Ziel dieser Arbeit ist es darzustellen, welche Stakeholder es in Unternehmen gibt, welchen Einfluss die Stakeholder auf die Unternehmen haben, wie die Stakeholder beeinflusst werden können und welche Maßnahmen es sich daraus für die Unternehmen ergeben.
Die Arbeit wird in einen theoretischen und einen praktischen gegliedert. In Kapitel 2 bilden die begrifflich-systematischen Grundlagen den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Dabei wird der Begriff der Stakeholder sowie dessen genauere Unterteilung näher definiert. Im weiteren Verlauf wird die Vorgehensweise der Stakeholder-Analyse näher beschrieben. Diese Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit Stakeholdern des unternehmerischen Umfelds. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle bereits eine Abgrenzung zu Projektmanagement vorgenommen, da hier projektbezogene Stakeholder analysiert werden.
Kapitel 3 umfasst die praktische Durchführung der Stakeholder-Analyse anhand zweier konkurrierender Unternehmen. Die Analyse lässt sich weiterhin in die Identifikation der Stakeholder, die Darstellung der Beziehung und die Auswertung der Nutzenanalyse aufteilen. Kapitel 4 umfasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Unternehmen. Des Weiteren werden in diesem Kapitel individuelle Handlungsempfehlungen für die Unternehmen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begrifflich-systematische Grundlagen
2.1 Definition des Unternehmenserfolges
2.2 Stakeholder
2.2.1 Interne Stakeholder
2.2.2 Externe Stakeholder
2.3 Stakeholder-Analyse
3 Durchführung der Stakeholder-Analyse
3.1 Identifikation der Stakeholder
3.2 Darstellung der Beziehung
3.3 Risiko-Nutzen-Analyse
3.4 Auswertung der Nutzenanalyse für das Unternehmen
4 Handlungsempfehlungen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Stakeholder zweier konkurrierender Unternehmen (XXX und XXY) zu identifizieren, deren Einfluss zu bewerten und basierend auf dieser Analyse geeignete Handlungsempfehlungen für ein erfolgreiches Stakeholder-Management abzuleiten.
- Identifikation interner und externer Stakeholder
- Analyse von Konfliktfeldern und Allianzen zwischen den Stakeholdern
- Entwicklung eines Scoring-Modells zur Risiko-Nutzen-Analyse
- Vergleich der Stakeholder-Strukturen und -Strategien beider Unternehmen
- Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Stakeholder-Bindung
Auszug aus dem Buch
3.3 Risiko-Nutzen-Analyse
Die Grundlage für die Risiko-Nutzen-Analyse liefert die Relevanzmatrix aus Kapitel 2.3. Die Stakeholder sollen demnach in diese Matrix eingeordnet werden. Im Anschluss daran können die Stakeholder auf ihr Risiko für das Unternehmen beziehungsweise den Nutzen den sie dem Unternehmen stiften analysiert werden. Dadurch können im letzten Abschnitt dieser Arbeit Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um die strategisch wichtigen Stakeholder zu binden und langfristig zufriedenzustellen. Zudem können Maßnahmen entwickelt werden, wie risikoreiche Stakeholder gedämpft werden und dennoch ihren Teil zum Unternehmenserfolg beitragen.
Damit die Einordnung der Stakeholder in die Relevanzmatrix nicht den subjektiven Einflüssen der Autoren unterliegt, wird in der Folge ein Scoring-Modell entwickelt. Das Modell soll dazu beitragen durch die Errechnung auf mathematischer Basis eine wissenschaftlich korrekte und objektive Einordnung vorzunehmen. Hierzu wird in fünf Schritten vorgegangen:
1. Bestimmung von Kriterien
2. Gewichtung der Kriterien
3. Skalierung festlegen
4. Bewertung der Kriterien
5. Mathematische Aggregation der Werte
Bei Schritt eins wurden geeignete Kriterien mittels eines Brainstormings ermittelt. Da beide Autoren in einem Arbeitsverhältnis bei einem Fachgroßhandel für Haustechnik stehen, kann dieses Modell für beide Unternehmen angewandt werden. Dennoch werden im Folgenden immer nur die identifizierten Stakeholder des jeweiligen Unternehmens betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Stakeholdern für den Unternehmenserfolg dar, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den Aufbau der theoretischen und praktischen Analyse.
2 Begrifflich-systematische Grundlagen: In diesem Kapitel werden der Unternehmenserfolg definiert, Stakeholder in interne und externe Gruppen klassifiziert und die methodischen Grundlagen der Stakeholder-Analyse erörtert.
3 Durchführung der Stakeholder-Analyse: Dieser Teil beschreibt die praktische Analyse der Unternehmen XXX und XXY durch Identifikation, Beziehungsdarstellung und ein mathematisches Risiko-Nutzen-Scoring-Modell.
4 Handlungsempfehlungen: Hier werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden analysierten Unternehmen gegenübergestellt und konkrete strategische Empfehlungen zur Bindung der Stakeholder abgeleitet.
Schlüsselwörter
Stakeholder-Analyse, Unternehmenserfolg, Anspruchsgruppen, Relevanzmatrix, Scoring-Modell, Konfliktmanagement, Allianzen, Interne Stakeholder, Externe Stakeholder, Strategisches Management, Bindungsmaßnahmen, Risikomanagement, Handelsunternehmen, Haustechnik, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Analyse von Stakeholdern bei zwei Unternehmen der Haustechnik-Branche, um deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg zu untersuchen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Stakeholder-Klassifizierung (intern/extern), die Analyse von Beziehungsgeflechten (Konflikte/Allianzen) sowie die Entwicklung von Strategien zur Stakeholder-Bindung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine systematische Stakeholder-Analyse herauszufinden, wie die Unternehmen ihre Stakeholder bestmöglich kennen, analysieren und durch passende Maßnahmen positiv beeinflussen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Stakeholder-Analyse durchgeführt, die durch ein selbst entwickeltes Scoring-Modell mathematisch fundiert und durch eine Relevanzmatrix visuell aufbereitet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Identifikation der Stakeholder, die Darstellung ihrer Konflikt- und Kooperationsbeziehungen sowie die Auswertung des Risiko-Nutzen-Profils mittels Scoring-Modell.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Stakeholder-Analyse, Relevanzmatrix, Scoring-Modell, Anspruchsgruppen, Wettbewerbsvorteil und Unternehmenserfolg.
Warum unterscheidet die Arbeit zwischen internen und externen Stakeholdern?
Die Unterscheidung ist notwendig, da interne Stakeholder wie Mitarbeiter oder Führungskräfte direkt mit dem Unternehmen verbunden sind und über andere Gestaltungsmöglichkeiten verfügen als externe Einflussgruppen wie der Staat oder Wettbewerber.
Welche Bedeutung hat die Relevanzmatrix für die Ergebnisse?
Die Matrix ermöglicht eine grafische Einordnung der Stakeholder nach Beeinflussbarkeit und Einfluss, wodurch eine Priorisierung der Akteure für das Management vorgenommen werden kann.
Warum wird für die Analyse ein Scoring-Modell genutzt?
Das Scoring-Modell dient dazu, die Einordnung der Stakeholder in die Relevanzmatrix von subjektiven Einschätzungen zu lösen und auf eine mathematische, objektivere Basis zu stellen.
- Arbeit zitieren
- Christian Grünenwald (Autor:in), 2017, Stakeholder-Analyse. Der Anteil von internen und externen Personengruppen am Erfolg eines Unternehmens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924097