Ethik der Bergpredigt - nach Klaus Kühlwein und Franz Alt


Hausarbeit, 2007

12 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Vier Aussagen

2 Klaus Kühlwein
2.2 Kommentar:
2.3 Nicht verurteilen

3 Franz Alt
3.1 Bittet, sucht, klopft an!
3.2 Die >Goldene Regel<
3.3 Schlusswort

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Wenn jemand einem hilfsbedürftigen Menschen helfen möchte, seine eigenen Ressourcen in sinnvoller und funktionaler Weise zu nutzen, muss das Handeln des Helfenden von allgemeingültigen Grundsätzen der Ethik getragen sein. Sozial engagierte Berufe, wie gerade auch der des Sozialarbeiters, bedürfen hierzu eines geistigen Fundaments.

Der Grundgedanke der Ethik ist uralt. Wie nachhaltig alte Texte von Laotse, Konfuzius, Aristoteles und viele andere belegen. Auch in der Neuzeit mangelt es nicht an weisen, nach ethischen Grundsätzen lehrenden Richtungsgebern, wie dem Dalai Lama, Alice Salomon, Krishnamurti, Albert Einstein und viele Ungenannte. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass sich Ethik über alle Kulturen, Religionen und Weltanschauungen hinwegsetzt.

Ein Text im neuen Testament (die Bergpredigt) entspricht dem für mich in eindrucksvoller Weise.

Die Bergpredigt besticht mit zeitloser, allgemeingültiger Weisheit. Für jeden, ungeachtet seiner ethnischen Herkunft, kulturellen Prägung und Religionszugehörigkeit, im sozialen Bereich handelnden Menschen, kann die Bergpredigt das geistige Fundament sein, welches das Handeln bestimmt.

1.1 Vier Aussagen

Vier Aussagen dieser Grundfeste habe ich mir herausgesucht, um sie mit Hilfe von Klaus Kühlwein und Franz Alt im Hinblick auf die Ethik zu untersuchen, die Abschnitte miteinander in Verbindung zu bringen und mit der „Goldenen Regel“ als sinnbildliches Dach zu beschließen.

„Von der Feindesliebe“,[1]

weil vor Gott alle Menschen gleich sind.

„Nicht verurteilen“,[2]

denn wer unvollkommen ist sollte sich nicht anmaßen über Fehler anderer zu richten.

„Bittet, sucht, klopft an!“[3]

der beste Weg von der Hilfe zur Selbsthilfe.

„Die Goldene Regel“[4]

unter der sich alles, auch das hier nicht genannte der Bergpredigt zusammenfasst.

2 Klaus Kühlwein

Der 1955 geborene Klaus Kühlwein studierte Sozialpädagogik, hilosophie und Theologie. Er promovierte zum Thema „Bergpredigt“ und legte als Dr. der Theologie seine zweite irchliche Dienstprüfung ab. Heute ist er tätig am ildungswerk der Erzdiözese Freiburg.[5] Herr Kühlwein begleitet die erste Hälft dieser Hausarbeit: Von der Feindesliebe und

Nicht verurteilen

2.1 Von der Feindesliebe

>>Ihr wisst auch, daß es heißt: >Liebe alle, die dir nahe stehen, und hasse alle, die dir als Feinde Gegenüberstehen< Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Der lässt die Sonne scheinen auf böse wie auf gute Menschen, und er lässt es regnen auf alle, ob sie ihn ehren oder verachten. Wie könnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben? Sogar Betrüger lieben ihresgleichen. Was ist denn schon Besonderes daran, wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen. Nein, ihr sollt vollkommen sein, weil euer Vater im Himmel vollkommen ist.<<[6]

Klaus Kühlwein stellt erst einmal in den Raum, dass dieser Text zur Feindesliebe Jesu allgemein als seine ethische Spitzenforderung überhaupt gilt, „…durch nichts übertroffen, wolkenhoch und engelgleich.“[7]

Vergleichsweise zu seiner eigenen Deutung im Anschluss, stellt er die Deutung eines Denkers vor, Sigmund Freud, der „…das Gebot der Feindesliebe rundheraus als eine unfassbare Zumutung.“[8] sieht. Freundlichkeit müsse auf Gegenseitigkeit beruhen, denn wenn man jemandem Freund sei, der in der Absicht zu schaden handelte, sei man schlichtweg dumm. „Die vorbehaltlose Liebe käme unter die Räder und würde unbarmherzig ausgebeutet, mitunter ganz zertreten.“[9]

[...]


[1] Aus: Deutsche Bibelgesellschaft et. al, Die Bibel, 1982, Stuttgart, Neues Testament, S. 6 ff.

[3] Aus: Deutsche Bibelgesellschaft et. al, Die Bibel, 1982, Stuttgart, Neues Testament, S. 6 ff.

[4] Aus: Deutsche Bibelgesellschaft et. al, Die Bibel, 1982, Stuttgart, Neues Testament, S. 6 ff.

[5] Aus: Deutsche Bibelgesellschaft et. al, Die Bibel, 1982, Stuttgart, Neues Testament, S. 6 ff.

[5] Nach: http://klaus-kuehlwein.de/, 04.01.2007

[6] Aus: Deutsche Bibelgesellschaft et. al, Die Bibel, 1982, Stuttgart, Neues Testament S. 7

[7] Aus: Klaus Kühlwein, Chaosmeister Jesus, Verl. Kath. Bibelwerk, 1999, Stuttgart, S. 123

[10] Aus: Klaus Kühlwein, Chaosmeister Jesus, Verl. Kath. Bibelwerk, 1999, Stuttgart, S. 124

[11] Aus: Klaus Kühlwein, Chaosmeister Jesus, Verl. Kath. Bibelwerk, 1999, Stuttgart, S. 126

[12] Aus: Klaus Kühlwein, Chaosmeister Jesus, Verl. Kath. Bibelwerk, 1999, Stuttgart, S. 129

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Ethik der Bergpredigt - nach Klaus Kühlwein und Franz Alt
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (Institut für Sozialwissenschaften)
Note
2,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V92285
ISBN (eBook)
9783638061001
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik, Bergpredigt, Klaus, Kühlwein, Franz
Arbeit zitieren
Melanie Misamer (Autor), 2007, Ethik der Bergpredigt - nach Klaus Kühlwein und Franz Alt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92285

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