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Das Thema Tod in der Grundschule am Beispiel ausgewählter Kinderliteratur

Title: Das Thema Tod in der Grundschule am Beispiel ausgewählter Kinderliteratur

Examination Thesis , 2008 , 90 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christina Hausen (Author)

Theology - Practical Theology
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Summary Excerpt Details

Kinder stellen viele Fragen. Sie sind sehr wissbegierig und wollen lernen. Dennoch sind manche Fragen auch für Erwachsene schwer zu beantworten, teilweise, weil sie nicht wissen, wie sie antworten sollen, teilweise aber auch, weil sie selbst keine Antwort wissen. Zu diesen Fragen gehören auch Fragen nach dem Tod. Sie möchten wissen, was mit ihnen geschieht, wenn sie tot sind und warum Menschen überhaupt sterben müssen. Auch die Frage, was jemand tut, wenn er tot ist, beschäftigt sie . Viele Erwachsene vertreten die Meinung, dass Kinder von diesem Thema ferngehalten werden sollten, dass sie noch zu klein seien und nicht damit belastet werden sollten. Kleinkinder können jedoch frühzeitig Erfahrungen mit dem Tod sammeln (im Fernsehen, Tod der Oma, Tod des Haustieres) und gehen meist vollkommen unbefangen mit dem Thema um. Ihr Umgang mit dem Tod hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie die Menschen in ihrer Umgebung mit dem Tod umgehen. Die Grundschule, und besonders der Religionsunterricht, müssen daher Raum für Gespräche über den Tod schaffen. Die Schüler müssen dazu ermutigt werden, weitere Fragen zu stellen und so ihre Erfahrungen mit Sterben und Tod verarbeiten. Auf diese Weise kann der Religionsunterricht einer Tabuisierung des Todesthemas entgegenwirken. Er setzt an der Lebenswirklichkeit der Kinder an, da diese vielfach schon Erfahrungen mit dem Tod gesammelt haben, ohne eine Möglichkeit zur Bewältigung angeboten bekommen zu haben. Somit wird auch in den Lehrplänen bewusst ein Zugang zur Thematik „Leid und Tod“ gewählt, bei dem sich vielfältige Fragen der Schülerinnen und Schüler entfalten können. Die Schulkinder sollen Aufmerksamkeit dafür entwickeln, wie andere Menschen mit Leid und Vergänglichkeit umgehen, und sich dadurch angeregt mit ihren eigenen Fragen und Antwortversuchen auseinander setzen. In dieser Auseinandersetzung können sie erkennen, dass es letztlich keine tragfähige Antwort für die Fragen nach Leid und Tod gibt und dass der Menschen sie letztlich nicht begreifen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Das Bilderbuch

2.1 Die Priorität des Bildes im Vergleich zum Text

2.2 Die Bildungsfunktion des Bilderbuches

3. Die Entwicklung kindlicher Todesvorstellungen

3.1 Definition „Tod“

3.2 Entwicklung der Todesvorstellungen im Kindesalter

3.2.1 Säuglinge von der Geburt bis zum 12. Monat

3.2.2 Babys zwischen 10 Monaten und 2 Jahren

3.2.3 Vorschulkinder 3 bis 6 Jahre

3.2.4 Grundschulkinder von 6 bis 9 Jahren

3.2.5 Jugendliche

4. Christliche Eschatologie – Hilfe für die Kinder?

4.1 Vergleich biblischer und kindlicher Todesimaginationen

4.2 Christliche Hoffnung über den Tod hinaus

4.3 Himmel, Hölle

4.4 Seele

4.4.1 Psychologische Vorstellungen

4.4.2 Philosophische Vorstellungen

4.4.3 Theologischen Vorstellungen

4.5 Die heutige Situation

4.6 Was tut Kindern gut?

5. Kriterien zur Analyse der Bilderbücher

5.1 Vorbemerkung

5.2 Kriterien

6. Analyse ausgewählter Bilderbücher

6.1 Olbrich, Hiltraud: Abschied von Tante Sofia

6.2 Øyen/ Kaldhol: Abschied von Rune

6.3 Essen/Schuler: Von Tod und Auferstehung den Kindern erzählt

6.4 Fried/Gleich: Hat Opa einen Anzug an?

6.5 Erlbruch, Wolf: Ente, Tod und Tulpe

6.6 Varley, Susan: Leb wohl, lieber Dachs

7. Unterrichtsentwurf zum Thema „Tod“

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Kinderliteratur, insbesondere Bilderbüchern, im Religionsunterricht der Grundschule zur Thematisierung von Sterben und Tod. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Kinder durch diese Literatur bei der Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten und existenziellen Fragen unterstützt werden können und wie dabei christliche Hoffnungsdimensionen vermittelt werden können.

  • Bildungsfunktion und Analyse von Bilderbüchern im Kontext von Tod und Trauer
  • Entwicklungspsychologische Aspekte kindlicher Todesvorstellungen
  • Vergleich biblischer Todesimaginationen mit kindlichen Vorstellungen
  • Pädagogisch-didaktische Gestaltung der Todesthematik im Religionsunterricht

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Kinder stellen viele Fragen. Sie sind sehr wissbegierig und wollen lernen. Dennoch sind manche Fragen auch für Erwachsene schwer zu beantworten, teilweise, weil sie nicht wissen, wie sie antworten sollen, teilweise aber auch, weil sie selbst keine Antwort wissen. Zu diesen Fragen gehören auch Fragen nach dem Tod. Sie möchten wissen, was mit ihnen geschieht, wenn sie tot sind und warum Menschen überhaupt sterben müssen. Auch die Frage, was jemand tut, wenn er tot ist, beschäftigt sie1. Viele Erwachsene vertreten die Meinung, dass Kinder von diesem Thema ferngehalten werden sollten, dass sie noch zu klein seien und nicht damit belastet werden sollten. Kleinkinder können jedoch frühzeitig Erfahrungen mit dem Tod sammeln (im Fernsehen, Tod der Oma, Tod des Haustieres) und gehen meist vollkommen unbefangen mit dem Thema um. Ihr Umgang mit dem Tod hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie die Menschen in ihrer Umgebung mit dem Tod umgehen. Die Grundschule, und besonders der Religionsunterricht, müssen daher Raum für Gespräche über den Tod schaffen.

Die Schüler müssen dazu ermutigt werden, weitere Fragen zu stellen und so ihre Erfahrungen mit Sterben und Tod verarbeiten. Auf diese Weise kann der Religionsunterricht einer Tabuisierung des Todesthemas entgegenwirken. Er setzt an der Lebenswirklichkeit der Kinder an, da diese vielfach schon Erfahrungen mit dem Tod gesammelt haben, ohne eine Möglichkeit zur Bewältigung angeboten bekommen zu haben. Somit wird auch in den Lehrplänen bewusst ein Zugang zur Thematik „Leid und Tod“ gewählt, bei dem sich vielfältige Fragen der Schülerinnen und Schüler entfalten können. Die Schulkinder sollen Aufmerksamkeit dafür entwickeln, wie andere Menschen mit Leid und Vergänglichkeit umgehen, und sich dadurch angeregt mit ihren eigenen Fragen und Antwortversuchen auseinander setzen. In dieser Auseinandersetzung können sie erkennen, dass es letztlich keine tragfähige Antwort für die Fragen nach Leid und Tod gibt und dass der Menschen sie letztlich nicht begreifen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kindliche Wissbegierde im Hinblick auf existenzielle Fragen nach dem Tod und betont die Notwendigkeit des Religionsunterrichts als geschützten Raum zur Verarbeitung dieser Thematik.

2) Das Bilderbuch: Dieses Kapitel erläutert die besondere Rolle von Bildern im Bilderbuch und deren pädagogische sowie bildungstheoretische Bedeutung für die kindliche Entwicklung.

3. Die Entwicklung kindlicher Todesvorstellungen: Es wird die altersspezifische Entwicklung von Todeskonzepten dargestellt, von den ersten Wahrnehmungen bei Säuglingen bis hin zum reflektierten Verständnis bei Jugendlichen.

4. Christliche Eschatologie – Hilfe für die Kinder?: Dieses Kapitel setzt sich mit biblischen Todesvorstellungen, Begriffen wie Himmel, Hölle und Seele sowie der christlichen Hoffnung auseinander und untersucht deren Tauglichkeit für den kindgerechten Religionsunterricht.

5. Kriterien zur Analyse der Bilderbücher: Hier werden methodische Kriterien für die Auswahl und Untersuchung der ausgewählten Kinderliteratur festgelegt.

6. Analyse ausgewählter Bilderbücher: Sechs ausgewählte Werke werden anhand der zuvor definierten Kriterien auf ihre inhaltliche, didaktische und pädagogische Eignung hin untersucht.

7. Unterrichtsentwurf zum Thema „Tod“: Das Kapitel bietet einen konkreten Überblick über einen Unterrichtsverlauf für die dritte Klasse, basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen der Bilderbuchanalysen.

8. Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine sorgfältige Auswahl der Bilderbücher essenziell ist, um Kindern tragfähige Hoffnungsperspektiven zu vermitteln und sie nicht mit religiösen Komplexitäten zu überfordern.

Schlüsselwörter

Tod, Religionsunterricht, Kinderliteratur, Bilderbuch, Kindliche Todesvorstellung, Christliche Hoffnung, Eschatologie, Auferstehung, Trauerbewältigung, Seele, Didaktik, Grundschule, Trost, Todeskonzept, Lebenswirklichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das Thema „Tod“ kindgerecht im Religionsunterricht der Grundschule behandelt werden kann, indem ausgewählte Kinderliteratur als Medium zur Bewältigung und zur Vermittlung christlicher Hoffnung genutzt wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die kindliche psychologische Entwicklung beim Verständnis des Todes, die Thematisierung des Sterbens in Bilderbüchern sowie die christliche Eschatologie (Hoffnung über den Tod hinaus, Himmel, Seele).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Auswahl von Bilderbüchern Kindern helfen können, ihre Ängste zu verbalisieren und tragfähige, lebensbejahende Hoffnungsbilder zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur Erarbeitung der theoretischen Grundlagen (Entwicklungspsychologie und Theologie) und wendet diese Kriterien in einer exemplarischen Analyse auf sechs ausgewählte Bilderbücher an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung kindlicher Todesvorstellungen sowie eine umfangreiche Analyse verschiedener Bilderbücher, inklusive Unterrichtsvorschlägen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Todeskonzept, kindliche Lebenswirklichkeit, christliche Auferstehungshoffnung, Trauerarbeit und die didaktische Aufbereitung von existenzielle Themen im Religionsunterricht.

Warum ist eine Thematisierung von Hölle oder Fegefeuer mit Kindern nicht anzuraten?

Die Autorin argumentiert, dass diese Themen bei Kindern in der Grundschule in der Regel unnötige Ängste und Schrecken hervorrufen, anstatt eine tröstende, hoffnungsvolle Perspektive auf Gott und das Leben zu vermitteln.

Wie gehen Kinder mit der „Leib-Seele-Trennung“ um?

Die Autorin stellt fest, dass Kinder in der Grundschule aufgrund ihres (oft noch animistischen) Entwicklungsstandes mit der abstrakten Trennung von Leib und Seele überfordert sind und eine solche Thematik zu Missverständnissen führen kann.

Welche Bedeutung hat die Grabpflege in den analysierten Büchern?

Die Grabpflege fungiert in den untersuchten Werken als eine konkrete, handlungsorientierte Verbindung zwischen den Lebenden und den Verstorbenen, die Kindern hilft, die Endlichkeit des Todes besser zu akzeptieren.

Warum wird die Reinkarnationsvorstellung kritisch betrachtet?

Die Reinkarnationsvorstellung wird als Konzept diskutiert, das nicht dem christlichen Verständnis entspricht und bei Kindern zu falschen Schlussfolgerungen führen kann; daher muss im Unterricht der Unterschied zur christlichen Hoffnung verdeutlicht werden.

Excerpt out of 90 pages  - scroll top

Details

Title
Das Thema Tod in der Grundschule am Beispiel ausgewählter Kinderliteratur
College
University of Paderborn
Grade
1,7
Author
Christina Hausen (Author)
Publication Year
2008
Pages
90
Catalog Number
V92555
ISBN (eBook)
9783638062114
Language
German
Tags
Thema Grundschule Beispiel Kinderliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Hausen (Author), 2008, Das Thema Tod in der Grundschule am Beispiel ausgewählter Kinderliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/92555
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