Im Rahmen der Arbeit wird darauf abgezielt, die individuellen Merkmale der Generationen sowie Ansprüche im Rahmen ihrer Partizipation im Unternehmen deskriptiv zu erforschen und gegenüberzustellen. Des Weiteren soll die zentrale Fragestellung "Was sind mögliche Herausforderungen für das Human Resource Management, die sich aus der Vielfalt an Generationen im Unternehmen ergeben?" geklärt werden.
Die Arbeit Generationen-Mix und Konsequenzen für das Human Ressource Management beschäftigt sich zunächst mit der grundlegenden Definition von Generationen. Daraufhin soll der gesellschaftliche Wandel der deutschen Bevölkerung aufgezeigt werden, um den Einfluss auf den heutigen Wertewandel aufzuzeigen. Nachdem die verschiedenen Generationen Babyboomer, X, Y und Z anhand ihrer jahrgangsspezifischen Merkmale differenziert werden, sollen ihre Bedürfnisse dem Arbeitgeber gegenüber sowie die Herausforderungen ihrer Zusammenkunft erörtert werden. Der letzte Absatz zeigt zum Abschluss, welche Gestaltungskonzepte das Human Ressource einführt, um mit den Konsequenzen der Alters-Diversität umzugehen.
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel der Seminararbeit
1.3. Vorgehensweise
2. Alt und Jung im Betrieb – Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen
2.1. Generation - Grundlegende Begriffseinordnung
2.2. Gesellschaftlicher Wandel
2.3. Charakteristika und daraus resultierende Anforderungen
2.3.1. Babyboomer und Gen X
2.3.2. Generation Y und Z
3. Umgang mit Alters-Diversität
3.1. Herausforderungen und Chancen beim Generationen-Mix
3.2. Neuausrichtung des HRM
3.3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen, die durch das Zusammentreffen verschiedener Generationen in Unternehmen entstehen, mit dem Ziel, deskriptiv darzustellen, wie das Personalmanagement auf diese Alters-Diversität reagieren kann, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Herausforderungen für das Human Ressource Management aus dieser Vielfalt resultieren.
- Demographischer Wandel und Fachkräftemangel
- Wertewandel und Charakteristika der Generationen Babyboomer, X, Y und Z
- Herausforderungen in der generationenübergreifenden Zusammenarbeit
- Strategien für ein altersgerechtes Human Ressource Management
- Bedeutung von Work-Life-Balance und modernem Führungsstil
Auszug aus dem Buch
2.3.1. Babyboomer und Gen X
Bei einem Blick in heutige Unternehmen offenbaren sich die Xer und Babyboomer als dominant vertretene Generationen, in ihrer Anzahl sowohl als auch in den Hierarchieebenen. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt gehören die Babyboomer (ca. 1956 – 1965) zu den geburtenstarken Jahrgängen Deutschlands und müssen aufgrund ihrer Masse den Mangel an Arbeitern ausgleichen. Ihre große Anzahl kam ihnen ungeachtet der höheren Konkurrenz dennoch zu Gute, da sie früh lernen mussten zu kooperieren, weshalb ihnen heute Teamfähigkeitskompetenzen zugesprochen werden können. Auch Durchsetzungsvermögen und ausgeprägtes Selbstbewusstsein konnten sie wegen der hohen Wettbewerbsnatur aneignen. Miterleben musste die Nachkriegsgeneration die Spätfolgen des Zweiten Weltkrieges durch ihre Eltern, sowie die räumlich und gesetzliche Trennung Deutschlands. Die Nachkriegszeit war, im Gegensatz zu heute, von Warenknappheit gekennzeichnet, weshalb das Horten, Sammeln oder flicken von Gütern eine übliche Vorgehensweise war.
Trotz den politischen Gegebenheiten, führte das damalige Wirtschaftswunder Anfang der 1960er zur Verbesserung von Investitionsgütern wie Häuser oder der Ausbildung von Kindern, dabei spielen Emotionen keine Rolle für Investitions- und Kaufentscheidungen. Zurückzuführen sind die rationalen Muster auf den damalig stark ausgeprägten Kollektivismus, denn anders als bei Vernunft orientierte Argumente, bedeuten emotional basierte Entscheidungen, sich selbst etwas Gutes zu tun. Ihre Ausprägung für Funktionalität und Sachlichkeit übertragen sie auch auf das Arbeitsleben, denn für sie ist die Arbeit Pflicht, gesellschaftlich sowie für die Sicherstellung der Versorgung ihrer Familien. Dennoch sind ihre Jugend und der Eintritt in das Berufsleben von der ersten wirtschaftlichen Krise Ende der 70er Jahre gekennzeichnet. Die damit einhergehende Massenarbeitslosigkeit, machte ihnen die möglichen Unsicherheiten ihrer beruflichen Zukunft bewusst.
Zusammenfassung der Kapitel
2 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des demographischen Wandels und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Personalführung ein, wobei das Ziel der Arbeit sowie das methodische Vorgehen definiert werden.
2. Alt und Jung im Betrieb – Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen: Hier werden der Generationenbegriff und die Kohortentheorie geklärt sowie der gesellschaftliche Wandel analysiert, um die unterschiedlichen Charakteristika und Werthaltungen der Generationen Babyboomer, X, Y und Z gegenüberzustellen.
3. Umgang mit Alters-Diversität: Dieses Kapitel erörtert die Risiken und Potenziale der Zusammenarbeit verschiedener Generationen und zeigt auf, wie das Personalmanagement durch neue Konzepte wie Generations- oder Diversitätsmanagement auf diese Herausforderungen reagieren kann.
Schlüsselwörter
Generationen-Mix, Human Ressource Management, demographischer Wandel, Alters-Diversität, Babyboomer, Generation X, Generation Y, Generation Z, Fachkräftesicherung, Generationsmanagement, Diversitätsmanagement, Führungsstil, Work-Life-Balance, Arbeitgeberattraktivität, Wissensmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des aufeinandertreffenden Generations-Mix auf die Arbeitswelt und leitet daraus notwendige Konsequenzen für das Personalmanagement ab.
Welche Generationen werden primär thematisiert?
Der Fokus liegt auf den vier aktuell am Arbeitsmarkt vertretenen Generationen: Babyboomer, Generation X, Generation Y und Generation Z.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifischen Merkmale und Erwartungen der unterschiedlichen Generationen zu beschreiben, um die Herausforderungen für Unternehmen zu identifizieren und Lösungsansätze für das Personalmanagement aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und Gegenüberstellung von Generationenmerkmalen sowie einer Erörterung von Managementkonzepten zur Bewältigung der Alters-Diversität.
Welche Aspekte stehen im Mittelpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil behandelt die verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen, die Charakterisierung der Alterskohorten sowie die konkreten Herausforderungen und Chancen der Alters-Diversität in Betrieben.
Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Generationen-Mix, Alters-Diversität, Human Ressource Management, Work-Life-Balance und demographischer Wandel.
Wie unterscheidet sich die Generation Y von den Babyboomern in ihren Werten?
Während Babyboomer stark durch Kollektivismus, Pflichtgefühl und eine strikte Trennung von Privat- und Arbeitsleben geprägt sind, streben die Generationen Y und Z stärker nach Selbstverwirklichung, Individualität und einer flexiblen Work-Life-Balance.
Welche Rolle spielt die Führungskraft im altersdiversen Team?
Die Führungskraft fungiert verstärkt als Coach, der die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen berücksichtigt, eine wertschätzende Zusammenarbeit fördert und als Motivator zur Sicherung des Wohlbefindens beiträgt.
Warum ist Employer Branding für junge Generationen so bedeutend?
Junge Generationen wählen ihre Arbeitgeber nach Werten wie Transparenz, Nachhaltigkeit und Identifikation mit dem Unternehmen aus, weshalb diese Aspekte für die Bindung dieser Talente zentral sind.
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- Soraya Sanders (Author), 2019, Human Resource Management. Konsequenzen der Generationenvielfalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923569