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Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern an der Gestaltung ihres Unterrichts an einem Beispiel aus dem sozialwissenschaftlichen Sachunterricht

Title: Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern an der Gestaltung ihres Unterrichts an einem Beispiel aus dem sozialwissenschaftlichen Sachunterricht

Master's Thesis , 2019 , 70 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lara Strese (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit sollen deshalb Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern an der Gestaltung ihres Unterrichts anhand eines Beispiels aus dem sozialwissenschaftlichen Sachunterricht und deren Umgang damit Schritt für Schritt ausführlich erarbeitet und beschrieben werden.

Die vorliegende Arbeit ist in zwei Teile gegliedert. Der erste, theoretische Teil, beschäftigt sich mit Fachliteratur zum Thema Mitbestimmung allgemein und anschließend in Bezug auf Schule und Unterricht. Dazu gehören nach einer kurzen Annäherung an das Thema zunächst Begriffsbestimmungen sowie Stufenmodelle und Qualitätsstandards von Mitbestimmung. Anschließend wird das Handlungsfeld Schule und Unterricht genauer beschrieben, um im darauffolgenden Kapitel die Grundlagen der Mitbestimmung und das Handlungsfeld Schule und Unterricht kombinieren und vertiefen zu können. Auch die betreffenden rechtlichen Grundlagen und Formen der Mitbestimmung in Bezug auf Kinder und Jugendliche werden dabei beleuchtet.

Daran anschließend werden die zwei Orientierungsstile Ungewissheitsorientierung und Gewissheitsorientierung erläutert und in Verbindung zu Schule, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer gebracht. Außerdem werden Auswirkungen von Mitbestimmung in der Schule und die damit einhergehenden Herausforderungen und Grenzen erläutert. Da das Handlungsfeld der Schule grundsätzlich mit dem Bildungsplan und dem Perspektivrahmen Sachunterricht verbunden ist, wird in diesem Kapitel die Verankerung von Mitbestimmung im Bildungsplan und Perspektivrahmen Sachunterricht herausgearbeitet.

Darauffolgend wird auf "Service Learning", eine Lehr- und Lernform, die fachliches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement und Demokratielernen verbindet, eingegangen. Des Weiteren wird der bisherige Stand der Forschung veranschaulicht und Studien und deren Ergebnisse präsentiert, welche sich mit der Mitbestimmung von Kindern im Unterricht auseinandergesetzt haben.

Mit dem ersten Kapitel des zweiten Teils beginnt der empirische Teil der vorliegenden Arbeit. In diesem Teil werden die, im Rahmen der Masterarbeit durchgeführten, empirischen Untersuchungen dargestellt, erläutert und interpretiert. Zuerst werden die Ziele und Fragestellungen der Untersuchung vorgestellt. Das zweite Kapitel des empirischen Teils widmet sich dem methodischen Vorgehen der Erhebung und Auswertung der Daten, während im dritten Kapitel die Ergebnisse ausführlich dargelegt und beschrieben werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretischer Teil

1. Mitbestimmung

1.1 Begriffsbestimmung

1.2 Stufen der Mitbestimmung

1.3 Qualitätsstandards von Mitbestimmung durch Kinder und Jugendliche

2. Handlungsfeld Schule/ Unterricht

3. Mitbestimmung in der Schule/ im Unterricht

3.1 Rechtliche Grundlagen

3.2 Ungewissheits- und Gewissheitsorientierung

3.2.1 Ungewissheitsorientierung

3.2.2 Gewissheitsorientierung

3.2.3 Ungewissheit- und Gewissheitsorientierung in Bezug auf das Handlungsfeld Schule und Unterricht

3.3 Auswirkungen von Mitbestimmung in der Schule

3.3.1 Chancen und Gründe für Mitbestimmung in der Schule

3.3.2 Herausforderungen und Voraussetzungen von Mitbestimmung in der Schule

3.4 Verankerung im Bildungsplan und Perspektivrahmen

3.5 Service Learning

3.6 Aktueller Forschungsstand zur Mitbestimmung von Kindern im Unterricht

II. Empirischer Teil

1. Ziele und Fragestellung

2. Methodisches Vorgehen

2.1 Erhebungsinstrumente

2.2 Untersuchungsablauf

2.3 Datenauswertung

3. Darstellung der Ergebnisse

3.1 Beobachtungsbögen der beobachtenden Lehrerin

3.2 Reflexion der Unterrichtsstunden der durchführenden Lehrerin

3.3 Gruppeninterviews

4. Diskussion der Ergebnisse

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht, inwieweit und wie Kinder aktiv an der Gestaltung ihres Unterrichts im sozialwissenschaftlichen Sachunterricht mitbestimmen können, wobei der Fokus auf dem Umgang der Akteure mit den entstehenden Freiheiten und der damit verbundenen Ungewissheit liegt.

  • Theoretische Fundierung von Mitbestimmung und Partizipation
  • Bedeutung der Ungewissheits- und Gewissheitsorientierung für den Unterricht
  • Didaktische Umsetzung durch Service Learning
  • Empirische Analyse von Mitbestimmungsprozessen in einer Grundschulklasse
  • Reflexion der Rolle der Lehrkraft im mitbestimmungsorientierten Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Ungewissheitsorientierung

„Ohne Ungewissheit keine Bildungsprozesse“ (Gruschka 2018, S.15). Diese Aussage von Gruschka soll zeigen, dass Ungewissheit der zentrale Kern für gehaltvolle Lern-, Bildungs- und Erziehungsprozesse ist.

In diesem Kapitel soll der Orientierungsstil der Ungewissheit genauer erläutert werden, um dies anschließend auf die Schule und Mitbestimmung beziehen zu können. Wobei zunächst noch eine genauere Bestimmung ungewisser Situationen vorangestellt werden muss.

„Unter ungewissen Situationen werden solche, die mehrdeutig, komplex, unlösbar und/oder neu sind (Bundner 1962) oder wenn ungenügend Informationen über den weiteren Verlauf der Situation vorliegen (Dalbert 1999a) zusammengefasst“ (König 2003, S.10). In Bezug auf den Umgang mit solchen Unsicherheiten bedeutet dies nun für den Orientierungsstil, dass „das Konzept der Ungewissheitsorientierung […] den unterschiedlichen Umgang von Menschen mit Situationen, in denen Unklarheit besteht“ (König 2003, S.10) beschreibt. In ungewissen Situationen gibt es keine objektiven Kriterien, um die Auswirkungen des Handelns abschätzen zu können (Huber, Roth 1999, S.11f.). Im Umgang mit Ungewissheit zeigen Menschen intraindividuelle Unterschiede, womit sich das Konzept des Orientierungsstils befasst, das hauptsächlich Sorrentino prägte (vgl. Martinek 2007, S.17).

Ungewissheitsorientierte Personen präferieren Situationen mit offenem Ausgang, um Neues zu erfahren und sich mit der Meinung anderer auseinanderzusetzen (vgl. Schmidt 1997, S.20; Martinek 2007, S.18). Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach Situationen streben, in denen neue Informationen stecken, wodurch sie in Bezug auf ihre eigenen Fähigkeiten, Einstellungen und das eigene Wissen, die Ungewissheit verringern können, motiviert durch einen „Erkenntnisdrang“ (Martinek 2007, S.18). Sie haben das Bedürfnis, ihr Wissen neu zu ordnen und zu erweitern. Dabei wollen sie die unbekannte Situation und auch sich selbst verstehen (vgl. ebd., S.18).

Zusammenfassung der Kapitel

Mitbestimmung: Klärung der Begrifflichkeiten, Vorstellung verschiedener Stufenmodelle sowie Definition von Qualitätsstandards für eine ernsthafte Beteiligung von Kindern.

Handlungsfeld Schule/ Unterricht: Analyse der Schule als Lernort und Sozialisationsinstanz unter Berücksichtigung rechtlicher Bildungsaufträge und des Verständnisses von Schule als Lebensraum.

Mitbestimmung in der Schule/ im Unterricht: Vertiefte Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der Orientierungsstile von Lehrern und Schülern im Kontext von Partizipation und Service Learning.

Ziele und Fragestellung: Definition der zentralen Forschungsfrage zum Umgang von Schülern mit Mitbestimmungsmöglichkeiten im Unterricht.

Methodisches Vorgehen: Beschreibung der Datenerhebung durch Beobachtungsbögen, Reflexionen der Lehrkraft und Fokusgruppendiskussionen.

Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten aus den Beobachtungen, den Reflexionen der Lehrkraft und den Interviews mit den Schülern.

Diskussion der Ergebnisse: Verknüpfung der empirischen Befunde mit den aufgestellten Hypothesen und theoretischen Grundlagen zur Evaluation der Mitbestimmung.

Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse zur Relevanz der Mitbestimmung und Empfehlungen für die zukünftige Unterrichtspraxis.

Schlüsselwörter

Mitbestimmung, Partizipation, Sachunterricht, Grundschule, Ungewissheitsorientierung, Gewissheitsorientierung, Service Learning, Demokratieerziehung, Unterrichtsgestaltung, Schülerzentrierung, Bildungsplan, Qualitative Inhaltsanalyse, Lehrkraft, Lernbegleiter, Schulpflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen, Kindern in der Grundschule eine aktive Mitbestimmung bei der Gestaltung ihres Unterrichts im sozialwissenschaftlichen Sachunterricht zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen theoretische Aspekte der Partizipation, die psychologischen Konzepte der Ungewissheits- und Gewissheitsorientierung sowie die praktische Anwendung von Lehr-Lern-Formen wie dem Service Learning.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Untersuchung?

Die zentrale Frage lautet: Wie gehen Schülerinnen und Schüler mit den ihnen übertragenen Mitbestimmungsmöglichkeiten an der Gestaltung ihres Unterrichts um?

Welche wissenschaftliche Methodik wurde für die Empirie gewählt?

Es wurde ein qualitativ orientiertes Vorgehen mit Triangulation gewählt, bestehend aus strukturierten Beobachtungen, Reflexionen der Lehrkraft und qualitativen Gruppeninterviews mit den Schülern.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt zur Begriffs- und Bedingungsanalyse sowie einen empirischen Abschnitt, in dem die Ergebnisse einer Unterrichtseinheit zum Thema „Kinderstadtteilkarten“ ausgewertet werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Mitbestimmung, Ungewissheitsorientierung, Partizipation, Demokratie als Lebensform und die Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter.

Welche Rolle spielt die Ungewissheitsorientierung bei der Mitbestimmung?

Die Arbeit stellt heraus, dass Personen, die mit Ungewissheit gut umgehen können, eher von offenen Unterrichtsformen profitieren, während gewissheitsorientierte Personen durch fehlende Struktur in Mitbestimmungsprozessen überfordert sein können.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich des Umgangs mit Mitbestimmung?

Die Untersuchung zeigt, dass der Umgang mit Mitbestimmung ein Lernprozess ist; anfängliche Unsicherheiten bei Schülern und Lehrern nehmen durch Übung ab, wobei die Partizipation maßgeblich zu Motivation und Identifikation beiträgt.

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Details

Title
Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern an der Gestaltung ihres Unterrichts an einem Beispiel aus dem sozialwissenschaftlichen Sachunterricht
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Lara Strese (Author)
Publication Year
2019
Pages
70
Catalog Number
V922736
ISBN (eBook)
9783346248619
ISBN (Book)
9783346248626
Language
German
Tags
Mitbestimmung Kinderrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lara Strese (Author), 2019, Mitbestimmungsmöglichkeiten von Kindern an der Gestaltung ihres Unterrichts an einem Beispiel aus dem sozialwissenschaftlichen Sachunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922736
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