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Zeigen und Lernen nach Klaus Prange

Title: Zeigen und Lernen nach Klaus Prange

Term Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lea Dürksen (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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In dieser Arbeit soll es um die Begriffsdefinition des Zeigens bzw. Lernens nach Prange gehen. Diese Begriffe sind mitunter der Grundstock der Erziehung, denn es gibt keine Erziehung ohne Interaktion und kaum eine Interaktion, also ein aufeinander bezogenes Handeln von zwei oder mehr Personen, wobei das Zeigen nicht zur Geltung kommt. Dabei stellt sich die Frage, wie Zeigen und Lernen nach Prange zu verstehen sind und wie sie in Beziehung zueinander stehen.

In der Erziehungswissenschaft gibt es viele Begriffe, die von großer Bedeutung sind und die es deshalb zu definieren gilt. So sollen Sachverhalte erfasst, von anderen Begriffen abgegrenzt und in Beziehung zueinander gesetzt werden. Jedoch findet man selten eine Definition, an der man sich genauestens orientieren kann. Jeder Erziehungswissenschaftler bzw. Pädagoge definiert sich seinen eigenen Begriff und versucht dabei zu erläutern, was er für richtig hält. Es gibt Ähnlichkeiten zwischen den verschiedenen Definitionen, aber auch komplett gegensätzliche Ansichten. Bei all den unterschiedlichen Definitionen fällt es schwer herauszufinden, welche Begriffsdefinition für einen die richtige ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Erziehung

2.1 Das Lernen

2.2 Die pädagogische Differenz

3. Das Zeigen

3.1 Die Macht des Zeigens

3.2 Die Rolle der Hand

4. Die elementaren Formen des Zeigens

4.1 Das ostensive Zeigen: die Übung

4.2 Das repräsentative Zeigen: die Darstellung

4.3 Das direktive Zeigen: die Aufforderung

4.4 Das reaktive Zeigen: die Rückmeldung

5. Die Koordination von Zeigen und Lernen

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das theoretische Konzept der „Zeigestruktur der Erziehung“ nach Klaus Prange. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die zentralen pädagogischen Prozesse des Zeigens und Lernens begrifflich zu bestimmen sind und in welchem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis sie zueinanderstehen.

  • Die theoretische Fundierung des Begriffs „Erziehung“ bei Klaus Prange.
  • Die Analyse der „pädagogischen Differenz“ zwischen Erziehen und Lernen.
  • Die systematische Herleitung der vier elementaren Formen des Zeigens.
  • Die Bedeutung von Zeit und Artikulation für den Lernprozess.
  • Die Rolle von Verantwortung und Macht im pädagogischen Handeln.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Macht des Zeigens

Prange führt die Verantwortung als Deckadresse der Macht an (vgl. Prange 2012b, S. 78). Seiner Beobachtung nach zu urteilen, gehört es sich in der heutigen Pädagogik wohl nicht mehr, ein so strenges und negatives Wort zu verwenden. Dabei ist Macht etwas unumgängliches, wenn es darum geht etwas zu zeigen (vgl. ebd., S. 77). Jemandem etwas zu zeigen, bedeutet auch immer die Verantwortung dafür zu haben, was gezeigt wird. Es gilt, ein Bewusstsein für diese Verantwortung zu entwickeln, und im Sinne des Kindeswohls zu handeln. Die Macht zeigt sich also kurz gesagt in dem Einfluss, der auf das Kind ausgeübt wird.

Diese Einflussnahme kann allerdings nur unter der Voraussetzung der Aufmerksamkeit des Lernenden stattfinden. Salopp gesprochen: er muss auch mitmachen. Diese Voraussetzung bezeichnet er kurzerhand als „Gegenmacht der Lernenden“ (ebd., S. 87). Motivation spielt an dieser Stelle eine große Rolle. Fehlt die Motivation, läuft das Zeigen ins Leere, denn ohne ein gewisses Maß an Entgegenkommen auf Seiten des Lernenden, kann der Lernprozess nicht in gewünschter Weise stattfinden. „Das Lernen lässt sich nicht erzwingen“ (ebd., S. 90). Etwas Bestimmtes zu zeigen ist jedoch nicht die einzige Form von Macht.

Das Gegenstück zur Macht des Zeigens, ist die Macht des Nichtzeigens, also das Verbergen. Etwas zu Verbergen ist genauso wichtig, wie etwas explizit zu zeigen, denn es liegt auch in der Verantwortung des Erziehenden, den Lernenden beispielsweise zu schützen (vgl. Prange 2012a, S. 75). Nicht alles was es zu Lernen gibt ist auch zwingend förderlich für die Entwicklung. Diesen Unterschied gilt es zu machen und bewusst danach zu handeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Rahmen der Arbeit und stellt die Bedeutung des Zeigens und Lernens innerhalb der erziehungswissenschaftlichen Terminologie nach Prange vor.

2. Die Erziehung: Dieses Kapitel erörtert das Verständnis von Erziehung als komplexen Prozess und führt den zentralen Begriff der pädagogischen Differenz zwischen Erziehen und Lernen ein.

3. Das Zeigen: Hier wird das Zeigen als anthropologische Universalie und Grundform der Erziehung sowie die damit verbundene ethische Verantwortung analysiert.

4. Die elementaren Formen des Zeigens: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den vier spezifischen Zeigeformen: ostensives Zeigen, repräsentatives Zeigen, direktives Zeigen und reaktives Zeigen.

5. Die Koordination von Zeigen und Lernen: Dieses Kapitel beleuchtet die zeitliche Artikulation als verbindendes Element, welches den Lernprozess strukturiert und pädagogisch lenkt.

6. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei das wechselseitige Bedingungsverhältnis von Zeigen und Lernen nochmals hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Klaus Prange, Erziehungswissenschaft, Zeigen, Lernen, Pädagogische Differenz, Operative Pädagogik, Artikulation, Erziehendes Handeln, Didaktisches Dreieck, Zeigestruktur, Macht des Zeigens, Elementare Formen, Rückmeldung, Selbstbestimmung, pädagogische Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die pädagogische Theorie von Klaus Prange, insbesondere die Beziehung zwischen den Begriffen „Zeigen“ und „Lernen“ als fundamentale Bestandteile erzieherischen Handelns.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die pädagogische Differenz, die Struktur des Zeigens, die Rolle der Artikulation im Zeitmanagement des Unterrichts sowie die ethische Dimension pädagogischer Macht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel von Zeigen und Lernen nach Prange zu durchdringen und aufzuzeigen, wie diese Mechanismen in eine erzieherische Absicht eingebettet sind.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär auf den Werken von Klaus Prange basiert, um Begriffsdefinitionen und deren operative Anwendung in der Pädagogik herauszuarbeiten.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die vier elementaren Formen des Zeigens (ostensiv, repräsentativ, direktiv, reaktiv) sowie die funktionale Koordination dieser Formen durch zeitliche Artikulation.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zeigestruktur, pädagogische Differenz, operative Pädagogik und das didaktische Dreieck geprägt.

Was versteht man in der Arbeit unter dem „notstandslegitimierten Zwang“?

Dies bezieht sich auf das direktive Zeigen, bei dem in Gefahrensituationen oder zur Bremse der Neugier kurzfristig autoritär eingegriffen wird, um das Kind vor Schaden zu bewahren.

Wie unterscheidet sich das „ostensive Zeigen“ vom „repräsentativen Zeigen“?

Beim ostensiven Zeigen (Übung) muss das Lernthema direkt vor Augen liegen und durch Wiederholung verinnerlicht werden, während das repräsentative Zeigen (Darstellung) Dinge vergegenwärtigt, die nicht unmittelbar anwesend sind.

Warum ist das Zeigen ohne Lernen laut der Autorin problematisch?

Zeigen ohne Lernbezug – etwa zu reinen Unterhaltungszwecken – verliert seinen erzieherischen Gehalt, da die pädagogische Zielsetzung fehlt und der Prozess somit ins Leere läuft.

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Details

Title
Zeigen und Lernen nach Klaus Prange
College
University of Augsburg
Grade
1,3
Author
Lea Dürksen (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V924847
ISBN (eBook)
9783346247308
ISBN (Book)
9783346247315
Language
German
Tags
Erziehung Lernen Zeigen Prange Grundbegriffe Grundlagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Dürksen (Author), 2020, Zeigen und Lernen nach Klaus Prange, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924847
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