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Welche Staatsbürgerschaftsregime bieten die besten Bedingungen für Integration und Partizipation?

Title: Welche Staatsbürgerschaftsregime bieten die besten Bedingungen für Integration und Partizipation?

Bachelor Thesis , 2019 , 47 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Untrennbar mit Migration und deren politischer Steuerung verbunden ist und bleibt die Frage nach der Klärung des Begriffs der „Integration“ und der Schaffung der bestmöglichen Bedingungen für die Integration von Migranten und Ausländern in Europa. Diese Arbeit fokussiert sich hierbei auf den Aspekt des Staatsbürgerschaftserwerbs. Nach einer theoretischen Einbettung zum Begriff der Integration werden anhand dieser theoretischen Aspekte Staatsbürgerschaftsregime in verschiedenen europäischen Staaten erläutert und analysiert. Anschließend wird eruiert, welchen Einfluss Staatsbürgerschaftspolitiken auf Integration und Inklusion besitzt und welche ihrer Ausprägungen Faktoren für gelungene Integration sein können – nachgegangen wird u.a. der Frage, ob die Staatsbürgerschaft als Ziel am Ende einer gelungenen Integration stehen soll – oder ob die Staatsbürgerschaft als Werkzeug mit restriktiveren Voraussetzungen die Integration fördern kann.

Der Fokus dieser Arbeit wird auf dem Prozess der Einbürgerung (Naturalisation) von Migrantinnen und Migranten bzw. Ausländern der ersten und teilweise zweiten Generation liegen, also allen Anforderungen und Prozessen, die Einbürgerungswillige zum Erhalt der Staatsangehörigkeit zu erfüllen bzw. zu durchlaufen haben. Auf Basis der oben genannten Literatur werden diachrone und synchrone Vergleiche anhand der in der Literatur und Kapitel 3 angeführten Kriterien durchgeführt: Vor der Naturalisation bzw. während dessen Beantragung (unter Berücksichtigung positiver und hemmender Faktoren auf die Motivation der Bewerberinnen und Bewerber), sowie nach der erfolgten Verleihung der Staatsangehörigkeit. Die Verwendung des Begriffes „Staatsangehörigkeit“ wird in dieser Arbeit lediglich als der formale Aspekt der Zugehörigkeit zu einem Staat in Verbindung mit den daraus resultierenden Rechten und Pflichten verstanden. falls von „Staatsbürgerschaft“ das Wort ist, liegt die Betonung auf dessen partizipativem Wesen, welches über die formalen Beschreibungen der Staatsangehörigkeit hinausgeht.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Abstract

1.2 Thema, Aufbau, Ziele und Begriffsdefinitionen

1.3 Methoden, offene Fragestellungen, Probleme und Fallauswahl

2. Staatsbürgerschaftsregime: Grundlagen

2.1 Geschichte und Entwicklung der Staatsbürgerschaft

2.2 Die Naturalisation/Einbürgerung

3. Theoretische Einbettung: Partizipations- und Integrationsformen

4. Fallauswahl

4.1 Die Schweiz

4.2 Frankreich

4.3 Deutschland

4.4 Die Niederlande

V.1 Soziale Integration

V.2 Politische Partizipation

V.3 Ökonomische Integration

5. Conclusio

5.1. Fazit

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen verschiedene Staatsbürgerschaftsregime auf die Integration und politische Partizipation von Migranten haben. Dabei wird analysiert, ob eine Senkung der Hürden für den Erwerb der Staatsangehörigkeit tatsächlich zu einer besseren sozialen, ökonomischen und politischen Integration führt oder ob andere Faktoren wie Bildung und Alter eine entscheidende Rolle spielen.

  • Analyse europäischer Staatsbürgerschaftsregime und deren rechtlicher Grundlagen.
  • Vergleich von Naturalisationsmodellen (liberale vs. restriktive Regime).
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Staatsbürgerschaftserwerb und ökonomischer Integration.
  • Bewertung der Rolle von Einbürgerungsprozessen für die politische Partizipation.
  • Ableitung von Empfehlungen für eine integrationsfördernde Gestaltung von Staatsbürgerschaftspolitiken.

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschichte und Entwicklung der Staatsbürgerschaft

Frühe Formen der Staatsbürgerschaft sind bereits im antiken Athen zu finden, jedoch hat dieses Konzept als Akkumulation von Rechten und Pflichten gegenüber einem Staat (im historischen Kontext eher „Staatlichkeit“) einen langen und wechselhaften Evolutionsprozess hinter sich. Bedeutend ist dabei der Übergang in die Neuzeit, in der der Staat nicht mehr auf religiöser Basis steht und kein „gottgewolltes“ Konstrukt mehr ist: „[…] der Übergang zur Moderne [geht] mit einer Abwendung von ‚natürlich‘ bzw. gottgewollten Ungleichheiten der Feudalgesellschaft einher, hin zu einer Ordnung auf Basis von weltlichem Recht und rechtlicher Gleichheit. Vormoderne Gesellschaften basieren auf religiöser Vergemeinschaftung und moderne Gesellschaften auf rechtlicher Ordnung. Zugespitzt formuliert wird die Religion nun durch die Nation als Vergemeinschaftungsmittel abgelöst und der Nationalstaat wirkt als eine Art Ersatzreligion“.

Mit der französischen Revolution und der daraus folgenden Revolutionsverfassung entstand 1791 erstmals eine schriftliche Definition der Staatsbürgerschaft, wie wir sie heute kennen. Der französische Staat verstand sich nun nicht mehr als reines Herrschaftsgebilde, sondern als Verbund von Bürgern und „exportierte“ sein Konzept der Staatsbürgerschaft schnell nach ganz Europa. David Reichelt bezeichnet das heutige Konzept der Staatsbürgerschaft als „Gleichheitgenerierendes Instrument vor dem Hintergrund der Nationsbildungen zu Zeiten der bürgerlichen und industriellen Revolution“ und erläutert dies anhand einer Studie von Roger Brubaker durch die Beispiele Frankreichs und Deutschlands.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsinteresse, die Zielsetzung sowie die methodischen Herausforderungen bei der Analyse von Staatsbürgerschaftsregimen und Integrationsprozessen vor.

2. Staatsbürgerschaftsregime: Grundlagen: Es werden die historischen Entwicklungen sowie die zentralen rechtlichen Prinzipien wie Ius Soli und Ius Sanguinis als Basis für die weitere Analyse definiert.

3. Theoretische Einbettung: Partizipations- und Integrationsformen: Das Kapitel führt die theoretischen Rahmenbedingungen ein, um soziale, politische und ökonomische Integration quantifizierbar zu machen.

4. Fallauswahl: Hier erfolgt eine detaillierte vergleichende Untersuchung der Staatsbürgerschaftsregime ausgewählter europäischer Staaten sowie spezifischer Indikatoren für Integrationserfolge.

5. Conclusio: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengeführt, um zu bewerten, welche Bedingungen für eine erfolgreiche Integration in verschiedenen Staatsbürgerschaftsregimen maßgeblich sind.

Schlüsselwörter

Staatsbürgerschaft, Naturalisation, Einbürgerung, Integration, politische Partizipation, Ius Soli, Ius Sanguinis, Migration, soziale Integration, ökonomische Integration, Staatsangehörigkeitsrecht, Migrationspolitik, kulturelle Adoption, Migranten, Europäische Staaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Staatsbürgerschaftsregime in europäischen Ländern die Integration und politische Teilhabe von Migranten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Grundlagen des Staatsbürgerschaftserwerbs, den Prozessen der Naturalisation und deren Auswirkung auf soziale, ökonomische und politische Integrationsindikatoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, welche Staatsbürgerschaftsregime die besten Bedingungen für eine gelungene Integration bieten und ob der Erwerb der Staatsbürgerschaft als Werkzeug die Integration aktiv fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien, Daten aus dem Migrant Policy Index (MIPEX) sowie sozio-ökonomischen Daten, um diachrone und synchrone Vergleiche zu ziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung der Begriffe, die Untersuchung ausgewählter Fallbeispiele (Schweiz, Frankreich, Deutschland, Niederlande) sowie eine Analyse spezifischer Integrationsaspekte wie soziale Identifikation und Arbeitsmarkterfolg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Naturalisation, Staatsbürgerschaftsregime, politische Partizipation, Ius Sanguinis, Ius Soli und Integrationserfolge von Migranten.

Warum ist das Beispiel der Schweiz in der Analyse ein Sonderfall?

Die Schweiz wird als Sonderfall betrachtet, da der Einbürgerungsprozess zusätzlich zur Bundesebene stark auf kantonaler und kommunaler Ebene geprägt ist und teils direkt-demokratische Entscheidungsmechanismen beinhaltet.

Welches Fazit ziehen die Autoren bezüglich des „Aquisition Effect“?

Die Analyse zeigt, dass der Erwerb der Staatsbürgerschaft zwar positive Effekte auf die politische Partizipation hat, jedoch der Erfolg der Integration auch stark von anderen Faktoren wie dem Alter, dem Bildungsstand und dem familiären Hintergrund abhängt.

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Details

Title
Welche Staatsbürgerschaftsregime bieten die besten Bedingungen für Integration und Partizipation?
College
University of Vienna  (Institut für Politikwissenschaft)
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
47
Catalog Number
V921840
ISBN (eBook)
9783346242907
ISBN (Book)
9783346242914
Language
German
Tags
Staatsbürgerschat Naturalisation Einbürgerung Migration Migranten Integration Staatsangehörigkeit Staatsangehörigkeitsrecht Partizipation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Welche Staatsbürgerschaftsregime bieten die besten Bedingungen für Integration und Partizipation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/921840
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