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Das Selbstkonzept von Kindern fördern. Unterrichtssequenz für Grundschüler auf Basis des Kinderbuchs “Das kleine Ich bin ich“

Titel: Das Selbstkonzept von Kindern fördern. Unterrichtssequenz für Grundschüler auf Basis des Kinderbuchs “Das kleine Ich bin ich“

Examensarbeit , 2018 , 60 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Annika Wiener (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage, die sich Lehrer oft stellen, ist, wie neben der Vermittlung von Kompetenzinhalten zusätzlich eine positive Identitätsentwicklung der Schüler angestoßen werden kann. Zudem muss entschieden werden, ob dies unterrichtsbegleitend über das Schuljahr hinweg und somit mehr spontan und nebenbei geschehen sollte oder ob man systematisch geplant und reflektiert, unter Schaffung geeigneter Lernsituationen, die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts unterstützen will. Mithilfe dieser Arbeit soll versucht werden, diesen Fragen eine Antwort zu geben.

Was genau unter dem Begriff des Selbstkonzepts zu verstehen ist und in welche Elemente es untergliedert werden kann, wird im Folgenden erläutert. Anschließend wird geklärt, wie sich das Selbstkonzept entwickelt, wodurch es beeinflusst wird und welche Bedingungen zur Entstehung eines positiven Konzepts wichtig sind. Dass das Selbstkonzept einige bedeutende Auswirkungen haben kann, die enormen Einfluss auf die Lebensgestaltung nehmen, wird daraufhin erläutert. Der Theorieteil schließt mit der knappen Beschreibung, ob und auf welche Weise das Selbstkonzept einer Person erfasst oder gemessen werden kann.

Es folgt der praktische Teil, der vorerst auf die ausgewählten Erhebungsverfahren eingeht und die Ergebnisse schildert. Infolge der Auswertung und der Betrachtung des amtlichen Lehrplans wird der Aufbau der Unterrichtssequenz grob skizziert und begründet. Daraus folgend werden Ziele genannt und die Auswahl der projektbasierenden Ganzschrift erläutert. Anschließend wird Einblick gegeben in den Ablauf der Sequenz. Die Arbeit schließt mit der Abschlussreflexion, die das Projekt und die Ergebnisse des zweiten Erhebungsverfahren rückblickend beurteilt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

A THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN

1. Begriffsklärungen

1.1 Das Selbstkonzept im Allgemeinen

1.2 Das akademische Selbstkonzept

1.3 Das nicht-akademische Selbstkonzept

1.3.1 Das soziale Selbstkonzept

1.3.2 Das emotionale Selbstkonzept

1.3.3 Das physische/körperliche Selbstkonzept

2. Entwicklung des Selbstkonzepts

2.1 Entwicklung abhängig vom Alter der Kinder

2.2 Entwicklung ausgehend von gewonnenen Informationen

2.2.1 Fremdbeurteilung

2.2.2 Soziale Vergleiche

2.2.3 Selbstbeobachtung

2.2.4 Sinnessysteme

2.3 Bedingungen für Entstehung eines positiven Selbstkonzepts

2.3.1 Allgemeine Bedingungen

2.3.2 Einfluss des Lehrers auf das Selbstkonzept

3. Auswirkungen des Selbstkonzepts

3.1 Die ‘‘sich selbst erfüllende Prophezeiung‘‘

3.2 Erlernte Hilflosigkeit

4. Erfassung des Selbstkonzepts

B PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG

1. Die Erhebungsverfahren und daraus gewonnene Erkenntnisse

1.1 Fragebogen zur Erfassung emotionaler und sozialer Schulerfahrungen von Grundschulkindern erster und zweiter Klassen (FEESS 1-2)

1.1.1 Aufbau

1.1.2 Durchführung in der Klasse 1a

1.1.3 Ergebnisse

1.2 Informeller Fragebogen

1.2.1 Inhalt

1.2.2 Ergebnisse

2. Didaktisch methodische Vorüberlegungen

2.1 Amtlicher Lehrplan

2.2 Aufbau der Unterrichtssequenz

2.3 Ziele

2.4 Auswahl der Ganzschrift

3. Ablauf

3.1 Einführungsstunde

3.2 Lesen des Buchs in verteilten Rollen

3.3 Gestaltung des Ich-Buchs

3.3.1 Äußere Merkmale – Körperkonzept

3.3.2 Stärken und Schwächen – Fähigkeitsselbstkonzept

3.3.4 Teil einer Gemeinschaft - Soziales Selbstkonzept

3.4 Abschlussgottesdienst

C REFLEXION UND SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Förderung ausgewählter Elemente des Selbstkonzepts von Kindern in der ersten Klasse. Ziel ist es, durch den Einsatz des Bilderbuchs "Das kleine Ich bin ich" sowie begleitender unterrichtlicher Maßnahmen eine positive Identitätsentwicklung anzustoßen, das Selbstbewusstsein der Schüler zu stärken und eine inklusive Klassengemeinschaft zu fördern.

  • Theoretische Fundierung des Selbstkonzept-Begriffs und dessen Teilbereiche.
  • Einsatz von Diagnoseverfahren wie dem FEESS 1-2 zur Erhebung des Selbstkonzepts.
  • Didaktische Planung einer Unterrichtssequenz basierend auf einer Ganzschrift.
  • Praktische Gestaltung eines "Ich-Buchs" zur Reflexion persönlicher Stärken und Schwächen.

Auszug aus dem Buch

1.2 Das akademische Selbstkonzept

Das akademische Selbstkonzept beinhaltet verschiedene Fähigkeitsselbstkonzepte einzelner Schulfächer. Im in Abbildung 2 gezeigten überarbeiteten Modell von MARSH U. SHAVELSON (1985) wird das akademische Selbstkonzept in ein mathematisch-akademisches und ein verbal-akademisches Selbstkonzept aufgeteilt, die laut Untersuchungen kaum miteinander korrelieren. Fächer wie Biologie, Geschichte und Geografie sind sowohl dem verbal-akademischen als auch dem mathematisch-akademischen Selbstkonzept zugeordnet, wohingegen Mathematik und Physik nur dem mathematischen und Fremdsprachen sowie Deutsch nur dem verbalen untergeordnet sind.

Es wird angenommen, dass schulischer Erfolg den Selbstwert einer Person steigert, wohingegen Misserfolg ihn verringern kann. Wer Erfolge allerdings auf externe Ursachen oder Zufall zurückführt und Misserfolge durch eigene Schwächen erklärt, der weist trotz Erfolge ein eher negatives akademisches Selbstkonzept auf.

Schüler neigen dazu, sich und die Selbstwahrnehmung ihrer akademischen Fähigkeiten mit der Klasse, dem externen Referenzrahmen, zu vergleichen. Die Folge ist, dass durchschnittlich Begabte beim Vergleich mit fähigeren Mitschülern ein geringeres akademisches Selbstkonzept zeigen, wohingegen sie beim Vergleich mit Schwächeren ein höheres akademisches Selbstkonzept aufweisen. Daneben gibt es auch den internen Vergleich. Dieser meint zum einen den Vergleich der verschiedenen Fähigkeitsgebiete einer einzigen Person. Wenn ein Schüler beispielsweise in allen Fächern deutlich unter dem Klassendurchschnitt liegt, im mathematischen Bereich aber immer noch besser abschneidet als im sprachlichen Bereich, so lässt sich im externen Referenzrahmen ein niedriges akademisches Selbstkonzept erwarten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert das Selbstkonzept sowie dessen Unterkategorien, wie das akademische, soziale, emotionale und physische Selbstkonzept, und ordnet sie in ein hierarchisches Modell ein.

2. Entwicklung des Selbstkonzepts: Hier wird erläutert, wie sich das Selbstkonzept abhängig vom Alter, durch soziale Vergleiche und Fremdbeurteilungen entwickelt und welche Bedingungen eine positive Entstehung begünstigen.

3. Auswirkungen des Selbstkonzepts: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische Phänomene wie die "sich selbst erfüllende Prophezeiung" und die "erlernte Hilflosigkeit" als Konsequenzen eines negativen Selbstkonzepts.

4. Erfassung des Selbstkonzepts: Hier wird dargelegt, dass das Selbstkonzept aufgrund seiner Komplexität nur indirekt durch Beobachtung und Befragung erschlossen werden kann.

1. Die Erhebungsverfahren und daraus gewonnene Erkenntnisse: Dieses Kapitel stellt die diagnostischen Methoden, insbesondere den FEESS 1-2 Fragebogen, vor und analysiert die Ausgangssituation der Schüler.

2. Didaktisch methodische Vorüberlegungen: Hier werden die unterrichtlichen Ziele, der Lehrplanbezug sowie die pädagogische Begründung für die Auswahl der Ganzschrift "Das kleine Ich bin ich" erläutert.

3. Ablauf: Dieses Kapitel beschreibt konkret die Durchführung der Unterrichtseinheiten, vom Einstieg über die Rollenarbeit bis zur Gestaltung des Ich-Buchs.

Schlüsselwörter

Selbstkonzept, Grundschule, Identitätsentwicklung, Fähigkeitsselbstkonzept, Soziales Selbstkonzept, Körperkonzept, FEESS 1-2, Ganzschrift, Das kleine Ich bin ich, Klassengemeinschaft, Reflexion, Selbstbewusstsein, pädagogische Diagnostik, Inklusion, Schulfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser schriftlichen Hausarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der Förderung von Elementen des Selbstkonzepts bei Kindern einer ersten Grundschulklasse durch eine gezielte Unterrichtssequenz.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem akademischen, sozialen und körperlichen Selbstkonzept sowie der Stärkung der Klassengemeinschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Kindern zu helfen, ihre eigene Person besser kennenzulernen, sich anzunehmen und ein positiveres Selbstbild zu entwickeln, um ihr schulisches und soziales Handeln zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung verwendet?

Es wurde unter anderem der standardisierte Test FEESS 1-2 eingesetzt, ergänzt durch einen informellen Fragebogen zur Erfassung des Körperkonzepts und der sozialen Integration.

Was wird im praktischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die Planung und Durchführung einer Unterrichtssequenz, die auf dem Bilderbuch "Das kleine Ich bin ich" basiert, einschließlich der Gestaltung eines individuellen "Ich-Buchs".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Selbstkonzept, Grundschule, Identitätsentwicklung, Klassengemeinschaft und pädagogische Diagnostik.

Wie spielt das "Ich-Buch" eine Rolle für die Schüler?

Das Ich-Buch dient als langfristiges Dokumentations- und Erinnerungsmittel, in dem die Kinder ihre Entwicklung, ihre Stärken und die positiven Rückmeldungen ihrer Mitschüler festhalten.

Warum wurde das Buch "Das kleine Ich bin ich" als Basis gewählt?

Die Ganzschrift wurde gewählt, da sie das Thema Identität und Einzigartigkeit kindgerecht aufbereitet und durch ihre Struktur und Bebilderung besonders für Erstleser gut geeignet ist.

Welche Rolle spielt das soziale Selbstkonzept im Projekt?

Da die soziale Integration im FEESS-Test auffällige Ergebnisse lieferte, wurden gezielt Kooperations- und Kommunikationsspiele eingesetzt, um den Zusammenhalt und die gegenseitige Akzeptanz in der Klasse zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Selbstkonzept von Kindern fördern. Unterrichtssequenz für Grundschüler auf Basis des Kinderbuchs “Das kleine Ich bin ich“
Note
1,00
Autor
Annika Wiener (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
60
Katalognummer
V921795
ISBN (eBook)
9783346243065
ISBN (Buch)
9783346243072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstkonzept kindern unterrichtssequenz grundschüler basis kinderbuchs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Wiener (Autor:in), 2018, Das Selbstkonzept von Kindern fördern. Unterrichtssequenz für Grundschüler auf Basis des Kinderbuchs “Das kleine Ich bin ich“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/921795
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Leseprobe aus  60  Seiten
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