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Wie gelingt die Transition zu einer nachhaltigen Mobilität?

Eine Perspektive der Praxistheorie und Verhaltensökonomie

Titel: Wie gelingt die Transition zu einer nachhaltigen Mobilität?

Seminararbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie kann der modal shift zu nachhaltigen Verkehrsträgern im Individualverkehr aus der Perspektive von Praxistheorie und Verhaltensökonomie gelingen?

Das Ziel der Arbeit ist es, das Verhalten im Bereich der Mobilität bezüglich der verschiedenen Verkehrsträger mithilfe verschiedener theoretischer Ansätze zu untersuchen und Ausblicke auf mögliche Nachhaltigkeitstransitionen auf Grundlage der theoretischen Basis zu geben.

Da es von diversen Faktoren abhängt, ob Individuen sich für das Automobil, das Fahrrad, den öffentlichen Nahverkehr oder andere Formen der Mobilität entscheiden sollen diese Entscheidungen anhand von praxistheoretischen und verhaltensökonomischen Ansätzen analysiert werden, um eine möglichst breite Perspektive auf das Thema zu ermöglichen. Hierfür sollen die Ansätze der Praxistheorie und Verhaltensökonomie skizziert und anschließend mit der Fragestellung in Beziehung gesetzt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Praxistheorie

2.2 Praxistheorie und Mobilität

2.3 Verhaltensökonomie

2.4. Verhaltensökonomie und Mobilität

3. Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick

4. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Mobilitätsverhalten und die Möglichkeiten eines Wandels zu nachhaltigen Verkehrsträgern im Individualverkehr, indem sie die theoretischen Ansätze der Praxistheorie und der Verhaltensökonomie gegenüberstellt und auf ihre Anwendbarkeit prüft.

  • Vergleich von Praxistheorie und Verhaltensökonomie in der Mobilitätsforschung
  • Analyse der Wirksamkeit staatlicher Interventionen und politischer Maßnahmen
  • Untersuchung von Faktoren wie Bequemlichkeit, Statussymbolen und sozialen Praktiken
  • Bedeutung von Nudging und Framing für die Förderung nachhaltiger Mobilität

Auszug aus dem Buch

2.1. Praxistheorie

Im Fokus der Praxistheorie stehen nicht individuelle Muster von Verhalten und Handlung, sondern sozialen Praktiken, die durch alltägliche Routinen, Sequenzen, Dispositionen und dem praktischen Bewusstsein von Individuen bedingt werden. Michel Foucault, Anthony Giddens und Pierre Bourdieu gehören zu den prominentesten Vertretern der Praxistheorie: Bourdieu prägte 1972 den Begriff „Theorie der Praxis“ und damit die Unterscheidung zwischen subjektivistischer und objektivistischer Perspektive (vgl. Schäfer 2016, S. 11). Das praxistheoretische Konzept von Anthony Giddens postuliert Handeln und Struktur – „agency“ and „structure“ - als sich gegenseitig bedingende Ebenen. Den verschiedenen Ansätzen gemein ist die Annahme, dass Praktiken durch Akteure produziert und reproduziert werden und aus den Perspektiven diverser Dimensionen betrachtet werden können, etwa als Dichotomie von Individuen und Gesellschaft oder Makro- und Mikroperspektiven.

Praktiken stehen nicht allein, sondern bewegen sich stets in einem Feld und befinden sich in Beziehungen zu anderen Praktiken. Sie bestehen also nur relational zu anderen Praktiken und unabhängig von Individuen, werden aber durch ihre Zirkulation auch von individuellen Denk-, Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen abhängig. Nicht die Strukturen bedingen die Praktiken, sondern die Praktiken konstituieren sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft, wie Theodore Schatzki es formuliert: “By virtue of the understandings and intelligibilities they carry, practices are where the realms of sociality and individual mentality/activity are at once organized and linked. Both social order and individuality, in other words, result from practices“ (Schatzki 1996, S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des motorisierten Individualverkehrs ein und leitet die Fragestellung zur Transition zu nachhaltigen Verkehrsträgern aus Sicht der Praxistheorie und Verhaltensökonomie ab.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das Fundament, indem es die Ansätze der Praxistheorie und der Verhaltensökonomie theoretisch verortet und auf das Feld der Mobilität anwendet.

2.1. Praxistheorie: Hier werden die Kernelemente der Praxistheorie vorgestellt, wobei der Fokus auf dem relationalen Charakter sozialer Praktiken und deren Konstituierung durch Akteure liegt.

2.2 Praxistheorie und Mobilität: In diesem Abschnitt wird diskutiert, wie sich die Praxistheorie auf Mobilitätsentscheidungen anwenden lässt und welche Rolle materielle Strukturen bei der Etablierung nachhaltiger Praktiken spielen.

2.3 Verhaltensökonomie: Dieses Kapitel beleuchtet das Konzept der beschränkten Rationalität und erklärt, wie durch die Gestaltung von Entscheidungssituationen irrationales Verhalten beeinflusst werden kann.

2.4. Verhaltensökonomie und Mobilität: Hier wird die praktische Anwendung verhaltensökonomischer Instrumente wie Nudging und Framing zur Förderung nachhaltiger Mobilitätsentscheidungen analysiert.

3. Zusammenfassung, Diskussion und Ausblick: Das Kapitel führt die Erkenntnisse beider Theorien zusammen, diskutiert ihre Stärken und Schwächen bei der Umsetzung nachhaltiger Transitionen und zieht ein Fazit für die Politik.

4. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Nachhaltige Mobilität, Praxistheorie, Verhaltensökonomie, Individualverkehr, Modal Shift, soziale Praktiken, Nudging, Framing, Nachhaltigkeitstransition, Entscheidungstheorie, Klimawandel, Mobilitätsverhalten, Verkehrspolitik, Rationalität, Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie ein Übergang (Modal Shift) zu nachhaltigen Verkehrsträgern im Individualverkehr aus zwei wissenschaftlichen Perspektiven – der Praxistheorie und der Verhaltensökonomie – verstanden und gefördert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Einfluss von alltäglichen Routinen, die Bedeutung von Entscheidungssituationen, die Rolle des Staates als Akteur sowie die Wirksamkeit von politischen Instrumenten zur Verhaltensänderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie kann der Modal Shift zu nachhaltigen Verkehrsträgern im Individualverkehr aus der Perspektive von Praxistheorie und Verhaltensökonomie gelingen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der existierende wissenschaftliche Konzepte und aktuelle Fallbeispiele (wie das 1-2-3-Klimaticket oder Pop-Up-Radwege) gegenübergestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Praxistheorie und Verhaltensökonomie sowie deren spezifische Anwendung auf das Mobilitätsverhalten, inklusive einer Diskussion über die Wirksamkeit von Anreizen und politischen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nachhaltige Mobilität, Praxistheorie, Verhaltensökonomie, Nudging, Framing und Verkehrswende.

Wie unterscheidet sich die praxistheoretische Sicht auf den Staat von der verhaltensökonomischen Sicht?

Während die Praxistheorie den Staat primär in der Rolle der Bereitstellung von Infrastrukturen sieht, um soziale Praktiken zu ermöglichen, fokussiert die Verhaltensökonomie auf die Korrektur individueller irrationaler Entscheidungsprozesse durch Nudges oder Framing.

Was besagt die Praxistheorie bezüglich individueller Handlungsmacht?

Die Praxistheorie betont, dass das Individuum weniger autonom entscheidet, sondern in soziale Praktiken eingebettet ist; die Handlungsmacht des Einzelnen ist somit begrenzt, da Praktiken durch Akteure und materielle Strukturen konstituiert werden.

Inwiefern beeinflusst Framing die Mobilitätsentscheidung laut der Arbeit?

Durch die Art der Darstellung (z.B. das Fahrrad als „zeitgemäß“ vs. das Auto als „verstaubt“) können Entscheidungsprozesse beeinflusst werden, da das Framing die Bedeutung eines Verkehrsmittels für die soziale Zugehörigkeit neu definiert.

Warum reichen finanzielle Anreize laut den Autoren oft nicht aus?

Weil Mobilitätsverhalten stark durch habituelle Routinen, soziale Normen und den Wunsch nach persönlichem Komfort (Convenience) geprägt ist, welche durch rein preispolitische Maßnahmen nicht hinreichend adressiert werden können.

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Details

Titel
Wie gelingt die Transition zu einer nachhaltigen Mobilität?
Untertitel
Eine Perspektive der Praxistheorie und Verhaltensökonomie
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Department für Sozioökonomie)
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V922022
ISBN (eBook)
9783346247087
ISBN (Buch)
9783346247094
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Nachhaltigkeit praxistheorie verhaltensökonomie praxeologie modal shift transition mobilität verkehr sustainability
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Wie gelingt die Transition zu einer nachhaltigen Mobilität?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922022
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Leseprobe aus  15  Seiten
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