Entwicklung einer Vorgehensweise zur strategischen Positionierung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Beispiel der MFG Neuwied


Diplomarbeit, 2005
99 Seiten, Note: 1,3

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INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

TABELLENVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGEN

1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Vorgehensweise und Methodik

2. Wirtschaftsförderung
2.1. Zum Begriff
2.2. Ebenen der Wirtschaftsförderung
2.2.1. Die Europäische Ebene
2.2.2. Die Bundesebene
2.2.3. Die Landesebene:
2.2.4. Die Kommunale und Regionale Ebene:
2.3. Ziele und Zielgruppen der Wirtschaftsförderung
2.4. Standortfaktoren
2.4.1. Abhängigkeit der Bedeutung von Standortfaktoren von Branche und Art der Investition
2.4.2. Standortentscheidungen von Unternehmen
2.5. Instrumente der Wirtschaftsförderung
2.5.1. Instrumente bezogen auf harte Standortfaktoren
2.5.2. Instrumente bezogen auf weiche Standortfaktoren
2.6. Akteure der Wirtschaftsförderung vor Ort
2.7. Hauptprobleme der Wirtschaftsförderung

3. Entwicklungen in der Wirtschaftsförderung und Notwendigkeit einer strategischen Positionierung
3.1. Klassische Erklärungen für die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten
3.1.1. Die Theorie vom absoluten Vorteil
3.1.2. Die Theorie vom komparativen Vorteil
3.1.3. Wettbewerbsvorteile durch Economies of Scale
3.2. Paradigmenwechsel in der Verortung von Wettbewerbsvorteilen
3.2.1. Nationale Wettbewerbsvorteile nach Michael E. Porter
3.2.2. Cluster
3.2.3. Auswirkungen auf den Wettbewerb
3.3. Evolution der Wirtschaftsförderung
3.3.1. Klassische Wirtschaftsförderung
3.3.2. Veränderungen
3.3.3. Notwendigkeit einer strategischen Positionierung

4. Strategische Positionierung
4.1. Der Wettbewerb
4.2. Wettbewerbsstrategien
4.2.1. Kostenführerschaft
4.2.2. Differenzierung
4.2.3. Konzentration
4.2.4. Stuck in the Middle – zwischen den Stühlen:
4.3. Wertschöpfungsketten
4.4. Portfolio-Analyse/Produktpositionierung
4.5. Der Marketing-Mix
4.5.1. Produkt
4.5.2. Preis
4.5.3. Distribution
4.5.4. Kommunikation

5. Vorgehensweise zur Positionierung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft
5.1. Positionierung einer WFG
5.1.1. Strategische Positionierung des Standortes
5.1.2. Positionierung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
5.2. Integrierte Wirtschaftsförderung
5.3. Strategische Planung und Erfolgskontrolle
5.3.1. Strategische Faktoren
5.3.2. Bestandsaufnahme und SWOT-Analyse
5.3.3. Ableitung von strategischen und operativen Zielen
5.3.4. Rahmenplan für die Wirtschaftsförderung
5.3.5. Evaluation und Erfolgskontrolle
5.4. Projektarbeit in der Wirtschaftsförderung
5.4.1. Initiativphase
5.4.2. Startphase
5.4.3. Durchführungsphase:
5.4.4. Schlussphase:
5.5. Wissensmanagement
5.6. Public Private Partnership

6. Exemplarische Vorschläge für die Arbeit der MFG Neuwied
6.1. Oberziel 1: Eindeutige Positionierung des Standortes und Aufbau von Kompetenzfeldern
6.1.1. Cluster, Kompetenzfelder und Netzwerke
6.1.2. Analyse von möglichen Kompetenzfeldern
6.1.3. Umsetzung des Kompetenzfeldansatzes
6.1.4. Instrumente zur Einrichtung von Kompetenzfeldern:
6.1.5. Projekt 1.2.: Entwicklung einer langfristigen Standortstrategie
6.2. Oberziel 2: Erreichung einer optimalen Kundenorientierung bei besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von KMU und Existenzgründern:
6.2.1. Positionierung der MFG Neuwied als One-Stop-/First-Stop-Agency mit optimaler Kunden- und Serviceorientierung
6.2.2. Besondere Berücksichtigung der Bedürfnisse von KMU und Existenzgründern
6.2.3. Erfassung der Kundenbedürfnisse und Wünsche zur entsprechenden Gestaltung des Angebotes
6.2.4. Gezielte Ansprache der Kunden zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades
6.2.5. Kooperation mit der Initiative KoNet
6.3. Oberziel 3: Enger Draht zu und gemeinsames Vorgehen mit der Politik
6.3.1. Budgetierung der MFG
6.3.2. Schaffung eines wirtschaftsfreundlichen Verwaltungsklimas
6.4. Oberziel 4: Koordination der WF-Institutionen und Verteilung der Kompetenzen unter den verschiedenen Akteuren am Standort
6.4.1. Klare Verteilung der Kompetenzen
6.4.2. Entwicklung gemeinsamer Einrichtungen
6.5. Oberziel 5: Überregionale Kooperation
6.5.1. Kooperationsmöglichkeiten
6.5.2. Standortmarketing Region Mittelrhein
6.6. Übergreifende Projekte

7. Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Literatur

Internetquellen

Expertengespräche

ANHANGVERZEICHNIS
ANHANG 1: Fragebogen für Gespräche mit Wirtschaftsexperten
ANHANG 2: Fragebogen für Gespräche mit Wirtschaftsförderern
ANHANG 3: Fragebogen für Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

abbildung 1: Ebenen der WirtscHaftsförderung

abbildung 2: Ziele der wirtschaftsförderung

abbildung 3: der diamant von porter

abbildung 4: five forces

abbildung 5: wettbewerbsstrategien

abbildung 6: wertschöpfungskette

abbildung 7: der marketing-mix

abbildung 8: positionierung einer Wfg

abbildung 9: das sechseck der wirtschaftsförderung

abbildung 10: phasen in der projektarbeit

abbildung 11: public private partnership

TABELLENVERZEICHNIS

tabelle 1: standortfaktoren

tabelle 2: standortfaktoren und investitionstypen

tabelle 3: anforderungen an standorte im laufe des industrielebenszyklus

tabelle 4: ein neo-schumpetersches modell industrieller entwicklung

tabelle 5: ein katalog relevanter standortfaktoren

tabelle 6: auswirkungen von clustern

tabelle 7 : swot-analyse des standortes

tabelle 8: mögliche kooperationspartner

tabelle 9: probleme von clusterinitiativen

ABKÜRZUNGEN

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1. Einführung in die Thematik

Wirtschaftsförderung im weiteren Sinne gibt es in Deutschland schon seit der Zeit der Hanse im Mittelalter. Wirklich systematisch wird Wirtschaftsförderung auf lokaler und regionaler Ebene hierzulande jedoch erst seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts betrieben[1]. Die Rahmenbedingungen der Wirtschaft und damit auch der Wirtschaftsförderung sind in einem Wandel begriffen: Durch Globalisierung und europäische Integration werden Handelsschranken abgebaut, gleichzeitig erstarkt die internationale Konkurrenz. Die Strukturpolitik von EU und Bundesregierung reagiert auf den allgemeinen Strukturwandel und hat unter anderem die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung zur direkten finanziellen Förderung von Betrieben erschwert. Dem steht ein gesunkenes Potential an ansiedlungswilligen Unternehmen gegenüber. Außerdem haben innerhalb vieler Branchen technologische und sonstige Entwicklungen stattgefunden[2]. Dies hat Auswirkungen für das Handeln von Wirtschaft und Wirtschaftsförderung: Der Wettbewerbsdruck auf Unternehmen und Standorte ist gestiegen. Die vorliegende Arbeit soll Handlungsalternativen aufzeigen, durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften und Standorte in dem immer schärfer werdenden Wettbewerb bestehen können.

1.2. Vorgehensweise und Methodik

Bei der Erstellung dieser Arbeit sind als sekundäre Quellen einschlägige Fachliteratur und Fallstudien herangezogen worden. Außerdem sind persönliche Tiefeninterviews mit Experten aus Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Forschung geführt worden, um einen höheren Praxisbezug herzustellen. Im Folgenden soll zunächst erörtert werden, was unter dem Begriff Wirtschaftsförderung zu verstehen ist und wie sie in Erscheinung tritt. Es wird dargelegt, welche Theorien der Wirtschaftsförderung zu Grunde liegen, wie sich dieser theoretische Hintergrund und die Rahmenbedingungen der Wirtschaft im Laufe der Zeit verändert haben, und welche Auswirkungen dies auf die Praxis der Wirtschaftsförderung hatte. Anschließend wird beschrieben, wie das Konzept der strategischen Positionierung aussieht und welche Bedeutung es für die Wirtschaftsförderung hat. Als Ziel dieser Arbeit soll eine Erfolg versprechende Vorgehensweise zur strategischen Positionierung der Mittelstandsförderung im Landkreis Neuwied GmbH (im Folgenden kurz: MFG) und des Standortes Neuwied entwickelt werden.

2. Wirtschaftsförderung

Zunächst wird ein Überblick darüber gegeben, was unter Wirtschaftsförderung zu verstehen ist, welche Ziele sie anstrebt, welche Faktoren für die Erreichung dieser Ziele entscheidend sind und wie diese Faktoren beeinflusst werden können.

2.1. Zum Begriff

Insgesamt handelt es sich bei der Dienstleistung Wirtschaftsförderung um alle Maßnahmen auf kommunaler bzw. regionaler Ebene mit dem zentralen Ziel, die Wirtschaft im Hoheitsgebiet zu stärken und dadurch die Lebensbedingungen der örtlichen Bevölkerung zu verbessern[3]: Hinter dem Begriff Wirtschaftsförderung verbirgt sich die Aufgabe, einen Standort im harten Wettbewerb zu platzieren und zu verkaufen[4]. Die Literatur unterscheidet hier zwischen Wirtschaftspolitik im engeren Sinne und Wirtschaftsförderung[5].

- Wirtschaftspolitik: Unter Wirtschaftspolitik im engeren Sinne wird die Wirtschaftsordnungspolitik verstanden, die ein rechtlich normiertes Regelsystem für alle wirtschaftlichen Aktivitäten schafft. Im Rahmen der Wirtschaftspolitik werden also die Handlungsgrundlagen festgelegt.
- Wirtschaftsförderung: Demgegenüber fällt die Wirtschaftsförderung in den Bereich der Wirtschaftsprozesspolitik, die alle Aktivitäten zur Beeinflussung wirtschaftlicher Prozesse innerhalb des ordnungspolitischen Rahmens beinhaltet. Wirtschaftsförderung ist also stärker instrumentell orientiert und versucht die festgelegten politischen Grundsätze zu realisieren.

2.2. Ebenen der Wirtschaftsförderung

In Deutschland werden auf den folgenden fünf Ebenen von staatlicher Seite Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung betrieben[6]:

Abbildung 1: Ebenen der Wirtschaftsförderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Held & Markert, Wirtschaftsförderung in Deutschland, 2001, S. 7

Auf jeder dieser Ebenen wird sowohl Wirtschaftspolitik als auch Wirtschaftsförderung betrieben. Diese Aktivitäten beeinflussen die nachgeordneten Ebenen und erlegen ihnen gewisse rechtliche Beschränkungen auf.

2.2.1. Die Europäische Ebene

Die Regionalpolitik der Europäischen Union orientiert sich an den Prinzipien Solidarität und Kohäsion und zielt daher in erster Linie darauf ab, das Wohlstandsgefälle unter den europäischen Regionen zu verringern[7]. Die Europäische Union finanziert eine Reihe von Programmen zum Abbau regionaler Disparitäten über vier Strukturfonds mit einem Budget von insgesamt 213 Mrd. € jährlich. Diese finanziellen Mittel werden in erster Linie zur Stärkung strukturschwacher Regionen, zur Linderung von Strukturproblemen und zur Beschäftigungsförderung verwendet. Weitere Initiativen zielen auf die Verstärkung interregionaler Zusammenarbeit und die Entwicklung von krisenbetroffenen Städten und ländlichen Gebieten ab[8]. Die Wettbewerbsregeln des europäischen Vertrages stellen im Rahmen der Beihilfenkontrolle Schranken für Wirtschaftsförderungsmaßnahmen der nachgeordneten räumlichen Ebenen dar[9]. Hierbei sind alle Beihilfen aus öffentlichen Mitteln betroffen, vor allem bei einzelbetrieblichen Fördermaßnahmen: die Möglichkeiten zur direkten finanziellen Förderung sind stark eingeschränkt worden[10]. Weiterhin hat die europäische Union ihre Strukturpolitik in den letzten Jahren verstärkt auf die Förderung der Regionen abgestellt. Es ist zu erwarten, dass sich diese Entwicklung fortsetzt[11].

2.2.2. Die Bundesebene

Das Ziel der Regionalpolitik der Bundesregierung ist der Ausgleich räumlicher Unterschiede in der Lebensqualität aller Teilregionen der Bundesrepublik Deutschland. Zu diesem Zweck betreibt sie Regionalförderung über eine Reihe von Förderprogrammen verschiedener Ministerien zur Stärkung von Regionen, Sektoren, Technologien und der Bildung von Schwerpunkten[12]. Die Investitionsförderprogramme auf Bundesebene gliedern sich in Investitionszuschüsse, Investitionszulagen, Sonderabschreibungen und zinsgünstige Darlehen. Die bedeutendste dieser Maßnahmen ist die 1969 eingeführte Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA), die von den Ländern umgesetzt und vom Bund mit 50 % kofinanziert wird[13]. Auf Basis eines Rahmenplanes[14] werden mit Schwerpunkt auf der Förderung der neuen Bundesländer folgende Ziele verfolgt:

- Die Förderung gewerblicher Investitionen
- Der Ausbau einer leistungsfähigen wirtschaftsnahen Infrastruktur
- Die Förderung integrierter regionaler Entwicklungskonzepte und von Regionalmanagementvorhaben
- Kooperationsnetzwerke und Clustermanagement

Die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gibt einen vollständigen und aktuellen Überblick über alle Förderprogramme von Europäischer Union, Bund und Ländern[15]. Das Stabilitätsgesetz verpflichtet den Bund und die nachgeordneten räumlichen Ebenen dazu, bei der Gewährung von Finanzhilfen das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht zu wahren und bei Haushaltsentwürfen das Stabilitätsgesetz zu berücksichtigen[16]. Weiterhin hat der Bund die Gestaltungsmöglichkeit des Gewerbesteuerhebesatzes durch die Kommunen durch die Festsetzung eines Minimalwertes von 200 % beschränkt[17].

2.2.3. Die Landesebene:

Die einzelnen Bundesländer sind primäre Träger von regionalen Wirtschaftsförderungmaßnahmen[18]. Ziel von Wirtschaftsförderung und Politik ist auf Landesebene die optimale Allokation von Mitteln zur gezielten Förderung von regionalen Stärken und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes sowie die Einbindung strukturschwacher Teilräume[19]. Im Land Rheinland-Pfalz beispielsweise besteht auf Grundlage des Landesplanungsgesetzes ein Landesentwicklungsprogramm, das die auf das Land bezogene übergeordnete Raumordnung regelt, die neben anderen raumbezogenen Aspekten auch die Wirtschaft beinhaltet[20]. Das Land sieht als Grundpfeiler seiner Wirtschaft die Bereiche Außenwirtschaft, Industrie und vor allem Mittelständische Unternehmen. Zur Sicherung und Stärkung dieser Grundpfeiler stärkt das Land auf der einen Seite Technologie und Wirtschaft durch Infrastrukturförderung und einzelbetriebliche Wirtschaftsförderung. Unter anderem hat das Land im Jahr 1993 zur besseren Koordination und Steuerung seiner Wirtschaftsförderungsmaßnahmen die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) als zentrales Wirtschaftsförderungsinstitut des Landes gegründet[21], unter dessen Kompetenz alle Aktivitäten zur Wirtschaftsförderung fallen[22]. Auf der anderen Seite müssen die Kommunen ihre Eigenentwicklung an den landesplanerischen Vorgaben ausrichten, was sich unmittelbar auch auf die Maßnahmen der kommunalen Wirtschaftsförderung auswirkt.

2.2.4. Die Kommunale und Regionale Ebene:

Im Folgenden wird die Wirtschaftsförderung auf kommunaler und regionaler Ebene unter dem Begriff lokale/regionale Wirtschaftsförderung zusammengefasst, weil Ziele und Maßnahmen auf diesen Ebenen die gleichen sind. Lokale/Regionale Wirtschaftsförderung umfasst gezielte Aktivitäten und Maßnahmen der verschiedenen Gebietskörperschaften zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Entwicklung wirtschaftlicher Unternehmen und damit zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen[23]. Lokale/Regionale Wirtschaftsförderung kann auf folgenden räumlichen Ebenen stattfinden:

- Wirtschaftsförderung der Kommunen
- Wirtschaftsförderung der Landkreise
- Regionale Wirtschaftsförderung

Basis für die Wirtschaftsförderung der Kommunen in Deutschland ist die verfassungsrechtliche Garantie des Selbstverwaltungsrechtes der Gemeinde[24]. Diese Garantie erstreckt sich allerdings nicht explizit auf Gebietskörperschaften wie die Landkreise. Daher haben diese nicht die Befugnis zur direkten finanziellen Förderung von Unternehmen, wenn ihnen die entsprechende Kompetenz nicht von den Kommunen übertragen wird[25]. Ansonsten sind die verfolgten Ziele und die zur Erreichung dieser Ziele verwendeten Instrumente jedoch die gleichen. In den letzten Jahren hat die Regionale Wirtschaftsförderung in Gebietskörperschaften oberhalb der Kreisebene stetig an Bedeutung gewonnen: Wirtschaftsförderer kooperieren verstärkt über administrative Grenzen hinaus, um ihre Mittel zu bündeln, das Profil des Standortes zu stärken und von Förderprogrammen für regionale Entwicklung profitieren zu können. Hier existieren unterschiedliche Modelle auf allen Stufen der Zusammenarbeit: von losen Kooperationen zur besseren Darstellung des Standortes und der Bildung von Netzwerken wie der Regionalinitiative Wirtschaftsförderer in Rheinland-Pfalz Nord (im Folgenden kurz: WiR Nord) der WFG der Landkreise im nördlichen Rheinland-Pfalz[26] bis zur Zusammenlegung aller Kompetenzen mehrerer Kommunen/Kreise in einer übergeordneten Entwicklungsagentur wie im Fall der Wachstumsinitiative Süderelbe in der Metropolregion Hamburg – Süderelbe[27].

2.3. Ziele und Zielgruppen der Wirtschaftsförderung

Die Ziele der Wirtschaftsförderung können in mehrere Ebenen gegliedert werden.

abbildung 2: Ziele der Wirtschaftsförderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung

Oberziel ist die Sicherung und Verbesserung von Lebensqualität und Wohlstand innerhalb der Region durch die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen. Diesem Zweck dienen folgende Unterziele[28]:

- Ansiedlungsmanagement: Der Standort wird für externe Investoren attraktiv gemacht und dies offensiv kommuniziert, damit jene neue Unternehmen vor Ort ansiedeln.
- Bestandspflege: Ansässige Unternehmen werden unterstützt, damit sie wettbewerbsfähig bleiben und nicht abwandern.
- Existenzgründungsmanagement: Existenzgründer mit innovativen Geschäftsideen erhalten optimale Förderung.

Zur Operationalisierung der genannten Zwischenziele müssen die Standortfaktoren durch konkrete Maßnahmen optimiert und dies attraktiv und überzeugend kommuniziert werden. Das Leistungsangebot der Wirtschaftsförderung richtet sich im Wesentlichen an drei Gruppen von Kunden: Abgeleitet von den genannten Zwischenzielen der Wirtschaftsförderung sind dies:

- ansiedlungswillige Unternehmen
- ansässige Unternehmen
- Existenzgründer

Neben diesen können auch Behörden, Institute, Hochschulen und Kulturschaffende als Kunden der WFG im Sinne einer Verbesserung der allgemeinen Infrastruktur betrachtet werden.

2.4. Standortfaktoren

Standortfaktoren sind Eigenschaften eines Ortes bzw. einer Region, die über deren Attraktivität für ansässige und ansiedlungswillige Unternehmen und Existenzgründer entscheiden[29]. Bei dieser Unterscheidung ist folgendes zu berücksichtigen: Die ansässigen Unternehmen sind auf der einen Seite Kunden der Wirtschaftsförderung: Bei ungünstigen Standortbedingungen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit untergraben, besteht die Gefahr, dass sie eventuelle Erweiterungsinvestitionen in anderen Kommunen oder Regionen tätigen, ganz abwandern oder ihr Geschäftserfolg leidet. Auf der anderen Seite sind die bereits ansässigen Unternehmen selbst ein Standortfaktor: Die Existenz spezialisierter Zulieferer und weiterer Unternehmen verwandter Branchen vor Ort kann beispielsweise eine hohe Qualität eines Standortes signalisieren, weil ansiedlungswillige Unternehmen erwarten können, von Agglomerationsvorteilen zu profitieren[30]. Eine Sonderstellung nehmen potentielle Existenzgründer ein, die man als Neuansiedler aus dem heimischen Potenzial bezeichnen könnte[31]. Es lassen sich unterschiedliche Typen von Standortfaktoren unterscheiden. Eine gängige Unterscheidung ist die zwischen harten und weichen Standortfaktoren[32]. Harte Standortfaktoren sind Eigenschaften eines Standortes, deren direkter Einfluss auf den betriebswirtschaftlichen Erfolg eines UN in aller Regel messbar ist. Weiche Standortfaktoren sind nicht messbar, wirken sich aber ebenfalls auf den Unternehmenserfolg aus. In der Literatur finden sich verschiedene Ansätze zur Untergliederung der weichen Standortfaktoren. Eine sinnvolle Unterscheidung ist die zwischen unternehmensbezogenen und personenbezogenen Faktoren[33]. Weiche personenbezogene Faktoren sind bedeutsam für die Lebensqualität einer Region und entscheiden somit über deren Attraktivität für zuziehende und ansässige Fach- und Führungskräfte.

tabelle 1: Standortfaktoren

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Meyer-Stamer, lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 8

2.4.1. Abhängigkeit der Bedeutung von Standortfaktoren von Branche und Art der Investition

Die Bedeutung der Standortfaktoren unterscheidet sich abhängig vom jeweiligen Unternehmen und der Art der Investition nach[34]:

- Branche
- Typus der Investition: Die Abhängigkeit zwischen Standortfaktoren und Investitionstyp wird in der folgenden Darstellung abgebildet[35]

tabelle 2: Standortfaktoren und Investitionstypen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Europäische Gemeinschaften, New location factors for mobile investments in Europe, 1993, S. 108

- Entwicklungsstand des Unternehmens im Lebenszyklus: Die Anforderungen von Unternehmen an den Standort ändern sich im Laufe ihres Lebenszyklus. Pieper[36] und Gelsing[37] haben dies auf den folgenden Tabellen systematisch dargestellt:

tabelle 3: Anforderungen an Standorte im Laufe des Industrielebenszyklus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Pieper, das interregionale Standortwahlverhalten der Industrie in Deutschland, 1994, S. 32

tabelle 4: Ein Neo-Schumpetersches Modell industrieller Entwicklung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gelsing, Innovation and the Development of industrial Networks, 1992, S. 128

2.4.2. Standortentscheidungen von Unternehmen

Ansiedlungswillige Unternehmen stellen oft Kataloge von relevanten Standortfaktoren auf, die sie dann auf potentielle Standorte anwenden[38]. Die folgenden Abbildungen zeigen dies am praktischen Beispiel der Kataloge, die Mercedes-Benz bei der Wahl eines Standortes für ein Werk für Scheingeländewagen angewendet hat.

tabelle 5: Ein Katalog relevanter Standortfaktoren

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Renschler, Standortplanung für Mercedes-Benz in den USA, 1995, S. 54

2.5. Instrumente der Wirtschaftsförderung

Die Instrumente der Wirtschaftsförderung lassen sich nach mehreren Gesichtspunkten gliedern. Eine Gliederungsmöglichkeit ist die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Maßnahmen. Eine weitere hier gewählte Möglichkeit besteht darin, die Instrumente der Wirtschaftsförderung den harten bzw. weichen Standortfaktoren zuzuordnen[39].

2.5.1. Instrumente bezogen auf harte Standortfaktoren

Wie die harten Standortfaktoren selbst sind auch die zu Ihrer Verbesserung erdachten Maßnahmen in aller Regel messbar. Die wichtigsten Instrumente bezogen auf harte Standortfaktoren sind folgende:

- Finanzielle Instrumente: Steueranreize, Zuschüsse und andere Subventionen
- (Förder-)Beratung/Information
- Infrastruktur: Logistik, Informationstechnik
- Vorhandensein und Erschließung von Grundstücken
- Arbeit: Maßnahmen zur Beeinflussung von Quantität, Qualität und Verhältnis zwischen Lohn und Qualifikationsniveau auf dem Arbeitsmarkt
- Energie und Umwelt: Gestaltung von Energie- und Stromkosten, Umweltschutzgesetzgebung

2.5.2. Instrumente bezogen auf weiche Standortfaktoren

Weiche Standortfaktoren sind eine größere und weniger klar definierte Gruppe als harte, weshalb eine Aufzählung aller möglichen Instrumente nur unter Vorbehalt möglich ist. Die folgenden Maßnahmen sind in erster Linie geeignet zur Verbesserung der weichen unternehmensbezogenen Standortfaktoren:

- Erarbeitung einer Standortstrategie
- Veränderung in der Organisation der Verwaltung zur Verbesserung des Wirtschaftsklimas
- Bildung von Netzwerken: Stimulierung und Unterstützung der Zusammenarbeit unter Unternehmen und zwischen diesen und anderen Institutionen
- Förderung von Existenzgründungen: spezielle Ausbildungsangebote für potentielle Gründer und Gründerzentren
- Unterstützung von Unternehmen in Krisensituationen
- Exportförderung
- Aufbau und Unterstützung von Hochschulen und Technologieinstitutionen
- Standortmarketing

Der letzte Punkt markiert die Schnittstelle zu den weichen personenbezogenen Standortfaktoren. Das Standortmarketing muss hier mit den Bereichen Stadt- und Raumplanung und Tourismusmarketing koordiniert werden.

2.6. Akteure der Wirtschaftsförderung vor Ort

Auf dem Gebiet der operativen Wirtschaftsförderung sind eine Anzahl verschiedener Akteure mit unterschiedlichen Zielsetzungen tätig. Diese Akteure werden auf Darstellung 13 mit ihrer Positionierung abgebildet.

1. Öffentliche Ämter : Als erstes sind die schon erwähnten öffentlichen Förderstellen auf den Ebenen von EU, Bund, Land, Region und Kommune zu nennen, deren Tätigkeit hier noch einmal zusammengefasst wird: Auf allen dieser Ebene werden die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit von Wirtschaftsförderern und die langfristige Ausrichtung der Regionalpolitik vorgegeben und spezielle Förderprogramme für bestimmte Zwecke eingerichtet. Oberziel der Maßnahmen von EU und Bund ist der Ausgleich des Lebensstandards in verschiedenen Regionen, den Bundesländern geht es mehr um die Stärkung des Standortes durch die Entwicklung regionaler Potenziale. Dies gilt in noch höherem Maße für öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen auf lokaler und regionaler Ebene.
2. Wirtschaftsförderungsgesellschaften : Wichtiger Akteur der Wirtschaftsförderung vor Ort und Gegenstand dieser Arbeit sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaften (im Folgenden kurz: WFG) auf lokaler und regionaler Ebene. Sie sind Ansprechpartner für die Unternehmen vor Ort, stellen das Bindeglied her zwischen Wirtschaft und Verwaltung und setzen zusammen mit den Ländern die Förderprogramme der übergeordneten Ebenen zur Stärkung des jeweiligen Standortes um.
3. Industrie-, Handels- und Handwerkskammern : Näher an der Wirtschaft befinden sich die Industrie- und Handelskammern (im Folgenden kurz: IHK) und Handwerkskammern (im Folgenden kurz: HwK) als institutionelle Interessenvertreter aller Unternehmen vor Ort. Als Körperschaften des öffentlichen Rechtes üben die Kammern staats-hoheitliche Aufgaben der Selbstverwaltung in Belangen der Wirtschaft aus. Sie betreiben Standort- und Interessenpolitik, sorgen für die Einhaltung von Regeln, stellen Kontakte zwischen Unternehmen her und bieten Beratungs- und Förderungsleistungen an[40].
4. Unternehmensverbünde : Außerdem gibt es Unternehmensverbünde, die Wirtschaftsförderung betreiben. Dabei handelt es sich meist um Interessen- und Standortpolitik sowie Beratungsleistungen. Ein Beispiel für einen solchen Unternehmensverbund ist das Wirtschaftsforum Neuwied e.V., in dem sich mittlerweile 43 Unternehmen zusammengeschlossen haben, um sich gegenseitig zu unterstützen und den Standort zu sichern und fördern[41].
5. Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen: Hochschulen sind gewöhnlich an Kooperation mit Unternehmen interessiert, um ihren Studierenden Einblick in die Berufspraxis zu ermöglichen. Sie können außerdem das Wissen Ihrer Dozenten nutzen, um Beratungs- und Weiterbildungsdienstleistungen für die Mitarbeiter der Unternehmen anzubieten: die FH Koblenz hat beispielsweise in Zusammenarbeit mit weiteren Koblenzer Hochschulen und Institutionen aus den Bereichen Technologie, Forschung und Wirtschaft das Kooperationsnetzwerk für Existenzgründungen aus Koblenzer Hochschulen (im Folgenden kurz: KoNet) gegründet. KoNet unterstützt Existenzgründer und Jung-Unternehmer durch Beratung[42].
6. Gewerbliche Unternehmen : Verschiedene Unternehmen sind im Bereich der Wirtschaftsförderung gewerblich tätig. Viele Consulting-Unternehmen zählen die Beratung öffentlicher Unternehmen zum Spektrum ihrer Dienstleistungen. Andere Dienstleister bieten Lehrgänge und Beratung für Existenzgründer an. Marketing- und PR-Agenturen sind vor allem im Bereich des Standortmarketing tätig.
7. Banken und Sparkassen: Die örtlichen Banken und Sparkassen sind als Hausbanken und Kreditgeber von Unternehmern und Existenzgründern sowie als Akteure auf dem Feld der Förderberatung ein wichtiger Faktor für die lokale/regionale Wirtschaftsförderung[43].

2.7. Hauptprobleme der Wirtschaftsförderung

Im weiten Feld der Wirtschaftsförderung gibt es eine große Anzahl von möglichen Problemstellungen. Bei der Auswertung von Fachliteratur und Expertengesprächen tauchen drei Probleme immer wieder auf:

1. Ungenügende finanzielle und personelle Ausstattung[44] : In den letzten Jahren ist zum Tätigkeitsbereich der Wirtschaftsförderer das breite Instrumentarium zur Verbesserung der weichen Standortfaktoren hinzugekommen. Außerdem hat die aktive Stärkung des Standortes durch die Entwicklung einer Standortstrategie und deren Umsetzung durch Projekte an Bedeutung gewonnen. Die personelle und finanzielle Ausstattung der WFG hat mit dieser Entwicklung nicht Schritt gehalten.
2. „Kirchturmdenken“: Egoismen und Besitzansprüche von Akteuren in Wirtschaftsförderung und Politik[45]. Die meisten in der Wirtschaftsförderung engagierten Akteure haben eine eigene Agenda, die nicht immer mit der optimalen Profilierung des Standortes als Ganzes konform geht. Der Begriff Kirchturmdenken beschreibt eine Denk- und Handlungsweise, die nur Probleme und Fragestellungen von unmittelbarer persönlicher Bedeutung und Tragweite wahrnimmt. Durch Kirchturmdenken und dadurch verursachte mangelnde Zusammenarbeit können die Stärken der verschiedenen Akteure nicht optimal miteinander kombiniert werden. Die Tatsache, dass verschiedene Akteure die gleichen Leistungen anbieten, führt zu Vervielfachung von Aufgaben, Konkurrenz, Verschwendung von Mitteln und Reibungsverlusten.
3. Mangelnder Bekanntheitsgrad und unklare Positionierung[46]: Ziel einer WFG ist es, Unternehmen zu unterstützen und zu fördern. Die Unternehmen als Kunden einer WFG kennen ihren eigenen Bedarf an Leistungen aus dem Sektor der WF und wissen am besten, wann sie der Unterstützung durch die WF bedürfen. Daher treten sie im Bedarfsfall an die WFG heran und nicht umgekehrt. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Unternehmen wissen, dass die WFG existiert, wofür sie steht und welche Leistungen sie bietet. Ziel der WFG muss daher sein, sich ihrer Kundschaft offensiv und attraktiv zu präsentieren.

3. Entwicklungen in der Wirtschaftsförderung und Notwendigkeit einer strategischen Positionierung

Im Folgenden werde ich mich mit den Entwicklungen in Praxis und Theorie der Wirtschaftsförderung beschäftigen.

3.1. Klassische Erklärungen für die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten

Ein Standort ist wettbewerbsfähig, wenn er ansässigen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen andernorts verschafft. Wettbewerbsfähigkeit in diesem Sinn ist in der Regel auf bestimmte Branchen und Bereiche bezogen[47].

3.1.1. Die Theorie vom absoluten Vorteil

Der Begriff des absoluten Vorteils wurde von Adam Smith gegen Ende des 18. Jahrhunderts geprägt. Nach der Theorie von Smith exportiert ein Land einen bestimmten Artikel dann, wenn es den absoluten Vorteil besitzt, ihn zu den weltweit geringsten Kosten produzieren zu können[48]. Wettbewerbsfähigkeit wird hier also über Kostenvorteile definiert: der Standort, an dem ein bestimmtes Gut am günstigsten hergestellt werden und daher zu den günstigsten Preisen abgesetzt werden kann, hat einen absoluten Vorteil.

3.1.2. Die Theorie vom komparativen Vorteil

Der absolute Vorteil wurde von David Ricardo zum komparativen Vorteil verfeinert: Die Marktkräfte leiten die Ressourcen eines Landes in die Branche, in denen sie am produktivsten genutzt werden können. So wird ein Land unter Umständen ein Gut, bei dem es einen absoluten Vorteil besitzt, dennoch importieren, wenn es seine Ressourcen durch die Herstellung anderer Güter noch produktiver nutzen kann. Hier beruhen also der internationale Handel und die Wettbewerbsvorteile, die die Richtung seiner Güterströme bestimmen, auf der Produktivität von Arbeit. Die Unterschiede in der Arbeitsproduktivität schrieb Ricardo unerklärten Unterschieden im Umfeld oder „Klima“ von Ländern zu, die einige Industrien begünstigten.[49] Die moderne Version der Theorie nach Heckscher und Ohlin beruht auf dem Gedanken, dass alle Länder eine gleichwertige Technologie besitzen, aber unterschiedlich mit den so genannten Produktionsfaktoren ausgestattet sind: Rohstoffen, Boden, Arbeit und Kapital. Ein mit einem dieser Faktoren gut ausgestattetes Land erzielt einen faktorbedingten komparativen Vorteil in Branchen, die den entsprechenden Faktor intensiv nutzen. Daher wird es die entsprechenden Güter exportieren und solche importieren, bei denen es einen komparativen Faktornachteil hat[50]. Wichtige Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes sind also das Vorhandensein von Produktionsfaktoren und die Faktorkosten.

[...]


[1] Reschl & Rogg, Kommunale Wirtschaftsförderung – Standortdialog und Standortentwicklung, 2003, S. 12

[2] Vgl. Gärtner, Integrierte Wirtschaftsförderung, 2004, S. 64

[3] Vgl. Gärtner, Integrierte Wirtschaftsförderung, 2004, S. 22

[4] Vgl. Iglhaut, Wirtschaftsförderung als Marketingaufgabe, 1994, S. 61

[5] Vgl. Reschl & Rogg, Kommunale Wirtschaftsförderung – Standortdialog und Standortentwicklung, 2003, S. 9

[6] Vgl. Held & Markert, Wirtschaftsförderung in Deutschland – Status Quo und Ausblick, 2001, S. 7

[7] Vgl. Europäische Union, Regionalpolitik, im Internet auf: http://europa.eu.int/pol/reg/overview_de.htm

[8] Vgl. Europäische Union, Regionalpolitik, im Internet auf: http://europa.eu.int/pol/reg/overview_de.htm

[9] Vgl. Held & Markert, Wirtschaftsförderung in Deutschland – Status Quo und Ausblick, 2001, S. 7

[10] Vgl. Imhoff-Daniel,, Arbeitsteilung und Zusammenarbeit zwischen Landkreisen und kreisangehörigen Gemeinden, 1994, S. 20

[11] Vgl. Europäische Union, Regionalpolitik, im Internet auf: http://europa.eu.int/pol/reg/overview_de.htm

[12] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Regionalpolitik, im Internet auf: http://www.bmwa.bund.de/Navigation/Wirtschaft/Wirtschaftspolitik/regionalpolitik.html

[13] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Regionalpolitik: http://www.bmwa.bund.de/Navigation/Wirtschaft/Wirtschaftspolitik/regionalpolitik.html

[14] Vgl. Bundestag, 34. Rahmenplan für die Gemeinschaftsaufgabe, 2005

[15] Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Förderdatenbank, im Internet auf: http://www.bmwa.bund.de/Navigation/Unternehmer/foerderdatenbank.html

[16] Vgl. § 1 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft

[17] Vgl. § 16 IV i. d. F. des Art. 2 Nr. 5 des Gesetzes zur Änderung des GewStG und anderer Gesetze vom 23.12.2003

[18] Vgl. Held & Markert, Wirtschaftsförderung in Deutschland – Status Quo und Ausblick, 2001, S. 9

[19] Vgl. Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Landesentwicklungsprogramm III, 1995, S. II

[20] Vgl. Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Landesentwicklungsprogramm III, 1995, S. I

[21] Vgl. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, Wirtschaftsförderung, im Internet auf: http://www.mwvlw.rlp.de/index3.asp?page=/Inhalt/Themen/Wirtschaft/

[22] Vgl. Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), Wirtschaftsförderung

Rheinland-Pfalz, im Internet auf: http://www.isb.rlp.de/index.html

[23] Vgl. Sartowski, Roman, Organisation und Praxis kommunaler Wirtschaftsförderung, 1990, S. 9

[24] Vgl. Art. 28 II GG

[25] Vgl. Held & Markert, Wirtschaftsförderung in Deutschland – Status Quo und Ausblick, 2001, S. 9/10

[26] Vgl. Wirtschaftsförderer in Rheinland-Pfalz Nord, WiR Nord, im Internet auf:

http://www.wir-nord.de/

[27] Vgl. Metropolregion Hamburg – Süderelbe, Zukunft entsteht: Wachstumsinitiative Süderelbe, im Internet auf: http://www.suederelbe.info/content.asp?id=1

[28] Vgl. Meyer-Stamer, Lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 11

[29] Vgl. Meyer-Stamer, Lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 7

[30] Vgl. Gärtner, Integrierte Wirtschaftsförderung, 2004, S. 17

[31] Vgl. Fritsch, Wirtschaftsförderung im Großkreis, 1995, S. 17

[32] Vgl. Meyer-Stamer, Lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 7

[33] Vgl. Hahne, Neuere Entwicklungen in der Regionalförderung, 1995, S. 15

[34] Vgl. Meyer-Stamer, Lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 10

[35] Vgl. Europäische Gemeinschaften – Kommission, New location factors for mobile Investments in Europe, 1993, S. 108

[36] Vgl. Pieper: Das interregionale Standortwahlverhalten der Industrie in Deutschland, 1994, S. 32

[37] Vgl. Gelsing, Innovation and the Development of industrial Networks, 1992, S. 128

[38] Vgl. Meyer-Stamer, Lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 7

[39] Vgl. Meyer-Stamer, Lokale und regionale Standortpolitik, 1999, S. 11

[40] Vgl. Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Für was wir stehen, im Internet auf: http://www.ihk.de/

[41] Vgl. Wirtschaftsforum Neuwied e.V., Willkommen im Wirtschaftsforum Neuwied, im Internet auf: http://www.wirtschaftsforum-neuwied.de/

[42] Vgl. KoNet, Selbständig zum Erfolg!, im Internet auf: http://www.konet.info/

[43] Hollbach-Grömig, Kommunale Wirtschaftsförderung in den 90er Jahren, 1996, S. 35

[44] Vgl. Gärtner, Integrierte Wirtschaftsförderung, 2004, S. 33

[45] Vgl. Expertengespräche mit Herrn Dr. Jörg Meyer-Stamer am 07.03.2005, mit Herrn Dr. Dag-Sven Dieckmann am 07.03.2005 & mit Herrn Hans-Peter Schomisch am 24.03.2005

[46] Vgl. Expertengespräch mit Herrn Dr. Guido Benzler am 10.03.2005

[47] Vgl. Porter, Nationale Wettbewerbsvorteile, 1991, S. 29/30

[48] Vgl. Smith, Der Wohlstand der Nationen, 1974, S. 407

[49] Vgl. Porter, Nationale Wettbewerbsvorteile, 1991, S. 31

[50] Vgl. Porter, Nationale Wettbewerbsvorteile, 1991, S. 31

99 von 99 Seiten

Details

Titel
Entwicklung einer Vorgehensweise zur strategischen Positionierung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Beispiel der MFG Neuwied
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
1,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
99
Katalognummer
V92289
ISBN (Buch)
9783656678625
Dateigröße
1076 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Vorgehensweise, Positionierung, Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Beispiel, Neuwied
Arbeit zitieren
Jan Andreas Bollinger (Autor), 2005, Entwicklung einer Vorgehensweise zur strategischen Positionierung einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Beispiel der MFG Neuwied, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92289

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