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Textanalyse nach Claus Altmayer anhand des Märchens "Der Richter und der Teufel" von Ludwig Bechstein

Titel: Textanalyse nach Claus Altmayer anhand des Märchens "Der Richter und der Teufel" von Ludwig Bechstein

Seminararbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Anordnung "Geh doch zum Teufel" unter Benutzung verschiedener Synonyme für diese Personen wie Herr der Hölle, der böse Mann, Fürst der Unterwelt usw. findet sich in der deutschen Literatur vom Mittelalter bis heute. Der Teufel hat viele Gesichter und Aufgaben, allerdings kehren alle seine Eigenschaften zu biblischen Wurzeln zurück. Kann man ohne dieses hinreichende Vorwissen einige deutsche Märchen verstehen?

Um dieses Thema auf wissenschaftlichem Niveau betrachten zu können, geht diese Arbeit folgenden Fragen nach: Ist es überhaupt sinnvoll (lohnt sich) im Fremdsprachunterricht Märchen zu analysieren, um die Zielkultur besser zu verstehen? Auf Welche Art und Weise wird das Märchen betrachtet?

Inhaltlich wird diese Arbeit in drei Segmente gegliedert. Kapitel 1 ist Märchen als eine mit dem Volk und seiner Kultur verbundene Erzählform gewidmet, die grundliegende Kulturbegriff im landeskundlichen Sinn definiert und wichtige Merkmale einer Kultur veranschaulicht. Kapitel 2 beleuchtet eine Textanalyse des Märchens "Der Richter und der Teufel" auf drei Ebenen: Kommunikations-, Handlungs- und Inhaltsebene nach Claus Altmayer.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Märchen als die versteckte Seele eines Volkes

1.1 Kultur und Fremdverstehen

1.2 Landeskunde und Märchen

2 „Der Richter und der Teufel“ von Ludwig Bechstein

2.1 Präsupponiertes Wissen auf der Handlungsebene

2.2 Präsupponiertes Wissen auf der Kommunikationsebene

2.3 Präsupponiertes Wissen auf der Inhaltsebene

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Märchen „Der Richter und der Teufel“ von Ludwig Bechstein unter kulturwissenschaftlichen Gesichtspunkten. Ziel ist es, mittels einer Textanalyse nach der Methode von Claus Altmayer aufzuzeigen, wie Märchen im Fremdsprachunterricht dazu beitragen können, kulturspezifische Deutungsmuster und tieferliegendes landeskundliches Wissen zu vermitteln.

  • Kulturbegriff und interkulturelles Fremdverstehen
  • Didaktischer Einsatz von Märchen im DaF-Unterricht
  • Methodische Textanalyse nach Claus Altmayer
  • Handlungs-, Kommunikations- und Inhaltsebene von Märchentexten
  • Präsupponiertes Wissen als Schlüssel zum Textverständnis

Auszug aus dem Buch

2.1 Präsupponiertes Wissen auf der Handlungsebene

Ludwig Bechstein (1801-1860) war ein deutscher Schriftsteller, Bibliothekar, Archivar und Apotheker aus dem 19. Jahrhundert, der unter anderem das deutsche Märchenbuch zusammenstellte, in dem er deutsche Volksmärchen sammelte. Dieses Märchenbuch ist von 1845 bis 1857 erschienen, darin findet sich das Märchen „Der Richter und der Teufel“ mit der Nummer 23 in der Erstausgabe von 1845 und mit der Nummer 18 in der Ausgabe von 1857 finden lässt. Es handelte sich um die Übertragung einer mittelhochdeutschen Erzählung ins Neuhochdeutsche, die direkt auf einem Text aus dem aus dem 13. Jahrhundert basiert. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Märchen in der deutschen Literatur ursprünglich als Spruchgedicht bekannt wurde. Ein Verfasser dieses Gedichts wurde "Der Stricker" genannt.

Der Stricker war vermutlich von niederer Herkunft und musste sein Geld als Wander- und Berufsdichter verdienen, stammte eventuell aus dem Fränkischen und arbeitete etwa von 1230 bis 1250 in Österreich. Insbesondere sind seine Kurzerzählungen bekannt. Das Märchen „Der Richter und der Teufel“ ist in mehreren Handschriften überliefert. Er war einer der bekannteste Dichter der didaktischen Poesie und Exempla. Sein Werk beschäftigt sich mit Fragen der Moral und Religion, d.h. war mit theologischem bzw. christlichem Hintergrund verbunden. Es befasst sich mit der Reflexion über Gut und Böse, über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hier wird das Thema der Märchenanalyse eingeführt und die Forschungsfrage aufgeworfen, inwiefern Märchen zum Verständnis der Zielkultur im Fremdsprachunterricht beitragen können.

1 Märchen als die versteckte Seele eines Volkes: Dieses Kapitel definiert den Kulturbegriff nach Altmayer und erläutert die Bedeutung von Märchen sowie Landeskunde für das interkulturelle Verständnis.

2 „Der Richter und der Teufel“ von Ludwig Bechstein: Es erfolgt eine detaillierte Textanalyse des Märchens anhand von drei Ebenen (Handlung, Kommunikation, Inhalt) unter Berücksichtigung von notwendigem Hintergrundwissen.

3 Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse der Analyse werden zusammengefasst und die pädagogische Relevanz der kulturwissenschaftlichen Märchenarbeit im Deutschunterricht hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Kulturwissenschaft, Textanalyse, Claus Altmayer, Märchen, Der Richter und der Teufel, Ludwig Bechstein, Interkulturelles Lernen, Fremdsprachunterricht, Landeskunde, Präsupponiertes Wissen, Handlungsebene, Kommunikationsebene, Inhaltsebene, Moral, Exempla.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kulturwissenschaftlichen Analyse des Märchens „Der Richter und der Teufel“ von Ludwig Bechstein, um dessen Potential für den Deutschunterricht aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das interkulturelle Fremdverstehen, der Einsatz von Märchen im DaF-Unterricht und die Bedeutung von kulturspezifischem Hintergrundwissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis der Methode von Claus Altmayer zu belegen, dass Märchen ein wertvolles Medium sind, um Lernenden einen tieferen Einblick in die Zielkultur zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt die kulturwissenschaftliche Textanalyse nach Claus Altmayer, die den Text auf drei Ebenen untersucht: die Kommunikations-, die Handlungs- und die Inhaltsebene.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben einer theoretischen Fundierung zum Kulturbegriff und zur Rolle des Märchens die Textanalyse des spezifischen Märchens und die Identifikation von präsupponiertem Wissen vorgenommen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kulturwissenschaft, Textanalyse, präsupponiertes Wissen, interkulturelles Lernen und die didaktische Anwendung im Fremdsprachunterricht.

Warum spielt das „präsupponierte Wissen“ eine so wichtige Rolle für das Verständnis des Märchens?

Ohne dieses Wissen, wie etwa die Bedeutung biblischer Verweise oder historischer Redewendungen, können die moralischen und kulturellen Nuancen des Textes von Lernenden nicht vollständig erfasst werden.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht die Arbeit hinsichtlich der Legitimität von Macht?

Die Arbeit stellt fest, dass das Märchen einen politischen Diskurs über die Legitimität von Würdenträgern eröffnet, in dem das „Volk“ eine Bestrafung für eigennütziges und ungerechtes Handeln durch eine höhere Macht einfordert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Textanalyse nach Claus Altmayer anhand des Märchens "Der Richter und der Teufel" von Ludwig Bechstein
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Seminar: Landeskunde und Texte
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V923397
ISBN (eBook)
9783346249623
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Märchenanalyse Textanalyse Lektürebezogene Aufgabe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Textanalyse nach Claus Altmayer anhand des Märchens "Der Richter und der Teufel" von Ludwig Bechstein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923397
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Leseprobe aus  14  Seiten
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