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Die Bedeutung des Raums im Regionalkrimi. Raumanalyse des Trailers "Rattenfänger"

Titel: Die Bedeutung des Raums im Regionalkrimi. Raumanalyse des Trailers "Rattenfänger"

Seminararbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carolin Will (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Leitfrage, welche Sonderstellung der Raum in einem Regionalkrimi einnimmt. Zunächst wird hierfür die Bedeutung des Raums im klassischen und modernen Kriminalroman beleuchtet. Anschließend wird die Wirklichkeitsreferenz des Raumes als Visualitätsträger erörtert.

Im Anschluss daran folgt ein Praxisteil, in welchem Recherchemethoden von Autoren dargestellt werden. Am Beispiel der Amper werden diese dann erprobt und auf den Trailer „Rattenfänger“ angewandt. Nach der Auswahl der Schauorte des Trailers wird deren Bedeutung für den Film erörtert.

Manche verlachen den Heimatkrimi als ungeliebten Ast der Trivialliteratur oder sprechen ihm ab, überhaupt eine eigene literarische Gattung zu sein. Trotzdem sind die Regale von Buchhandlungen und auch das Onlineangebot voll von Werken dieser Art. An Käufern mangelt es ebenso wenig wie an Verfassern: Verschiedenste Autoren arbeiten ihre eigene Heimat oder auch andere Regionen Deutschlands literarisch auf, sodass es bereits für so gut wie jeden Ort eigene kriminologische Werke zu lesen gibt .

Diese Krimis befassen sich mit einem Verbrechen, meist einem Mord, und der anschließenden Ermittlungsarbeit durch einen oder mehrere Helden. Da dies dem gängigen Schema jedes Kriminalromans entspricht, stellt sich die Frage, was die große Beliebtheit gerade des Heimatkrimis verursacht. Der besondere Reiz dieser Geschichten ist der besondere Ort. Der Heimatbezug gibt dem Leser einen Wirklichkeitsbezug, der viele anspricht. Wie genau dieser Bezug erzeugt wird, wird in dieser Arbeit untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Heimatkrimis als literarisches Schmankerl der Region

2. Raum im klassischen- und modernen Kriminalroman

2.1. Klassischer Kriminalroman

2.2. Moderner Kriminalroman

3. Sonderstellung des Raums in Regionalkrimis

3.1. Visualität im fiktiven Raum

3.2. Wirklichkeitsreferenz des Raumes in Heimatkrimis als Visualitätsträger

4. Recherchemethoden für einen Regionalkrimis

4.1. Recherchemethoden von Autoren

4.2. Recherchen an der Amper

4.3. Raumbedeutung in Heimatkrimis mit Bezug auf den Trailer „Rattenfänger“

5. Heimatkrimis als literarisches Fast Food

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifische Bedeutung des Raums in Regionalkrimis und analysiert, wie reale Umgebungen als Visualitätsträger fungieren. Ziel ist es, die Sonderstellung dieses Genres im Vergleich zum klassischen Kriminalroman herauszuarbeiten und die praktische Anwendung bei der filmischen Umsetzung am Beispiel des Trailers „Rattenfänger“ zu verdeutlichen.

  • Die literarische und funktionale Bedeutung des Raums in Krimis.
  • Unterschiede zwischen klassischem und modernem Kriminalroman.
  • Die Rolle der Wirklichkeitsreferenz als konstitutives Element des Heimatkrimis.
  • Methodische Ansätze für die Recherche von authentischen Schauplätzen.
  • Praktische Erprobung und Analyse der filmischen Raumgestaltung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Wirklichkeitsreferenz des Raumes in Heimatkrimis als Visualitätsträger

Heimatkrimis unterscheiden sich durch nichts außer der spezifischen Region von dem Grundschema anderer moderner Kriminalromane, das zuvor schon beschrieben wurde. Daher werden in Regionalkrimis Unbestimmtheitsstellen größtenteils mit der genauen Beschreibung einer eindeutigen Umgebung ersetzt. So wird bei der Planung eines Romans meist, nachdem zuerst die Figuren charakterisiert und deren jeweilige Handlungsmotive ausgearbeitet wurden, ein Ort gewählt, der zu der erdachten Handlung passt. Viele Schriftsteller lassen sich von der eigenen Heimat inspirieren, was mitunter zu einem vertrauten Umgang mit den lokalen Besonderheiten führt, der im fertigen Buch real und anschaulich wirkt. Eine Umgebung, die der Schreibende kennt, lässt sich glaubwürdiger beschreiben als eine, die ihm völlig fremd ist.

Neben der hohen Glaubwürdigkeit wird der Leser auch dadurch angesprochen, dass grausame Verbrechen in seine gewohnte Umgebung platziert werden. Er fragt sich, ob sie auf die beschriebene Weise wirklich möglich sind, während en passant die Reize der jeweiligen Landschaft aufgezeigt werden. Da die meisten Regionalkrimis einen gewissen humoristischen Anteil aufweisen, werden Details oftmals überspitzt, Schauplätze, in ihrer zuvor erläuterten semantischen Funktion, übertrieben drastisch dargestellt und Klischees bedient, wodurch die Referenzialität des Raums bis zu einem gewissen Grad verloren geht. Trotzdem haben auch diese Übertreibungen bei vielen Lesern einen Wiedererkennungswert, durch den das gewünschte Heimatgefühl aufkommt. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Wirklichkeitsreferenz des Raumes als Visualitätsträger essentieller Bestandteil der Rubrik ist. Jedoch ist die menschliche Wahrnehmung immer auch subjektiv, das heißt, jeder nimmt andere Details wahr, empfindet anderes in einer Szene als wichtig, sodass selbst Referenzobjekte und -orte in einem Buch nie wirklichkeitsgetreu sein können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Heimatkrimis als literarisches Schmankerl der Region: Dieses Kapitel führt in das Genre ein und erörtert, warum Heimatkrimis trotz ihrer Einordnung als Trivialliteratur eine hohe Beliebtheit bei Lesern genießen.

2. Raum im klassischen- und modernen Kriminalroman: Hier werden die unterschiedlichen Funktionen des Raums beleuchtet, wobei der klassische Kriminalroman als räumlich begrenztes Rätselspiel dem modernen, gesellschaftskritischeren Roman gegenübergestellt wird.

3. Sonderstellung des Raums in Regionalkrimis: Das Kapitel definiert den Raum im Regionalkrimi als entscheidenden Visualitätsträger, der durch Wirklichkeitsreferenzen die Unbestimmtheitsstellen klassischer Kriminalromane ersetzt.

4. Recherchemethoden für einen Regionalkrimis: Dieser Abschnitt erläutert die Bedeutung intensiver Recherche für die Authentizität und dokumentiert die praktische Umsetzung am Beispiel des Trailers „Rattenfänger“ an der Amper.

5. Heimatkrimis als literarisches Fast Food: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch über die kommerziellen Aspekte des Genres und diskutiert die Herausforderungen bei der Balance zwischen hoher Produktionsfrequenz und literarischem Anspruch.

Schlüsselwörter

Heimatkrimi, Regionalkrimi, Raumgestaltung, Visualität, Wirklichkeitsreferenz, Kriminalroman, Recherchemethode, Tatort, Literaturwissenschaft, Rattenfänger, Genreanalyse, Unterhaltungsliteratur, Schauplatz, Amper, Fiktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung des Raums (der Schauplätze) in Heimat- und Regionalkrimis im Vergleich zum klassischen Kriminalroman.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die medientheoretische Analyse von Raumkonstruktionen, die Bedeutung von Wirklichkeitsreferenzen für das Genre sowie praktische Methoden der Recherche und filmischen Umsetzung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Sonderstellung des Raums als zentrales Element der Visualität im Regionalkrimi zu belegen und zu zeigen, wie dieser zur Glaubwürdigkeit und zum Wiedererkennungswert für das Publikum beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, ergänzt durch einen Praxisteil, in dem Recherchemethoden und deren Anwendung bei der Produktion eines eigenen Filmtrailers dokumentiert und ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung von Krimi-Genres, die Erörterung des Raums als Visualitätsträger sowie die Darstellung und kritische Reflexion von Recherche- und Produktionsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Heimatkrimi, Raumgestaltung, Wirklichkeitsreferenz, Visualität und Genreanalyse charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Funktion des Raums im Film von der im Buch?

Während im Buch der Raum ausführlich beschrieben werden kann und zur Logik der Handlung beiträgt, muss die filmische Umsetzung auf die Umsetzbarkeit einer Szene fokussieren, wobei das Ziel der Spannungserzeugung in beiden Medien identisch ist.

Welchen Stellenwert nimmt der Trailer „Rattenfänger“ in dieser Analyse ein?

Der Trailer „Rattenfänger“ dient als konkrete Fallstudie, an der die theoretischen Erkenntnisse über die Auswahl von Schauplätzen, die Arbeit an der Amper und die Besonderheiten der filmischen Rauminszenierung praktisch erprobt und kritisch reflektiert werden.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung des Raums im Regionalkrimi. Raumanalyse des Trailers "Rattenfänger"
Note
1,0
Autor
Carolin Will (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V923379
ISBN (eBook)
9783346250513
ISBN (Buch)
9783346250520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krimi Kriminalroman Raum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Will (Autor:in), 2015, Die Bedeutung des Raums im Regionalkrimi. Raumanalyse des Trailers "Rattenfänger", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923379
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Leseprobe aus  18  Seiten
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