Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Musicology - Miscellaneous

Paul Lincke in Berlin

Leben - Werk - Bedeutung

Title: Paul Lincke in Berlin

Scientific Essay , 2008 , 36 Pages

Autor:in: Dr. sc. phil. Peter Spahn (Author)

Musicology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Spätestens seit Paul Lincke seinen berühmten Marsch "Berliner Luft" komponierte, ist sein Name untrennbar mit der Stadt Berlin verbunden. Wie kaum ein anderer verstand er es, mit seinen flotten, leicht fasslichen und zündenden Melodien den echten Berliner Ton auf dem Gebiet der leichten Muse zu treffen. Er war Orchestermusiker, Komponist und eleganter Schau-Dirigent von internationalem Format. Mit seinem berühmtesten Bühnenwerk, der "Frau Luna", wurde er zum Schöpfer der Berliner Operette. Daneben komponierte er noch unzählige der schönsten Berliner Schlager, Lieder, Couplets und Märsche. Als Berliner von Geburt und selbst ein Stück Berliner Geschichte, war Lincke von Kindheit an mit der Stadt verbunden. Er wurde zum Inbegriff einer Epoche und einer Stadt. Das Leben und Wirken dieses populären Berliner Kapellmeisters und Komponisten wird in diesem Buch nach kritischer Sicht der vorhandenen und verbreiteten Quellen mit Konzentration auf seine Berliner Stationen faktenreich dargestellt. Dabei geht es insbesondere um die Wertung des musikalischen Schaffens und seiner Wirkung; die Präzisierung und Korrektur einiger Daten im Leben und Werk von Paul Lincke; seinen Weg als Musiker und Verleger; seine Verwurzelung in der Berliner Luisenstadt, deren kleinerer Teil heute zum Stadtbezirk Berlin-Mitte, der größere zum Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehört; den Durchbruch mit "Frau Luna"; seine Bedeutung in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und seine Rolle für die nationalsozialistische Propaganda, aber auch das Verhältnis von Paul Lincke zu den Frauen. Im Anhang erfolgt eine Zusammenfassung einiger Anekdoten über Paul Lincke sowie seine Bedeutung im Urteil von Komponistenkollegen, wie Hanns Eisler, Paul Dessau, Max Butting.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Wie man Musiker wird

II. Auf dem Weg in die Luisenstadt

III. Der Durchbruch mit "Frau Luna"

IV. Die ersten Jahre des neuen Jahrhunderts

V. Lincke und die Frauen

VI. Der allseits geehrte Komponist

VII Das Ende naht

VIII. Zur musikalischen Bedeutung von Paul Lincke

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine detaillierte biografische und künstlerische Analyse des Komponisten Paul Lincke und beleuchtet seine tiefe Verbundenheit zur Stadt Berlin. Das Hauptziel der Untersuchung ist es, den Werdegang Linckes von seinen bescheidenen Anfängen als Stadtpfeifer bis hin zu seinem Status als Schöpfer der Berliner Operette nachzuzeichnen und dabei durch die Auswertung originärer Quellen verbreitete Ungenauigkeiten in der bestehenden wissenschaftlichen Literatur zu korrigieren.

  • Biografische Stationen und die Entwicklung von Paul Linckes musikalischem Schaffen.
  • Die Entstehungsgeschichte und der Erfolg der Operette "Frau Luna".
  • Linckes gesellschaftliche Rolle, seine Verbindungen zu Zeitgenossen und die Bedeutung der Berliner Luisenstadt.
  • Eine kritische Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung seiner Musik im historischen Kontext und seinem Umgang mit dem NS-Regime.

Auszug aus dem Buch

III. Der Durchbruch mit "Frau Luna"

Nach Berlin zurückgekehrt kommt er wieder an das Apollo-Theater. Lincke hatte nie eine dirigentische oder kompositorische Ausbildung gehabt; wie das bei der Stadtpfeife war: man musste alles machen und alles können. Umso beeindruckender ist sein nächstes Werk, mit dem er den Auftakt zur Berliner Operettengeschichte gab: am 1. Mai 1899 war die Premiere für seine "Frau Luna".

Die Berliner Börsen-Zeitung schrieb nach der Premiere: "Zu dieser phantastischen Operette hat Herr Paul Lincke eine ungemein graciöse Musik geliefert. Als der Componist, seit langer Zeit das erste Mal, am Dirigenten-Stuhl des Apollo-Theaters erschien, wurde er mit stürmischen Zurufen begrüßt. Seine einschmeichelnde Musik hat entschieden wesentlich zu dem großen Erfolg der Novität beigetragen." Frau Luna lief im Apollo-Theater über 600 Mal hintereinander.

Was hier die Wirkung ausmachte, ist die zündende Eingängigkeit der Melodien, der mitreißende Schwung der einfachen Rhythmen, das sofortige Behalten und Verinnerlichen der einmal gehörten Lieder, die den Berlinern und vielen weiteren Hörern nicht mehr aus dem Kopf gingen. Auch die einfache Philosophie der Texte, Zeilen, die schnell zu Alltagsredensarten avancierten, sorgte für eine um sich greifende Popularität. Was hier von vielen Musikwissenschaftlern und -publizisten als die Geburtsstunde der Berliner Operette angesehen wurde, war im Verständnis des Autors gar nicht so gedacht. Es war an diesem 1. Mai 1899 noch ein einaktiges Werk innerhalb eines Varieté-Programms und wurde von Paul Lincke als "Posse mit Musik" bezeichnet. Vieles, was heute in den Aufführungen und Schallplattenaufnahmen der "Frau Luna" zu hören ist, war an diesem Premierenabend überhaupt noch nicht komponiert, sondern wurde erst später, als dann eine zweiaktige, abendfüllende Operette durch Paul Lincke zusammengestellt wurde, in dieses Werk aufgenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Wie man Musiker wird: Beschreibt die Herkunft, die Ausbildung und die frühen beruflichen Schritte von Paul Lincke in Berlin sowie den Einfluss seiner Familie.

II. Auf dem Weg in die Luisenstadt: Analysiert Linckes Wirken an den Berliner Theatern vor der Jahrhundertwende und seine enge emotionale Verbindung zum Stadtteil Luisenstadt.

III. Der Durchbruch mit "Frau Luna": Beleuchtet die Entstehung und den großen Erfolg von "Frau Luna" sowie deren Bedeutung als Auftakt der Berliner Operettengeschichte.

IV. Die ersten Jahre des neuen Jahrhunderts: Dokumentiert Linckes Etablierung als Musikverleger und Komponist zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie den Ausbau seines Verlagsgeschäfts.

V. Lincke und die Frauen: Untersucht die persönlichen Beziehungen des Komponisten zu verschiedenen Frauen und deren Einfluss auf sein Leben und Werk.

VI. Der allseits geehrte Komponist: Erörtert die öffentlichen Ehrungen, den Status als Ehrenbürger und die öffentliche Wahrnehmung Linckes in den 1930er und 1940er Jahren.

VII Das Ende naht: Beschreibt die letzten Lebensjahre, das erzwungene Verlassen Berlins während des Krieges und das Lebensende in Hahnenklee.

VIII. Zur musikalischen Bedeutung von Paul Lincke: Würdigt die musikalische Einordnung von Linckes Schaffen, seinen Stil und sein Wirken im Vergleich zu zeitgenössischen Künstlern.

Schlüsselwörter

Paul Lincke, Berliner Operette, Frau Luna, Berliner Luft, Komposition, Musikverlag, Metropol-Theater, Apollo-Theater, Berliner Kultur, Musikgeschichte, Schlager, Jahrhundertwende, Luisenstadt, Theaterwesen, Musikmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem Leben, dem Werk und der Bedeutung des Berliner Komponisten Paul Lincke und beleuchtet seine Rolle als prägende Figur der Berliner Unterhaltungsmusik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die biografische Entwicklung des Komponisten, seine Erfolge als Theaterleiter und Verleger sowie die Entstehung der Berliner Operette.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine fundierte biografische Aufarbeitung, die durch Quellenstudien falsche Angaben in der bisherigen Literatur korrigiert und ein genaues Bild von Linckes Wirken zeichnet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von Primär- und Sekundärquellen, darunter Archivmaterialien, Zeitungsberichte der Epoche und Korrespondenzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt chronologisch Linckes berufliche Stationen, seine größten musikalischen Erfolge wie "Frau Luna", seine geschäftlichen Aktivitäten als Musikverleger und sein Privatleben ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Paul Lincke, Berliner Operette, Berliner Luft, Theatergeschichte und Musikmanagement des frühen 20. Jahrhunderts.

Welche Rolle spielte die Stadt Berlin für Linckes künstlerische Identität?

Berlin war für Lincke weit mehr als nur ein Wohnort; der Geist der wachsenden Weltstadt und das Lokalkolorit flossen direkt in seine Melodien und die Wahl seiner Themen ein.

Wie bewertet der Autor Linckes Rolle im Nationalsozialismus?

Der Autor stellt fest, dass Lincke politisch wenig interessiert war, weist aber darauf hin, dass die Nationalsozialisten seine immense Popularität propagandistisch für ihre Zwecke nutzten.

Excerpt out of 36 pages  - scroll top

Details

Title
Paul Lincke in Berlin
Subtitle
Leben - Werk - Bedeutung
Author
Dr. sc. phil. Peter Spahn (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V92139
ISBN (eBook)
9783638053976
ISBN (Book)
9783638945875
Language
German
Tags
Paul Lincke Berlin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. sc. phil. Peter Spahn (Author), 2008, Paul Lincke in Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92139
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint