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Der sino-amerikanische Handelskonflikt. Analyse und Bewertung von Milanovićs "The clash of capitalisms"

Kampf zweier Kapitalismusformen?

Titel: Der sino-amerikanische Handelskonflikt. Analyse und Bewertung von Milanovićs "The clash of capitalisms"

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: S. Wagner (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Beziehungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Hausarbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit Milanovićs Aufsatz und die Anwendung seiner Theorien auf den 2018 begonnenen sino-amerikanischen Handelskonflikt. Zur Beantwortung der beiden Leitfragen - Lässt sich tatsächlich von einem Kampf zweier Varianten des Kapitalismus sprechen oder handelt es sich letztlich eher um einen Vorherrschaftskonflikt zweier Großmächte? Inwiefern wird die Entwicklung der beiden Modelle Einfluss auf die Zukunft des Kapitalismus haben? - wird inhaltlich zunächst der Aufsatz von Milanović eingeführt und seine Theorie zum Systemkonflikt erläutert.
Im zweiten Schritt wird die Theorie in die Thematik des sino-amerikanischen Handelskonflikts eingebunden. Dazu werden verschiedene wirtschaftswissenschaftlichen Theorien, wie die von Ali Wyne und Hanns Günther Hilpert angeführt, um so ein divergierendes Bild zu erschaffen, das sich kritisch mit Milanovićs Ansatz auseinandersetzt
Der dritte Teil der Hausarbeit widmet sich der Zukunft des Kapitalismus. Hier werden die Problemfelder, die Milanović für die Zukunft der kapitalistischen Modelle aufzeichnet, genauer untersucht und mit der Meinung des Autors kontrastiert.
Im Fazit folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse und die abschließende Beantwortung der Leitfragen.

Der kapitalistische Westen hat überdauert, während die kommunistische Sowjetunion und ihre Satellitenstaaten zusammengebrochen sind. Der neue Konflikt entsteht in einem durch die Globalisierung international vernetzten System, vor allem Wirtschaftssystem, in dem die USA und China gleichermaßen eingebunden sind. Der serbisch-US-amerikanische Ökonom Branko Milanović betitelt diesen neuen Konflikt als „Clash of Capitalism“, als Kampf innerhalb des Kapitalismus zwischen den beiden unterschiedlichen Modellen demokratisch-liberal und politisch-autoritär.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Milanovic’s Theorie des „Clash of Capitalism“

2.2. Der sino-amerikanische Systemkonflikt

2.3. Die Zukunft des Kapitalismus

3. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie des „Clash of Capitalism“ von Branko Milanović auseinander und wendet diese auf den sino-amerikanischen Handelskonflikt an. Das Ziel besteht darin, zu untersuchen, ob es sich dabei tatsächlich um einen ideologischen Kampf zwischen zwei Kapitalismusmodellen handelt oder vielmehr um einen klassischen Vorherrschaftskonflikt zwischen zwei Großmächten, sowie die Auswirkungen auf die Zukunft des Kapitalismus zu erörtern.

  • Analyse der Theorie des demokratisch-liberalen versus politisch-autoritären Kapitalismus.
  • Untersuchung des sino-amerikanischen Systemkonflikts im Kontext globaler Handelsbeziehungen.
  • Kritische Reflexion der Rolle internationaler Institutionen und geopolitischer Interessen.
  • Untersuchung der Zukunftsfähigkeit beider Modelle unter Berücksichtigung von Ungleichheit und Reformbedarf.

Auszug aus dem Buch

2.1 Milanović’s Theorie des „Clash of Capitalism“

Viele Thesen, Überlegungen und Ideen finden sich in der Forschungsliteratur zum sino-amerikanischen Handelskonflikt, doch ist der Aufsatz Milanović’s in einer Hinsicht besonders. Er wagt den Schritt, den Konflikt in ein neues Spektrum einzuordnen. Im Mittelpunkt steht nicht konkret der Handelskonflikt oder das Handeln der Beteiligten, sondern der Kapitalismus und seine Zukunft. Der Kapitalismus unterteilt sich in zwei miteinander konkurrierende Systeme. Der demokratische, liberale Kapitalismus ist vorherrschend in Nordamerika und Westeuropa, aber auch im asiatischen Raum, in Indien, Indonesien und Japan vertreten. Diesem Modell gegenüber steht der autoritäre Kapitalismus, adaptiert von China, Russland, Singapur und einigen Staaten Afrikas (Milanović 2020: S.10f.). Die Globalisierung führte im Laufe des 20. Jahrhunderts dazu, dass sich die einzelnen Marktwirtschaften verbanden und ein Weltwirtschaftssystem entstand, von dem viele Staaten profitierten.

Die USA hatte sich nach dem Ende des zweiten Weltkrieges als Führungsnation herauskristallisiert und galt fortan als Bewahrer der Demokratie und der liberal-kapitalistischen Ordnung. Eine Ordnung, die sich durch freie Märkte, private Produktionssektoren und Partizipationsmöglichkeiten, also vornehmlich liberalen Grundsätzen, auszeichnet. Lange Zeit galt dieses, durch die USA dominiertes System, als profitabelste und durchsetzungsfähigste Ordnung, die mit Hilfe internationaler Organisationen wie dem IWF und der Weltbank global agierte. Doch haben sich im Laufe der Jahre systemische Probleme ergeben und vertieft. Nach Milanović ist eines davon die zunehmende Ungerechtigkeit der Verteilung und der Etablierung einer „durable upper class“ (2020: S.14). Der freie Markt hat zwar dazu beigetragen, das Markteinkommen zu steigern, letztlich aber auch für eine größere Vermögensungleichheit gesorgt (Milanović 2020: S.14). Diese immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich sieht Milanović als Gefahr für ein harmonisiertes globales System und langfristig auch problematisch für die Wirtschaftsform des liberalen Kapitalismus an sich. Das zweite Problem ist, dass die durch den Westen vorangetriebene Globalisierung innerhalb weniger Jahrzehnte zur ökonomischen Angleichung zwischen Westen und Osten geführt hat (Milanović 2020: S.13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den sino-amerikanischen Handelskonflikt ein und erläutert die zentrale Fragestellung basierend auf Milanović’s Theorie des „Clash of Capitalism“.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Systemkonflikts, die spezifischen Dynamiken des sino-amerikanischen Handelsstreits und die zukünftigen Herausforderungen für beide Wirtschaftsmodelle.

2.1. Milanovic’s Theorie des „Clash of Capitalism“: Dieses Kapitel definiert die zwei konkurrierenden Kapitalismusmodelle – das demokratisch-liberale und das politisch-autoritäre – und stellt die systemischen Probleme des westlichen Modells dar.

2.2. Der sino-amerikanische Systemkonflikt: Hier wird untersucht, wie China durch Institutionen wie die BRI sein autoritäres Modell exportiert und wie die USA darauf mit handelspolitischen Maßnahmen reagieren.

2.3. Die Zukunft des Kapitalismus: Dieses Kapitel diskutiert die langfristigen Erfolgsaussichten beider Modelle und die Notwendigkeit von Reformen im liberalen System sowie die Gefahr einer Deglobalisierung.

3. Schluss: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass es sich primär um einen Machtkonflikt handelt, der dennoch eine Koexistenz im Weltwirtschaftssystem erfordert.

Schlüsselwörter

Handelskonflikt, Kapitalismus, China, USA, Milanović, Systemkonflikt, Globalisierung, autoritärer Kapitalismus, liberaler Kapitalismus, Weltwirtschaft, geopolitische Strategie, Handelsbeziehungen, Wirtschaftswachstum, Machtkonkurrenz, Reformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den sino-amerikanischen Handelskonflikt als eine systemische Auseinandersetzung zwischen zwei unterschiedlichen Kapitalismusformen, basierend auf der Theorie von Branko Milanović.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt den Vergleich zwischen demokratisch-liberalem und politisch-autoritärem Kapitalismus, die geopolitische Rolle Chinas und die handelspolitische Strategie der USA unter der Trump-Administration.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob es sich beim sino-amerikanischen Konflikt um einen ideologischen Kampf der Systeme handelt oder eher um einen Vorherrschaftskonflikt zwischen zwei Weltmächten, und analysiert die Auswirkungen auf die Zukunft des globalen Kapitalismus.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wählt einen analytischen Ansatz, der den Aufsatz von Branko Milanović kritisch hinterfragt und durch den Einbezug aktueller wirtschaftswissenschaftlicher Theorien und Expertenmeinungen ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen nach Milanović erläutert, gefolgt von einer Untersuchung des konkreten Konflikts zwischen China und den USA und einer Prognose über die Zukunftsfähigkeit der kapitalistischen Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind der sino-amerikanische Handelskonflikt, der Systemkonflikt, die Globalisierung sowie die Gegenüberstellung von autoritärem und liberalem Kapitalismus.

Wie bewertet die Arbeit die chinesische Strategie?

Die Arbeit bewertet die chinesische Strategie als Versuch, den eigenen politischen Kapitalismus durch wirtschaftliche Investitionen in Infrastruktur weltweit zu etablieren, wobei sie den rein ideologischen Charakter dieses Vorgehens kritisch hinterfragt.

Welche Rolle spielt die „America-First“-Politik in der Analyse?

Die Politik der Trump-Administration wird als ein Bruch mit der bisherigen außenpolitischen Tradition der USA gesehen, der vor allem auf eine wirtschaftliche Entkoppelung von China abzielt und zur Unsicherheit im liberal-demokratischen Lager führt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der sino-amerikanische Handelskonflikt. Analyse und Bewertung von Milanovićs "The clash of capitalisms"
Untertitel
Kampf zweier Kapitalismusformen?
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
S. Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V925176
ISBN (eBook)
9783346242150
ISBN (Buch)
9783346242167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sino-amerikanische Handelskonflikt Kapitalismusformen Branko Milanović
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
S. Wagner (Autor:in), 2020, Der sino-amerikanische Handelskonflikt. Analyse und Bewertung von Milanovićs "The clash of capitalisms", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/925176
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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