Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Controlling

Controlling in der Hochschule. Aktuelle Herausforderungen und geeignete Instrumente

Titel: Controlling in der Hochschule. Aktuelle Herausforderungen und geeignete Instrumente

Bachelorarbeit , 2020 , 75 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Andrea Voigt (Autor:in)

BWL - Controlling
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Forschungsfrage beantwortet werden: wo liegen die aktuellen Herausforderungen für ein Hochschulcontrolling und welche Ansatzpunkte und Instrumente sind für das Controlling in Hochschulen besonders geeignet?

Als zentrales Instrument zur Unterstützung der strategischen Führung ist in der Privatwirtschaft schon lange der Einsatz von Controlling etabliert, das mittlerweile auch Eingang in die Hochschulgesetzgebung einiger Bundesländer gefunden hat. Allerdings unterscheiden die Rahmenbedingungen in Hochschulen für den Einsatz eines Controllings sich von denen in gewinnorientierten Unternehmen. Die Organisations- und Finanzierungsstruktur von Hochschulen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen erfordern einen entsprechend angepassten Einsatz von Controllinginstrumenten.

Internationalisierung, wachsende Dynamik in Wirtschaft und Wissenschaft, höhere Diversität und steigender Konkurrenzdruck haben schon seit Längerem die öffentlich finanzierten Hochschulen in Deutschland erreicht.
Die Mobilität unter den Studierenden steigt, ebenso der Anteil an internationalen Studierenden und Forschenden.
Die Zahl der Studierenden hat sich vom Wintersemester 2008/2009 bis zum Wintersemester 2018/2019 von knapp über 2 Millionen auf fast 3 Millionen erhöht, zudem entstehen auch kontinuierlich neue Studiengänge.

Parallel dazu sinkt seit längerem die Grundfinanzierung der Hochschulen durch die Bundesländer; zudem wird sie seit einigen Jahren zumindest anteilig nach Leistungsindikatoren vorgenommen. Der Sonder- und Drittmittelanteil am Gesamtbudget der Hochschulen hat sich parallel seit den 1990er Jahren deutlich erhöht.

All dies zusammengenommen – erheblich gestiegene Dynamik im Umfeld, weniger leistungsunabhängige Grundfinanzierung, mehr einzuwerbende Drittmittel – bedeutet einen wachsenden Aufwand in der universitären Forschung und Lehre. Vor dem Hintergrund der oben genannten Veränderungen besteht also die Notwendigkeit, die zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Hochschulen möglichst ökonomisch einzusetzen. Eine Erhöhung von Effektivität und Effizienz beim Mitteleinsatz ist erforderlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Fragestellung

1.2 Gang der Arbeit

2 Hochschulorganisation – Herausforderungen aus der Organisationsumwelt

2.1 Einordnung von Hochschulen als Organisation

2.2 Die Entwicklung der Hochschulorganisation

2.2.1 Öffentlich-rechtliche Einrichtung und akademische Selbstverwaltung – die Hochschule als „besondere Organisation“

2.2.2 Verwaltungsreform und „New Public Management“

2.3 Herausforderungen durch die veränderte Hochschulumwelt

2.4 Zwischenfazit zu den organisatorischen Herausforderungen

3 Von der Mittelverwaltung zum Finanzmanagement – Herausforderungen für die Hochschulfinanzierung

3.1 Die kamerale Haushaltsstruktur in Universitäten

3.2 Die Einführung des kaufmännischen Rechnungswesens in der öffentlichen Verwaltung

3.3 Die Veränderung der Finanzierungsstruktur an deutschen Hochschulen

3.4 Gesetzliche Rahmenbedingungen zum Berichtswesen und zur Mittelverteilung

3.4.1 Controlling in den Hochschulgesetzen der Länder

3.4.2 Leistungsorientierte Mittelverteilung

3.5 Zwischenfazit zu den Herausforderungen hinsichtlich der Hochschulfinanzierung

4 Hochschulcontrolling – geeignete Instrumente

4.1 Controlling im Nonprofit-Bereich bzw. in Hochschulen

4.2 Controllingdimensionen und Controllingperspektiven

4.3 Strategisches Controlling

4.3.1 Anwendung in Hochschulen sowie Grundlegendes zu den Instrumenten

4.3.2 Organisationsbezogene Analyse

4.3.2.1 Stärken-Schwächen-Analyse

4.3.2.2 Portfoliomodelle (BCG und McKinsey)

4.3.3 Umweltanalyse

4.3.3.1 Stakeholderanalyse

4.3.3.2 Szenarioanalyse

4.3.4 Verbindung von Organisations- und Umweltanalyse

4.3.4.1 SWOT-Analyse

4.3.4.2 Benchmarking

4.3.4.3 Balanced Scorecard (BSC)

4.3.4.4 Die Academic Scorecard als ganzheitliches Controlling-Instrument in Hochschulen

4.4 Operatives Hochschulcontrolling

4.4.1 Anwendung in Hochschulen sowie Grundlegendes zu den Instrumenten

4.4.2 Kostenrechnung

4.4.2.1 Kostenartenrechnung

4.4.2.2 Kostenstellenrechnung

4.4.2.3 Kostenträgerrechnung

4.4.3 Interne Leistungsverrechnung

4.4.4 Soll-Ist-Vergleich und Abweichungsanalyse

4.4.5 Kennzahlen

4.5 Zwischenfazit zu Instrumenten im Hochschulcontrolling

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die aktuellen Herausforderungen für das Hochschulcontrolling vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen in der Hochschullandschaft. Ziel ist es, geeignete Instrumente für das strategische und operative Controlling in Hochschulen zu identifizieren und deren Anwendungsmöglichkeiten sowie Grenzen darzustellen.

  • Wandel von der Hochschulverwaltung zum Hochschulmanagement
  • Veränderungen der Finanzierungsstrukturen (Drittmittel, Leistungsorientierung)
  • Anwendung klassischer Controlling-Instrumente in Nonprofit-Organisationen
  • Strategische und operative Steuerungsinstrumente in der Hochschule
  • Die Academic Scorecard als spezifisches Instrument

Auszug aus dem Buch

4.3.4.4 Die Academic Scorecard als ganzheitliches Controlling-Instrument in Hochschulen

In den vergangenen Jahren hat sich als speziell auf die Hochschulen abgestimmte Sonderform der BSC die Academic Scorecard entwickelt.

Nachdem in den 1990er Jahren die BSC durch Kaplan und Norton entwickelt worden war und Verbreitung fand, kamen, parallel zur Verbreitung des Controllinggedankens in Hochschulen, die ersten Überlegungen zur Ausgestaltung einer speziellen Form dieses Instrumentes für Hochschulen auf. Als Vorteil des Einsatzes der BSC in Hochschulen wurde – vor dem Hintergrund der besonderen organisatorischen Anforderungen in Hochschulen – die Mehrdimensionalität und die Verbindung von strategischen mit operativen Elementen angesehen.

Als Eigenschaften, die die BSC besonders geeignet für die Anpassung an Hochschulen machen, werden u. a. genannt: die flexible Gestaltbarkeit, die Ausrichtung auf kleinere Informationseinheiten, Transparenz und Übersichtlichkeit, die Möglichkeit, qualitative und (organisations)kulturelle Perspektiven zu berücksichtigen sowie die integrierende Konzeption.

Mithilfe der Academic Scorecard soll die strategische Lücke zwischen den strategischen Zielen und den operativen Handlungsanweisungen geschlossen werden und gleichzeitig die Lücke zwischen zentralen und dezentralen Einheiten. Die Operationalisierung der Ziele findet in den Fachbereichen statt.

Kennzeichnend ist, dass es nicht „die“ Academic Scorecard gibt, sondern dass in jeder Hochschule eine individuell angepasste Variante entwickelt wird. Allen Varianten gemeinsam ist, dass die grundlegende Struktur bzw. Funktionsweise der BSC aufgrund ihrer flexiblen Konzeption nicht verändert wird. Die Perspektiven, die bei der BSC für den Einsatz in Unternehmen relativ eindeutig vorgegeben sind, werden jedoch an die spezifischen Anforderungen der Hochschule angepasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problematik durch gestiegenen Wettbewerbsdruck und veränderte Finanzierungsmodelle an deutschen Hochschulen.

2 Hochschulorganisation – Herausforderungen aus der Organisationsumwelt: Analyse der Hochschule als komplexe Organisation und die organisatorischen Auswirkungen des New Public Management.

3 Von der Mittelverwaltung zum Finanzmanagement – Herausforderungen für die Hochschulfinanzierung: Darstellung des Wandels von der Kameralistik zum kaufmännischen Rechnungswesen und der gesetzlichen Anforderungen an die Finanzsteuerung.

4 Hochschulcontrolling – geeignete Instrumente: Untersuchung der Anwendbarkeit verschiedener strategischer und operativer Controlling-Instrumente im Hochschulkontext.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit und der Herausforderungen bei der Implementierung von Controlling-Instrumenten in der Hochschulsteuerung.

Schlüsselwörter

Hochschulcontrolling, New Public Management, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Balanced Scorecard, Academic Scorecard, Hochschulfinanzierung, Organisation, Leistungsorientierte Mittelverteilung, Kostenrechnung, Kennzahlen, Stakeholderanalyse, Hochschulmanagement, Mittelverwaltung, Drittmittel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und der Umsetzung eines professionellen Controllings an Hochschulen unter Berücksichtigung der spezifischen organisations- und hochschulpolitischen Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Organisationsform der Hochschule, der Wandel des Rechnungswesens von der Kameralistik zur Doppik, die Auswirkungen veränderter Finanzierungsstrukturen sowie die Adaption betriebswirtschaftlicher Controlling-Instrumente auf den akademischen Bereich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Identifikation aktueller Herausforderungen für das Hochschulcontrolling und die Bestimmung von geeigneten Controlling-Instrumenten, die den Besonderheiten von Hochschulen als Nonprofit-Organisationen gerecht werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Management- und Controlling-Konzepte und deren kritischer Übertragung auf den spezifischen Anwendungsbereich der Hochschule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die organisatorischen Besonderheiten, die Entwicklung des Finanzmanagements sowie die Anwendbarkeit verschiedener strategischer (z.B. SWOT, Benchmarking, BSC) und operativer Controlling-Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Hochschulcontrolling, New Public Management, Academic Scorecard, leistungsorientierte Mittelverteilung und strategisches sowie operatives Controlling.

Warum wird die klassische Finanzperspektive der BSC oft angepasst?

Da Hochschulen als Nonprofit-Organisationen nicht primär gewinnorientiert sind, wird die klassische Finanzperspektive häufig durch eine Ressourcenperspektive ersetzt, welche die effektive Allokation finanzieller Mittel in den Fokus stellt.

Welche Rolle spielt die "Academic Scorecard"?

Die Academic Scorecard dient als ganzheitliches Controlling-Instrument, das strategische Ziele mit operativen Handlungen in den Fachbereichen verbindet und an die spezifischen Bedürfnisse von Hochschulen angepasst werden kann.

Was sind die größten Hürden bei der Einführung von Controlling an Hochschulen?

Die größten Hürden liegen im fehlenden gemeinsamen Formalziel, der dualistischen Organisationsstruktur sowie der Notwendigkeit, Akzeptanz bei der akademischen Selbstverwaltung zu schaffen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft des Hochschulcontrollings?

Die Entwicklung hin zu einer leistungsorientierteren Hochschule ist unumkehrbar; Controlling ist daher ein unverzichtbares Steuerungsinstrument, das jedoch eine sorgfältige Kommunikation und Einbindung aller Statusgruppen erfordert.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Controlling in der Hochschule. Aktuelle Herausforderungen und geeignete Instrumente
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
1,3
Autor
Andrea Voigt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
75
Katalognummer
V922799
ISBN (eBook)
9783346261489
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Controlling Hochschule Universität Kostenrechnung Fachhochschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Voigt (Autor:in), 2020, Controlling in der Hochschule. Aktuelle Herausforderungen und geeignete Instrumente, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922799
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  75  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum