalb der Hierarchie stehen, strömt alles zu ihm zurück. So führt das Erschaffene über eine Leiter von Analogien und Konkordanzen bis zum Unerschaffenen. Indem man diese Konkordanzen eine nach der anderen erhellt, schreitet man fort in der Erkenntnis Gottes. Als absolutes Licht ist Gott mehr oder weniger verschleiert in jeder Kreatur enthalten, je nach dem, in welchem Maße diese empfänglich ist für eine Erleuchtung; so aber enthüllt ihn auch jede Kreatur nach ihren Fähigkeiten, denn angesichts dessen, der sie mit Liebe schaut, setzt sie den Teil des von ihr aufgefangenen Lichtes wieder frei. “

Zusammenfassung der Kapitel

VORWORT: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Gotik und die Verknüpfung von kunstgeschichtlichen Aspekten mit ihrer pädagogischen Ausbildung.

EINLEITUNG: Es erfolgt eine inhaltliche Gliederung der Arbeit in historische Entwicklungen, architektonische Grundlagen und den schulpraktischen Bereich der Vermittlung.

GESELLSCHAFTSPOLITISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Städtebürgertums und die Rolle des Feudalismus für das Aufkommen der gotischen Kultur.

GEISTIGER HINTERGRUND: Hier wird das mittelalterliche Verständnis von Licht- und Raumsymbolik sowie die symbolische Bedeutung der Bauteile eines Gotteshauses behandelt.

DIE ARCHITEKTUR DER GOTISCHEN KATHEDRALE: Das Kapitel beschreibt bautechnische Errungenschaften wie Strebewerk, Spitzbogentechnik und Glasmalerei als konstituierende Merkmale des gotischen Stils.

GRUNDGEDANKEN ZUM THEMA KINDER UND KIRCHE: Der Fokus liegt auf der religionspädagogischen Vermittlung von Kirchenbau, Symbolik und Geschichte an Kinder, ergänzt durch einen Praxisbericht zum Projekt in der Stiftskirche Viktring.

SCHLUSSBEMERKUNG: Die Autorin reflektiert die Schwierigkeiten bei der Recherche und Komprimierung dieser komplexen Thematik für die schulische Arbeit.

LITERATURVERZEICHNIS: Aufzählung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Gotik, Kathedrale, Architektur, Lichtsymbolik, Strebewerk, Glasmalerei, Kunstgeschichte, Religionspädagogik, Stiftskirche Viktring, Bautechnik, Symbolik, Mittelalter, Lehrausgang, Wandmalerei, Denkmalpflege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die kunstgeschichtliche Epoche der Gotik, ihre architektonischen und spirituellen Hintergründe sowie die pädagogische Vermittlung dieser Themen an Schülerinnen und Schüler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, der Symbolik, den architektonischen Konstruktionstechniken und der praktischen Umsetzung von Bildungsprojekten in Kirchen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, fundiertes Wissen über die Gotik zu vermitteln und einen konkreten Leitfaden für Lehrkräfte zu bieten, wie Kinder für die Kirche als Kulturdenkmal begeistert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine kunstgeschichtliche Analyse kombiniert mit einem pädagogischen Projektbericht, der durch Literaturrecherche und empirische Beobachtungen im Unterricht gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem gesellschaftspolitischen Umfeld, theologischen Deutungen von Bauteilen, der Architektur (z.B. Strebewerk, Maßwerk) sowie einem Praxisbericht über ein Projekt an der Stiftskirche Viktring.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gotik, Kathedrale, Architektur, Symbolik, Licht, Glasmalerei, Religionspädagogik und Denkmalpflege.

Warum spielt die Stiftskirche Viktring eine so zentrale Rolle?

Sie dient als konkretes Fallbeispiel für die gotische Architektur und spätgotische Wandmalerei in Kärnten und war Ausgangspunkt für das praktische Lehrprojekt der Autorin.

Wie gehen die Kinder bei dem beschriebenen Projekt in der Stiftskirche vor?

Die Schüler werden in Gruppen eingeteilt, bearbeiten Arbeitsaufträge zur Erforschung des Kirchenbaus, fertigen Skizzen an, lösen Rätsel und setzen abschließend ein Modell sowie ein eigenes Glasfenster um.

Was ist die besondere Bedeutung des Lichts in der Gotik laut Suger?

Gott wird als Licht begriffen, das die Welt durchflutet; die Architektur soll dieses Licht einfangen und die spirituelle Verbindung zur göttlichen Himmelsstätte verdeutlichen.

Welche Rolle spielt die Restaurierung für die Arbeit?

Die Restaurierung, insbesondere der spätgotischen Fresken in der Bernhardkapelle, wird detailliert erläutert, um die Erhaltung und Bedeutung dieses kulturellen Erbes zu unterstreichen.

Excerpt out of 81 pages  - scroll top

Details

Title
Die gotische Kathedrale in kunsthistorischer und theologischer Sicht
Grade
1
Author
Felix Eder (Author)
Publication Year
2005
Pages
81
Catalog Number
V92126
ISBN (eBook)
9783638060233
Language
German
Tags
Kathedrale Sicht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Eder (Author), 2005, Die gotische Kathedrale in kunsthistorischer und theologischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92126
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  81  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint