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Einsatz von Derivaten bei mittelständischen Unternehmen. Status quo und Ausblick

Title: Einsatz von Derivaten bei mittelständischen Unternehmen. Status quo und Ausblick

Term Paper , 2020 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tom Kastendiek (Author), Benedikt Limberg (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Welchen Stellenwert haben Derivate im Finanz-Risikomanagement von mittelständischen Unternehmen heute und in der Zukunft? Hierfür geht der Autor detailliert auf den Risikobegriff, Derivate und auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten im Mittelstand ein. Dabei werden insbesondere der Status quo und die zukünftige Entwicklung beleuchtet und Einblicke in das Risikomanagement von mittelständischen Unternehmen gegeben. Ehe ein Fazit zu der Fragestellung gezogen wird, veranschaulicht ein Praxisbeispiel die Anwendbarkeit von Derivaten im Mittelstand.

Die moderne Welt des Wirtschaftens wird immer mehr von Volatilität (volatility) und Unsicherheit (uncertainty) geprägt. In Verbindung mit Komplexität (complexity) und Mehrdeutigkeit (ambiguity) ist das Akronym VUCA längst etabliert. Nur durch die Akzeptanz dieser Merkmale und das Eingehen von Wagnissen wird unternehmerischer Gewinn möglich. Gleichwohl gilt es, eingegangene Risiken aktiv zu managen und flexibel auf erwartete Veränderungen im Unternehmensumfeld zu reagieren.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Mittelstand

2.2 Risiko

2.3 Derivat

3 Derivate im Mittelstand

3.1 Status Quo

3.2 Risikomanagement und Treasury im Mittelstand

3.3 Regulierung und Banken als Partner

3.4 Zukünftige Entwicklung

4 Praxisfall

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und die zukünftige Bedeutung von Derivaten im Finanz-Risikomanagement mittelständischer Unternehmen, um aufzuzeigen, wie diese Instrumente trotz steigender regulatorischer Herausforderungen zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken eingesetzt werden können.

  • Grundlagen des Risikomanagements in mittelständischen Unternehmen
  • Funktionsweise und Anwendung derivativer Finanzinstrumente (Hedging)
  • Analyse des Status Quo der Derivatenutzung im Mittelstand
  • Einfluss regulatorischer Rahmenbedingungen auf die Absicherungspraxis
  • Praktische Anwendbarkeit von Derivaten am Beispiel von Währungs- und Zinsrisiken

Auszug aus dem Buch

3.1 Status Quo

Derivate zur Risikoabsicherung kommen in fast allen großen Unternehmen zum Einsatz. Diese Unternehmen sind in der globalisierten Welt in immer mehr Ländern mit verschiedenen Währungen aktiv, müssen sich zum Teil mit viel Kapital fremdfinanzieren und allen voran müssen die Industriekonzerne täglich neue Rohstoffe beschaffen. Daraus resultieren die in Kapitel 2.2 angesprochenen Risiken. Aus einer Umfrage des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und des Verbands Deutscher Treasurer (VDT) geht hervor, dass 95 % der Großunternehmen mit über 100 Mio. Euro Umsatz Derivate zur Verminderung dieser Risiken nutzen (s. Abb. 2). Bei mittelständischen Unternehmen kommen Derivate in weitaus weniger, aber dennoch in vielen Fällen, zum Einsatz. Fast 45 % der Mittelständler nutzen der Umfrage zur Folge derivative Finanzinstrumente (vgl. Fey 2012, S. 1).

Zinsrisiken bei der Finanzierung und Währungsrisiken bei Exportgeschäften werden im Mittelstand am häufigsten abgesichert. Währungsrisiken können auch bei einer Produktion im Ausland oder bei importierten Produkten entstehen, wenn sich Einkaufs- oder Herstellungspreise aufgrund von Wechselkursschwankungen verändern. Dieses Risiko wird jedoch, wie aus Abb. 3 hervorgeht, weniger häufig mit Derivaten abgesichert, während bei Rohstoffrisiken in mittelständischen Unternehmen nur selten Derivate zum Einsatz kommen (vgl. Fey 2012, S. 2).

Die häufige Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken deutet auf eine erhöhte Bedeutsamkeit dieser beiden Risikoarten hin. Zinsrisiken hängen beispielsweise mit der Finanzierung über Bankkredite zusammen. Im Mittelstand spielen insbesondere Förderkredite eine entscheidende Rolle, da mit Hilfe dieser Kredite ca. 25 % der Investitionen finanziert werden. Mittelständler wählen häufig eine Zinsbindung über die gesamte Laufzeit, welche sie wiederum gerne an die Laufzeiten einer Investition anpassen. 2018 hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die maximale Zinsbindung von 20 Jahre auf zehn Jahre verkürzt. Somit entsteht nach Ende der Zinsbindungsphase ein Zinsänderungsrisiko. Gegen dieses Risiko sichern sich einige geförderte Unternehmen ab, um eine bessere Planung und Kalkulation zu ermöglichen (vgl. Schöning und Dietz 2019, S. 252).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die VUCA-Welt ein und begründet die Notwendigkeit des Finanz-Risikomanagements für deutsche Mittelständler, um trotz Marktunsicherheiten stabil zu bleiben.

2 Grundlagen: Hier werden die Definitionen von Mittelstand und KMU geklärt, das Wesen von Risiken in Unternehmen erläutert und die Funktionsweise sowie die Motive für den Einsatz von Derivaten definiert.

3 Derivate im Mittelstand: Dieses Kapitel analysiert den aktuellen Nutzungsgrad von Derivaten, die Rolle des Treasury im Mittelstand, die regulatorischen Hürden und die Partnerschaft mit Banken bei der Absicherung.

4 Praxisfall: Anhand eines Fallbeispiels wird illustriert, wie ein Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Derivaten Währungs- und Rohstoffpreisrisiken in einem volatilen Marktumfeld steuern kann.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Derivate essenzielle Werkzeuge für die Planungssicherheit im Mittelstand bleiben, wobei künftige Regulierungen und globale Marktentwicklungen genau zu beobachten sind.

Schlüsselwörter

Derivate, Mittelstand, Risikomanagement, Hedging, Treasury, Finanzinstrumente, Währungsrisiko, Zinsrisiko, Volatilität, KMU, Absicherung, Planungssicherheit, Marktpreisrisiko, Regulierung, Liquidität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Risikoabsicherung in kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Definition des Mittelstands, die Identifikation von Marktpreisrisiken, der Einsatz von Hedging-Instrumenten sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Stellenwert von Derivaten im Finanz-Risikomanagement mittelständischer Unternehmen im heutigen Marktumfeld und für die Zukunft zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Studien, ergänzt durch eine exemplarische Fallstudien-Analyse zur Veranschaulichung der praktischen Anwendbarkeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, eine Analyse des Status Quo, die Bedeutung des Treasury, die Auswirkungen regulatorischer Anforderungen und eine praktische Anwendung durch ein Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Risikomanagement, Derivate, Mittelstand, Hedging, Finanzstabilität und Volatilität beschreiben.

Wie unterscheidet sich der Derivateeinsatz bei Großunternehmen von dem im Mittelstand?

Während Großkonzerne Derivate routinemäßig und in hohem Volumen zur Steuerung komplexer Risikopositionen einsetzen, erfolgt der Einsatz im Mittelstand häufiger selektiv und fokussiert auf Zins- oder Währungsrisiken bei spezifischen Geschäftsabschlüssen.

Warum spielt die Regulierung eine so große Rolle für den Mittelstand?

Regulierungen, die nach der Finanzkrise 2008 eingeführt wurden, haben die Kosten und den administrativen Aufwand für Absicherungsgeschäfte erhöht, was insbesondere mittelständische Unternehmen vor Herausforderungen stellt.

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Details

Title
Einsatz von Derivaten bei mittelständischen Unternehmen. Status quo und Ausblick
College
University of Applied Sciences Bremen
Grade
1,0
Authors
Tom Kastendiek (Author), Benedikt Limberg (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V924387
ISBN (eBook)
9783346281814
Language
German
Tags
Derivate Risiken Währungsrisiken Hedging Mittelstand Derivat Treasury Risikomanagement Swap Marktpreisrisiken Zinsrisiko Finanzmärkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Kastendiek (Author), Benedikt Limberg (Author), 2020, Einsatz von Derivaten bei mittelständischen Unternehmen. Status quo und Ausblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924387
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