Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Auswirkungen sozialer Aktivitäten auf das gesellschaftliche Leben gemessen und finanziell bewertet werden können. Im Fokus der Betrachtung steht dabei der Social Return on Investment (SROI) – eine Analyse-Methode, die es ermöglicht, die Wirkung sozialer Investitionen umfassend zu bewerten.
Die SROI-Methode geht den Fragen nach, ob mittels sozialer Interventionen ein sozialer, ökonomischer und umweltpolitischer Mehrwert im Sinne des Gemeinwohls erzielt werden konnte. In der Studienarbeit wird auf die wichtigsten Aspekte der SROI-Methode eingegangen und die Vorteile dieser Art der Evaluation sozialen Handelns werden anhand eines Beispiels diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundbegriffe der Wirkungslogik
2.1 Wirkungsmodell und Wirkungskette
2.2 Wirkungsdimensionen und Wirkungsanalyse
3 Die SROI – Methode
3.1 Identifikation von Wirkungen
3.2 Quantifizierung und Monetarisierung von Wirkungen
4 Beispiel – SROI-Analyse Mobiler Pflege- und Betreuungsdienste in Wien (Mobile Dienste)
4.1 Identifikation von Wirkungen am Beispiel der Mobilen Dienste
4.2 Quantifizierung von Wirkungen am Beispiel der Mobilen Dienste
4.3 Monetarisierung von Wirkungen am Beispiel der Mobilen Dienste
4.4 Darstellung der Ergebnisse der SROI-Analyse am Beispiel der Mobilen Dienste
5 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Messbarkeit sozialer Wirkungen durch die Methode des Social Return on Investment (SROI) zu untersuchen, um den gesellschaftlichen Mehrwert sozialer Interventionen über klassische finanzielle Kennzahlen hinaus transparent zu machen.
- Grundlagen der Wirkungslogik und SROI-Systematik
- Methodische Schritte der SROI-Analyse (Identifikation, Quantifizierung, Monetarisierung)
- Anwendung des SROI-Konzepts am Beispiel mobiler Pflege- und Betreuungsdienste
- Vergleich zwischen investierten Mitteln und erzieltem gesellschaftlichen Nutzen
- Abkehr von rein betriebswirtschaftlicher Leistungsmessung hin zur Wirkungsanalyse
Auszug aus dem Buch
3.1 Identifikation von Wirkungen
Der erste Schritt in der Identifikation von Wirkungen ist die Stakeholder-Analyse. Hier wird untersucht, welche Gruppen durch das Wirkungsmodell beeinflusst werden bzw. auf das Wirkungsmodell Einfluss haben. (Schober & Then, 2015, S. 41)
Sobald die wichtigsten Stakeholdergruppen identifiziert sind, wird für jede von ihnen eine Wirkungskette aufgestellt. So „wird nachvollziehbar gemacht, durch welche Bedingungen und Ressourcen gewisse Aktivitäten ermöglicht werden, die wiederum zu bestimmten Produkten oder Leistungen führen, die ihrerseits Wirkungen hervorrufen“. (Schober & Then, 2015, S. 42) Zunächst werden auf der Grundlage von Dokumenten, vorhandener Literatur und Studien Wirkungsketten mit hypothetischen Wirkungen aufgebaut, welche im weiteren Verlauf mittels empirischer Erhebungen überprüft und gegebenenfalls adaptiert werden. (Schober & Then, 2015, S. 42)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet das gestiegene gesellschaftliche Interesse an Wirkungsnachweisen im Sozialsektor und führt in das Konzept des SROI als Ergänzung zu klassischer Buchhaltung ein.
2 Grundbegriffe der Wirkungslogik: Hier werden zentrale Begriffe wie Wirkungsmodelle, Wirkungsketten und die Abgrenzung von Bruttowirkungen und Deadweight definiert.
3 Die SROI – Methode: Dieses Kapitel erläutert den methodischen Kern des SROI, insbesondere die Schritte der Stakeholder-Analyse sowie die Quantifizierung und Monetarisierung sozialer Effekte.
4 Beispiel – SROI-Analyse Mobiler Pflege- und Betreuungsdienste in Wien (Mobile Dienste): Die praktische Anwendung wird an einem konkreten Fallbeispiel demonstriert, wobei Stakeholder, Wirkungsketten und die finanzielle Bewertung der Ergebnisse aufgezeigt werden.
5 Schlussbetrachtung: Das Kapitel resümiert, dass die SROI-Methode ein wertvolles Instrument für eine ganzheitliche Wirkungsbewertung darstellt und einen notwendigen Paradigmenwechsel in der sozialen Evaluation unterstützt.
Schlüsselwörter
Social Return on Investment, SROI, Wirkungslogik, Stakeholder-Analyse, Wirkungskette, Soziale Investition, Gemeinwohl, Wirkungsmessung, Monetarisierung, Mobile Pflege, Performance Measurement, Nonprofit-Organisationen, gesellschaftlicher Mehrwert, Evaluation, Sozialsektor
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie soziale Aktivitäten und deren Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben gemessen und finanziell bewertet werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Wirkungslogik im sozialen Sektor, das Analyseinstrument des Social Return on Investment (SROI) sowie die praktische Anwendung dieser Methode.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mittels SROI ein sozialer, ökonomischer und umweltpolitischer Mehrwert für das Gemeinwohl nachgewiesen und evaluiert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird die SROI-Methode angewandt, die systematisch Wirkungen identifiziert, quantifiziert, monetarisiert und den investierten Kosten gegenüberstellt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Wirkungslogik, die methodischen Schritte einer SROI-Analyse und eine detaillierte Fallstudie zu mobilen Pflegediensten in Wien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind SROI, Wirkungslogik, Stakeholder-Analyse, soziale Investitionen, Wirkungsmessung und gesellschaftlicher Mehrwert.
Warum wurde die SROI-Analyse bei den Mobilen Diensten durchgeführt?
Die Analyse wurde vom Dachverband beauftragt, um den durch diese Dienste erzeugten Mehrwert für die Gesellschaft sichtbar und messbar zu machen.
Wie wurde die Monetarisierung der Ergebnisse im Fallbeispiel vorgenommen?
Die Monetarisierung erfolgte unter anderem durch die Anrechnung von Kosten für Substitute, etwa die Einsparung von Pflegeheimkosten, sowie die Vermeidung medizinischer Folgekosten durch Stürze.
- Arbeit zitieren
- Elena Stegemeyer-Senst (Autor:in), 2020, Social Return on Investment (SROI). Maß für die Güte sozialer Aktivitäten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923403