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Nachhaltige Entwicklung am Beispiel von Mobilität

Title: Nachhaltige Entwicklung am Beispiel von Mobilität

Seminar Paper , 2002 , 18 Pages

Autor:in: M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author)

Didactics - Earth Science
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll Mobilität in Zusammenhang mit Verkehr und einer nachhaltigen Entwicklung betrachtet werden.
Nachdem ich nun den Begriff „Mobilität“ geklärt habe, möchte ich darstellen, wie sich Mobilität im Laufe der Zeit entwickelt hat, welche Auswirkungen der Verkehr auf die Umwelt und die Psyche der Menschen hat und wie man Verkehr einschränken kann. Vor diesem Hintergrundwissen versuche ich dann Ansatzpunkte zu geben für konkrete Umsetzungsvorschläge im Unterricht zum Thema Mobilität und nachhaltige Entwicklung. Mobilität wird in unseren Zeiten immer wichtiger. Sei es in der Erwachsenenwelt, wo das
Berufsleben die Bereitschaft der Arbeitnehmer erfordert, täglich zum Arbeitsplatz zu pendeln
oder öfters den Wohnsitz zu wechseln, sei es in der Welt der Jugendlichen, wo Mobilität vor
allem mit Freizeitaktivitäten in Verbindung gebracht wird.
Doch was versteht man ganz genau unter Mobilität? Wörterbücher wie das Fremdwörterbuch
von WAHRIG (1993, S. 456) definieren unter „Mobilität“ „Beweglichkeit“ und „Häufigkeit
des Wohnungs-, Wohnsitzwechsels“.
Man kann verschiedene Arten von Mobilität unterscheiden; Mobilität ist dabei nicht nur auf
einen räumlichen Ortswechsel beschränkt, sondern kann auch einen gesellschaftlichen
Ortswechsel beschreiben. Den Begriff „soziale Mobilität“ beispielsweise definierte der
Soziologe Pitrim A. Sorokin 1927 folgendermaßen: Unter sozialer Mobilität versteht man
„positionell-soziale Bewegungsvorgänge von Personen oder Personengruppen zwischen
Regionen und/oder zwischen gesellschaftlich definierten Positionen, Kategorien, Berufen,
Klassen oder Schichten“ (zit. nach FELDHAUS 1998, S. 44 ff.). Diese Faktoren prägen also
eine „mobile Gesellschaft“.
Die Mobilitätsrate beschreibt die Summe aller Ortsveränderungen eines Individuums in einer
bestimmten Zeitspanne. Doch man darf Mobilität nach FELDHAUS nicht mit
Fahrtenhäufigkeit gleichsetzen und schon gar nicht mit nur motorisierten Fahrten, da unter
Mobilität Bewegung allgemein gemeint ist. Die Entwicklung der Mobilität ist also nicht mit
Entwicklung der Motorisierung gleichzusetzen! Die Weghäufigkeit stieg seit den 1950ern
nicht signifikant, dafür aber die Fahrtenhäufigkeit. Eine weitere Differenzierung der Mobilität kann zwischen Zweckmobilität und
Erlebnismobilität vorgenommen werden. Unter „Zweckmobilität“ versteht FELDHAUS
(1998, S.47) gebundene Reisezwecke wie Fahrten für den Beruf, das Geschäft oder die
Ausbildung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Definition von Mobilität und Arten von Mobilität

2 Mobilität früher und heute

3 Auswirkungen des Verkehrs

3.1 Soziale Auswirkungen des Verkehrs

3.2 Ökologische Auswirkungen des Verkehrs

4 Was kann man gegen den Verkehr tun oder wie kann man Mobilität sinnvoll nutzen, um die Umwelt zu schonen?

5 Didaktischer Abriss

6 Praktische Unterrichtsbeispiele

7 Schluss

8 Quellenverzeichnis

8.1 Literatur

8.2 Internet

8.3. Weiterführende Literatur/ sonstiges

Zielsetzung und Themenbereiche

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Thema Mobilität in den Kontext einer nachhaltigen Entwicklung zu stellen. Dabei wird untersucht, wie sich Mobilitätsmuster historisch gewandelt haben, welche sozialen und ökologischen Belastungen durch den heutigen Verkehr entstehen und welche didaktischen Ansätze geeignet sind, um ein Bewusstsein für nachhaltiges Verhalten im Schulunterricht zu fördern.

  • Begriffliche Differenzierung von Mobilität und Verkehr
  • Historische Entwicklung der Motorisierung und des Verkehrsaufkommens
  • Analyse sozialer und ökologischer Folgen von Mobilität
  • Strategien zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs
  • Methoden der handlungsorientierten Mobilitätserziehung in der Schule

Auszug aus dem Buch

3.1 Soziale Auswirkungen des Verkehrs

Die Zahl der Verkehrstoten und –verletzten nimmt seit der Einführung von Sicherheitsvorschriften wie dem Sicherheitsgurt kontinuierlich ab (FELDHAUS 1998, S.130). Absolut gesehen sind das Flugzeug und die Eisenbahn die sichersten Verkehrsmittel (FELDHAUS 1998, S.133). Durch Verkehrsunfälle entsteht insgesamt ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden, den es durch umsichtiges Verhalten zu vermeiden gilt (FELDHAUS 1998, S.130).

Der Richtwert für Schallschutz nach DIN 18005 liegt in allgemeinen Wohngebieten zwar tagsüber bei 55 dB, doch 70 % der Bevölkerung müssen unter einem höheren Wert leiden. Autos, Busse und Motorräder emittieren Geräusche von etwa 73 bis 83 dB. (FELDHAUS 1998, S. 135 ff.). Durch diesen Geräuschpegel entsteht Stress, der sich zu Herz-Kreislauf Erkrankungen ausweiten kann.

Durch Schadstoffausstoß entstehen beim Menschen vor allem Augen- und Atemwegserkrankungen, Asthma, Niedergeschlagenheit, Kopfschmerzen und auch Lungenkrebs. Schädlich sind vor allem Rußpartikel und Benzol.

Verkehr und Mobilität können negative Emotionen wie Angst und Minderwertigkeitsgefühle erzeugen, nämlich Angst zu verunglücken, Angst um die eigenen Kinder und das Gefühl der Hilflosigkeit. Einkaufsmöglichkeiten werden zunehmend an den Stadtrand verlagert, der fast nur mit dem Auto zu erreichen ist, so dass autolose Menschen benachteiligt werden (FELDHAUS 1998, S. 142 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Definition von Mobilität und Arten von Mobilität: Dieses Kapitel klärt die Grundbegriffe der Mobilität sowie die Abgrenzung zum Verkehr und führt in die Differenzierung zwischen Zweck- und Erlebnismobilität ein.

2 Mobilität früher und heute: Hier wird der historische Wandel der Mobilität von den Anfängen der Motorisierung bis zur heutigen Massenmobilität und der Bedeutung von Kurzstrecken im Alltag nachgezeichnet.

3 Auswirkungen des Verkehrs: Das Kapitel beleuchtet kritisch die sozialen Folgen wie Verkehrsunfälle und Lärm sowie die ökologischen Konsequenzen wie Landschaftsverbrauch und Schadstoffemissionen.

4 Was kann man gegen den Verkehr tun oder wie kann man Mobilität sinnvoll nutzen, um die Umwelt zu schonen?: Dieses Kapitel stellt verschiedene Strategien zur Verkehrsreduktion vor, darunter technologische Verbesserungen, Entschleunigung des Lebensstils und die Förderung des ÖPNV.

5 Didaktischer Abriss: Dieser Abschnitt beschreibt den Wandel von der klassischen Verkehrserziehung hin zur umfassenden Mobilitätserziehung und verknüpft diese mit dem pädagogischen Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

6 Praktische Unterrichtsbeispiele: Es werden konkrete handlungsorientierte Projekte vorgestellt, mit denen Schüler für das Thema nachhaltige Mobilität sensibilisiert werden können, beispielsweise durch Radwegekartierungen oder Mobilitätsvergleiche.

7 Schluss: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit von Umdenkprozessen, die idealerweise durch eigene Einsicht in der Schule gefördert werden sollten, um eine nachhaltige Lebensweise künftiger Generationen zu sichern.

8 Quellenverzeichnis: Zusammenstellung der verwendeten Literatur, Internetquellen und weiterführender Materialien.

Schlüsselwörter

Mobilität, Verkehr, Nachhaltigkeit, Agenda 21, Mobilitätserziehung, Motorisierung, Umweltbelastung, ÖPNV, Verkehrsberuhigung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Schadstoffausstoß, Verkehrsverhalten, Projektarbeit, Umdenkprozess, Ressourceneffizienz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Mobilität und den Erfordernissen einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 21.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Mobilitätsformen, die Analyse ökologischer und sozialer Auswirkungen des Verkehrs sowie die didaktische Umsetzung in der schulischen Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch handlungsorientierte Ansätze zu einem bewussteren Umgang mit ihrer eigenen Mobilität motiviert werden können, um nachhaltig zu handeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie auf didaktischen Konzepten zur Umwelterziehung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert historische Daten zur Motorisierung, thematisiert gesundheitliche und umweltbezogene Folgen des Verkehrs und stellt Strategien zur Verkehrsvermeidung sowie spezifische Unterrichtsbeispiele dar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nachhaltigkeit, Mobilitätserziehung, ökologische Folgen, Verkehrsverhalten und handlungsorientiertes Lernen geprägt.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Verkehrsänderung?

Die Schule wird als idealer Ort identifiziert, um Umdenkprozesse einzuleiten, da Schüler dort in ihren Einstellungen formbar sind und durch Projektarbeit eigene Einsichten gewinnen können.

Was unterscheidet Mobilitätserziehung von klassischer Verkehrserziehung?

Während die klassische Verkehrserziehung eher auf technisches Verhalten abzielte, fokussiert die Mobilitätserziehung auf ein kritisches Verständnis von Verkehrsabläufen und die aktive Gestaltung nachhaltigerer Systeme.

Warum sind Kurzstrecken für die nachhaltige Mobilität so wichtig?

Da ein Großteil der Wege unter 5 km liegt und diese oft mit dem Auto zurückgelegt werden, liegt hier ein enormes Potenzial für die Verlagerung auf das Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegte Wege.

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Details

Title
Nachhaltige Entwicklung am Beispiel von Mobilität
College
LMU Munich  (Institut für Geographie)
Course
Umwelterziehung im Erdkundeunterricht
Author
M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V92553
ISBN (eBook)
9783638064675
Language
German
Tags
Nachhaltige Entwicklung Beispiel Mobilität Umwelterziehung Erdkundeunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.B.A. + Eng. Sonja Wagner (Author), 2002, Nachhaltige Entwicklung am Beispiel von Mobilität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92553
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