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Wirtschaftskriminalität bei SMEs

Title: Wirtschaftskriminalität bei SMEs

Seminar Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Thilo Helpenstein (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Summary Excerpt Details

Zu Wirtschaftskriminalität zählen laut polizeilicher Definition „Delikte, die im
Rahmen tatsächlicher oder vorgetäuschter wirtschaftlicher Betätigung begangen
werden und über eine Schädigung von einzelnen hinaus das Wirtschaftsleben
beeinträchtigen oder die Allgemeinheit schädigen können und / oder deren
Aufklärung besondere kaufmännische Kenntnisse erfordert.“ Der International
Standard on Auditing (ISA) 240 grenzt sie als beabsichtigte Verstöße in Form
von Vermögensschädigungen und Manipulationen der Rechnungslegung ab,
welche zu falschen Angaben in der Rechnungslegung führen. Eine wirklich
aussagefähige Beschreibung des Phänomens erlangt man jedoch nur durch die
Betrachtung der komplexen Struktur von Straftaten, ihrer Einflussfaktoren und
Folgen. Wirtschaftskriminalität ist ein Problem so alt wie wirtschaftliches
Handeln selber, war jedoch nie so präsent wie heute. Die nicht enden wollende
Serie immer spektakulärerer Straftaten hat das Thema aus der Tabuzone gezogen
und ein generelles Bewusstsein der Gefahr in Wirtschaft und Gesellschaft
geschaffen, zudem eine Lawine - in ihrer Zweckmäßigkeit bisweilen umstrittener
- Legislatur wie die Regeln des Sarbanes Oxley Act losgetreten. Das Problem
allerdings liegt nach wie vor darin, dass dieses Bewusstsein noch nicht
weit genug geöffnet ist und trotz teils Besorgnis erregender Statistiken und
Prognosen die eigene Gefahr oft solange schöngeredet und unterschätzt wird,
bis es für Prävention zu spät ist. Wirtschaftskriminalität tritt in unterschiedlichsten
Formen quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen hindurch
auf. Im Rahmen dieser Arbeit soll das Phänomen Wirtschaftskriminalität hinsichtlich
seiner Erscheinungsformen sowie seiner Ursachen und Ausprägungen
analysiert werden. Ein besonderer Fokus wird dabei auf den Spezifika mittelständischer,
also kleiner und mittelgroßer Firmen, so genannter SMEs, sowie
dem Vergleich zu Großunternehmen liegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erscheinungsformen und Ursachen von Wirtschaftskriminalität

2.1 Fraud Tree

2.2 Fraud Triangle und Fraud Diamond

2.3 Vom theoretischen Ansatz zur individuellen Tat

3 Ausprägungen von Wirtschaftskriminalität

3.1 Ergebnisse der jüngsten Umfragen und Statistiken

3.2 Einfluss der Unternehmensgröße auf Straftaten

4 Spezifika der Wirtschaftskriminalität im Mittelstand

4.1 Kernprobleme und Risikostruktur

4.2 Besondere Bedeutung von Eigentümer- und Managementdelikten

4.3 Einfluss von Unternehmenskultur und internem Kontrollumfeld

5 Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität im Mittelstand

5.1 Präventionsmanagement

5.2 Aufdeckung

5.3 Reaktion im Ernstfall

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Wirtschaftskriminalität mit einem gezielten Fokus auf kleine und mittelgroße Unternehmen (SMEs). Das primäre Ziel besteht darin, die spezifischen Erscheinungsformen, Ursachen und Risikostrukturen in diesem Segment zu analysieren und wirksame Präventions- sowie Aufdeckungsstrategien zu identifizieren, die angesichts begrenzter Ressourcen praktikabel sind.

  • Strukturelle Analyse von Fraud-Mustern mittels Fraud Tree und Fraud Diamond.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Unternehmensgröße und Deliktshäufigkeit.
  • Herausarbeitung der Besonderheiten bei Eigentümer- und Managementdelikten im Mittelstand.
  • Bewertung von Präventions- und Aufdeckungsmaßnahmen sowie deren Implementierung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Fraud Tree

Zur Strukturierung der Delikte existieren eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle, die durch eine differenzierte Abgrenzung der einzelnen Tatbestandsmerkmale individuelle und bedarfsgerechte Fraud-Prüfungen ebenso wie funktionsfähige Präventiv- und Notfallmaßnahmen ermöglichen sollen. Wohl am geläufigsten und de facto Standard in der professionellen Praxis ist der Fraud Tree der Association of Certified Fraud Examiners (ACFE). Unter den drei Hauptkategorien Korruption, Vermögensschädigung und Manipulation der Rechnungslegung strukturiert er insgesamt 51 verschiedene, nahezu überschneidungsfreie Delikte, die unbeeinflusst von unter anderem aufgrund des technischen Fortschritts immer neuen Gefahren das ganze Spektrum wirtschaftskrimineller Handlungen abdecken. Die wesentlichen Bestandteile des Fraud Tree werden in Abbildung 1 vereinfacht aufgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Wirtschaftskriminalität und Definition des Fokus auf kleine und mittelgroße Unternehmen (SMEs).

2 Erscheinungsformen und Ursachen von Wirtschaftskriminalität: Darstellung theoretischer Erklärungsmodelle wie Fraud Tree, Fraud Triangle und Fraud Diamond zur Analyse krimineller Handlungen.

3 Ausprägungen von Wirtschaftskriminalität: Analyse aktueller Statistiken und der Einflussnahme der Unternehmensgröße auf das Auftreten von Straftaten.

4 Spezifika der Wirtschaftskriminalität im Mittelstand: Untersuchung der spezifischen Risikostrukturen, Eigentümerdelikte sowie der Rolle der Unternehmenskultur in mittelständischen Betrieben.

5 Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität im Mittelstand: Erörterung von Präventionsstrategien, Aufdeckungsmethoden und strukturierten Reaktionsplänen im Ernstfall.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz für den Mittelstand und Plädoyer für eine bewusste, risikoorientierte Unternehmensführung.

Schlüsselwörter

Wirtschaftskriminalität, SMEs, Mittelstand, Fraud, Fraud Tree, Fraud Diamond, Präventionsmanagement, Interne Kontrollen, Vermögensschädigung, Rechnungslegungsmanipulation, Unternehmenskultur, Compliance, Compliance-Risiko, Whistleblowing, Risikostruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Wirtschaftskriminalität und untersucht, wie dieses Problem spezifisch kleine und mittelgroße Unternehmen (SMEs) beeinflusst und welche besonderen Herausforderungen dabei bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Strukturierung von Betrugsdelikten, die Ursachenforschung mittels bekannter Modelle, der Vergleich von SME-spezifischen Risiken mit Großunternehmen sowie die Entwicklung von Präventions- und Abwehrstrategien.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis einer strukturierten Erfassung fraudulenter Handlungen aufzuzeigen, wie mittelständische Unternehmen trotz begrenzter Ressourcen ihre Risikostruktur besser verstehen und effektive Schutzmaßnahmen implementieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. ACFE, KPMG, PwC) und die Anwendung theoretischer Modelle wie den Fraud Tree zur systematischen Einordnung von Straftaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Fraud, eine statistische Analyse von Schadensausprägungen, die spezifische Betrachtung der Mittelstandsproblematik und praktische Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fraud, Präventionsmanagement, Mittelstand, interne Kontrollen, Risikostruktur und Unternehmenskultur definiert.

Warum ist das Fraud Diamond Modell für die Untersuchung relevant?

Das Modell ist relevant, da es über den klassischen Ansatz hinaus die Dimension der „Befähigung“ einbezieht, welche erklärt, warum gerade Personen in bestimmten Positionen die Schwachstellen interner Kontrollen ausnutzen können.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur im Mittelstand laut der Arbeit?

Die Unternehmenskultur fungiert als zweischneidiges Schwert: Eine familiäre Vertrauenskultur ist zwar motivierend, führt aber oft zur Vernachlässigung notwendiger Kontrollmechanismen, was Betrug begünstigen kann.

Wie sollten SMEs im Ernstfall reagieren?

Die Arbeit empfiehlt einen strukturierten Reaktionsplan, der neben Ad-hoc-Maßnahmen wie Beweissicherung und Freistellung auch eine sorgfältige interne Untersuchung und ggf. das Hinzuziehen externer Experten vorsieht.

Kann man Wirtschaftskriminalität im Mittelstand ohne hohe Kosten eindämmen?

Ja, laut Fazit können durch ein Umdenken der Geschäftsleitung, eine offene Kommunikation des Themas und die konsequente Einhaltung grundlegender Sicherungsmechanismen bereits mit geringen Mitteln erhebliche Risikominderungen erreicht werden.

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Details

Title
Wirtschaftskriminalität bei SMEs
College
University of Duisburg-Essen
Course
Seminar zu Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling (WS 07/08)
Grade
2,0
Author
Thilo Helpenstein (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V92483
ISBN (eBook)
9783638058315
ISBN (Book)
9783638956390
Language
German
Tags
Wirtschaftskriminalität SMEs Seminar Rechnungswesen Wirtschaftsprüfung Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thilo Helpenstein (Author), 2007, Wirtschaftskriminalität bei SMEs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92483
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