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Die Areté bei Aristoteles. Ist die Tugend die Mitte?

Título: Die Areté bei Aristoteles. Ist die Tugend die Mitte?

Trabajo Escrito , 2019 , 13 Páginas

Autor:in: Aysina Kocer (Autor)

Filosofía - Filosofía de la Edad Antigua
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Die vorliegende Hausarbeit beruht darauf, wie die Aussage, dass die Tugend (areté) eine Mitte ist, zu verstehen ist. Dabei basiert die Analyse der These auf der "Nikomachischen Ethik" des Aristoteles, wobei der Schwerpunkt auf dem zweiten Buch liegt.

Im ersten Schritt wird das zu untersuchende Kapitel in den Gesamtkontext eingegliedert, um dann mit der eigentlichen Analyse beginnen zu können. Hierbei wird die Entstehung der ethischen areté durch die Gewohnheit dargestellt, welche dann die Definition dieser ermöglicht. Es bildet den Übergang zu der Unterscheidung der Gutheit gemäß ihrer Gattung und im Anschluss ihrer Spezies nach. Dabei liegt der Fokus darauf, wie diese als eine Mitte zu verstehen ist. Auch, wenn die populäre Lehre der Mesotes im zweiten Buch ausgearbeitet wird, bleibt sie doch unvollständig, weil sie erst im sechsten Buch und vor allem im vierten Kapitel des neunten Buches über die Freundschaft vollständig erarbeitet wird. Da dies aber den Rahmen sprengen würde, bildet das zweite Buch das Herzstück der Hausarbeit. Letztlich werden die wesentlichen Ergebnisse kurz zusammengefasst dargestellt. Das Fazit schließt die vorliegende Arbeit ab.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung der ethischen areté

2.1 Die Entstehung der ethischen areté durch die Gewohnheit

2.2 Die vermeintliche Kontradiktion

3 Definition der areté der Gattung nach

3.1 Die ethische areté als eine hexis

4 Definition der areté der Spezies nach

4.1 Generelle Bedeutung der Mitte

4.2 Die ethische areté als eine Mitte

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aristotelische Aussage, dass die Tugend (areté) als eine Mitte zu verstehen ist, wobei der Fokus auf dem zweiten Buch der Nikomachischen Ethik liegt, um die Entstehung, Definition und Wesensart der ethischen Tugend systematisch zu klären.

  • Die Genese der ethischen Tugend durch Gewöhnung und Erziehung.
  • Die Auflösung der vermeintlichen Kontradiktion zwischen Handeln und Sein.
  • Die kategoriale Bestimmung der Tugend als hexis (Disposition).
  • Die Bedeutung der Mitte (mesotes) in Bezug auf Affekte und Handlungen.
  • Das Verhältnis von Vernunft, ergon und eudaimonia in der aristotelischen Ethik.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die vermeintliche Kontradiktion

Im dritten Kapitel des zweiten Buches thematisiert Aristoteles eine Schwierigkeit, welche sich bei genauerem Hinblick auf die Tugend bildet. Diese Problematik besteht darin, wie es möglich ist, die Tugend der Gerechtigkeit zu erwerben, indem man gerecht handelt, wenn gerecht zu sein eine Bedingung dafür ist, dass man überhaupt gerecht agieren kann.

Beginnend mit dem Herstellungswissen stellt sich hier die Frage, ob es sich nicht auch dabei um ein Paradox handelt. Denn auch hier sind die Tätigkeiten, in denen das Herstellungswissen ausgeübt wird, auszuführen, um eine bestimmte techné erlernen zu können.

Im Falle des Herstellungswissens löst sich das Paradox, denn wenn jemand sich aus Zufall oder unter Anleitung grammatikalisch korrekt ausdrückt, spricht man noch nicht von einem Experten der Grammatik. Von solch einem Grammatiker kann erst gesprochen werden, sofern jener die grammatikalischen Ausdrücke eigenständig und in Abwesenheit jeglicher Anleitung bildet. Dabei ist zwischen dem dauerhaften Eigentum eines techné-Könnens und einzelnen Taten zu differenzieren.

Nun muss das Paradox, welches sich aus der Tugend ergibt, gelöst werden. Denn trotz Ähnlichkeiten sind die Dinge der techné anders als die der Tugend. Beim Herstellungswissen haben die Produkte das Gut in sich, wohingegen bei den Produkten der Tugend der Mensch in einer bestimmten Verfassung handelt. Sprich, der Handelnde muss erstens wissend (eidos), zweitens vorsätzlich (prohairoumenos) und drittens aus fester und beständiger Disposition (hexis) heraus handeln. Nicht das Wissen, sondern die letzten beiden Bedingungen bilden hier das Gerüst, um das Paradox lösen zu können. Durch Anweisungen sowie gleiches Handeln wie der Gerechte, ohne dabei selbst gerecht zu sein, kann der Mensch demzufolge gerechte Handlungen vollbringen. Schließlich ist der Besitz von Gerechtigkeit als Charakterdisposition sowie das Handeln mittels einer bestimmten Verfassung die Voraussetzung dafür, gerechte Handlungen ausführen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Bedeutung der Tugend als Mitte innerhalb der aristotelischen Ethik vor und legt den methodischen Fokus auf das zweite Buch der Nikomachischen Ethik.

2 Entstehung der ethischen areté: Dieses Kapitel erörtert, wie ethische Tugenden nicht natürlich vorgegeben sind, sondern durch Gewöhnung, Erziehung und stetige Übung erst im Menschen ausgebildet werden.

2.1 Die Entstehung der ethischen areté durch die Gewohnheit: Hier wird dargelegt, dass Tugendhaftigkeit keine angeborene Eigenschaft ist, sondern durch die wiederholte Ausübung bestimmter Tätigkeiten als Charakterdisposition erworben wird.

2.2 Die vermeintliche Kontradiktion: Dieses Kapitel löst den Widerspruch auf, wie man gerecht handeln kann, um gerecht zu werden, indem zwischen bloßer Handlung und der gefestigten Disposition (hexis) unterschieden wird.

3 Definition der areté der Gattung nach: Es wird untersucht, wie die Tugend in die Kategorie der Dispositionen (hexis) eingeordnet wird, wobei Affekte und Anlagen als Ausgangspunkte dienen.

3.1 Die ethische areté als eine hexis: Das Kapitel präzisiert den Begriff hexis als eine beständige Eigenschaft, die den Menschen befähigt, sich in Bezug auf Affekte und Handlungen angemessen zu verhalten.

4 Definition der areté der Spezies nach: Hier wird der spezifische Charakter der Tugend als Mitte näher bestimmt, um das Wesen der ethischen Tugend weiter zu konkretisieren.

4.1 Generelle Bedeutung der Mitte: Aristoteles erläutert hier die Lehre vom Kontinuum und das Verhältnis von Maß und Mitte, sowohl im arithmetischen als auch im situationsbezogenen Sinne.

4.2 Die ethische areté als eine Mitte: Abschließend wird die Tugend als mesotes definiert, die Handlungen und Affekte zwischen den Extremen des Übermaßes und des Mangels reguliert.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und ordnet die Bedeutung der Mitte im Kontext des gesamten Werkes von Aristoteles ein.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Areté, Tugend, Mitte, Mesotes, Eudaimonia, Hexis, Ethik, Charakterdisposition, Gewohnheit, Erziehung, Handlung, Ergon, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aristotelische Lehre aus der Nikomachischen Ethik, in der die Tugend (areté) als eine "Mitte" zwischen zwei Extremen definiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entstehung von Tugenden durch Gewöhnung, die kategoriale Einordnung als Charakterdisposition (hexis) und die Bestimmung des Mittleren (mesotes).

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie ist die Aussage zu verstehen, dass die Tugend (areté) eine Mitte ist?

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wird eine textanalytische Untersuchung des zweiten Buches der Nikomachischen Ethik des Aristoteles durchgeführt, gestützt durch relevante Sekundärliteratur.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die genetische Erklärung der Tugendentstehung, die logische Definition der Tugend als hexis und die philosophische Herleitung der Lehre von der Mitte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Areté, Mesotes, Hexis, Charakterdisposition und die aristotelische Eudaimonia-Lehre.

Wie löst Aristoteles laut dieser Arbeit das Paradoxon des Tugenderwerbs?

Das Paradoxon wird gelöst, indem zwischen der bloßen Handlung und der gefestigten Disposition unterschieden wird; man wird durch wiederholtes, tugendhaftes Handeln schließlich selbst tugendhaft.

Welche Bedeutung kommt der Vernunft (logos) bei der Bestimmung der Mitte zu?

Die Vernunft ist entscheidend, da der Mensch durch sie in der Lage ist, die Mitte in Bezug auf sich selbst und die jeweilige Situation angemessen zu bestimmen.

Inwiefern unterscheidet sich die Mitte bei Aristoteles von einem arithmetischen Durchschnitt?

Die Mitte bei Aristoteles ist keine starre mathematische Größe, sondern eine situationsabhängige Angemessenheit, die zwischen den Extremen des Mangels und des Übermaßes variieren kann.

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Detalles

Título
Die Areté bei Aristoteles. Ist die Tugend die Mitte?
Universidad
University of Mannheim
Autor
Aysina Kocer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
13
No. de catálogo
V922321
ISBN (Ebook)
9783346244529
ISBN (Libro)
9783346244536
Idioma
Alemán
Etiqueta
areté aristoteles tugend mitte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Aysina Kocer (Autor), 2019, Die Areté bei Aristoteles. Ist die Tugend die Mitte?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922321
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