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Museumsdidaktik und Zeitzeugengespräch am Beispiel der Ausstellung in der DenkStätte Weiße Rose in der LMU München

Titel der Ausstellung: “Die Weiße Rose. Ausstellung über den Widerstand von Studenten gegen Hitler. München 1942/43.“

Title: Museumsdidaktik und Zeitzeugengespräch am Beispiel der Ausstellung in der DenkStätte Weiße Rose in der LMU München

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 23 Pages

Autor:in: M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Seminararbeit sollen zunächst allgemeine Dinge erläutert werden, nämlich was ein Museum und eine Gedenkstätte überhaupt sind und welche Ansprüche sie erheben. Danach gehe ich auf die didaktisch-methodische Vorbereitung auf einen effektiven Besuch in einer Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus ein. Welches Vorwissen müssen die Schüler mitbringen? Welche Punkte muss man bei der Planung eines Ausstellungsbesuches besonders beachten? Warum ist ein Zeitzeugengespräch sinnvoll? Im Rahmen des Hauptseminars “Sprache und Literatur im Dritten Reich als Problem des Deutschunterrichts“ unternahm ich einen Besuch in die DenkStätte und werde dessen Ablauf schildern. Der letzte Punkt meiner Arbeit sind die Beschreibung und die didaktische Beurteilung der Denkstätte. Besucht man mit einer Klasse ein Museum, so ist kann dies als eine Art des außerschulischen Lernens angesehen werden. Jede Form des Unterrichts, die außerhalb des Schulgebäudes stattfindet, erfordert einen größeren organisatorischen Aufwand. Doch man zieht auch viel Profit aus solchen Exkursionen: Andere räumliche Gegebenheiten und fremde Personen machen die Schüler neugierig. Diese Neugier nimmt der Lehrer als Basis, um das Interesse der Schüler für die zu behandelnde Thematik zu wecken und einen möglichst großen Lerneffekt zu erzielen.
Als Beispiel für einen Museumsbesuch habe ich eine Führung durch die DenkStätte mit anschließendem Zeitzeugengespräch gewählt. Die DenkStätte wurde in der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Gedenken an den Widerstand der Weißen Rose eingerichtet.
Ein Aufenthalt mit der Klasse in der DenkStätte und besonders ein Zeitzeugengespräch sind eine echte Herausforderung. Der Nationalsozialismus und der Widerstand sind sensible Themen, mit denen der adäquate Umgang schwierig ist. Nur mit didaktischen Vorüberlegungen ist es möglich, diese Herausforderung entsprechend zu meistern.
In dieser Seminararbeit sollen zunächst allgemeine Dinge erläutert werden, nämlich was ein Museum und eine Gedenkstätte überhaupt sind und welche Ansprüche sie erheben. Danach gehe ich auf die didaktisch-methodische Vorbereitung auf einen effektiven Besuch in einer Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus ein. Welches Vorwissen müssen die Schüler mitbringen? Welche Punkte muss man bei der Planung eines Ausstellungsbesuches besonders beachten? Warum ist ein Zeitzeugengespräch sinnvoll?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Der DenkStätten-Besuch als didaktische Herausforderung

2 Das Museum und die Gedenkstätte als außerschulischer Lernort

2.1 Das Museum aus didaktischer Sichtweise

2.2 Die Gedenkstätte

3 Welches Vorwissen benötigen die Schüler für den Besuch in der DenkStätte?

3.1 Wissen über den Nationalsozialismus und heutige Tendenzen

3.2 Wissen über Widerstandsbewegungen wie die Weiße Rose

4 Die Vorbereitung eines Arbeitsbesuches im Museum

4.1 Rahmenplanung

4.2 Inhaltliche Planung

4.3 Probleme des Lehrers bei der Vorbereitung des Besuchs in einer Gedenkstätte

5 Warum ist ein Zeitzeugengespräch sinnvoll?

6 Der Ablauf im Museum mit Zeitzeugengespräch

7 Beschreibung und didaktische Beurteilung der DenkStätte

7.1 Beschreibung der räumlichen Gegebenheiten

7.2 Interview mit Michael Kaufmann, dem Leiter der DenkStätte

7.3 Verbesserungsvorschläge für die Denkstätte

8 Außerschulisches Lernen ist einen Aufwand wert

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen Potenziale und Herausforderungen eines Besuchs der „DenkStätte Weiße Rose“ in München im Rahmen des Geschichts- und Deutschunterrichts, wobei insbesondere die didaktische Einbettung sowie der Nutzen von Zeitzeugengesprächen für den Lernprozess analysiert werden.

  • Didaktische Konzepte für den außerschulischen Lernort Gedenkstätte.
  • Notwendiges Vorwissen der Schüler zum Nationalsozialismus und Widerstand.
  • Strukturierung und Planung von Exkursionen in Gedenkstätten.
  • Bedeutung und Mehrwert von Zeitzeugengesprächen für den Lernerfolg.
  • Kritische Analyse der Ausstellungsgestaltung der „DenkStätte Weiße Rose“.

Auszug aus dem Buch

Die Vorbereitung eines Arbeitsbesuches im Museum

Nach Kersting kann ein Museumsbesuch am Anfang, in der Mitte und auch am Ende einer Unterrichtsreihe stehen. Je nach Fall sollte man sich folgende Gedanken machen: Steht der Museumsbesuch am Anfang einer Unterrichtsreihe, sollte damit vorrangig die Motivation der Schüler für das Thema geweckt werden. Liegt der didaktische Ort der Exkursion in der Mitte einer Unterrichtsreihe, so kann daraus der größte Nutzen gezogen werden, da die Schüler bereits Hintergrundwissen besitzen und mittels Arbeitsaufträgen Neues erarbeitet werden kann. Außerschulisches Lernen am Ende eines Themenkomplexes dient besonders dazu, die im Unterricht erarbeiteten Ergebnisse zu sichern und zu festigen.

Die Arbeitsschritte zur Durchführung von außerschulischem Lernen sind stets in drei Phasen aufgeteilt: Vorbereitung: Der inhaltliche, zeitliche und räumliche Rahmen der Exkursion wird festgelegt und der Lehrer macht einen Vorbesuch, soweit ihm das Ziel nicht schon bekannt ist. Die Schüler werden inhaltlich und methodisch vorbereitet; außerdem muss mit ihnen ein Verhaltenskodex festgelegt werden. Durchführung: Der Lehrer fungiert als Berater und Koordinator der Schülerarbeit und steht den Schülern für Fragen zur Verfügung. Nachbereitung: Die Ergebnisse des außerschulischen Lernens müssen aufgearbeitet, überprüft, vertieft und gesichert werden. Durch diese Arbeit sollen die Arbeitsergebnisse für den Unterricht nutzbar gemacht und präsentiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der DenkStätten-Besuch als didaktische Herausforderung: Einführung in das Thema der Exkursionen an außerschulische Lernorte und die Notwendigkeit didaktischer Vorüberlegungen bei sensiblen historischen Themen.

2 Das Museum und die Gedenkstätte als außerschulischer Lernort: Theoretische Grundlagen zur Museumspädagogik und die Spezifika von Gedenkstätten als Lernorte zur Vermittlung von Geschichte.

3 Welches Vorwissen benötigen die Schüler für den Besuch in der DenkStätte?: Analyse der notwendigen Vorkenntnisse zum Nationalsozialismus und der Widerstandsbewegung Weiße Rose für ein tieferes Verständnis.

4 Die Vorbereitung eines Arbeitsbesuches im Museum: Darstellung der Phasen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung sowie der Rolle des Lehrers bei der Planung.

5 Warum ist ein Zeitzeugengespräch sinnvoll?: Erläuterung des emotionalen und kognitiven Mehrwerts, den Zeitzeugen für die Schülerschaft bieten, um Distanz zur NS-Zeit zu überbrücken.

6 Der Ablauf im Museum mit Zeitzeugengespräch: Dokumentation eines exemplarischen Ablaufs eines Besuchs samt Podiumsdiskussion mit einer Zeitzeugin.

7 Beschreibung und didaktische Beurteilung der DenkStätte: Detaillierte räumliche und inhaltliche Analyse der Ausstellung sowie Interview mit dem Leiter und Optimierungsvorschläge.

8 Außerschulisches Lernen ist einen Aufwand wert: Abschließendes Plädoyer für den pädagogischen Nutzen von Exkursionen trotz des organisatorischen Aufwands.

Schlüsselwörter

Museumsdidaktik, Gedenkstättenpädagogik, Weiße Rose, Nationalsozialismus, außerschulischer Lernort, Widerstand, Zeitzeugengespräch, Geschichtsunterricht, Exkursionsdidaktik, Schulpädagogik, Erinnerungskultur, Didaktik, Holocaust-Erziehung, Vermittlung, Lernprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufbereitung und Durchführung von Schulbesuchen in der „DenkStätte Weiße Rose“ und untersucht, wie das Thema Nationalsozialismus erfolgreich vermittelt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Museumspädagogik, die Vorbereitung von Exkursionen, die Spezifika von Gedenkstätten und der pädagogische Wert von Zeitzeugenberichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Museumsbesuch zur fundierten Auseinandersetzung mit Widerstand und Nationalsozialismus beitragen kann und welche methodischen Voraussetzungen dafür nötig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer simulierten Praxiserfahrung (Hauptseminar) und einem Experteninterview mit dem Leiter der DenkStätte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des außerschulischen Lernens, die spezifischen Anforderungen an Vorwissen der Schüler, die Planungsphasen von Exkursionen und die Analyse der spezifischen Ausstellung in der Münchner LMU.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Museumsdidaktik, Gedenkstättenpädagogik, Weiße Rose, außerschulischer Lernort und Zeitzeugengespräch bilden die Kernbegriffe.

Warum betont die Autorin die Notwendigkeit von Arbeitsaufträgen für Schüler?

Da Führungen allein oft als passive Einwegkommunikation wahrgenommen werden, sollen Arbeitsaufträge die Schüler zur aktiven Auseinandersetzung mit den Exponaten zwingen.

Welche spezifische Kritik äußert die Autorin an der aktuellen Ausstellung in der DenkStätte?

Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass die Flugblätter der Weißen Rose, die den Kern des Widerstands bilden, in der Ausstellung nicht ausreichend inhaltlich dargestellt werden und deren Kenntnis einfach vorausgesetzt wird.

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Details

Title
Museumsdidaktik und Zeitzeugengespräch am Beispiel der Ausstellung in der DenkStätte Weiße Rose in der LMU München
Subtitle
Titel der Ausstellung: “Die Weiße Rose. Ausstellung über den Widerstand von Studenten gegen Hitler. München 1942/43.“
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Sprache und Literatur im Dritten Reich als Problem des Deutschunterrichts
Author
M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V92550
ISBN (eBook)
9783638063791
Language
German
Tags
Museumsdidaktik Zeitzeugengespräch Beispiel Ausstellung DenkStätte Weiße Rose München Sprache Literatur Dritten Reich Problem Deutschunterrichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author), 2002, Museumsdidaktik und Zeitzeugengespräch am Beispiel der Ausstellung in der DenkStätte Weiße Rose in der LMU München, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92550
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