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Internet und Hypertext - Auf dem Weg zur allumfassenden Enzyklopädie?

Title: Internet und Hypertext - Auf dem Weg zur allumfassenden Enzyklopädie?

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mathias Schäfer (Author)

Social Work
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[...] Das Internet hält für den Nutzer heute eine Vielzahl unterschiedlichster Dienste bereit und ist das heute populärste Informationssystem. Es zeichnet sich durch Hypertext-Verknüpfungen zwischen den einzelnen Dokumenten aus, welche es dem User erlauben durch bestehende Sinnverknüpfungen von einem Dokument zum nächsten zu springen. Hierher stammt auch der Begriff des Surfens im Internet. Zusätzlich bildet das WWW eine Schnittstelle zu allen bisher genannten Diensten. An dieser Stelle wird deutlich, das dass Internet ein Potential bietet, welches noch kein Medium zuvor für sich beansprucht hat. [...] Jay David Bolter, ein amerikanischer Medienwissenschaftler, entwickelte in seinem 1997 erschienen Text „Hypertextualität, Internet, Interaktivität“ die Vision einer durch das Internet realisierten interaktiven allumfassenden Enzyklopädie. Dieser Vision ist diese Arbeit gewidmet. Ist eine solche Vision überhaupt realisierbar und wenn ja, welche Risiken aber auch Potentiale bietet sie? Beginnen werde ich mit einer genaueren Darstellung von Bolters Gedanken und Ideen um mich dann genauer dem Thema der Interaktivität zu widmen. Geklärt werden soll, was Hypertext überhaupt ist, wie er realisiert wird und in welcher Verbindung er schließlich zur Interaktivität steht. Darauf aufbauend werde ich mich dann den daraus resultierenden Risiken und Möglichkeiten widmen, um in einem abschließenden Fazit die Frage zu beantworten, ob eine allumfassende interaktive Enzyklopädie überhaupt realisierbar ist. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jay D. Bolter – Eine Vision

3. Hypertext – Der Schlüssel zum vernetzten Wissen

4. Wikipedia – Die Verwirklichung von Bolters Vision?

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die theoretische Vision einer allumfassenden, interaktiven digitalen Enzyklopädie, wie sie Jay D. Bolter formulierte, durch das Online-Projekt Wikipedia in die Realität umgesetzt wurde.

  • Evolution von Computernetzwerken zum Internet und World Wide Web
  • Theorie des elektronischen Schreibens und Hypertexts nach Jay D. Bolter
  • Funktionsweise und Bedeutung von Hypertext für die Wissensorganisation
  • Analyse von Wikipedia als praktisches Beispiel für kollektive Wissensgenerierung
  • Kritische Reflexion der Potenziale und Risiken dezentraler Wissenssysteme

Auszug aus dem Buch

3. Hypertext – Der Schlüssel zum vernetzten Wissen

Seit Beginn dieser Arbeit ist stetig von dem Begriff des Hypertextes die Rede. Wir wissen, dass dieser Begriff eine zentrale Position in Bolters Vision vom interaktiven und allumfassenden Lexikon einnimmt. Daher ist es nun an dieser Stelle das Ziel, den Begriff des Hypertextes zu entschlüsseln und aufzuzeigen, wie genau er zur Realisierung von Bolters Gedanken beitragen kann.

Die Idee des Hypertextes, d. h. die Vernetzung von Wissensbeständen, wurde bereits in den 1940er Jahren geboren. Lediglich die Umsetzung gestaltete sich damals aufgrund der fehlenden Multimedialität, d. h. dem Fehlen elektronischer Medien, als äußerst schwierig. Ja sie war geradezu unmöglich (vgl. Vollbrecht 2001). Wirklich geprägt wurde der Begriff allerdings erst in den 60iger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts durch Ted Nelson, der erstmals den Gedanken von einem allumfassenden Hypertext verfasste (vgl. Bolter 1997). Heute ist die Verwirklichung dieser Gedanken nahezu problemlos möglich geworden. Grundlage hierfür ist die Tatsache, dass das World Wide Web auf dem Hypertext und dem damit verbundenen Hyper Text Transfer Protocol (http) basiert. Hierdurch ermöglicht es problemlos die Vernetzung von Texten, Bildern, Grafiken, Bildfolgen, Tonfolgen oder auch Videos. Doch wie genau geht diese Vernetzung nun von statten? Technisch gesehen wird sie durch den so genannten Hyperlink ermöglicht. Unter dem Begriff des Links verstehen wir einen Art Zeiger oder Verweiser der auf so genannte Hotwords, d. h. Wörter, Bilder oder Icons, innerhalb des Textes gelegt wird. Diese Links verweisen dann auf so genannten anchors, zu Deutsch Anker. Bei diesen anchors handelt es sich um das anzusteuernde Zieldokument.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die historische Entstehung des Internets sowie des World Wide Web und führt in den Vergleich zwischen klassischen Enzyklopädien und vernetzten digitalen Informationsstrukturen ein.

2. Jay D. Bolter – Eine Vision: Hier wird der Medienwissenschaftler Jay D. Bolter vorgestellt und seine Vision erläutert, in der Wissen zukünftig nicht mehr linear, sondern hypertextuell und interaktiv strukturiert sein soll.

3. Hypertext – Der Schlüssel zum vernetzten Wissen: Das Kapitel definiert den technischen Begriff des Hypertextes, erklärt dessen Funktionsweise durch Verknüpfungen (Links) und diskutiert die damit verbundenen didaktischen sowie interaktiven Herausforderungen.

4. Wikipedia – Die Verwirklichung von Bolters Vision?: Diese Untersuchung betrachtet Wikipedia als praktisches Fallbeispiel und analysiert, inwieweit das community-basierte Projekt die von Bolter postulierte Idee der allumfassenden Enzyklopädie erfolgreich umsetzt.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die theoretischen und praktischen Erkenntnisse und bewertet kritisch, ob und unter welchen Bedingungen die Vision einer digitalen Enzyklopädie heute als realisiert gelten kann.

Schlüsselwörter

Internet, World Wide Web, Hypertext, Enzyklopädie, Jay D. Bolter, Wikipedia, Interaktivität, Wissensmanagement, digitale Medien, Vernetzung, Online-Lexikon, Hyperlink, Wissensgesellschaft, Informationstechnologie, Medienpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von digitalen Wissenssystemen und untersucht, wie die theoretische Vision von Jay D. Bolter einer allumfassenden interaktiven Enzyklopädie durch moderne Plattformen wie Wikipedia konkret umgesetzt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Internets, Medientheorie (speziell Hypertext), Wissensorganisation, die Rolle der Interaktivität sowie die Analyse der Struktur und Funktionsweise von Wikipedia.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Bolters visionäre Theorie über das elektronische Schreiben und die digitale Vernetzung von Wissen durch die Entwicklung von Wikipedia in der Praxis bestätigt werden konnte.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer explorativen Betrachtung des Wikipedia-Projekts unter Einbeziehung medienwissenschaftlicher und pädagogischer Perspektiven.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Bolters Medientheorie, die technische und didaktische Definition von Hypertext sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Organisationsmodell von Wikipedia als gemeinnütziges, community-basiertes Projekt.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit maßgeblich?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören insbesondere Hypertextualität, Interaktivität, Vernetzung von Wissen, digitale Enzyklopädie und das Community-Prinzip.

Welche spezifische Rolle spielt der Hypertext für Bolters Vision?

Hypertext ist für Bolter das fundamentale technologische System, das es ermöglicht, Wissen nicht mehr linear, sondern durch Querverweise zu strukturieren, was erst die Basis für eine dynamisch wachsende, allumfassende Enzyklopädie schafft.

Wie bewertet der Autor die Problematik der fehlenden redaktionellen Kontrolle bei Wikipedia?

Der Autor stellt fest, dass Wikipedia zwar keine klassische Redaktion besitzt, jedoch interne Mechanismen wie die "Qualitätsoffensive" und den Diskussionsprozess der Nutzergemeinschaft entwickelt hat, um die Glaubwürdigkeit und Qualität der Artikel zu sichern.

Worin liegen laut der Arbeit die größten Herausforderungen für den Nutzer in einer hypertextuellen Umgebung?

Eine zentrale Herausforderung ist das Phänomen "lost in hyperspace" – die Gefahr der Orientierungslosigkeit durch die nicht-linearen Strukturen sowie die Schwierigkeit, relevante Informationen von der bloßen Datenmenge zu unterscheiden.

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Details

Title
Internet und Hypertext - Auf dem Weg zur allumfassenden Enzyklopädie?
College
University of Applied Sciences Fulda
Course
Die Realität der Massenmedien
Grade
1,0
Author
Mathias Schäfer (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V92512
ISBN (eBook)
9783638061841
ISBN (Book)
9783638950848
Language
German
Tags
Internet Hypertext Enzyklopädie Realität Massenmedien Wissen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mathias Schäfer (Author), 2008, Internet und Hypertext - Auf dem Weg zur allumfassenden Enzyklopädie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92512
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