Bei dieser Hausarbeit wird das Thema Konfliktmanagement behandelt. Ziel ist es, Grundlagen bezügliches eines Konfliktes zu schaffen und diese an einem Fallbeispiel erkenntlich zu machen.
Zu Beginn der Hausarbeit wird ein Konflikt dargestellt, welcher auf einer aktuellen Situation in einem Betrieb basiert und daraufhin analysiert wird. Wichtige Aspekte der Grundlagen sind die Gliederungspunkte: Definition des Konfliktes, Arten- und Ursachen des Konfliktes, Eskalationsstufen und die Lösung des Konfliktes. Um den Konflikt zu lösen wird das Harvard Konzept angewendet.
Die Gliederungspunkte, ausgenommen die Konfliktursache, bestehen aus zwei Bereichen. Im primären Bereich werden die theoretischen Grundlagen nähergebracht. Im sekundären Bereich werden diese Grundlagen in die Praxis übertragen. Die restlichen Aspekte werden nur kurz angeschnitten, sodass zum Schluss das Ergebnis in einem Fazit zusammengeführt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorstellung des Konfliktes
3 Definitionen
3.1 Definition von Konflikt
3.1 Konfliktarten
3.1.1 Sachkonflikt
3.1.2 Intersystem Konflikt
3.1.3 Beziehungskonflikt
3.1.4 Rollenkonflikt
3.2 Konfliktursache
3.3 Eskalationsstufe nach Glasl
3.4 Bezug zum Beispielkonflikt
4 Konfliktlösung mit Harvard-Modell
4.1 Definition
4.2 Lösungsmodell Harvard
4.3 Bezug zum Beispielkonflikt
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse eines konkreten betrieblichen Konfliktes zwischen zwei Abteilungen infolge einer Unternehmensfusion. Ziel ist es, theoretische Grundlagen des Konfliktmanagements zu erarbeiten, den vorliegenden Fall einzuordnen und durch die Anwendung des Harvard-Konzepts einen strukturierten Lösungsansatz zu entwickeln.
- Grundlagen des Konfliktmanagements und Begriffsdefinitionen
- Analyse der Konfliktursachen und Eskalationsstufen nach Glasl
- Darstellung eines betrieblichen Praxisbeispiels aus der Finanzbuchhaltung
- Anwendung des Harvard-Konzepts als Lösungsstrategie
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition von Konflikt
Prein beschreibt eine umfassende Definition, die er von Friedrich Glasl übersetzt:
„Wir sprechen von einem sozialen Konflikt, wenn wenigstens zwischen zwei Parteien die Interessen, Ziele, Rollen und/oder Auffassungen miteinander unvereinbar sind oder scheinen. Ein Konflikt ist erst dann eine psychologische Wirklichkeit, wenn sich wenigstens eine Partei (gleichgültig ob zu Recht oder nicht) der Tatsache bewusst ist, dass die andere Partei sie bei der Verwirklichung der Interessen, Ziele, Rollen und Auffassungen frustriert, darüber Gefühle der Feindseligkeit erlebt und auch ihrerseits die Gegenpartei hindert.“
Glasl definiert zuerst, was aus subjektiver Sicht einen „sozialen Konflikt“ darstellt. Durch verschiedene Merkmale wie Kompetenzen, Fähigkeiten, Erfahrungen, Rollen und damit verbundene Erwartungen, Ziele und Charaktereigenschaften der Personen kann es zu sozialen Auseinandersetzungen kommen.
Die Definition eines Konfliktes laut Glasl dient als Hauptdefinition dieser Hausarbeit und entspricht allen Merkmalen, die in dem behandelten Konflikt vorkommen. Die Akteure im Konflikt besitzen zwar gemeinsame Interessen und Ziele, jedoch verschiedene Charaktereigenschaften.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Konfliktmanagement vor und umreißt die Zielsetzung, Konflikte anhand eines Fallbeispiels unter Verwendung theoretischer Grundlagen zu analysieren.
2 Vorstellung des Konfliktes: Dieses Kapitel schildert die Entstehung eines Konfliktes nach einer Unternehmensfusion zwischen der Kreditorenbuchhaltung und der kaufmännischen Projektabwicklung.
3 Definitionen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Konfliktarten, Ursachen und Eskalationsstufen eingeführt sowie auf das Praxisbeispiel angewendet.
4 Konfliktlösung mit Harvard-Modell: Dieses Kapitel erläutert das Harvard-Konzept und evaluiert dessen Eignung als Lösungsstrategie für den beschriebenen Konfliktfall.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bekräftigt die Eignung des Harvard-Modells zur Konfliktbeilegung in Großkonzernen trotz bestehender Kommunikationsbarrieren.
Schlüsselwörter
Konfliktmanagement, Sozialer Konflikt, Eskalationsstufen, Friedrich Glasl, Harvard-Konzept, Unternehmensfusion, Finanzbuchhaltung, Projektgeschäft, Kommunikation, Sachkonflikt, Beziehungskonflikt, Rollenkonflikt, Konfliktursachen, Konfliktlösung, Mediation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretische Einordnung und praktische Analyse eines betrieblichen Konfliktes zwischen zwei Abteilungen, der durch Kommunikationsdefizite und unterschiedliche Prozessverständnisse nach einer Unternehmensfusion entstand.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder umfassen die soziologische Definition von Konflikten, die Analyse von Eskalationsstufen nach Glasl sowie die Anwendung des Harvard-Modells zur verhandlungsorientierten Konfliktlösung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis der theoretischen Konzepte von Glasl und dem Harvard-Modell einen konkreten Lösungsweg für den im Unternehmen bestehenden Konflikt zu erarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deduktive Herangehensweise gewählt: Zuerst werden theoretische Definitionen und Modelle erarbeitet, um diese anschließend auf den Einzelfall (das Fallbeispiel) zu projizieren und zu analysieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Konfliktes, die theoretische Unterlegung mit Begriffsdefinitionen und Eskalationsmodellen sowie die Erörterung des Harvard-Modells als Methode zur Deeskalation.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Konfliktmanagement, Eskalationsstufen nach Glasl, Harvard-Konzept, Sachkonflikt und organisatorische Kommunikation geprägt.
Welche Rolle spielt die Software im Konfliktbeispiel?
Die eingeführte Software zur Rechnungsbearbeitung dient als zentraler Kommunikationskanal, dessen Funktionen jedoch aufgrund von Ignoranz und Sprachbarrieren nicht korrekt genutzt werden, was den Konflikt weiter verschärft.
Warum wird das Harvard-Konzept als Lösung vorgeschlagen?
Das Harvard-Konzept wird empfohlen, da es darauf abzielt, Verhandlungen auf einer sachlichen Ebene zu führen und durch faire Kompromisse eine „Win/Win“-Situation für alle Beteiligten zu erzielen, was die persönliche Ebene entlastet.
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- Anonym (Author), 2019, Konfliktmanagement. Eskalationsstufen und Lösung mit dem Harvard-Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924410