Die Ermordung Caesars an den Iden des März

Das gerechte Ende eines Tyrannen?


Seminararbeit, 2013

23 Seiten, Note: 14

Anonym


Leseprobe

1. Das berühmte Zitat Caesars „Et tu, Brute?“

2. Darstellung der Jahre 510 – 30 v. Chr
2.1 Das Ende der Königszeit um 510 v. Chr. mit Tarquinius Su perbus
2.2 Die Epoche der Republik (510 – 30 v. Chr.)
2.2.1 Das erste Triumvirat zwischen Pompeius, Crassus und Caesar um 60 v. Chr
2.2.2 Der Bürgerkrieg (49 - 48 v. Chr.)
2.2.3 Der Weg zur uneingeschränkten Macht – Caesar, der Diktator
2.3 Die Ermordung Gaius Iulius Caesars
2.3.1 Motive für die Ermordung - Die Opposition gegen Caesar
2.3.2 Missachtung der Indizien für die Ermordung
2.3.3 Die Umsetzung des Mordplans an den Iden des März 44 v. Chr
2.3.4 Reaktion der Bevölkerung
2.3.5 Plutarchs zeitgenössische Darstellung der Ermordung
2.4 Die Republik nach Caesars Tod
2.4.1 Nach den Iden des März
2.4.2 Von der Republik zur Kaiserzeit

3. Eigene Bewertung zu den Ereignissen um die Iden des März

4.1 Quellenverzeichnis
4.2 Literaturverzeichnis

Anhang

1. Das berühmte Zitat Caesars „Et tu, Brute?“

„Et tu, Brute?“1: Diese letzten Worte des berühmten Gaius Iulius Caesar werden mit dessen Ermordung an den Iden des März 44 v. Chr. in Verbindung gebracht und haben, neben anderen gängigen Aussprüchen des Feldherrn, Einzug in den allgemeinen Zitatenwortschatz gefunden. Die oben genannte Äußerung Caesars bezieht sich auf Marcus Iunius Brutus, den er väterlich förderte, der aber als Initiator an der Ermordung fungierte.2

Gaius Iulius Caesar, seines Namens nicht nur Schriftsteller, vielmehr einflussrei­cher Politiker, Redner und genialer Feldherr, etablierte Rom zur Weltmacht und ist gleichzeitig das Symbol der untergegangenen Republik. Caesars Ermordung stellt den bekanntesten, aus politischen Gründen bewegten Mord in der Antike dar.3 Durch seine Diktatur auf Lebenszeit mutierte die Staatsform der Republik zu einer Diktatur. Um dem entgegenzuwirken glaubte man, Caesar töten zu müssen, um von der Herrschaft eines Einzelnen wieder zur Republik zurückkehren zu können. Die Ermordung erzielte allerdings nicht den gewünschten Effekt. Unsicherheit verbreitete sich unter den Bürgern.4 Fragen nach den Mordabsichten und den Tätern kamen beim Volk auf. Diesen Fragen, nach dem Hergang des Mordes, des Verlaufs und der Folgen soll in dieser wissenschaftlichen Arbeit nachgegangen werden.

Charakteristisch für Caesars Persönlichkeit ist das permanente Streben nach der Erhaltung seines Ranges, seines Ansehens und seiner Ehre, kurz zusammen­gefasst mit dem Wort dignitas.5 Er wäre lieber gestorben, als diese aufzugeben. „Veni, Vidi, Vici“, Caesar kam, sah und siegte. Dieses gängige Zitat steht charak­teristisch für seine zahlreichen Eroberungen und verdeutlicht die scheinbare Leichtigkeit, mit der er Gebiete rund um die Welt eroberte. Dieses Streben nach immer mehr Macht wurde ihm aber schließlich zum Verhängnis.

Diese Arbeit bewegt sich im Zeitraum von 510 – 30 v. Chr. Besonderes Augen­merk ist jedoch auf die letzten Jahre vor Caesars Ermordung gelegt. Zu Beginn der Ausführung wird wegen dem begrenzten Umfang der Seminararbeit lediglich komprimiert auf die politische und soziale Situation in der Epoche der Republik eingegangen, die schließlich zum Scheitern beitrug. Dieser Schilderung wird unter anderem eine Auswahl an Caesars Ehrentiteln folgen, die er im Laufe seiner politischen Karriere innehatte. Im Anschluss an die ausführliche Erläuterung der Motive verschiedener Mordteilnehmer, gliedert sich die Schilderung der Durchführung des Mordes. Es wird differenziert auf die Beweggründe der Verschwörer um Marcus Iunius Brutus eingegangen. Nach einem Bericht des griechischen Zeitzeugen Plutarch, der noch einmal den Verlauf der Ermordung rekonstruiert, folgt ein Ausblick auf die Zeit nach Caesars Tod. Abschließend soll ein eigenes Urteil über das Ereignis an den Iden des März mit Einbezug der Hintergründe und Folgen angeführt werden.

Die Darstellungen von den Hintergründen bis zu den Folgen nach der Ermordung reflektieren die korrespondierenden und zum Teil differierenden Erläuterungen der Primär- bzw. Sekundärliteratur. Die Quellenlage ist ausreichend, sodass neben den Schilderungen des Zeitzeugen Plutarch, auch die Darstellung des römischen Schriftstellers Sueton miteinbezogen werden kann.

Über diese Arbeit hinaus könnte untersucht werden, was geschehen wäre, wenn Caesar nicht an den Iden des März ermordet worden wäre. Hätte er beispielsweise seine geplanten Feldzüge angetreten und dadurch das römische Reich weiter expandiert? Das wäre eine interessante Fragestellung, die über diese Seminararbeit hinaus von Interesse wäre.

2. Darstellung der Jahre 510 – 30 v. Chr.

2.1 Das Ende der Königszeit um 510 v. Chr. mit Tarquinius Su­ perbus

Die Königszeit endete um 510 v. Chr. mit dem letzten König Tarquinius Super­bus. Dieser prägte eine herrschsüchtige Führung und war stets verhasst. Er ver­letzte die Verfassung, ließ einige Römer hinrichten und provozierte den Senat mit seiner überheblichen Art. Lucius Iunius Brutus und Collatinus, die ersten beiden Konsuln, vertrieben den letzten König aus Rom und brachten damit die Grün­dung der Republik voran. Als Folge der Gewaltherrschaft des Tarquinius Super­bus, schworen Senat und Volk keinen Alleinherrscher mehr zu dulden.6

Dass Caesar klug war und aus dieser Handlung Konsequenzen zog, wird sich bei den zahlreichen Versuchen zeigen, Caesar den Königstitel zu erzwingen. Diese Versuche lehnte er bewusst ab.7

2.2 Die Epoche der Republik (510 – 30 v. Chr.)

Die Epoche der Republik gliedert sich im Wesentlichen in drei Teilbereiche:

„[...] civitas secum ipsa discors intestino inter patres plebemque flagrabat odio [...]“ („ […] der in sich schon völlig zerstrittene Staat brannte von innerem Hass zwischen Patrizier und Plebejer [...]“). 8 Die Ständekämpfe (510 – 300 v. Chr.) sind von sozialen Spannungen, dem Ringen zwischen plebs, dem einfachen Volk, und der patricii, dem Adel, um politische Gleichberechtigung und von au­ßenpolitischen Kriegen gekennzeichnet.9 Das Adelsgeschlecht hatte das Bestreben, in eine monarchische Herrschaftsgewalt nachzurücken, wohingegen sich das einfache Volk mit Erfolg wehrte. Nach langen Auseinandersetzungen markierte das Zwölftafelgesetz die Rechtsgleichheit und Rechtssicherheit zwischen Adel und Nichtadel und gewährleistete eine politische Gleich­berechtigung der beiden Parteien. Darin wurde beiden Gruppen unter anderem das aktive und passive Wahlrecht eingeräumt.10

In der Phase der Republik (300 – 30 v. Chr.) beginnt mit der Zerstörung Kartha­gos und Roms Aufstieg zur Weltmacht zeitgleich der Verfall Roms von innen heraus durch fortgesetztes Fehlverhalten der patricii.11

Die römischen Eroberungskriege brachten im Rahmen des Jahrhunderts der Re­volutionen (130 – 30 v. Chr.) die Ausweitung des römischen Reiches voran, das sich als dieses profilierte. Da die Bauern in dieser Zeit als Soldaten fungierten, konnten die Felder nicht mehr bestellt werden und die Ernte fiel spärlich aus. Aus diesem Grund waren die römischen Bauern nicht mehr konkurrenzfähig. Sie verkauften ihre Ländereien und verarmten in Rom weiter. Es entstand ein völlig verarmtes Proletariat. Das bedeutete, dass über 95 Prozent der Bevölkerung in Armut lebte. Neben einer nicht intakt funktionierenden Demokratie und sozialen Ungleichgewichten, war die Phase der Revolution geprägt von einer Reihe an politisch motivierten Attentaten.12

Dennoch wurden durch die Eroberungskriege neue Provinzen erworben und die Senatoren kauften billigst die Felder der verarmten Bauern auf. Es entstanden breite Latifundien, großräumige Gebiete der Senatoren. Diese Mitglieder des Äl­testenrates wurden immer reicher und zum unbestrittenen Träger der Politik. Der Staat zerfiel daraufhin in zwei Parteien: Die Popularen, die Caesar vertrat und in die Optimaten, deren Unterstützer Cicero war.13

2.2.1 Das erste Triumvirat zwischen Pompeius, Crassus und Cae­sar um 60 v. Chr.

Im Jahre 60 v. Chr. schlossen Pompeius, Crassus und Caesar ein Drei-Männer-Bündnis. Der Beweggrund hierfür war, dass sowohl Gnaeus Pompeius, als auch Marcus Lucinius Crassus, ihre Interessen im Senat zu wenig berücksichtigt sa­hen und sich durch den Bund mehr Einfluss erhofften. Caesar hatte Kontakte zu beiden Männern und trat dem Bündnis bei. Dieses Triumvirat bot die entscheidende Weichenstellung für Caesar, seine Macht weiter auszudehnen und große militärische Erfolge zu verzeichnen. Infolge von Crassus Tod im Partherkrieg 53 v. Chr. und des bevorstehenden Bürgerkrieges mit Pompeius, löste sich das Triumvirat 49 v. Chr. auf.14 „Dieses Bündnis zwischen dem Mächtigsten, dem Reichsten und dem politisch Genialsten […] war der Anfang vom Ende der Republik“.15

2.2.2 Der Bürgerkrieg (49 - 48 v. Chr.)

Der Konsul Caesar konnte nach der Unterwerfung Galliens weder mit Gnaeus Pompeius noch mit dem Senat seine Pläne zum weiteren Vorgehen teilen. Der Senat forderte, dass Caesar binnen einer bestimmten Zeit sein Amt den Nachfol­gern übergeben und seine Legionen entlassen sollte.16 Andernfalls wäre dieser als Staatsfeind anzusehen.17 Weil Pompeius an Macht verloren hatte, begann er einen Bürgerkrieg gegen Caesar, als dieser über den Rubicon schritt, der nach römischem Gesetz nicht überschritten werden durfte.18 Bei der entscheidenden Schlacht bei Pharsalus ging Caesar, aufgrund des überlegenen Militärs, als Sieger hervor. Pompeius gelang die Flucht. Er wurde verfolgt und im Jahr 48 v. Chr. ermordet.19 Nach dem Tod seiner beiden Bündnispartner war Caesar gewissermaßen Alleinherrscher und erster Staatsmann.20

2.2.3 Der Weg zur uneingeschränkten Macht – Caesar, der Dikta­tor

Der Aristokrat Caesar entstammte einer alten Adelsfamilie.21 Sein Interesse lag größtenteils darin, die politischen Verhältnisse in Rom zu stabilisieren, denn er war konservativer eingestellt, als viele Römer glaubten. Er sah sich in die Rolle des Autokraten förmlich gedrängt.22

Durch seinen Ehrgeiz begann er die politische Karriere im Rahmen der vorge­schriebenen Ämterlaufbahn. In jungen Jahren stieg er vom Quästor über den Ädil zum Praetor auf.

Er hatte gute Kontakte zu führenden Personen und wurde in das Priesterkollegi­um der Pontifices aufgenommen.23 Mit der Wahl zum Pontifex Maximus, dem ein­flussreichsten Posten des römischen Priesters im Jahr 63 v. Chr., die er durch Wahlbestechung gewann, verstärkte sich sein Erfolg in der Politik.24 Nach der gewonnenen Schlacht gegen die Lusitaner wurde er von den Soldaten zum Imperator ernannt.25

Er bekleidete sich mit dem Amt des Konsuls und nutzte die Zeit, Gallien zu er­obern.26 Caesar demonstrierte mehrmals seine Überlegenheit gegenüber einigen Senatshäuptern, indem er etwa den Senat, der hauptsächlich aus seiner Person und seinen Anhängern bestand, von 600 auf 900 Mitglieder aufstocken ließ.27 Er verbündete sich mit Pompeius, wobei er sich das Recht sicherte, das Kommando über die Provinzen mehrere Jahre lang innezuhaben, um seine Eroberungen auszuweiten und um seine dignitas, seine ehrenvolle Stellung, zu bewahren.28

Im Jahr 59 wurde Iulius gegen den Widerstand des Senats zum Konsul gewählt. Als Solcher übte er unter anderem im Jahre 48 dieses Amt aus und gab Anlass zum Bürgerkrieg.29

Infolge des gallischen Krieges (58-51 v. Chr.), mit der Unterwerfung Britanniens und Galliens, verbreitete sich zunehmend Angst unter den Senatoren, die fürchteten, Caesar könnte nach der Einnahme großräumiger Gebiete als Alleinherrscher nach Rom zurückkehren.30

Nach dem Sieg bei Pharsalus, dem gewonnen Bürgerkrieg gegen Caesars einsti­gen Verbündeten Pompeius, versuchte der Senat eine versöhnende Beziehung zu Caesar herzustellen, indem Caesar jährlich zum Diktator ernannt und ab 46 v. Chr. für die folgenden zehn Jahre in ebendiesem Amt bestätigt wurde.31 Nach zahlreichen erfolgreichen Feldzügen wurde Caesar wie ein Gott verehrt. Die Per­son Caesars wurde geehrt, indem er das Privileg hatte, einen goldenen Kranz zu tragen und den Titel des pater patriae (Vater des Vaterlandes), sowie den Titel des divus Iulius (der göttliche Iulius), verliehen bekam. Außerdem wurde ihm eine Leibwache zur Verfügung gestellt.32 Im Februar des Jahres 44 v. Chr. wurde ihm per Senatsbeschluss die Diktatur auf Lebenszeit (dictator perpetuus) zugesprochen.33 Auf diesem Weg stieg Caesar zum Alleinherrscher auf und machte deutlich, dass er nicht an der Wiederherstellung der Republik interessiert war. Da Caesar die Diktatur entgegen des republikanischen Charakters entfremdete, um sich als Alleinherrscher zu etablieren, wurde er als Tyrann tituliert.34 Das Amt des Diktators war ursprünglich geschaffen worden, um einem Einzelnen in einer politischen Notsituation für eine bestimmte Zeit gewisse Vollmachten zu gewähren. Caesars folgenschwere Entscheidung, die Annahme der Diktatur, machte deutlich, dass jegliche Rückkehr zur Republik damit verbaut war und rechtfertigte den Hass einiger Senatoren, die dadurch an Einfluss verloren.35

Bei der Verehrung Caesars, die einem Gott glich, soll er den Königstitel nicht angestrebt haben. Dies belegte die Szene am Lupercalienfest, einem Sühne- und Reinigungsfest: Als M. Antonius Caesar ein Diadem, ein Königssymbol, auflegen wollte, wies er dieses demonstrativ zurück: „ Caesarem se, non regem esse“ („Er sei Caesar, kein König“)36 Caesar zeigte dadurch Weitblick, den verhassten Königstitel des Tarquinius Superbus nicht erneut aufzubringen, um sich in der Bevölkerung nicht unbeliebt zu machen und allen aufkommenden Gerüchten, er hätte das Bestreben, sich als König zu etablieren, entgegenzuwirken.37 Caesar behauptete selbst, dass er bei manchen Handlungen von der Glücksgöttin Fortuna geleitet war, denn bei vielen Taten hatte er einfach nur Glück.38

Die zentrale Frage, warum Caesar seine Macht derart ausdehnen konnte, ohne dass er davon abgehalten wurde, lässt sich beantworten, weil Caesar sich bei all seinen Auszeichnungen eigene Vorteile schuf. Er brach dabei aber nicht die römischen Traditionen, sondern dehnte deren Auslegung so weit aus, dass diese teilweise nur noch an dünnen Fäden erkannt werden konnten. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass Caesar durchaus Günstlinge hatte, die ihn akzeptierten und von ihm profitierten.39

2.3 Die Ermordung Gaius Iulius Caesars

2.3.1 Motive für die Ermordung - Die Opposition gegen Caesar

Weit mehr als 60 Personen verschworen sich gegen Caesar. Diese Opposition setzte sich aus Feinden, aber auch scheinbaren Verbündeten gegen ihn zusammen. Unter ihnen waren die Initiatoren Gaius Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus.40

Der Anführer der Verschwörung Gaius Cassius war familiär bedingt ein funda­mentaler Republikaner, der sich verpflichtet sah, die Republik im Namen des Staates aufrechtzuerhalten. Diese Ansicht teilten viele Bürger, denn die Tatsache, dass Caesar sich zum Diktator auf Lebenszeit ernannte, legte die Grundlage für eine „dauerhafte Umformung in ein autokratisches Regime“41 Die Befürchtung der Entstehung einer monarchischen Herrschaftsform, löste bei den Menschen Unzufriedenheit aus. Außerdem war Cassius unzufrieden, da Caesar ihm höhere Ämter verwehrt hatte.42

Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus waren beide Verbündete von Pompeius und wurden nach der verlorenen Schlacht bei Pharsalos von Caesars clementia (milden Art)43 begnadigte Caesarianer. Dadurch erhofften sie sich eine gute politische Stellung.44 Sie waren somit Günstlinge Caesars, wollten aber die Republik, die sich Jahrhunderte lang bewährt hatte, in jedem Fall aufrechterhalten.45

Die Beweggründe von Marcus Iunius Brutus, zu dem Iulius Caesar ein gutes Verhältnis hatte und den er väterlich förderte, waren ähnlich wie bei Cassius auf die Erhaltung der Republik zurückzuführen. Für die Opposition war es entscheidend Caesar als Tyrannen zu titulieren, um die Ermordung zu legitimieren. Dafür war unter anderem Brutus zuständig.46 Er unterstützte die Senatspartei und damit Pompeius und wurde in die Position des Tyrannenmörders gedrängt, da er um das Wohl des Volkes und seinen Ruf bedacht war. Er sah in Caesar, dessen Taten ihn an die Könige Roms erinnerten, eine Gefahr für die Republik und war gezwungen den Tyrann umzubringen.47

Zu den aktiven Teilnehmern an der Ermordung gehörte ein Großteil der Senato­ren, aber auch deren Anhänger, Freunde und Weggefährten, die bei der Umset­zung des Mordplans mitwirkten. Caesars Beliebtheit bei den Bürgern löste bei den Aristokraten Neid aus.48 Ein weiterer Beweggrund für die Ermordung lieferte die Tatsache, dass Caesar nach dem gewonnenen Bürgerkrieg gegen Pompeius „in eine sich zunehmend verfestigende monarchische Position hinein[geriet]“49 und somit die Kollektivherrschaft des römischen Senats gefährdete. Das führte seitens der Senatoren zu Hass und Angst um den Verlust ihrer Ämter, aber auch unter den Anhängern des Pompeius zu Verachtung und Rachegedanken. Dem Feldherrn gelangen entgegen der Ansicht des Senats zahlreiche Eroberungen, woraufhin dessen Mitglieder reagierten: „Caesar sei als Staatsfeind anzusehen, wenn er nicht bis zu einem bestimmten Termin sein Kommando niederlege und nach Rom komme.“50

Mit dem Übertritt über den Rubicon versuchte Caesar, gegen die Befehle des Se­nats, seine dignitas zu wahren, indem er seine Eroberungen ausweitete und machte sich so noch unbeliebter im Senat. Dabei fielen die berühmten Worte: „ alia iacta est“ („Der Würfel soll geworfen werden“).51 Zuvor hatte er abgewägt, ob er den Übergang wagen und so eine Krise auslösen sollte, die den gesamten Mittelmeerraum betreffen würde. „Der Verzicht auf diesen Übergang wird mir Un­glück verursachen, der Übergang aber allen Menschen.“52 Die verachtende, gleichgültige Haltung Caesars gegenüber den Senatoren, rechtfertigte die Motive dieser für seine Ermordung.53

Andere aktive Caesarmörder, wie Decimus Iunius Brutus Albinus und Gaius Tre­bonius, waren treue Gefolgsleute des Imperators und hatten somit keinen Grund sich gegen Caesar zu stellen. Aber Caesars Auftreten in den Monaten vor seiner Ermordung richtete sich gegen ihre Ansichten.54

Auch die nobiles, die führenden Aristokraten, sahen den Erhalt der Kollektivherr­schaft und den der Republik bedroht. Andere waren erbittert über den Verlust ih­res Hab und Guts während des Krieges.55

Gefangene des Krieges wurden teilweise in das alte Heer aufgenommen und gegen die Gesinnung Caesars Soldaten gleich- oder übergeordnet.56 Die Soldaten hatten somit gerechtfertigte Gründe sich gegen den Feldherrn zu stellen. Nach den Bemühungen im Bürgerkrieg, die zu wenig honoriert wurden und den losen Versprechungen von Ländereien, fühlten sie sich von Caesar ausgenutzt und im Stich gelassen. Der Wunsch nach einem neuen Feldherrn war seitens der Soldaten groß.57

Ein weiteres Motiv für die Ermordung liefert die Annahme des kaiserzeitlichen Biographen Sueton, dass Caesar schon in frühen Jahren nach der Alleinherrschaft strebte. Diese Annahme teilten viele antike Zeitgenossen. Dagegen wird die Vermutung mehrerer Historiker aufgestellt, dass es „keinen klaren Hinweis darauf [gibt], dass Caesar nach der Monarchie strebte.“58 Caesar testete immer wieder aus, wie weit er in Bezug auf das Königtum gehen konnte. Das machte ihn unter der Bevölkerung unsympathisch.59 Kleine Gruppen, die dieselben Interessen verfolgten, befürchteten um ihre politischen und gesellschaftlichen Privilegien und um den Verlust ihrer Ämter. Mit der Ergreifung der Diktatur war jede Möglichkeit zur Rückkehr zu den alten Formen verbaut. Das wichtigste Motiv, das zur Ermordung führte, stellt Caesars vielfache Art und Weise der Artikulation dar. Sein rücksichtsloses Streben nach der Herrschaft führte bei den Verschwörern zu Unverständnis.60

Caesar hatte aber auch Günstlinge, die durchaus an seiner Herrschaft interes­siert waren, da sie ihm einen Sitz im Senat oder finanzielle Unterstützung zu ver­danken hatten. Die politischen Gegner aber überwogen.61 Diese Opposition, gegen den politisch mächtigsten Mann in Rom, bildete keine homogene Einheit. Sie setzte sich zusammen aus fundamentalen Republikanern, Anhängern des Pompeius und ernüchterter Caesarianer.62

Viele Motive können als Auslöser für die Veranlassung der Ermordung aufgezählt werden. Feststeht, dass den meisten individuelle Beweggründe unterstellt wurden, die nicht mit Caesars Politik vereinbar waren.63

2.3.2 Missachtung der Indizien für die Ermordung

Obwohl es den Verschwörern gelang, ihre Mordpläne für lange Zeit geheimzuhal­ten, war Caesar „des längeren mit der Möglichkeit eines Anschlages vertraut ge­wesen“.64 Aber er investierte nicht mehr Aufwand in seinen persönlichen Schutz, sondern unternahm genau das Gegenteil, indem er seine spanische Leibwache entließ.65 Dies war ein wiederholter, demonstrativer Versuch Caesars, nicht als Tyrann zu gelten. Caesar wollte lieber unerwartet sterben, als in ständiger Angst zu leben.66 Er ließ sich weder von den Träumen seiner Frau Calpurnia beirren, die von der Ermordung geträumt hatte,67 noch von den Warnungen des Opferschauers Spurinna, der Iulius vor den Iden des März warnte.68 Als Caesar sich auf den Weg zur verhängnisvollen Senatssitzung machte, verspottete er den Opferschauer erneut: „die Iden des März seien ohne jeden Schaden für ihn gekommen“69, worauf dieser reagierte: Der Zeitpunkt sei zwar gekommen, aber er sei noch nicht vorbei.70 Auf dem Weg zur Senatssitzung am 15. März überreichte ihm ein griechischer Gelehrte eine Schriftrolle mit einer Liste der Verschwörer und deren Plan, die er nicht las.71 Die Meinungen warum Caesar den Fehler begangen hat, seine Leibwache zu entlassen, gehen auseinander. Der römische Schriftsteller Sueton stellt zwei Annahmen einander gegenüber: Es war anzunehmen, dass Caesar „aufgrund von Erschöpfung und schlechter Gesundheit hatte sterben wollen.[Hervorhebung durch Canforna]“ und deswegen den Anlass einer Senatssitzung dafür vorgesehen hat. Außerdem hatten ihm die Senatsmitglieder geschworen, über sein Leben zu wachen.72

2.3.3 Die Umsetzung des Mordplans an den Iden des März 44 v. Chr.

Die Schilderung der Umsetzung des Mordplans weicht in manchen Schriftstellen voneinander ab. Dem gegenüber sind stellenweise Übereinstimmungen zu verzeichnen. Die Ermordung Caesars müsste in etwa der nachfolgenden Schilderung entsprechen.

Am 15. März 44 v. Chr. hatten sich rund 500 Senatoren, unter ihnen die 60 Ver­schwörer gegen Caesar, zur Senatssitzung im Theater des Pompeius eingefun­den.73 Weil Caesar sich nicht wohlfühlte und nicht kommen wollte, suchte ihn Decimus Iunius Brutus auf und stimmte ihn um.74 Caesar erschien trotz Vorwarnun­gen ohne Leibwächter. Nachdem er Platz genommen hatte, wurde er von einer Gruppe von Senatsmitgliedern umstellt. Tullius Cimber trat vor Caesar mit der Bitte, die Verbannung seines Bruders aufzuheben. Weil Iulius Caesar diese vehement ablehnte, kam es zum Eklat. Tullius riss Caesar die Toga von der Schulter und konstituierte unter den Eingeweihten mit diesem vereinbarten Zeichen den Beginn des Angriffes auf den Diktator.75 Publius Servilius Casca verwundete den Tyrannen zuerst mit einem Dolchstich.76 Nach Sueton rief der Verwundete, „Ista quidem vis est!“ ( „Das ist ja Gewalt!“) 77 und versuchte, sich mit seinem Schreibgriffel gegen Casca zu wehren.78 Plutarch berichtet, dass Caesar, als er Brutus mit einem gezogenen Dolch sah, sein Haupt mit der Toga verhüllte und keinen Widerstand mehr leistete.79 Nach 23 Stichen starb Caesar an der Statue seines einstigen Rivalen Pompeius.80 „Et tu Brute“ („Auch du, mein Brutus“) 81 sollen seine letzten Worte gewesen sein.82 Caesar war erschrocken, dass Brutus, den er wie einen eigenen Sohn gefördert hatte, auch das Schwert gegen ihn erhob. Bei dem Angriff auf Caesar, verwundeten sich einige Männer ungewollt gegenseitig.83 Lediglich zwei der Senatoren eilten Caesar erfolglos zu Hilfe. Die nicht eingeweihten Senatoren sahen der Ermordung tatenlos zu.84

2.3.4 Reaktion der Bevölkerung

Nach der Nachricht vom Tod des Diktators, die sich in Rom wie ein Lauffeuer verbreitete, kam Unsicherheit und Verwirrung unter den Bürgern auf.85 Der Großteil der Verschwörer triumphierte, während enge Vertraute Caesars, unter ihnen Marc Anton und Lepidus, ihr Haupt verhüllten.86

Weil die Menschen Angst vor weiteren Auseinandersetzungen hatten, fand Brutus kein Gehör, als er nach dem Attentat auf das Kapitol zog, um eine Rechtfertigungsrede zu halten.87 Erst beim zweiten Anlauf des Brutus, die Ermordung zu verteidigen, fand er Gehör bei den Bürgern.88 Er sah die Republik durch den Tod des Tyrannen wiederhergestellt und zeigte in keiner Hinsicht Trauer oder Reue.89

Ursprünglich war der Plan der Verschwörer Caesars Leichnam nach der Ermor­dung in den Tiber zu werfen. Sein Testament sollte vernichtet und seine Verfü­gungen für nichtig erklärt werden, wie es der Tradition nach einem Tyrannen ge­bührte. Sie hielten aus Angst vor dessen Soldaten aber davon ab.90 Stattdessen wurde Caesars Leichnam unter großer Anteilsnahme in Würde auf dem Forum verbrannt.91 Bei der Verlesung von Caesars Testament durch seinen Gefolgsmann Mark Anton, änderte sich die Einstellung des Volkes in Bezug auf Caesar, da den Bürgern großzügige Schenkungen zugesprochen wurden.92 Die Stimmung radikalisierte sich. Die Caesarmörder, unter ihnen Brutus und Cassius, wurden als Feinde des Volkes verachtet und verfolgt.93

Der Senat sprach am Mord von Caesar Amnestie aus, um die Situation zu ent­schärfen und allgemeine Versöhnung herzustellen.94 Außerdem soll der Senat, Plutarchs Überlieferungen nach, darum gerungen haben, Caesar als einen Gott zu verehren. Keine Normen, die er auferlegt hatte, sollten dabei aber angetastet werden.95

[...]


1 Dies sollen die letzten Worte sein, die Caesar, an Brutus gewandt, auf griechisch gesagt hat. Das griechische Original lautet „καὶ σὺ τέκνον“ („Auch du, mein Sohn“) Vgl. Sueton, De vita Caesarum, Divus Iulius, 82. (Übersetzung: Vgl. Stahr, Sueton's Kaiserbiographien, S. 61.)

2 Vgl. G Geschichte Spezial, S. 16.

3 Vgl. ebd., S. 16.

4 Vgl. Gotter, Der Diktator ist tot!, S. 21.

5 Vgl. Schild, Politische Morde in der Geschichte, S. 17.

6 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 91.

7 Vgl. ebd., S. 91.

8 Livius, Ab urbe condita, 2, 23. Charakteristisch für die frühe Republik waren die Diskrepanzen in der Gesellschaftsstruktur zwischen Patriziern und Plebejern. Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S.65.

9 Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 65.

10 Vgl. G Geschichte Spezial, S. 16. Dies ist lediglich eine skizzenhafte Ausführung. Für ausführliche Informationen Vgl. Ploetz, Große illustrierte Weltgeschichte, S. 12 – 18.

11 Vgl. Ploetz, Große illustrierte Weltgeschichte, S. 24 – 32. Zur detaillierten Schilderung des Hergangs und Verlaufs des ersten punischen Krieges (264 – 241 v. Chr.) und des zweiten punischen Krieges (218 – 201 v. Chr.) zwischen Karthago und Rom und der Entwicklung der Republik vergleiche ebd., S. 23-54. Das Fehlverhalten der Patrizier wird im nachfolgenden Abschnitt beschrieben.

12 Vgl. ebd., Große illustrierte Weltgeschichte, S. 54 – 64. Im Zuge des Jahrhunderts der Revolutionen fiel neben Caesar auch Tiberius Gracchus einem Mord zum Opfer. Motiv dafür war, dass Tiberius sich gegen die Tradition zur Wiederwahl als Volkstribun aufstellen ließ, um seine Gracchischen Reformen durchzusetzen. Ausgewählte Senatoren befürchteten, er wollte die ganze Macht an sich reißen und töteten ihn zusammen mit 300 Anhängern. Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 141 - 143. Darüber hinaus ist der Tod des Gnaeus Pompeius Magnus ein weiteres Beispiel für einen politischen Mord in der Phase der Revolution. Nach dem verlorenen Bürgerkrieg gegen Caesar gelang ihm die Flucht, dennoch fiel er 48 v. Chr. ägyptischen Politikern, die sich auf die Seite Caesars stellten, zum Opfer. Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 186 - 189.

13 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 83. Die Parteien der Popularen sowie der Optimaten sind nicht mit den heutigen Parteien gleichzusetzen. Sie bezeichneten eine Richtung in der Politik. Die Popularen haben sich auf die Volksversammlung und auf die Unterstützung durch das Volk berufen, aber durchaus viele Mitglieder der Adelsschicht verzeichnet. Die Optimaten beharrten darauf, dass die politische Entscheidungsfähigkeit bei den Senatoren lag. Für ausführliche Informationen zum Verlauf der Epoche der Republik empfiehlt sich die Literatur von Ploetz, Große illustrierte Weltgeschichte in 8 Bänden.

14 Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 182.

15 Bringmann, Römische Geschichte, S.51. Mit dem mächtigsten Mann ist Pompeius, mit dem Reichsten Crassus und mit dem politisch Genialsten Caesar gemeint.

16 Vgl. Dio, Römische Geschichte, 41, 3, 4.

17 Vgl. Meier, Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar, S. 50.

18 Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 184. Dieses römische Gesetz, dem Caesar zu wider handelt, besagt, dass ein Statthalter seine Truppen außerhalb der von ihm verwaltenen Provinzen nicht befehligen durfte. Caesar hatte keinen Befehl über die genannten Provinzen. Der Fluss Rubicon bildete die Grenze zwischen der Provinz Gallia Cisalpina und dem östlichen Italien. Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 184.

19 Vgl. Syme, Die römische Revolution, S. 56 f.

20 Vgl. Böhling, Die Alleinherrschaft des Gaius Iulius Caesar und die Königsfrage, S. 3. Zum Verlauf des Bürgerkriegs zwischen Caesar und Pompeius empfiehlt sich die Literatur von Michael Grant, Die Geschichte Roms, S. 186-190.

21 Vgl. Rausch, Römische Antike, S. 69.

22 Vgl. Syme, Die römische Revolution, S. 65.

23 Vgl. Meier, Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar, S. 16-17.

24 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 85.

25 Vgl. ebd., Der Todeskampf der Republik, S. 85.

26 Rausch, Römische Antike, S.69.

27 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 88.

28 Vgl. Schild, Politische Morde in der Geschichte, S. 17.

29 Vgl. Bringmann, Römische Geschichte, S. 51. Zum Bürgerkrieg zwischen Pompeius und Caesar siehe 2.2.2

30 Vgl. Ploetz, Große illustrierte Weltgeschichte, S. 62.

31 Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 194.

32 Vgl. Ploetz, Große illustrierte Weltgeschichte, S. 64.

33 Vgl. ebd., S. 64.

34 Vgl. Plutarch, Caesar, 57. Die Ermordung Caesars gilt als der bedeutendste Tyrannenmord in der Antike. Als Tyrann wird ein Alleinherrscher bezeichnet, dem die Legitimität abgesprochen wurde und der sich seine unumschränkte Gewalt selbst angeeignet hat. Da diese Form der Gewalt nicht toleriert werden konnte, wurde Caesar als Tyrann bezeichnet, um die Ermordung rechtmäßig durchführen zu können. Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 157.

35 Vgl. Grant, Die Geschichte Roms, S. 194.

36 Caesar nach Syme, Die römische Revolution, S. 61.

37 Vgl. Meier, Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar, S. 81.

38 Vgl. Rausch, Römische Antike, S. 66.

39 Vgl. Böhling, Die Alleinherrschaft des Gaius Iulius Caesar und die Königsfrage, S. 4.

40 Vgl. Schild, Politische Morde, S. 11.

41 M. Jehne in Schild, Politische Morde, S. 18.

42 Vgl. Plutarch, Große Griechen und Römer, S. 168.

43 Caesar war für seine „Milde“ (clementia) bekannt: er ließ im Allgemeinen seine Gefangenen nicht töten, sondern schenkte ihnen fast immer die Freiheit. Vgl. Rausch, Römische Antike, S. 66. Diese stößte nicht nur auf Bestätigung, denn Caesars Klienten verstanden nicht immer die milde Behandlung der Gegner. Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 162. Schlacht bei Pharsalos: Vgl. Bringmann, Römische Geschichte, S. 54.

44 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 91.

45 Vgl. Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, S. 390.

46 Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 164.

47 Vgl. Syme, Die römische Revolution, S. 65.

48 Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 160 f.

49 Schild, Politische Morde, S. 17.

50 Meier, Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar, S. 50.

51 Vgl. Meier, Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar, S. 52. Der Ausdruck „Der Würfel ist gefallen“ ist falsch, denn das Würfeln begann im wahrsten Sinne des Wortes erst. Caesar hoffte auch hier auf die volle Unterstützung der Glücksgöttin Fortuna, die er seiner Meinung nach an seiner Seite hatte. Mit dem Übergang in diese, von römischen Feldherrn nicht zu betretene, Provinz löste er den Bürgerkrieg gegen Pompeius aus. Pompeius nahm diese Verhaltensweise Caesars zum Anlass, um seinen Konkurrenten auszuschalten. Vgl. Meier, Caesar, S. 14.

52 Caesar nach Meier, Caesar, S. 13.

53 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 85.

54 Vgl. Schild, Politische Morde, S. 25.

55 Vgl. ebd., Politische Morde, S. 22-24.

56 Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 158 f.

57 Vgl. ebd., S. 162.

58 Schild, Politische Morde in der Geschichte, S. 16.

59 Dies demonstrierte Caesar beispielsweise beim Lupercalienfest. Er testete aus, wie das Volk auf das Königtum reagieren würde. Vgl. Plutarch, Große Griechen und Römer, S. 167.

60 Vgl. Schild, Politische Morde, S. 11 - 25. Zu Caesars rücksichtslosem Streben werden Beispiele, wie Verfassungsbrüche, Hohn und sein selbstverherrlichendes Auftreten in der Öffentlichkeit angeführt. Vgl. Meier, Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar, S. 43.

61 Vgl. Bruhns, Caesar und die römische Oberschicht in den Jahren 49 – 44 v. Chr., S. 178.

62 Vgl. ebd., Caesar und Pompeius, S. 160.

63 Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 159.

64 Syme, Die Römische Revolution, S. 7.

65 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 91.

66 Vgl. Schild, Politische Morde, S. 25.

67 Vgl. Canforna, Caesar, S. 318. Dies beschreibt auch Shakespeare in seinem dramatischen Werk: Calpurnia soll demnach „Geht heute doch nicht aus, nennts meine Furcht, […]“ zu ihrem Mann gesagt haben. Vgl. Shakespeare, Sämtliche Werke, S. 944.

68 Vgl. Plutarch, Caesar, 63, 5-6.

69 Caesar nach Canforna, Caesar, S. 321.

70 Vgl. Canforna, Caesar, S. 321.

71 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 91. Hierzu kann die Schilderung in Shakespeares Drama Julius Caesar herangezogen werden, in der bestätigt wird, dass Caesar jeglichen Indizien, die auf die Ermordung hinwiesen, wie der Schriftrolle mit den enthaltenen Namen der Verschwörer, entwich. Vgl. Shakespeare, Samtliche Werke, S. 946. Darüber hinaus stellte der Historiker Canforna die These auf, dass Caesar keine Möglichkeit hatte, dieses Schriftstück zu lesen, da er von den Leuten, die sich um ihn drängten, davon abgehalten wurde. Vgl. Canforna, Caesar, S. 320.

72 Vgl. Canforna, Caesar, S. 314.

73 In manchen Überlieferungen ist die Rede von der Ermordung im Senat, was aber historisch ge­sehen unmöglich war, da zu diesem Zeitpunkt das Senatsgebäude wegen eines Brandes nicht betreten werden konnte. Deswegen wurde die Senatssitzung in der Kurie des Pompeius, dem Ausweichquartier, im Komplex des Theaters abgehalten. Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 91.

74 Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 168. Caesar sollen die Sorgen seiner Frau Calpurnia doch beunruhigt haben, weswegen er davon abhielt, an der Senatssitzung teilzunehmen. Neben den geschilderten Zeichen hatte er selbst eine nächtliche Vision. Er träumte davon, wie er der obersten Gottheit Jupiter die Hand reichte. Dies war ein Indiz für Caesars Tod. Vgl. Canforna, Caesar, S. 318 f. Die Sorgen seiner Frau Calpurnia hätten Caesar dann doch beunruhigt, weswegen er sich entschloss, nicht an der Senatssitzung teilzunehmen. Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 168.

75 Vgl. Plutarch, Große Griechen und Römer, S. 172. Bestätigung findet diese These in Shakespeares Werk: Vgl. Shakespeare, Sämtliche Werke, S. 946.

76 Plutarch, Caesar, 66, 5-14. Nach der Schilderung der Ermordung durch den Schriftsteller Plutarch war der erste, von Casca ausgeführte Dolchstich nicht tödlich, lediglich der Stich, der in die Brust ging. Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92. Das bestätigt auch William Shakespeare. Vgl. Shakespeare, Sämtliche Werke, S. 947.

77 Sueton, Caesar, 82, 1 - 3 Dies bestätigt Ralf-Peter Märtin: Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

78 Vgl. Canforna, Caesar, S. 322 f. Plutarch erwähnt keinen Schreibgriffel. Seiner Beschreibung nach versuchte Caesar den Sti­chen lediglich auszuweichen. Vgl. Plutarch, Caesar, 66, 5-14 Sueton beschreibt, dass Caesar Casca mit seinem Schreibgriffel in die Hand stach. Vgl. Sue­ton, Caesar, 82, 1-3.

79 Vgl. Plutarch, Caesar, 66, 5-14. Sueton berichtet in leicht differierender Weise: Caesar hatte bereits beim Anblick der gegen ihn gezogenen Dolche die Toga über sein Haupt gezogen, um in Ehre zu sterben. Vgl. Sueton, Caesar, 82, 1-3.

80 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

81 Vgl. Fußnote 1. Diese angeblich letzten Worte Iulius Caesars werden auch anders übersetzt: „Auch du, Kind?“ (Vgl. Canforna, Caesar, S. 323), „Auch du, mein Brutus“ (Vgl. G Geschichte Spezial, S. 16), „Auch du, mein Kind Brutus“ (Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 164), „Auch du, mein Sohn?“ (Vgl. Sueton, Caesar, 82)

82 Vgl. G Geschichte Spezial, S. 16.

83 Vgl. Plutarch, Caesar, 66, 5-14. Bei den 60 Männern, die auf Caesar einstachen liegt die Vermutung nahe, dass sich diese gegenseitig verwundeten, denn aus Platzgründen standen nicht alle in unmittelbarer Nähe um Caesar positioniert.

84 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

85 Vgl. Gotter, Der Diktator ist tot!, S. 21.

86 Vgl. Shakespeare, Sämtliche Werke, S. 947. Sie legten die Kleidung normaler Bürger an und symbolisierten damit die Aufgabe ihres Amtes. Dies führt auch Märtin an: Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

87 Vgl. Gotter, Der Diktator ist tot!, S. 21., Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

88 Bei dem ersten Versuch der Rechtfertigung fand Brutus beim Volk kein Gehör. Erst nachdem Entwarnung vor weiteren Attentaten gegeben wurde, versammelten sich die Bürger auf dem Forum. Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

89 Vgl. Shakespeare, Sämtliche Werke, S. 947.

90 Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 170.

91 Vgl. Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, S. 397.

92 Mit den Schenkungen sind beispielsweise Geldwerte gemeint. Vgl. Baltrusch, Caesar und Pompeius, S. 170. Diese Aussage deckt sich mit der des Historikers Märtin. Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92.

93 Vgl. Märtin, Der Todeskampf der Republik, S. 92. Gleicher Ansicht ist der griechische Schriftsteller Plutarch: Vgl. Plutarch, Große Griechen und Römer, S. 175.

94 Der Begriff Amnestie bezeichnet den Straferlass durch formelles Gesetz, beseitigt aber nicht das Urteil oder die Schuld des Täters. Sie kann für ganze Tätergruppen wirken. Vgl. Bertels­mann, Das neue Universallexikon, S. 40.

95 Vgl. Plutarch, Große Griechen und Römer, S. 174 f.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die Ermordung Caesars an den Iden des März
Untertitel
Das gerechte Ende eines Tyrannen?
Note
14
Jahr
2013
Seiten
23
Katalognummer
V923714
ISBN (eBook)
9783346250612
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cäsar, Ermordung, Iden, 44 v.Chr., Brutus, Et tu Brute, Alia iacta est, Caesar, Tyrann
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Die Ermordung Caesars an den Iden des März, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/923714

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