Die nachfolgende Untersuchung konzentriert sich auf rein batteriebetriebene Elektroautos und analysiert dessen klimawirksames Potenzial, auf Basis der erneuten politisch richtungsweisenden Entscheidung der Bundesregierung für die Elektromobilität. Dabei wird der Status Quo der Ladeinfrastruktur für Elektroautos miteinbezogen, sowie die durch COVID-19 eingetroffenen als auch zukünftig zu erwartenden Auswirkungen auf die Elektromobilität in Beziehung zueinander gestellt.
Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die geschaffenen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu analysieren und zukünftig relevante Aspekte des Ladeinfrastrukturausbaus zu identifizieren. Im weiteren Verlauf werden durch COVID-19 bedingte wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen herausgearbeitet, um die jeweiligen Folgen in Beziehung mit der Zielerreichung von Elektromobilitätszielen zu bringen.
Unter der Herausforderung, eine nachhaltige Mobilität auszugestalten, werden neben den THG-Emissionen, alle weiteren Umweltauswirkungen eines Elektroautos über die Herstellungs- und Nutzungsphase analysiert, um einen Vergleich mit herkömmlichen Verbrennungsfahrzeugen zu ermöglichen. Dabei wird der aktuelle Stand einzelner Umweltkategorien herausgearbeitet, sowie zukünftige Entwicklungspotenziale über den Lebenszyklus hinweg aufgezeigt, um einen vollumfänglichen Überblick über die einzelnen Umweltauswirkungen von Elektroautos zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung einschließlich Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung der Untersuchung
1.3 Vorgehensweise
2 Elektromobilität
2.1 Geschichte der Elektromobilität
2.2 Förderung der Elektromobilität in Deutschland
2.3 Umweltpolitische Bedeutung
2.4 Wirtschaftliche Bedeutung
2.5 Status Quo der Ladeinfrastruktur
2.6 Auswirkungen von COVID-19 auf die Elektromobilität
2.6.1 Bisheriger Verlauf der Corona Pandemie
2.6.2 Wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen
2.6.3 Das Konjunkturpaket 2020
3 Umweltauswirkungen von Elektroautos
3.1 Definition von Elektroautos
3.2 THG-Emissionen
3.3 Feinstaubemissionen
3.4 Sommersmogpotenzial
3.5 Wasserbedarf
3.6 Flächenbedarf
3.7 Versauerungspotenzial
3.8 Terrestrische Eutrophierung
3.9 Kumulierter Rohstoffaufwand
3.10 Kumulierter Energieaufwand
4 Bewertung der Nutzungsphase von Elektroautos
4.1 Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch
4.2 Einfluss der Stromherkunft auf die Umweltbewertung
4.3 Der Einfluss von Nutzungsmustern
5 Ergebnis der Umweltbewertung von Elektroautos
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das klimawirksame Potenzial von rein batteriebetriebenen Elektroautos unter Berücksichtigung der gesamten Herstellungs- und Nutzungsphase. Dabei wird analysiert, wie sich der Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Erreichung nationaler Elektromobilitätsziele auswirken.
- Historische Entwicklung und politische Förderung der Elektromobilität in Deutschland.
- Analyse der ökologischen Auswirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Elektroautos.
- Bewertung von Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch und die Klimabilanz in der Nutzungsphase.
- Untersuchung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise.
- Kritische Würdigung des aktuellen Standes und zukünftiger Entwicklungspotenziale.
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition von Elektroautos
Um Umweltauflagen und der Ressourcenknappheit gerecht werden zu können, rücken alternative Antriebe immer weiter in den Fokus von Politik und Wirtschaft. Hauptaugenmerk dieses Kapitels liegt auf rein batteriebetriebenen Fahrzeugen, welche im nachfolgenden Text als BEV (Battery Electric Vehicle) abgekürzt werden. Auf weitere Ausführungsformen wie Plug-in-Hybride (PHEV) und Fahrzeuge mit Range Extended (REEV) wird im Rahmen der nachfolgenden Kapitel nicht näher eingegangen. Es wird lediglich ein Vergleich der Umweltwirkungen zu konventionellen Antriebsarten (Diesel und Benzin) vorgenommen. Abbildung 3 bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Antriebsarten.
Äußerlich unterscheiden sich BEV nicht sonderlich von Fahrzeugen mit anderen Antriebsarten. Die Unterschiede liegen vor allem im Antrieb, dem Fahrverhalten und der verbauten Technik. BEVs verfügen über einen elektrischen Motor, welcher die benötigte Energie zum Antrieb der Räder über eine entsprechend große Batterie bezieht. Die Batterie kann dabei an entsprechenden Ladestationen mit Strom aus dem Stromnetz geladen werden. Als technischer Vorteil gegenüber konventionellen Verbrennungsfahrzeugen, ist die Rekuperation des Elektroantriebs zu erwähnen. Als Rekuperation bezeichnet man die Bremsmöglichkeit des Motors, welche die erzeugte Bremsenergie in die Batterie zurückspeisen kann. Ein weiterer Unterschied zu konventionellen Verbrennungsantrieben liegt bei BEVs im Anfahren aus dem Stillstand, ohne dass die Kupplung betätigt werden muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Anstiegs von CO2-Emissionen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von Elektroautos zu analysieren.
2 Elektromobilität: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung, die politische Förderung, die wirtschaftliche Bedeutung sowie den Einfluss der Corona-Pandemie auf die Elektromobilität.
3 Umweltauswirkungen von Elektroautos: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die ökologischen Folgen über den gesamten Lebenszyklus, einschließlich THG-Emissionen, Feinstaub, Wasser- und Energiebedarf.
4 Bewertung der Nutzungsphase von Elektroautos: Hier werden spezifische Einflussfaktoren wie Fahrverhalten, Stromherkunft und Nutzungsmuster auf den Energieverbrauch und die Umweltbilanz in der Nutzungsphase untersucht.
5 Ergebnis der Umweltbewertung von Elektroautos: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, unter welchen Bedingungen Elektroautos ökologische Vorteile gegenüber Verbrennungsmotoren erzielen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die zukünftige Rolle von Elektroautos im Kontext von Klimaschutz und wirtschaftlicher Erholung.
Schlüsselwörter
Elektromobilität, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Ladeinfrastruktur, Batterietechnik, Lebenszyklusanalyse, Nachhaltigkeit, COVID-19, Konjunkturpaket, Strommix, CO2-Bilanz, Energieeffizienz, Rekuperation, Elektromotor, Umweltpolitik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Rolle von batteriebetriebenen Elektroautos als Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität unter Berücksichtigung ihrer ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die technologische Entwicklung, politische Förderstrategien, eine umfassende Ökobilanz sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Sektor.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Ziel ist es, die Umweltauswirkungen von Elektroautos über den gesamten Lebenszyklus transparent zu machen und zu prüfen, inwiefern sie heute gegenüber konventionellen Fahrzeugen ökologische Vorteile bieten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer forschungsorientierten Literaturanalyse, die verschiedene Studien und aktuelle Datenlagen zur Elektromobilität und deren Umweltbilanz miteinander vergleicht und bewertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Elektromobilität, eine detaillierte Analyse spezifischer Umweltkategorien (z.B. THG-Emissionen, Wasserbedarf) sowie eine Bewertung der Nutzungsphase.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Elektromobilität, Klimaschutz, CO2-Bilanz, Lebenszyklusanalyse, Batterietechnik, Ladeinfrastruktur und ökologische Nachhaltigkeit.
Wie beeinflusst die COVID-19-Pandemie laut der Arbeit die Elektromobilität?
Die Pandemie führte zu Produktionsunterbrechungen und gesunkener Kaufkraft, was die Nachfrage negativ beeinflussen könnte, worauf die Bundesregierung mit Konjunkturpaketen und Kaufprämien reagiert hat.
Warum ist die Stromherkunft für die Klimabilanz so entscheidend?
Da der Betrieb eines Elektroautos direkt mit dem verwendeten Strommix verknüpft ist, bestimmt der Anteil erneuerbarer Energien maßgeblich die tatsächliche CO2-Bilanz in der Nutzungsphase.
- Arbeit zitieren
- Michael Gies (Autor:in), 2020, Elektroautos. Deutschlands nachhaltige Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922748