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Förderung der sozialen Fähigkeiten mit besonderer Berücksichtigung der Sprache

Titel: Förderung der sozialen Fähigkeiten mit besonderer Berücksichtigung der Sprache

Facharbeit (Schule) , 2019 , 31 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In die Hausgemeinschaft „XY Haus“ kam ich zu Beginn des dritten Seminarjahres. Somit hatte ich mit einigen Bewohnern in den ersten zwei Jahren meiner Ausbildung wenige Berührungspunkte. Manche Bewohner kannte ich vom gemeinsamen Mittagsessen, so auch Frau M. Im letzten Jahr kam sie einmal die Woche in die Hausgemeinschaft zum Essen wo ich die letzen zwei Jahre arbeitete.

Als es um die Themenauswahl der Projektarbeit ging, stellte ich mir die Frage, welcher der Klienten in der Wohngruppe in alltäglichen Situationen Unterstützung bräuchten. So bekam ich mehrere Ideen, mit welchem Bewohner ich welche Tätigkeit erüben könnte bzw. unterstützend wirken könnte, um sie/ihn zu fördern oder Ressourcen zu erhalten. In den Gesprächen mit den Hausverantwortlichen kristallisierte sich sehr schnell heraus, mit welchem Bewohner ich mein Projekt machen möchte und in welche Richtung es führen könnte.

Durch das Wissen, was für eine enorme Entwicklung Frau M. in den letzten zehn Jahren auf dem XY durchlebt hat (worauf ich in ihrer Biographie später noch eingehen werde) und durch das Erleben, dass Frau M. sehr lernwillig ist, dies aber nicht sofort umsetzen kann, hat mich dazu bewegt, das Projekt mit ihr zu erarbeiten.
Seit ihren Besuchen in der Hausgemeinschaft, in der ich zuvor arbeitete, besteht zwischen Frau M. und mir eine gute Beziehung.

Deshalb erhoffe ich, dass Frau M. von einer besonderen Begleitung, hinsichtlich der Kommunikation und der Sprache innerhalb der Gruppe profitieren könnte. Zurzeit wird ihre Anwesenheit von den Bewohnern oft als „störend“ empfunden und sie wird oft zurückgewiesen. Die besondere Begleitung von Frau M. könnte auch zur Verbesserung der Gruppendynamik und zur verbesserten Anerkennung ihrer Person innerhalb der Gruppe führen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Vorstellung der Camphill Dorfgemeinschaft XY

3. Biographie

3.1 Diagnose/Phänomene

4. Kommunikation und der Sprachsinn mit dem Hörsinn

4.1 Kommunikation

4.2 Sprachsinn mit dem Hörsinn

5. Anthroposophischer menschenkundlichen Verständnisansatz

5.1 Viergliederung des Menschen

5.2 Viergliederung im Bezug auf Frau M.

6. Beschreibung der Projektarbeit

6.1 Handlungskonzept

6.2 Umgang mit besonderen Situationen

7. Rückblick auf das Projekt/Selbstreflexion

8. Anhang

8.1 Gliederung

8.2 Durchführungsprotokoll Projektarbeit Schuljahr 2018/ 2019

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Projektarbeit ist die Förderung der sozialen Fähigkeiten und der Gruppenfähigkeit einer Bewohnerin der Camphill Dorfgemeinschaft unter besonderer Berücksichtigung ihrer Sprachkompetenz und der Reduktion von zwanghaftem Redeverhalten durch gezielte heilpädagogische Begleitung.

  • Anthroposophische Grundlagen der Sinneslehre (Sprachsinn und Hörsinn).
  • Kommunikationspsychologische Ansätze nach Watzlawick und Schulz von Thun.
  • Praktische Umsetzung von Schreibübungen zur kognitiven Zentrierung.
  • Förderung der Gruppenintegration durch angeleitete Gesellschaftsspiele.
  • Reflexion über die therapeutische Wirkung von Alltagsroutinen und Zuwendung.

Auszug aus dem Buch

4. Kommunikation und der Sprachsinn mit dem Hörsinn

Zuerst widme ich mich dem Thema Kommunikation auf wissenschaftlicher Grundlage. Im Anschluss werde ich das Thema geisteswissenschaftlich, also den Sprachsinn in Verbindung mit dem Hörsinn zu beschreiben versuchen. Da die beiden Themen sehr groß und vielfältig sind, werde ich auf den folgenden Seiten die aus meiner Sicht wichtigsten Aspekte zusammen fassen.

4.1 Kommunikation

Die inhaltlichen Angaben zur Kommunikation beruhen auf dem Buch von Barbara Senkel „Mit geistig Behinderten leben und arbeiten“. Siehe auch Quellenangaben. Zuerst habe ich mich mit der Frage beschäftig, warum Kommunikation, Kommunikation heißt. In dem Buch von Frau Senkel bin ich darauf gestoßen, das Kommunikation, wie so viele Wörter in der deutschen Sprache, ein lateinisches Wort ist. Wenn wir das Wort Kommunikation in die deutsche Sprache übersetzten würde, würde es Mitteilungen heißen oder auch übertragen von Mitteilungen zu anderen Personen. Der Psychologe Fröhlich hat die Kommunikation so zusammen gefasst: „Kommunikation ist die allgemeine und umfassende Bezeichnung von Prozessen, die einen Sender, Empfänger, einen Kommunikationsmodus oder –kanal (z.B. Sprache) eine (inhaltliche bestimmbare) Botschaft oder Nachricht und eine auf Empfang erfolgende Verhaltensänderung oder allgemein einen Effekt, gleich welcher Art, als analytische Einheit aufweisen“(Senkel 1994, S. 363)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert seine Motivation, ein Projekt mit Frau M. durchzuführen, um deren Kommunikation und Integration innerhalb der Wohngruppe zu fördern.

2. Vorstellung der Camphill Dorfgemeinschaft XY: Ein Überblick über die Entstehungsgeschichte, das Leitbild und die Lebensbedingungen der Dorfgemeinschaft für Menschen mit Assistenzbedarf.

3. Biographie: Detaillierte Darstellung der Lebensgeschichte von Frau M., ihrer Frühgeburt, diagnostizierten psychischen Herausforderungen und ihrer Entwicklung seit dem Einzug in die Gemeinschaft.

4. Kommunikation und der Sprachsinn mit dem Hörsinn: Theoretische Auseinandersetzung mit Kommunikationsmodellen nach Watzlawick/Schulz von Thun sowie anthroposophische Betrachtung des Sprach- und Hörsinns.

5. Anthroposophischer menschenkundlichen Verständnisansatz: Anwendung der Lehre von den vier Wesensgliedern nach Rudolf Steiner auf die individuelle Situation und Entwicklung von Frau M.

6. Beschreibung der Projektarbeit: Dokumentation des gewählten Handlungskonzepts, insbesondere durch gezielte Schreibübungen und die Teilnahme an Gruppenspielen zur Förderung der sozialen Interaktion.

7. Rückblick auf das Projekt/Selbstreflexion: Kritische Würdigung des Lernprozesses des Autors, Bewertung der erreichten kleinen Fortschritte und Ausblick auf die zukünftige Begleitung.

8. Anhang: Enthält die Gliederung der Arbeit und das ausführliche Durchführungsprotokoll, das die praktischen Einheiten vom Herbst 2018 bis zum Februar 2019 dokumentiert.

Schlüsselwörter

Heilerziehungspflege, Camphill, Kommunikation, Sprachsinn, Hörsinn, Anthroposophie, Gruppenfähigkeit, Viergliederung, Redezwang, Inklusion, Wohngruppe, soziale Förderung, Projektarbeit, Biografiearbeit, Selbsterfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Projektarbeit dokumentiert die heilpädagogische Begleitung einer Bewohnerin (Frau M.) in einer Camphill-Dorfgemeinschaft mit dem Ziel, ihre soziale Teilhabe und Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft heilpädagogische Praxis mit anthroposophischer Menschenkunde, insbesondere der Sinneslehre nach Steiner, sowie klassischen kommunikationspsychologischen Theorien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine strukturierte Begleitung (Schreibübungen, gemeinsame Spiele) die Gruppenfähigkeit der Bewohnerin zu stärken und ihr zwanghaftes Redeverhalten in sozialen Situationen zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen handlungsorientierten Ansatz, kombiniert mit Literaturanalyse zu kommunikationswissenschaftlichen Grundlagen und einer prozessbegleitenden Dokumentation mittels Durchführungsprotokollen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kommunikation, Menschenkunde) und eine detaillierte Beschreibung der praktischen Anwendung, inklusive der Reflexion von Erfolgen und Schwierigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind: Heilerziehungspflege, Camphill, Sprachsinn, Kommunikation, Gruppenfähigkeit und Anthroposophie.

Wie beeinflussen die Schreibübungen das Verhalten der Bewohnerin?

Die kognitive Anstrengung beim Schreiben führt dazu, dass Frau M. ruhiger wird und während anschließender Gruppenaktivitäten weniger zwanghaft redet.

Warum ist die „Einstimmung auf den Tag“ für Frau M. wichtig?

Die fünfminütige Übung im ruhigen Zimmer hilft Frau M., sich auf den Tag zu konzentrieren, bei sich anzukommen und ihre emotionale Ausgeglichenheit für den Morgenkreis zu fördern.

Welche Rolle spielt die Echolalie im Projektverlauf?

Die Echolalie wird als Teil des zwanghaften Kommunikationsverhaltens beschrieben. Im Laufe des Projekts konnte bei Mahlzeiten mit anderen Gruppen eine Verringerung dieser Ausprägung beobachtet werden.

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Details

Titel
Förderung der sozialen Fähigkeiten mit besonderer Berücksichtigung der Sprache
Note
2
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
31
Katalognummer
V922944
ISBN (eBook)
9783346243386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heilerziengspflege Heilpädagogik Sonderpädagogik Anthroposophie Sprachsinn Hörsinn
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Förderung der sozialen Fähigkeiten mit besonderer Berücksichtigung der Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/922944
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Leseprobe aus  31  Seiten
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