Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Strukturen und Wirkungen von Bildungsmaßnahmen für sozial benachteiligte Jugendliche - Eine Langzeitevaluation am Beispiel der Maßnahme "Wege zur Arbeit"

Title: Strukturen und Wirkungen von Bildungsmaßnahmen für sozial benachteiligte Jugendliche - Eine Langzeitevaluation am Beispiel der Maßnahme "Wege zur Arbeit"

Diploma Thesis , 2002 , 80 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Marina Blüthmann (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Jugend ist die Zukunft unserer Gesellschaft. Das ist eine oft gehörte, gesagte und gelesene Aussage. Diese sollte von Politik und Gesellschaft ernst genommen werden. Es ist ein großer Einsatz von Ideen und Investitionen notwendig, um der Jugend auch die Chance zu geben, die Zukunft zu sein.
Nicht alle jungen Menschen haben die gleichen Voraussetzungen, ihr Leben selbstständig nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Einige von ihnen benötigen Hilfe und Unterstützung auf ihrem Lebensweg. Diese Hilfe beginnt meist schon in der Schule. Später brauchen sie die Unterstützung, um eine Ausbildung aufnehmen und erfolgreich beenden zu können. Um dies zu ermöglichen, gibt es in der Bundesrepublik Deutschland vielfältige Fördermöglichkeiten. Trotz dieser vom Staat angebotenen Hilfen schaffen nicht alle Jugendlichen den Einstieg ins Arbeits- und Berufsleben. In solchen Fällen kommen Förderprogramme von Bund, Ländern und der Europäischen Union zum Einsatz. Beispiele dafür sind das Projekt „Wege zur Arbeit“ für benachteiligte Jugendliche im Landkreis Ludwigslust und das Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Beide Maßnahmen haben das Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland zu senken.
Im September 2002 hatte Deutschland eine Jugendarbeitslosenquote von 9,9% (Jugendliche unter 25 Jahren).1
Die Ursachen dafür werden vorrangig im Rückgang von Ausbildungsplätzen, der Bürokratie im Ausbildungswesen, der Kostenbelastung für Ausbildungsbetriebe sowie der Vernachlässigung der Hauptschulabschlüsse bei den Angeboten von Ausbildungsplätzen gesehen. Oft werden höhere Bildungsabschlüsse für die Aufnahme einer Ausbildung gefordert, obwohl diese für die entsprechende Ausbildung nicht notwendig wären.
Nicht ohne Berücksichtigung sollten auch die Folgen von Jugendarbeitslosigkeit bleiben. Die jungen Menschen werden im Laufe der Zeit unzufrieden und übertragen diese Unzufriedenheit auch in die Familien, was dort zu Problemen führt. Auf Grund der zusätzlichen finanziellen Probleme, sehen einige Jugendliche nur den Weg in die Kriminalität, um ihre Wünsche zu erfüllen oder mit anderen besser situierten Jugendlichen mithalten zu können. Wenn Jugendliche sehr lange ohne Arbeit oder Ausbildung sind, kann das auch zu Störungen in der Persönlichkeitsentwicklung führen. Durch den Zustand der Langzeitarbeitslosigkeit erleiden die jungen Menschen oft einen Prestigeverlust in ihrem sozialen Umfeld.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Ausgangssituation

2 Jugend und Bildung

2.1 Bildungsmaßnahmen für Jugendliche

2.2 Soziale Benachteiligung

2.3 Formen sozialer Benachteiligung

2.4 Strukturen von Bildungsmaßnahmen

2.5 Notwendigkeit und Wirkungen von Maßnahmen für Jugendliche

3 Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit – Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher

4 Beschreibung der Maßnahme „Wege zur Arbeit für sozial benachteiligte Jugendliche“ im Landkreis Ludwigslust

4.1 Maßnahmevoraussetzungen

4.2 Verlauf der Maßnahme

4.2.1 ABSCHNITT 1

4.2.2 ABSCHNITT 2

5 Forschungsmethodik

5.1 Inhaltsanalyse

5.1.1 DEFINITION

5.1.2 ANWENDUNGSGEBIETE UND VORGEHEN BEI DER INHALTSANALYSE

5.2 Befragung

5.2.1 FORMEN DER BEFRAGUNG

5.2.2 TELEFONINTERVIEW

5.2.3 BEFRAGUNG MIT FRAGEBÖGEN

5.2.4 FUNKTION UND AUFBAU DES FRAGEBOGENS

6 Forschungsergebnisse

6.1 Darstellung des Forschungsstandes zum Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit

6.1.1 VORBEMERKUNGEN ZUM ZIEL DER UNTERSUCHUNG

6.1.2 METHODIK DER UNTERSUCHUNGEN

6.1.3 ZWISCHENERGEBNISSE AUS DER UNTERSUCHUNG

6.1.3.1 Maßnahmen der Arbeitsämter zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze

6.1.3.2 Maßnahmen der Träger zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze

6.1.3.3 Maßnahmen zur Vermittlung von Benachteiligten

6.1.3.4 Empfehlungen des BIBB

6.2 Langzeitevaluation der Maßnahme „Wege zur Arbeit für sozial benachteiligte Jugendliche“

6.2.1 AUSWERTUNG DER EINTRITTSDATEN

6.2.2 ANALYSE DER ERFOLGSQUOTE

6.2.3 AUSWERTUNG DES TELEFONINTERVIEWS

6.2.4 VERGLEICHENDE BETRACHTUNG DER ERGEBNISSE

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen zur Integration sozial benachteiligter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt. Dabei steht die Analyse der persönlichen Stabilisierung, der Verbesserung von Schulabschlüssen und der erfolgreichen Vermittlung in Ausbildungsverhältnisse im Fokus, insbesondere anhand einer Langzeitevaluation des Projekts „Wege zur Arbeit“.

  • Analyse des Jugendsofortprogramms der Bundesregierung
  • Evaluation des Projekts „Wege zur Arbeit“ im Landkreis Ludwigslust
  • Untersuchung der sozialen Stabilisierung benachteiligter Jugendlicher
  • Methodische Erhebung mittels Inhaltsanalyse und Telefoninterviews
  • Vergleichende Betrachtung von Eintrittsdaten und langfristigen Erfolgsquoten

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Abschnitt 1

Der erste Abschnitt diente der Stabilisierung der Teilnehmer. Da sie im Durchschnitt über 9 Monate arbeitslos waren (Auswertungsbogen im Anhang), diente die Stabilisierungsphase der Vorbereitung der Teilnehmer auf die Einhaltung der Strukturen eines Arbeitstages. In dieser Zeit sollte sich der Teilnehmer intensiv mit den Pflichten, die sich aus dem Arbeitsvertrag ergeben, z.B. Pünktlichkeit und Meldepflicht bei Krankheit auseinandersetzen.

Das Arbeitsgeschehen in diesem Abschnitt wurde durch Unterricht in der Schulung ersetzt. Die Teilnehmer erhielten berufspraktischen Unterricht in klassischen Fächern wie Bewerbungstraining, Mathematik, Rechtschreibung, EDV, Handwerk sowie in speziellen Fächern wie Rechtskunde, Interaktive Kommunikation, allgemeine und spezielle Wirtschaftslehre. Das Wissen aus diesen Fächern sollte die Teilnehmer dazu befähigen, sich sicher auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten.

Im Rahmen dieses Unterrichts wurden die Teilnehmer in drei Gruppen unterschiedlichen Lernniveaus unterteilt. Gruppe 1: Realschulabschluss, Gruppe 2: Hauptschulabschluss, Gruppe 3: kein Schulabschluss. Die Gruppenstärke betrug jeweils 10-12 Jugendliche. Innerhalb dieser Kleingruppen war es möglich, auf die spezifischen Lernschwächen und –stärken einzugehen, um so eine optimale Förderung des Einzelnen zu garantieren.

Ein Hauptschwerpunkt in dieser Phase der Maßnahme war die Berufsfindung jedes einzelnen Teilnehmers. Unter Anleitung der Betreuer lernten sie zwischen Wunschdenken und Realität zu differenzieren. Sie wurden mit ihren tatsächlichen schulischen und persönlichen Voraussetzungen und den Bedarfen des Arbeitsmarktes konfrontiert und setzten sich mit diesen auseinander. Dazu nutzte die top-Schulung das Berufsinformationszentrum (BIZ) in Schwerin. Diese Aktivitäten sollten die Teilnehmer dazu motivieren, sich realistische berufliche Ziele zu setzen und sich diesen entsprechend berufsvorbereitend zu qualifizieren. Gemeinsam mit dem Betreuer wurde die Suche eines geeigneten Praktikumplatzes für jeden Teilnehmer durch unterschiedliche Übungen vorbereitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ausgangssituation: Einführung in die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit und die Notwendigkeit staatlicher Förderprogramme.

2 Jugend und Bildung: Erörterung der theoretischen Grundlagen von Bildungsmaßnahmen und Formen sozialer Benachteiligung bei Jugendlichen.

3 Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit – Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher: Darstellung der Struktur, Ziele und Leistungsarten des bundesweiten Sofortprogramms.

4 Beschreibung der Maßnahme „Wege zur Arbeit für sozial benachteiligte Jugendliche“ im Landkreis Ludwigslust: Detaillierte Erläuterung der Voraussetzungen und des zweiphasigen Projektverlaufs.

5 Forschungsmethodik: Erläuterung der verwendeten Methoden der Inhaltsanalyse und der empirischen Befragung der Teilnehmer.

6 Forschungsergebnisse: Analyse und Auswertung der Forschungsstanddaten zum Sofortprogramm sowie der Langzeitevaluation des spezifischen Projekts in Ludwigslust.

7 Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen für zukünftige Bildungsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Jugendarbeitslosigkeit, Bildungsmaßnahmen, soziale Benachteiligung, Jugendsofortprogramm, Langzeitevaluation, Arbeitsmarktintegration, berufliche Qualifizierung, Sozialpädagogische Betreuung, Ausbildung, Praktikum, Stabilisierung, Berufsförderung, Ludwigslust, Inhaltsanalyse, Telefoninterview.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen zur Integration sozial benachteiligter Jugendlicher in den ersten Arbeitsmarkt, unter besonderer Berücksichtigung des Projekts „Wege zur Arbeit“ im Landkreis Ludwigslust.

Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Ursachen und Folgen von Jugendarbeitslosigkeit, die Spezifika sozialer Benachteiligung sowie die Strukturierung und Wirksamkeitsprüfung von arbeitsmarktpolitischen Förderprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu evaluieren, inwieweit die untersuchten Maßnahmen zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit beigetragen haben und welche Erfolge hinsichtlich der persönlichen Stabilisierung der Teilnehmenden erzielt werden konnten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden zwei empirische Methoden kombiniert: die systematische Inhaltsanalyse vorhandener Unterlagen und Untersuchungsergebnisse sowie eine strukturierte telefonische Befragung ehemaliger Projektteilnehmer.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Thema Jugend und Bildung, die Vorstellung des staatlichen Sofortprogramms, eine detaillierte Projektbeschreibung sowie die Auswertung und vergleichende Analyse der erhobenen Forschungsdaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendarbeitslosigkeit, soziale Benachteiligung, Langzeitevaluation, berufliche Integration, sozialpädagogische Betreuung und Qualifizierungsförderung.

Warum wurde das Projekt in Ludwigslust als Fallbeispiel gewählt?

Das Projekt „Wege zur Arbeit“ dient als exemplarisches Fallbeispiel für eine spezifische Maßnahme, die durch ihre zweiphasige Struktur und intensive sozialpädagogische Begleitung besonders geeignet ist, die Integration von Jugendlichen mit schwerwiegenden Integrationsproblemen zu analysieren.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht die Autorin zur persönlichen Stabilisierung?

Die Autorin stellt fest, dass neben der direkten Vermittlung in Arbeit auch kleine, für Außenstehende oft unsichtbare Fortschritte – wie die Einhaltung eines geregelten Tagesablaufs, persönliche Hygiene oder die Übernahme von Eigenverantwortung – maßgebliche Erfolge der pädagogischen Arbeit darstellen.

Excerpt out of 80 pages  - scroll top

Details

Title
Strukturen und Wirkungen von Bildungsmaßnahmen für sozial benachteiligte Jugendliche - Eine Langzeitevaluation am Beispiel der Maßnahme "Wege zur Arbeit"
Grade
sehr gut
Author
Marina Blüthmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
80
Catalog Number
V92271
ISBN (eBook)
9783638068932
ISBN (Book)
9783638954228
Language
German
Tags
Strukturen Wirkungen Bildungsmaßnahmen Jugendliche Eine Langzeitevaluation Beispiel Maßnahme Wege Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marina Blüthmann (Author), 2002, Strukturen und Wirkungen von Bildungsmaßnahmen für sozial benachteiligte Jugendliche - Eine Langzeitevaluation am Beispiel der Maßnahme "Wege zur Arbeit" , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92271
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  80  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint