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Theorien der Arbeitslosigkeit und der Vollbeschäftigung

Title: Theorien der Arbeitslosigkeit und der Vollbeschäftigung

Term Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Antje Leiner (Author)

Business economics - Economic Policy
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Arbeitslosigkeit kann neben der Inflation als eines der bedeutendsten Probleme großer Wirtschaftssysteme bezeichnet werden. Seit 1975 hält die Dauerarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland an. Viele Ökonomen haben sich mit diesem Problem auseinandergesetzt. Es gibt eine Reihe von Theorien die versuchen Arbeitslosigkeit zu erklären, um so Möglichkeiten zur Beseitigung zu eröffnen.

Die neoklassische Theorie sucht jenseits ihrer Vollbeschäftigungsmodelle, die stets aus den grundlegenden Annahmen der Preisflexibilität hervorgehen, nach Erklärungen für die empirisch unbestreitbare Existenz der Arbeitslosigkeit. Mit den Lohnrigiditäten in den neoklassischen Kontrakttheorien (Risikomodell, Anreizmodell) versucht man diesem Erklärungsdruck zu begegnen. Andererseits versuchen einige Keynesianischen Theorien zu zeigen, dass die Vollbeschäftigung die Ausnahme, Arbeitslosigkeit hingegen eher das Übliche in den Makroökonomien ist.
In der vorliegenden Arbeit werden diese theoretischen Überlegungen dargestellt und miteinander vergleichen.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Neoklassische Erklärung der Arbeitslosigkeit

1.1. Das neoklassische Vollbeschäftigungsmodell

1.1.1. Die Arbeitsnachfrage

1.1.2. Das Arbeitsangebot

1.2. Rigide Löhne

1.2.1. Kontrakttheorien

1.2.1.1. Risikomodell

1.2.1.2. Anreizmodell

2. Keynesianische Erklärung der Arbeitslosigkeit

2.1. Der Arbeitsmarkt bei gegebenem Produktionsvolumen

2.1.1. Die Arbeitsnachfrage

2.1.2. Das Arbeitsangebot

2.2. Der Arbeitsmarkt bei Veränderung des Produktionsvolumen

3. Vergleich

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das Phänomen der Dauerarbeitslosigkeit durch einen theoretischen Vergleich zwischen neoklassischen und keynesianischen Ansätzen zu erläutern und deren unterschiedliche Erklärungsmodelle einander gegenüberzustellen.

  • Neoklassische Vollbeschäftigungsmodelle und die Bedeutung von Preisflexibilität
  • Die Rolle von Lohnrigiditäten und Kontrakttheorien bei der Entstehung von Arbeitslosigkeit
  • Keynesianische Arbeitsmarktbetrachtung bei gegebenem und variablem Produktionsvolumen
  • Die Abhängigkeit des Arbeitsmarktes von Güter- und Vermögensmärkten
  • Vergleichende Analyse der theoretischen Funktionsweisen und wirtschaftspolitischen Implikationen

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Kontrakttheorien

Der Arbeitsmarkt kann niemals dem idealen Modell eines Marktes entsprechen. Markträumungs- und Gleichgewichtsmechanismen können nur eingeschränkt vonstatten gehen. “Denn das würde erfordern, daß sich in einer Welt, die ständigen Schwankungen und Änderungen unterworfen ist, die Preise stets den jeweils aktuellen Gleichgewichtsbedingungen anpassen und somit ständige Räumung des Marktes sicherstellen.“ Dazu müssten die Löhne ständig dem jeweiligen Arbeitsangebot bzw. der Arbeitsnachfrage angeglichen werden, was mit sehr hohem Aufwand für die Marktteilnehmer verbunden ist. Anbieter und Nachfrager bevorzugen daher beständige Preise. Nachfrager haben dann keine andauernden Such- und Informationskosten zu tragen. Anbieter erzielen Vorteile aus einem beständigen Kundenkreis. Stabile Preise existieren, wenn sich Käufer und Verkäufer explizit verpflichten, diese für einen bestimmten Zeitraum fest zu setzten. „Marktteilnehmer können aber größere Stabilität auch dadurch anbieten, daß sie nach Möglichkeit über kontraktliche Bedingungen hinaus an stabilen Preisen festhalten. Wir sprechen dann von „impliziten Kontrakten“, die für einige Zeit nicht einklagbare, sondern auf Vertrauensbasis beruhende Preisstarrheit einhalten.“

Da der Arbeitsmarkt ein schwer überschaubarer Markt ist, legen besonders hier die Teilnehmer Wert auf beständige Löhne. „Implizite Kontrakte“ finden neben den Forderungen der Gewerkschaften nach Lohnstarrheit ihre Anwendung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Relevanz der Dauerarbeitslosigkeit als zentrales wirtschaftspolitisches Problem identifiziert und die Vorgehensweise anhand der gewählten Fachliteratur dargelegt.

1. Neoklassische Erklärung der Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Marktmodellen mit flexiblen Preisen und diskutiert, wie Lohnrigiditäten sowie Kontrakttheorien das Entstehen von Arbeitslosigkeit innerhalb neoklassischer Annahmen erklären können.

2. Keynesianische Erklärung der Arbeitslosigkeit: Hier wird der Arbeitsmarkt als abhängige Größe von Güter- und Vermögensmärkten analysiert, wobei das Arbeitsangebot als exogene Variable betrachtet und die Auswirkung von Produktionsvolumenschwankungen untersucht wird.

3. Vergleich: Die wesentlichen Unterschiede in den Funktionsweisen und Grundannahmen beider Theorien werden gegenübergestellt, wobei insbesondere auf die Rolle von Lohnrigiditäten und die Steuerungsmöglichkeiten der Wirtschaftspolitik eingegangen wird.

Schlüsselwörter

Arbeitslosigkeit, Vollbeschäftigung, Neoklassik, Keynesianismus, Lohnrigidität, Kontrakttheorien, Arbeitsmarkt, Reallohn, implizite Kontrakte, Produktionsvolumen, Gleichgewichtsmechanismus, Markträumung, Anreizmodell, Risikomodell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Hintergründe von Arbeitslosigkeit und Vollbeschäftigung aus der Sicht zweier bedeutender ökonomischer Denkschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Erklärung von Arbeitslosigkeit durch Preisflexibilität, Lohnstarrheit, Kontrakttheorien sowie die Abhängigkeit des Arbeitsmarktes von anderen Wirtschaftsbereichen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Hauptziel besteht darin, die neoklassischen und keynesianischen Überlegungen zur Dauerarbeitslosigkeit darzustellen und diese Ansätze in einem direkten Vergleich kritisch gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer komparativen Untersuchung ausgewählter ökonomischer Fachliteratur basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die neoklassische Darstellung (inklusive Kontrakttheorien) und die keynesianische Erklärung, wobei jeweils die Mechanismen von Arbeitsangebot und -nachfrage analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Arbeitslosigkeit, neoklassische Theorie, Keynesianismus, Lohnrigidität und Kontrakttheorien definieren.

Was genau versteht man im Kontext der Neoklassik unter dem "Risikomodell"?

Das Risikomodell beschreibt, dass Arbeitnehmer aufgrund ihres Sicherheitsbedürfnisses stabile Löhne bevorzugen und daher bereit sind, im Durchschnitt auf eine Lohnhöhe zu verzichten, die bei schwankenden Marktlagen gewinnoptimal wäre.

Warum ist laut Keynes ein Eingriff der Wirtschaftspolitik notwendig?

Da der Arbeitsmarkt im keynesianischen Modell keine selbstregulierenden Kräfte zur Erreichung von Vollbeschäftigung besitzt, ist eine wirkungsvolle Wirtschaftspolitik essenziell, um auf die Marktergebnisse einzuwirken.

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Details

Title
Theorien der Arbeitslosigkeit und der Vollbeschäftigung
College
University of Applied Sciences Berlin  (FB Wirtschaft)
Grade
1,3
Author
Antje Leiner (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V9223
ISBN (eBook)
9783638159876
ISBN (Book)
9783638640909
Language
German
Tags
Keynes Neoklassik Arbeitslosigkeit Vollbeschäftigung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Leiner (Author), 2003, Theorien der Arbeitslosigkeit und der Vollbeschäftigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9223
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