Die seit Ende des 20. Jahrhunderts rapide zunehmende Globalisierung macht auch vor dem deutschen Mittelstand nicht halt. Die Öffnung europäischer und weltweiter Märkte bringt nicht nur für Großkonzerne, sondern auch für mittelständische Unternehmen immer weitreichendere Chancen und Herausforderungen in ausländischen Märkten, aber auch Gefahren mit sich. Intensiverer Handel führt auch in heimischen Gefilden zu erhöhter Wettbewerbsintensität durch ausländische Konkurrenten, die die einheimischen KMU somit im Gegenzug zum Blick über den nationalen Tellerrand hinaus treiben. Zusätzlich dazu hat die schwache deutsche Binnenkonjunktur in den letzten Jahren dazu geführt, dass vor allem der Export, aber auch andere Internationalisierungsformen für den Mittelstand enorm an Bedeutung gewonnen haben.
Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, wie die aktuelle Entwicklung der mittelständischen Unternehmen in Bezug auf ihre Internationalisierung aussieht. Um dieser Frage nachzugehen, wurden verschiedene Arbeiten von Ministerien, Verbänden, Kammern, Institutionen und privaten Anbietern ausgewertet.
Kapitel 2 befasst sich mit der Heranführung an das Thema Internationalisierung und Mittelstand. Dem Leser wird ein erster Einblick in die Begebenheiten der Thematik gewährt, der ihn durch Begriffsdefini-tionen und theoretische Erklärungen zu grundsätzlichen Zusammenhängen der Internationalisierung des Mittelstandes auf die aktuellen Entwicklungen, die in Kapitel 3 folgen, vorbereiten soll. In Kapitel 3 folgt dann der Blick auf den momentanen Stand der Internationalisierung. Dazu wurden die aktuellsten öffentlich zugänglichen Studien, Befragungen und Hochrechnungen ausgewertet und die Ergebnisse dargelegt. Die Internationalisierungsvorgänge werden ausführlich untersucht und nach verschiedenen Faktoren wie Unternehmensgröße, Branchenzugehörigkeit und zielregionalen Aspekten aufgearbeitet. Kapitel 4 beinhaltet dann eine persönliche kritische Auseinandersetzung mit der Thematik, bevor in Kapitel 5 neben einem Ausblick auf die in der näheren Zukunft zu erwartenden Entwicklungen ein kurzes Fazit gezogen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Mittelständische Unternehmen
2.1.2 Internationalisierung
2.2 Bedeutung, Treiber, Motive und Ziele der Internationalisierung für den Mittelstand
2.3 Internationalisierungsformen
2.4 Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
3. Aktuelle Entwicklung
3.1 Stand der empirischen Forschung zur Internationalisierung des Mittelstandes
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Internationale Ausrichtung
3.2.1.1 Außenhandel
3.2.1.2 Direktinvestitionen
3.2.1.3 Weitere Internationalisierungsformen
3.2.2 Produktivität
3.2.3 Beschäftigung
3.3 Internationalisierung im europäischen Vergleich
4 Kritische Würdigung
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Entwicklungsstand der Internationalisierung mittelständischer Unternehmen, beleuchtet die zentralen Treiber sowie Herausforderungen und nimmt eine kritische Bewertung der Förderlandschaft vor.
- Grundlagen der Internationalisierung von KMU
- Analyse aktueller Internationalisierungsformen
- Empirische Bestandsaufnahme der Internationalisierungsaktivitäten
- Kritische Würdigung der Chancen und Risiken
- Evaluation der existierenden Außenwirtschaftsförderung
Auszug aus dem Buch
3.2.1.1 Außenhandel
Wie wichtig der Export für die deutsche mittelständische Wirtschaft geworden ist, lässt sich alleine schon an seiner Bedeutung für die Beschäftigung ablesen. 1995 waren rechnerisch 5,9 Mio. Arbeitsplätze vom Außenhandel abhängig, 2005 waren es 8,3 Mio. Dies bedeutet, dass jeder fünfte deutsche Erwerbstätige für den Export arbeitet.
68% aller exportierenden mittelständischen Unternehmen erhöhten ihren Exportumsatz im Vergleich zum Vorjahr und sorgten somit für einen Anstieg der Ausfuhren um stolze 13% auf 1.034 Mrd. €.
Damit festigten sie im vierten aufeinanderfolgenden Jahr Deutschlands Status als „Exportweltmeister“.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der Globalisierung für deutsche KMU und Skizzierung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Theoretische Vorüberlegungen: Definition zentraler Begriffe wie Mittelstand und Internationalisierung sowie Darstellung von Motiven, Formen und Finanzierungsmöglichkeiten.
3. Aktuelle Entwicklung: Empirische Analyse der Internationalisierungssituation, gegliedert nach Ausprägungsformen, Produktivität und Beschäftigungseffekten.
4 Kritische Würdigung: Reflexion über die Ambivalenz der Globalisierung für den Mittelstand und Analyse der Hindernisse beim Markteintritt.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zukünftiger Entwicklungen sowie der notwendigen strategischen Ausrichtung von KMU.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Mittelstand, KMU, Export, Außenhandel, Direktinvestitionen, Globalisierung, Außenwirtschaftsförderung, Markteintritt, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, Beschäftigungseffekte, Unternehmensgröße, Osteuropa, Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich der deutsche Mittelstand unter dem Druck der Globalisierung internationalisiert und welche Rollen dabei verschiedene Markteintrittsformen spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Mittelstands, die Formen des Auslandsengagements, die aktuelle empirische Entwicklung und die Effektivität staatlicher Förderprogramme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein präzises Bild der Internationalisierungsaktivitäten deutscher KMU zu zeichnen und die Herausforderungen sowie die unterstützenden Rahmenbedingungen kritisch zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Sekundärforschung, bei der aktuelle Studien, Daten von Ministerien, Verbänden und Instituten ausgewertet und für die Beantwortung der Forschungsfrage synthetisiert wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der empirischen Bestandsaufnahme, unterteilt in Themen wie Exporttätigkeit, Direktinvestitionen, Produktivitätsvorteile und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Internationalisierung, KMU (Mittelstand), Export, Direktinvestitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Außenwirtschaftsförderung.
Wie bewertet der Autor die Situation für kleinere Unternehmen im Vergleich zu Großkonzernen?
Der Autor stellt fest, dass KMU aufgrund begrenzter Managementkapazitäten und schwächerem Finanzierungspotenzial benachteiligt sind, insbesondere beim Zugang zu komplexen Förderprogrammen.
Welche Bedeutung misst der Autor der sogenannten "Kielwasserstrategie" bei?
Diese Strategie dient als wesentlicher Treiber für KMU, da sie oft als Zulieferer von Großunternehmen durch deren Auslandsaktivitäten angestoßen werden, international tätig zu werden.
- Arbeit zitieren
- Pascal Moog (Autor:in), 2008, Die Internationalisierung mittelständischer Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92133