Personalentwicklung in Zeiten der Digitalisierung. Herausforderungen und Maßnahmen für die Personalentwicklung


Hausarbeit, 2019

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziele

2. Theoretische Grundlagen
2.1. Personalentwicklung
2.2. Digitalisierung

3. Relevanz der Personalentwicklung im Unternehmen

4. Herausforderungen für Personalentwicklung und Unternehmen im digitalen Wandel
4.1. Kompetenzen im Wandel
4.2. Fortbildungsbedarf
4.3. Fachkräftemangel

5. Maßnahmen
5.1. Kompetenzerfassung
5.2. Wissenstransfer
5.3. Aus- und Weiterbildung
5.4. Employer Branding
5.5. Handlungsempfehlungen

6. Fazit
6.1. Zusammenfassung
6.2. Reflexion

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die Welt ist dynamischer und komplexer geworden. Die Zeit ist heutzutage ein entscheidender Faktor. Neue Technologien entwickeln sich rasant und führen zu einem schnellen technologischen Fortschritt.1 Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Durch die zunehmende Dynamik sind die Schlagworte digitale Transformation und Fachkräftemangel ein Treiber der Unternehmenstransformation und damit auch der Personalentwicklung.

1.1 Problemstellung

Die veränderten Marktanforderungen erfordern ein neues Denken. Um den Anforderungen dieses schnellen voranschreitenden Wandels gewachsen zu sein, müssen Unternehmen in der Lage sein, den technologischen Wandel aktiv zu gestalten. Dazu ist es notwendig, dass die Kompetenzen und Fähigkeiten der Beschäftigten im Unternehmen erweitert und ausgebaut werden. „Es gilt also mehr denn je, die vorhanden Mitarbeiter hinsichtlich der zu erwartenden Änderungen an eine neue Arbeitswelt aus- und weiterzubilden und ferner die gewünschten Fachkräfte mit den erforderlichen Qualifikationen erfolgreich zu rekrutieren.“2

Somit wird nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Personalentwicklung in Zeiten des digitalen Wandels vor neuen Herausforderungen gestellt, die es zu bewältigen gilt.

1.2 Ziele

Ziel dieser Arbeit ist das Benennen von Herausforderungen für die Personalentwicklung und das Unternehmen im digitalen Wandel, sowie das Aufzeigen von Maßnahmen und das Ableiten von Handlungsempfehlungen, die sich auf die Grundlagen des Zusammenspiels von Personalentwicklung und Digitalisierung beziehen.

Zielgruppen sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die von der digitalen Transformation betroffen sind.

2 Theoretische Grundlagen

Um ein Verständnis der Sachverhalte dieser Arbeit zu schaffen, werden im Folgenden die zwei Begriffe Personalentwicklung und Digitalisierung näher definiert.

2.1 Personalentwicklung

Personalentwicklung ist ein schillernder Begriff. In manchen Organisationen wird der Begriff in Zeiten des Wandels mit einem Heilungsversprechen gleichgesetzt.3

Für den Begriff der Personalentwicklung gibt es eine Vielzahl an Definitionen. Dies lässt sich dadurch begründen, dass viele verschiedene Fachwissenschaften wie die Psychologie, die Betriebswirtschaftslehre oder die Pädagogik Einfluss auf die Personalentwicklung nehmen.4

Eine allgemeine und einfache Definition der Personalentwicklung nennt Manfred Becker: „Personalentwicklung umfasst alle Maßnahmen der Bildung, der Förderung und der Organisationsentwicklung, die von einer Person oder Organisation zu Erreichung spezieller Zwecke zielgerecht, systematisch und methodisch geplant, realisiert und evaluiert werden“.5

Diese lassen sich in drei Stufen gliedern: Dem Begriff im engeren Sinn unterliegen Bereiche wie Berufsausbildung, Weiterbildung und Umschulung der Mitarbeiter. Diese sind notwendig zur Vermittlung von grundlegenden fachlichen Anforderungen. Im erweiterten Sinn umfasst die Personalentwicklung das Fördern der Fähigkeiten und Kenntnissen der Mitarbeiter durch Coaching, Mentoring und Leistungsbeurteilungen. Die letzte Stufe wird um den Faktor „Organisationsentwicklung“ erweitert. Das Unternehmen und seine Organisation entwickeln und verbessern sich ständig und werden an strukturelle und strategische Veränderungen angepasst.6

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhand dieser Begriffsbestimmungen wird deutlich,7 dass die Personalentwicklung sich auf den gesamten Prozess der Begleitung der Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens beziehen kann. In dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf der Förderung und Bildung der Mitarbeiter durch geeignete Weiterbildungsmethoden.

2.2 Digitalisierung

Ähnlich wie bei Personalentwicklung gibt es für die Digitalisierung eine Reihe verschiedener Definitionssätze. Der Begriff kann, abhängig vom jeweiligen Kontext, mehrere Bedeutungen annehmen. Im ursprünglichen Sinne wurde die Digitalisierung nur mit technologischen Bereichen verbunden. Diese beschreibt einen Vorgang, bei dem bestehende analoge Werte und Größen in digitale Formate überführt werden.8

Die Digitalisierung hat einen Einfluss auf die Sicht auf Arbeitsprozesse und ändert das gesellschaftliche Handeln. Weiterhin führt diese zur sogenannten digitalen Transformation.9 „Die digitale Transformation (auch ,digitaler Wandel‘) bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der als Digitale Revolution die gesamte Gesellschaft und in wirtschaftlicher Hinsicht speziell Unternehmen betrifft.“10 Dieser Wandel bedeutet auch Veränderung der Arbeitswelt. Die Arbeit der Zukunft lautet Arbeit 4.011.

Für dieses Assignment wird die Definition der technisch bezogenen Digitalisierung verwendet, die Bezug auf die strategische Personalentwicklung und Arbeit 4.0 nimmt.

3 Relevanz der Personalentwicklung im Unternehmen

Durch den technischen Fortschritt stehen die Unternehmen heutzutage unter einen enormen Innovationsdruck. Um an die geänderte Marktanforderungen gewachsen zu sein, müssen sie fähig sein, sich stetig verändernden Bedingungen anzupassen, aus Erfolgen und Misserfolgen entsprechende Konsequenzen zu ziehen und vergangene Fehlentscheidungen und zukünftige Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Zusammengefasst müssen Unternehmen in der Lage sein zu lernen. Hierbei spielt eine strategische Personalentwicklung entscheidende Bedeutung.12

Um konkurrenzfähig bleiben zu können und mit den gestiegenen Anforderungen des Wettbewerbs mithalten zu können, müssen Unternehmen dafür sorgen, dass sich der Mitarbeiter langfristig weiterbildet. Die Qualifizierung des Personals und die Gewinnung neuer Talente führt zur Realisierung der Unternehmensziele.

Durch die digitale Transformation der Arbeitswelt entstehen somit nicht nur Herausforderung für das Unternehmen, sondern auch für die Personalentwicklung selbst. Diese werden unter Punkt 4 erläutert.

4 Herausforderungen für Personalentwicklung und Unternehmen im digitalen Wandel

Im Folgenden befasst sich die Arbeit mit den durch die Digitalisierung entstehenden Herausforderungen für Personalentwicklung und Unternehmen.

4.1 Kompetenzen im Wandel

In Zeiten der Digitalisierung stehen die digitalen Kompetenzen in Vordergrund. Mitarbeiter müssen zukünftig über IT Kenntnisse verfügen und bereit sein in virtuellen Teams dezentral unabhängig zu agieren13.

Mit digitalen Kompetenzen ist es aber nicht nur gemeint mit Medien und Software (auch „Tools“ genannt) umgehen zu können. Damit ist es auch ein grundsätzliches Verständnis von Zusammenhängen in der digitalen Transformation verstanden.14

Weitere Kompetenzen, die von Mitarbeitern angeeignet werden müssen, sind Flexibilität, Kooperationsbereitschaft, sowie Selbstorganisation und Selbständigkeit.

Die Digitalisierung verändert auch die Art und Weise wie wir kommunizieren. Tools substituieren privates Verhalten in berufliche Situationen. Dies erfordert Softskills und Kommunikationsfähigkeit.15

Für Unternehmen ist der Aufbau einer hohen Digitalkompetenz der Fach- und Führungskräfte eine zwingende Voraussetzung für Erfolg im digitalen Transformationsprozess.

4.2 Fortbildungsbedarf

Durch den Einsatz digitaler Technologien ändern sich die Anforderungen an die Beschäftigten16. Die Herausforderungen betreffen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch das Unternehmen. Digitalisierung muss im Unternehmen umgesetzt und von den Mitarbeitern angenommen werden. Letzte fühlen sich nicht ausreichend auf den Transformationsprozess vorbereitet und wünschen sich somit mehr Unterstützung durch den Arbeitgeber. Es ist wichtig, die Mitarbeitenden auf den Wandel vorzubereiten.17

Im Zuge der Digitalisierung verändern sich die Tätigkeiten der Fach- und Führungskräfte. Diese müssen in der Lage sein, sich schnell und selbst gesteuert neues Wissen anzueignen. Einfache Routineaufgabe entfallen, strategische und planerische Aufgaben werden zunehmend wichtiger. Neue Prozess - Modelle wie Design Thinking, Scrum oder Lean Startup, die zu Kreativität- und Ideenförderung dienen, rücken in den Vordergrund.18

Von großer Bedeutung sind die Kompetenzen der Führungskräfte, da die Führungspersonen für die Planung des Transformationsprozesses zuständig sind. Diese benötigen nicht nur diverse Soft Skills für die Implementierung der Digitalisierung in der Organisation, sondern auch ein digitales Mindset, welches die Anpassung an die Transformation ermöglicht.19

Die angemessene Qualifizierung und Weiterbildung des Personals im digitalen Zeitalter sind einer der Schlüssel für unternehmerischen Erfolg20.

4.3 Fachkräftemangel

Organisationen benötigen Beschäftigte für neue Berufsbilder und Tätigkeiten, die im Laufe der digitalen Transformation entstehen. Durch den technologischen Fortschritt steigern die Erwartungen und den Bedarf an Fach- und Führungskräfte.21

Eine große Herausforderung ist der Wettbewerb um neue Talente (der sogenannte „War for Talents“). Um diese für sich zu gewinnen, müssen Unternehmen an Attraktivität gewinnen. Stichwort hier ist „Employer Branding“ – die „Herausbildung einer Arbeitgebermarke“. Zu Employer Branding zählt Glaubwürdigkeit bei der Ansprache neuer Kandidaten. Unternehmen müssen offen ihre Unternehmenskultur beschreiben und sich authentisch präsentieren.22

[...]


1 Vgl. Bartscher/ Huber, o. J, S. 7

2 Tesch, 2019, S. 64

3 Vgl. Becker 2005, S. 6

4 Vgl. Becker 2007, S. 9f

5 Vgl. Becker, 2013, S. 5

6 Vgl. Bartscher/ Huber, o. J., S. 13

7 Vgl. Becker, 2005, S. 4

8 Vgl. Evsan, o.J, S. 6

9 Vgl. Thönnessen, 2018, Zugriff am 30.06.2019

10 Wolan, 2013, o. S.

11 Vgl. Wiegel, 2017, Zugriff am 07.07.2019

12 Vgl. Keller/ Proft/ Lorenz/ Müller, o. J., S. 1-2

13 Tesch, 2019, S. 64

14 Vgl. Evsan, o.J, S. 7

15 Baier, 2019, S. 73

16 Franken, 2018, S. 61-62

17 Vgl. o. V., o. J., Zugriff am 30.06.19

18 Tesch, 2019, S. 65

19 Vgl. Evsan, o. J., S. 12; S. 48

20 Vgl. Franken, 2018, S. 61

21 Vgl. Evsan, o.J, S. 21

22 Vgl. Evsan, o.J, S. 27-28

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Personalentwicklung in Zeiten der Digitalisierung. Herausforderungen und Maßnahmen für die Personalentwicklung
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V924977
ISBN (eBook)
9783346265494
ISBN (Buch)
9783346265500
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung, Personalmanagement, Personalentwicklung
Arbeit zitieren
Denitsa Trifonova (Autor), 2019, Personalentwicklung in Zeiten der Digitalisierung. Herausforderungen und Maßnahmen für die Personalentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/924977

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