Diese Arbeit befasst sich mit der Zeitschrift "Glamour", anhand derer es möglich ist, verschiedene Textsorten zu erkennen und das im Vergleich zweier Kulturen, der deutschen und italienischen. Beim Lesen müssen aber die folgenden Voraussetzungen in Betracht gezogen werden:
· Das Ziel dieser Arbeit ist nicht generell, die Unterschiede zwischen den Textsorten einer Frauenzeitschrift zu finden, sondern es muss berücksichtigt werden, dass ein spezifischer Fall in Betracht gezogen wird: das Juniheft der Zeitschrift "Glamour".
· Es ist unmöglich alle Textsorten zu analysieren, denn die Regeln für diese werden nicht immer befolgt, damit viel Raum für Kreativität übrigbleibt.
· Es ist aus Platzgründen unmöglich, alle Textsorten, die betrachtet werden, zu analysieren. Daher werden nur drei Textsorten herausgearbeitet.
· Obwohl die gleichen Textsorten meistens mehr als einmal vorkommen, wird nur ein Text pro Textsorte (abgesehen von der Werbeanzeige) der Analyse unterzogen.
Um die Textsorten erkennen zu können, ist es notwendig zu erklären, was unter Textsorte zu verstehen ist und wie sie in Verbindung mit der jeweiligen Kultur stehen. Beim Vergleich ergibt sich ein Verfahren, das mit Äquivalenz zu tun hat. Nach einigen generellen Bemerkungen über die Zeitschrift und der Erkennung ihrer Textsorten werden drei Textsorten analysiert: das Interview, die Rezension (die sich in Filmrezension und Buchrezension untergliedert) und die Werbeanzeige. Diese werden in zwei kulturellen Kontexten verglichen, indem nach kulturspezifischen Eigenschaften gesucht wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zu den Begriffen
2.1. Textsorten
2.2. Kulturspezifik
3. Verfahren
4. Generelle Bemerkungen
5. Das Interview
5.1. Gestaltung
5.2. Stil
5.3. Beispiele im Vergleich
5.3.1. Deutsche Fassung
5.3.2. Italienische Fassung
5.3.3. Bemerkungen
6. Die Rezension
6.1. Gestaltung
6.2. Filmrezension
6.2.1. Deutsche Fassung
6.2.2. Italienische Fassung
6.3. Buchrezension
6.3.1. Deutsche Fassung
6.3.2. Italienische Fassung
6.4. Bemerkungen
7. Werbeanzeige
7.1. Gestaltung
7.2. Stil
7.3. Beispiele im Vergleich
8. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, kulturspezifische Unterschiede bei ausgewählten Textsorten der Frauenzeitschrift „Glamour“ anhand der deutschen und italienischen Ausgabe des Juniheftes zu untersuchen und zu analysieren.
- Vergleichende Analyse von Textsorten in Frauenzeitschriften
- Kulturelle Prägung und Kontextorientierung im Medienvergleich
- Strukturelle und stilistische Untersuchung von Interviews
- Methodik der Rezension als journalistische Kommunikationsform
- Werbeanzeigen als kulturspezifische, duomediale Phänomene
Auszug aus dem Buch
5. Das Interview
„Eine für die Öffentlichkeit bestimmte Unterhaltung zwischen (Zeitungs-) Berichterstatter und einer meist bekannten Persönlichkeit über aktuelle Tagesfragen oder sonstige Dinge, die besonders durch die Person des Befragten interessant sind“ (Duden Etymologie, 1963, zit. in Haller, 1997: 124).
Mehr als eine Unterhaltung sollte aber das Interview als „gezielte Befragung“ betrachtet werden. Da es ein Informationsziel hat, ist der Dialog von dem Frager dirigiert und von dem Antwortenden akzeptiert. Als Textsorte ist das Interview eine Redewiedergabe, in der der Journalist meist der Autor der Einleitung ist (Kurz, 1985: 8). Das Interview gründet sich auf kulturell definierte Kommunikationsregeln und versucht einen bestimmten Sinn zu vermitteln. Ein Interview besteht mindestens aus drei Fragen und drei Antworten und wird in drei Formen unterteilt:
1. Das Recherche-Interview (Befragung) Der Frager braucht Informationen ausschließlich zu einem bestimmten Sachverhalt; dies kann auch telefonisch durchgeführt werden.
2. Das Reportagen-Interview Der Schwerpunkt liegt auf dem Erzählen von Geschichten. Deshalb ist der Stil des Reportagen-Interviews durch Authentizität und Farbe geprägt. Meistens tritt der Reporter hinter die erzählte Geschichte zurück, so dass es keine Frage-Antwort-Form hat. Vielmehr wird das sonst bei einem Interview geläufige strikte Frage-Antwort-Schema aufgelöst und ein fließender Prosatext gestaltet.
3. Darstellungsform Es handelt sich um ein „geformtes“ Interview, d.h. dass der Interviewer sich für die Argumentationsweise des Partners und für den Ablauf des Dialogs interessiert (Haller, 1997: 134-140).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert anhand der Zeitschrift „Glamour“ verschiedene Textsorten im deutsch-italienischen Kulturvergleich.
2. Zu den Begriffen: Es wird definiert, was Textsorten und kulturspezifische Merkmale im Kontext der Sprachwissenschaft bedeuten.
3. Verfahren: Die Untersuchung basiert auf einer dreistufigen Einteilung der Äquivalenz von sprachlichen Einheiten im interkulturellen Vergleich.
4. Generelle Bemerkungen: Die Zeitschrift „Glamour“ wird als unterhaltungsorientierte Frauenzeitschrift klassifiziert und ihre grundlegenden Gestaltungselemente werden erläutert.
5. Das Interview: Die Textsorte Interview wird theoretisch hergeleitet und anhand der deutschen und italienischen Fassung auf ihre kulturspezifischen Unterschiede hin untersucht.
6. Die Rezension: Es wird die kommunikative Funktion von Rezensionen dargestellt und deren Umsetzung als Film- oder Buchbesprechung in den beiden Sprachfassungen verglichen.
7. Werbeanzeige: Die Werbeanzeige wird als duomediales Phänomen analysiert und die Unterschiede in der Gestaltung und Adressierung in Deutschland und Italien aufgezeigt.
8. Zusammenfassung: Die Ergebnisse zeigen, dass eine partielle Äquivalenz vorliegt, da die Textsorten in beiden Kulturen existieren, jedoch durch sprachliche und kulturelle Kontexte leicht variieren.
Schlüsselwörter
Textsorten, Kulturspezifik, Äquivalenz, Glamour, Frauenzeitschrift, Interview, Rezension, Werbeanzeige, Kommunikationsstil, interkultureller Vergleich, Printmedien, Medienanalyse, Sprachhandlung, Textmuster, Diskurs
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Seminararbeit befasst sich mit der Untersuchung und dem Vergleich kulturspezifischer Textsorten in der Frauenzeitschrift „Glamour“ zwischen der deutschen und italienischen Ausgabe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen insbesondere die Textsorten Interview, Rezension und Werbeanzeige, die hinsichtlich ihrer Struktur, Gestaltung und ihres Stils in zwei kulturellen Kontexten analysiert werden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie sich Textsorten innerhalb einer Zeitschrift aufgrund kultureller Prägungen unterscheiden und welche Gemeinsamkeiten trotz dieser Differenzen bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den Ansatz der Äquivalenz von sprachlichen Einheiten, um zu prüfen, ob Textsorten in verschiedenen Kulturen identisch sind, ergänzt durch eine qualitative Inhalts- und Layoutanalyse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Textsorten und Kulturspezifik sowie die detaillierte empirische Analyse der drei ausgewählten Textsorten inklusive konkreter Beispiele aus dem Juniheft von „Glamour“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Textsorten, Kulturspezifik, Äquivalenz, interkultureller Vergleich, Medienanalyse und die spezifischen journalistischen Formate wie Interviews und Rezensionen.
Wie unterscheiden sich die Interviews in der deutschen und italienischen Fassung?
Während die deutsche Fassung oft persönlicher und beratend wirkt (z.B. durch die „Du-Form“), ist der Stil in der italienischen Ausgabe förmlicher und stärker auf eine objektive Darstellung ausgerichtet.
Welche Rolle spielt die visuelle Gestaltung bei den Werbeanzeigen?
Werbeanzeigen werden als duomediale Phänomene betrachtet, bei denen Sprache und Bild zusammenwirken. In der Modebranche kann das Bild sogar die alleinige Funktion übernehmen, wenn die Zielgruppe den Markennamen bereits kennt.
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- Paola Bertolino (Author), 2002, Kulturspezifische Textsorten der Modezeitschrift GLAMOUR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9240